Pflege (telc)
Deutsch
Du möchtest als Pflegefachkraft in Deutschland arbeiten? Dann brauchst du ein offizielles Deutschzertifikat. Hier findest du alle wichtigen Informationen — einfach und klar erklärt.
In Deutschland gibt es einen großen Bedarf an Pflegepersonal. Viele Krankenhäuser und Pflegeheime suchen Fachkräfte aus dem Ausland. Aber ohne offizielles Deutschzertifikat ist es nicht möglich, als examinierte Pflegefachkraft zu arbeiten.
Der Grund ist einfach: Pflegekräfte kommunizieren täglich mit Patienten, Kollegen und Ärzten. Sie schreiben Pflegeberichte und erklären Diagnosen. Dafür braucht man sehr gute Deutschkenntnisse — nicht nur einfaches Alltagsdeutsch.
Diese Prüfung brauchen vor allem internationale Pflegekräfte, die ihre Ausbildung nicht in Deutschland gemacht haben und ihre Sprachkenntnisse für die Berufsanerkennung nachweisen müssen.
Das betrifft Menschen aus der Ukraine, Russland, den Philippinen, Indien, Tunesien, Mexiko und vielen anderen Ländern — alle, die als Krankenpflegerin, Altenpfleger oder Pflegehilfskraft in Deutschland arbeiten möchten.
Es gibt mehrere anerkannte Prüfungen. Welche du brauchst, hängt vom Bundesland und der Anerkennungsbehörde ab.
Diese Prüfung gibt es seit 2013 — sie ist die älteste und bekannteste Pflege-Sprachprüfung in Deutschland. Sie ist bundesweit anerkannt und wird an vielen Prüfungszentren angeboten.
Ein Vorteil: Du machst nur eine Prüfung und bekommst danach entweder ein B1- oder ein B2-Zertifikat — je nach deinem Ergebnis. Das nennt man eine Dual-Level-Prüfung.
Die Prüfung testet Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen — alles mit Themen aus dem Pflegealltag.
Seit 2019 gibt es diese Prüfung vom Goethe-Institut — aber nur für das Niveau B2. Ein Unterschied zu telc: Der rezeptive Teil (Hören und Lesen) kann digital und adaptiv gemacht werden. Das bedeutet: Die Aufgaben passen sich automatisch deinem Sprachniveau an.
Diese Prüfung ist weniger verbreitet als telc, wird aber von Behörden ebenfalls anerkannt.
Die FSP ist eine staatliche Prüfung, die von Landesbehörden direkt durchgeführt wird. Sie ist in einigen Bundesländern bereits Pflicht — zum Beispiel in Bayern, Berlin, NRW, Hamburg und anderen.
Wichtig: Die FSP prüft nur Sprache — kein Pflegefachwissen. Sie besteht aus drei Teilen: Gespräch mit einem Patienten, Gespräch mit einem Kollegen und eine schriftliche Aufgabe (z. B. Pflegebericht).
Ab 2024 ist in vielen Bundesländern nur noch die FSP als zugelassene Prüfung gültig. Prüfe, was in deinem Bundesland gilt.
Deutschland hat einen akuten Pflegenotstand. Hunderttausende Pflegekräfte fehlen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Um diesen Bedarf zu decken, kommen viele Fachkräfte aus dem Ausland.
Aber allgemeines Deutsch reicht für den Pflegeberuf nicht aus. Pflegekräfte müssen Fachbegriffe kennen, Pflegeberichte schreiben und einfühlsam mit Patienten sprechen. Deshalb hat telc bereits 2013 eine speziell auf den Pflegealltag zugeschnittene Prüfung entwickelt.
2019 hat dann auch die Gesundheitsministerkonferenz einheitliche Standards festgelegt: Für alle Gesundheitsfachberufe wird seitdem offiziell das Niveau B2 vorgeschrieben — mit Fokus auf berufliche Sprachkompetenz.
Die Prüfung kostet je nach Prüfungszentrum ca. 165–205 €. Es gibt mehrere Möglichkeiten zur Förderung:
Das hängt vom Bundesland ab, in dem du arbeiten möchtest. In Bayern wird für die Berufsanerkennung ausdrücklich das Niveau B2 benötigt. In anderen Bundesländern reicht manchmal B1.
Die Prüfung ist anspruchsvoll — aber mit der richtigen Vorbereitung gut zu schaffen. Der Unterschied zu einer normalen B2-Prüfung: Hier geht es um Pflegethemen. Das ist für Pflegekräfte manchmal sogar einfacher, weil sie den Arbeitsalltag bereits kennen.
Wichtig ist: Übe regelmäßig alle vier Fertigkeiten — Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen — mit echten Pflegetexten und typischen Aufgaben aus der Prüfung.
Auf Vorbereitung mit BO findest du Übungen speziell für die Pflege-Prüfung — Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen mit echten Pflegethemen.

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