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Vorbereitung auf mündlichen Teil B1-B2 Pflege (telc)

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Sprechen Teil 2 (Kurzvortrag) Übungen B1-B2 Pflege (telc)

 

In Kürze wird es noch viele weitere Übungen zu diesem Teil geben.

Bis dahin schauen Sie sich die andere Prüfungen an:

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Sprechen Teil 3 (Diskussion - Pausengespräch) Übungen B1-B2 Pflege (telc)

 

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Mündliche Prüfung — telc Deutsch B1·B2 Pflege

Der mündliche Teil ist die wichtigste Hürde der Prüfung: Ohne mindestens B1 im Sprechen gibt es kein Zertifikat — egal wie gut die schriftlichen Teile waren. Hier erfährst du alles über Aufbau, Bewertung und typische Fehler.

Allgemeines zum Ablauf

Paarprüfung

Die mündliche Prüfung findet in der Regel als Paarprüfung statt — zwei Teilnehmende werden gemeinsam geprüft. Bei einer ungeraden Zahl von Teilnehmenden wird eine Person allein geprüft, wobei einer der Prüfer die Rolle des zweiten Teilnehmers übernimmt.

Dauer und Ablauf

Die Prüfung dauert ca. 16 Minuten. Davor gibt es 20 Minuten Vorbereitungszeit. Für jede Prüfung sind zwei lizenzierte telc-Prüfer erforderlich — beide bewerten, aber nur einer führt das Gespräch (Interlokutor).

Die mündliche Prüfung findet am selben Tag wie die schriftliche statt — nach einer kurzen Pause. Alle Themen stammen aus dem Pflegealltag: Patientensituationen, ethische Fragen, Arbeitsorganisation auf Station.

Die drei Teile der mündlichen Prüfung

Teil 1 Erfahrungen und Meinungen

Du sprichst über deine Erfahrungen und Meinungen zu einem Pflegethema — oft mit einer Bildbeschreibung. Anschließend stellen die Prüfer Fragen zu deinen Aussagen.

Was erwartet wird: eigene Meinung äußern, Erfahrungen aus dem Pflegealltag einbringen, auf Fragen spontan reagieren.

Teil 2 Kurzvortrag

Du hältst einen kurzen, strukturierten Vortrag zu einem vorgegebenen Pflegethema. Danach stellen die Prüfer Fragen zu deinem Vortrag.

Was erwartet wird: klarer Aufbau mit Einleitung, 2–3 Hauptpunkten und einem Fazit. Kein freies Erzählen — ein echter Minivortrag.

Teil 3 Diskussion mit dem Partner

Du diskutierst mit deinem Prüfungspartner ein kontroverses Thema aus dem Pflegebereich. Beide Seiten sollen verschiedene Standpunkte vertreten und aufeinander eingehen.

Was erwartet wird: aktiv argumentieren, nachfragen, widersprechen — kein einfaches Zustimmen.

Nutze die 20 Minuten Vorbereitungszeit konsequent: Schreib Stichpunkte zu allen drei Teilen. Für den Kurzvortrag notiere Einleitung, 2–3 Argumente und einen Schlusssatz. Das beruhigt die Nerven und gibt Struktur.

Wie wird der mündliche Teil bewertet?

Beide Prüfer bewerten unabhängig voneinander nach vier Kriterien:

  • Ausdrucksfähigkeit
    Wie gut drückst du dich aus? Verwendest du passenden Wortschatz — auch medizinischen Fachwortschatz? Kannst du deine Sprechabsicht klar umsetzen?
  • Aufgabenbewältigung
    Hast du die Aufgabe wirklich erfüllt? Bei Teil 3: Hast du wirklich diskutiert oder nur zugestimmt? Hast du alle geforderten Punkte angesprochen?
  • Formale Richtigkeit
    Grammatik, Satzbau, korrekte Verwendung von Kasus und Verbformen. Auf B2-Niveau werden Nebensätze, Passiv und Konjunktiv erwartet.
  • Aussprache und Intonation
    Deutliche, verständliche Aussprache. Natürlicher Sprachrhythmus. Keine starke Monotonie. Fehler in der Aussprache sind erlaubt — solange man gut verstanden wird.
Bei den Stufen B2 und B1 unterscheiden die Prüfer, ob die Kriterien „gut erfüllt" oder „erfüllt" wurden. Nach der Prüfung beraten sich beide Prüfer kurz. Bei abweichenden Bewertungen berechnet die telc-Zentrale den Mittelwert. Das Sprechen ergibt 45 von insgesamt 210 Punkten.
Das Sprechen ist die einzige Pflichtbedingung für das Zertifikat: Wer im mündlichen Teil unter B1 bleibt, bekommt kein Zertifikat — egal wie gut die schriftlichen Teile waren. Investiere deshalb besonders viel Zeit in die Sprechvorbereitung.

Häufige Fehler im mündlichen Teil

Teil 1 — Erfahrungen und Bildbeschreibung

Fehler

Zu kurze Antworten — ein Satz reicht nicht. Die Prüfer erwarten ausführliche Aussagen mit Begründung.

Fehler

Die Bildbeschreibung bleibt oberflächlich — nur „Ich sehe eine Frau im Bett" ohne Bezug zum Pflegethema oder zur eigenen Erfahrung.

Fehler

Nur beschreiben, nicht bewerten — kein eigenes Meinungsausdruck. Auf B2 wird erwartet, dass man Stellung nimmt.

Teil 2 — Kurzvortrag

Fehler

Kein klarer Aufbau: kein Einstieg, kein Fazit — der Vortrag wirkt wie ein Gedankenstrom ohne Struktur.

Fehler

Vorbereitungszeit nicht genutzt — keine Stichpunkte gemacht. Ergebnis: Vortrag wird stockend und unvollständig.

Fehler

Aus Nervosität zu schnell sprechen — Prüfer und Partner verstehen nicht alles, was die Note bei Aussprache senkt.

Teil 3 — Diskussion

Fehler

Allem zustimmen — kein echter Dialog. Die Aufgabe heißt „diskutieren", nicht „bestätigen". Bewertung bei Aufgabenbewältigung sinkt deutlich.

Fehler

Das Gespräch bricht ab — kein Weiterfragen, keine Reaktion auf den Partner. Eine Diskussion braucht Impulse von beiden Seiten.

Fehler

Medizinischen Fachwortschatz unter Druck vergessen — auf einfache Umschreibungen ausweichen, statt Fachbegriffe zu verwenden.

Tipps zur Vorbereitung auf das Sprechen

  • Täglich laut sprechen
    Übe alleine: beschreibe Bilder aus Pflegebüchern, erkläre Pflegesituationen auf Deutsch, sprich über deinen Arbeitsalltag. Sprechhemmung verschwindet nur durch regelmäßiges Sprechen.
  • Redemittel auswendig lernen
    Lerne feste Wendungen für Meinungsäußerung und Diskussion:
    „Ich bin der Meinung, dass…" / „Einerseits… andererseits…" / „Ich sehe das etwas anders, weil…" / „Das stimmt zwar, aber…"
  • Kurzvortrag mit fester Struktur üben
    Immer dasselbe Schema: Einleitung → 2–3 Hauptpunkte → Fazit. Übe das Schema so lange, bis es automatisch kommt — auch unter Stress.
  • Diskussionen simulieren
    Übe mit einem Lernpartner — bewusst verschiedene Positionen einnehmen. Wichtig: auch wenn du eigentlich zustimmst, verteidige die Gegenposition.
  • Pflegethemen kennenlernen
    Lerne die häufigsten Diskussionsthemen: Demenz, Sturzprävention, Pflegedokumentation, Kommunikation mit Patienten und Angehörigen, Nachtschicht, Überlastung im Pflegeberuf, Patientenrechte.

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