Wähle die Pflege-Prüfung von telc

Deutschprüfung für Pflegekräfte: Was du wissen musst

Du möchtest als Pflegefachkraft in Deutschland arbeiten? Dann brauchst du ein offizielles Deutschzertifikat. Hier findest du alle wichtigen Informationen — einfach und klar erklärt.

Warum brauchen Pflegekräfte eine Deutschprüfung?

In Deutschland gibt es einen großen Bedarf an Pflegepersonal. Viele Krankenhäuser und Pflegeheime suchen Fachkräfte aus dem Ausland. Aber ohne offizielles Deutschzertifikat ist es nicht möglich, als examinierte Pflegefachkraft zu arbeiten.

Der Grund ist einfach: Pflegekräfte kommunizieren täglich mit Patienten, Kollegen und Ärzten. Sie schreiben Pflegeberichte und erklären Diagnosen. Dafür braucht man sehr gute Deutschkenntnisse — nicht nur einfaches Alltagsdeutsch.

In den meisten Bundesländern muss man Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2 nachweisen. Manche Bundesländer akzeptieren auch B1. Das hängt davon ab, wo du arbeiten möchtest. Frag bei der zuständigen Anerkennungsbehörde nach.

Wer braucht diese Prüfung?

Diese Prüfung brauchen vor allem internationale Pflegekräfte, die ihre Ausbildung nicht in Deutschland gemacht haben und ihre Sprachkenntnisse für die Berufsanerkennung nachweisen müssen.

Das betrifft Menschen aus der Ukraine, Russland, den Philippinen, Indien, Tunesien, Mexiko und vielen anderen Ländern — alle, die als Krankenpflegerin, Altenpfleger oder Pflegehilfskraft in Deutschland arbeiten möchten.

Auch EU-Bürger können betroffen sein: Wer im EU-Ausland eine Altenpflegeausbildung gemacht hat, muss ebenfalls ein Anerkennungsverfahren durchlaufen — denn zur dualen Altenpflegeausbildung gibt es kein internationales Pendant.

Welche Deutschprüfungen gibt es für Pflegekräfte?

Es gibt mehrere anerkannte Prüfungen. Welche du brauchst, hängt vom Bundesland und der Anerkennungsbehörde ab.

Beliebteste Wahl telc Deutsch B1·B2 Pflege

Diese Prüfung gibt es seit 2013 — sie ist die älteste und bekannteste Pflege-Sprachprüfung in Deutschland. Sie ist bundesweit anerkannt und wird an vielen Prüfungszentren angeboten.

Ein Vorteil: Du machst nur eine Prüfung und bekommst danach entweder ein B1- oder ein B2-Zertifikat — je nach deinem Ergebnis. Das nennt man eine Dual-Level-Prüfung.

Die Prüfung testet Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen — alles mit Themen aus dem Pflegealltag.

Alternative Goethe-Test PRO Pflege

Seit 2019 gibt es diese Prüfung vom Goethe-Institut — aber nur für das Niveau B2. Ein Unterschied zu telc: Der rezeptive Teil (Hören und Lesen) kann digital und adaptiv gemacht werden. Das bedeutet: Die Aufgaben passen sich automatisch deinem Sprachniveau an.

Diese Prüfung ist weniger verbreitet als telc, wird aber von Behörden ebenfalls anerkannt.

Staatlich Fachsprachenprüfung Pflege (FSP)

Die FSP ist eine staatliche Prüfung, die von Landesbehörden direkt durchgeführt wird. Sie ist in einigen Bundesländern bereits Pflicht — zum Beispiel in Bayern, Berlin, NRW, Hamburg und anderen.

Wichtig: Die FSP prüft nur Sprache — kein Pflegefachwissen. Sie besteht aus drei Teilen: Gespräch mit einem Patienten, Gespräch mit einem Kollegen und eine schriftliche Aufgabe (z. B. Pflegebericht).

Ab 2024 ist in vielen Bundesländern nur noch die FSP als zugelassene Prüfung gültig. Prüfe, was in deinem Bundesland gilt.

telc oder Goethe oder FSP?
Viele Pflegekräfte wählen telc Deutsch B1·B2 Pflege — weil die Prüfung gut bekannt ist, viele Übungsmaterialien verfügbar sind und sie bundesweit akzeptiert wird. Wenn dein Bundesland schon die FSP eingeführt hat, musst du diese Prüfung machen. Frag immer zuerst bei deiner Anerkennungsbehörde nach!

Warum hat telc diese Prüfung entwickelt?

Deutschland hat einen akuten Pflegenotstand. Hunderttausende Pflegekräfte fehlen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Um diesen Bedarf zu decken, kommen viele Fachkräfte aus dem Ausland.

Aber allgemeines Deutsch reicht für den Pflegeberuf nicht aus. Pflegekräfte müssen Fachbegriffe kennen, Pflegeberichte schreiben und einfühlsam mit Patienten sprechen. Deshalb hat telc bereits 2013 eine speziell auf den Pflegealltag zugeschnittene Prüfung entwickelt.

2019 hat dann auch die Gesundheitsministerkonferenz einheitliche Standards festgelegt: Für alle Gesundheitsfachberufe wird seitdem offiziell das Niveau B2 vorgeschrieben — mit Fokus auf berufliche Sprachkompetenz.

Wer bezahlt die Prüfung?

Die Prüfung kostet je nach Prüfungszentrum ca. 165–205 €. Es gibt mehrere Möglichkeiten zur Förderung:

  • Arbeitgeber Viele Krankenhäuser und Pflegeheime übernehmen die Kosten für die Prüfung und den Vorbereitungskurs. Sie profitieren direkt davon, wenn ihre Mitarbeiter die Berufsanerkennung bekommen. Frag direkt bei deinem Arbeitgeber nach.
  • Agentur für Arbeit / Jobcenter (Bildungsgutschein) Wenn du Anspruch auf Arbeitslosengeld hast oder Bürgergeld erhältst, kannst du einen Bildungsgutschein beantragen. Damit werden die Kurskosten und manchmal auch die Prüfungsgebühr übernommen.
  • AVGS (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein) Über die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter kann auch ein AVGS beantragt werden — damit kann ein Vorbereitungskurs inklusive Prüfung komplett gefördert werden.
  • Selbst zahlen Wenn keine Förderung möglich ist, zahlt man selbst. Vergleiche die Preise verschiedener Prüfungszentren in deiner Stadt.

B1 oder B2 — welches Niveau brauche ich?

Das hängt vom Bundesland ab, in dem du arbeiten möchtest. In Bayern wird für die Berufsanerkennung ausdrücklich das Niveau B2 benötigt. In anderen Bundesländern reicht manchmal B1.

Der große Vorteil von telc Deutsch B1·B2 Pflege: Du machst eine Prüfung und bekommst das Zertifikat, das deinem Ergebnis entspricht — B1 oder B2. Du musst dich nicht vorher festlegen.

Ist die Prüfung schwer?

Die Prüfung ist anspruchsvoll — aber mit der richtigen Vorbereitung gut zu schaffen. Der Unterschied zu einer normalen B2-Prüfung: Hier geht es um Pflegethemen. Das ist für Pflegekräfte manchmal sogar einfacher, weil sie den Arbeitsalltag bereits kennen.

Wichtig ist: Übe regelmäßig alle vier Fertigkeiten — Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen — mit echten Pflegetexten und typischen Aufgaben aus der Prüfung.

Viele Pflegekräfte brauchen 3–6 Monate Vorbereitung, um von B1 auf B2 zu kommen. Wenn du nach der Arbeit lernst, plane mehr Zeit ein — das ist ganz normal.

Jetzt mit der Vorbereitung beginnen

Auf Vorbereitung mit BO findest du Übungen speziell für die Pflege-Prüfung — Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen mit echten Pflegethemen.