Pflege (telc)
Deutsch
Diese Prüfung brauchen Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger, Altenpflegerinnen und Altenpfleger sowie Pflegehelferinnen und Pflegehelfer aus Nicht-EU-Ländern. Ohne ein offizielles Sprachzeugnis ist es nicht möglich, eine Berufsanerkennung zu erhalten und eine Arbeitserlaubnis in Deutschland zu bekommen.
Die Prüfung können auch EU-Bürger mit einem Abschluss in der Altenpflege ablegen, da dieses Profil — anders als die allgemeine Krankenpflege — nicht automatisch anerkannt wird.
Formal steht die Prüfung jedem offen — es gibt keine Beschränkungen nach Alter oder Staatsangehörigkeit. Sie können auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Krankenhausverwaltung, Versicherungsgesellschaften oder alle ablegen, die ihre Kenntnisse im medizinischen Deutsch offiziell nachweisen möchten.
In einigen Bundesländern für die Berufsanerkennung ausreichend. Arbeit mit bestimmten Einschränkungen möglich.
Vollständige Anerkennung des Abschlusses in den meisten Bundesländern. In Bayern wird für die Berufsanerkennung genau B2 verlangt. Arbeit als examinierte Pflegefachkraft — mit höherem Gehalt (TVöD P7–P8 statt P5 für Hilfskräfte). Öffnet den Weg zum beruflichen Aufstieg: Stationsleitung, Praxisanleitung, Bereichsleitung.
Gibt es seit 2019 — nur Niveau B2. Unterschied zu telc: Die rezeptiven Teile (Hören und Lesen) werden in einem digitalen adaptiven Format durchgeführt — die Aufgaben passen sich automatisch an das Niveau der Teilnehmenden an. Wird von Behörden anerkannt, ist aber seltener anzutreffen.
Ohne medizinische Thematik. Viele Pflegekräfte wählen genau diese, da sie die Texte für einfacher halten. Wenn jedoch im Rahmen des Anerkennungsverfahrens eine Kenntnisprüfung verlangt wird, ist Fachsprache ohnehin erforderlich — und es ist besser, sich gleich auf die fachspezifische Prüfung vorzubereiten.
Wird von Landesbehörden durchgeführt. Derzeit verfügbar in Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg, NRW, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Ab 2024 ist in einigen Bundesländern nur noch die FSP als offiziell zulässiges Format anerkannt. Überprüft nur Sprache — kein medizinisches Fachwissen. Drei Teile: Gespräch mit einem Patienten, Gespräch mit einem Kollegen, schriftliche Aufgabe.
Die Prüfungsgebühr beträgt ca. 165–205 € je nach Zentrum.
Die Prüfung besteht aus zwei Teilen — einem schriftlichen und einem mündlichen. Beide finden am selben Tag statt.
Audio mit beruflichen Themen aus der Welt der Medizin und Pflege. Wichtig: Das Audio wird nur einmal abgespielt.
Lesen von Texten zu medizinischen Themen und Ausfüllen von grammatikalischen Lücken im beruflichen Kontext.
Zur Auswahl: Aufnahmebericht (Bericht über die Aufnahme eines Patienten) oder Biographiebericht (biographischer Bericht). Es muss ein medizinisches Dokument anhand vorgegebener Daten verfasst werden.
Bericht über Erfahrungen oder Bildbeschreibung, anschließend Fragen des Prüfers.
Kurzvortrag — kurzer Vortrag zu einem medizinischen Thema mit klarer Einleitung und Schlussfolgerung, anschließend Fragen des Prüfers.
Diskussion mit dem Prüfungspartner zu einem strittigen Thema aus dem Pflegebereich. Wichtig: Man soll nicht einfach zustimmen, sondern seine eigene Meinung äußern und begründen.
Es handelt sich um eine Dual-Level-Prüfung — je nach Ergebnis erhältst du entweder ein B1- oder ein B2-Zertifikat:
Wenn im mündlichen Teil und in mindestens einem Abschnitt des schriftlichen Teils (Hören, Lesen oder Schreiben) das Niveau B1 erreicht wird.
Wenn im mündlichen Teil und in mindestens einem Abschnitt des schriftlichen Teils das Niveau B2 erreicht wird.
Zu literarisch geschrieben — gefordert ist der sachliche Stil eines medizinischen Dokuments, kein Aufsatz.
Pflichtfelder vergessen: Aufnahmedatum, Beschwerden, Anamnese, Allergien.
Wörtliche Übersetzung aus der Muttersprache → unnatürliche Konstruktionen auf Deutsch.
Das Audio wird nur einmal abgespielt — viele sind darauf nicht vorbereitet und verlieren sich von den ersten Sekunden an.
Panik bei unbekannten Fachbegriffen → der Faden des gesamten Textes geht verloren. Man muss lernen, aus dem Kontext zu verstehen.
In Teil 3 (Diskussion) wird allem zugestimmt — kein echter Dialog, die Bewertung sinkt.
Kurzvortrag ohne Struktur: keine Einleitung und kein Schluss — wirkt wie ein Gedankenstrom.
Aufregung → medizinisches Vokabular wird vergessen, Wechsel zur einfachen Alltagssprache.
Zu viel Zeit für eine Aufgabe — für die restlichen reicht es nicht mehr. Man muss weitermachen und am Ende zurückkehren.
Bei den Sprachbausteinen wird die grammatikalisch richtige Variante gewählt, die aber zum Kontext des Textes nicht passt.
Auf Vorbereitung mit BO findest du Übungen speziell für die Pflege-Prüfung — Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen mit echten medizinischen Themen.

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