DTZ A2–B1 · Sprechen Teil 1

Die meisten Punkte in Teil 1 gehen nicht durch Grammatik verloren, sondern durch das Verhalten: Alter nennen, Text auswendig lernen, Blatt vorlesen, mit einem Wort antworten. Hier sind die 7 häufigsten Fehler aus der Praxis – und eine Methode, mit der Sie Teil 1 ohne Auswendiglernen vorbereiten.

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Die Antwort kurz: Die Fehler in Teil 1 sind Verhaltensfehler

Teil 1 „Über sich sprechen“ ist die Aufgabe, die Sie am besten vorbereiten können. Die 6 Stichworte kennen Sie vorher. Trotzdem verlieren viele Teilnehmer hier Punkte – nicht wegen der Grammatik, sondern wegen des Verhaltens. Sie sagen Dinge, die nicht auf dem Blatt stehen. Sie lernen einen Text auswendig. Sie lesen das Blatt vor. Sie antworten auf Fragen mit einem Wort.

Diese Fehler haben eine gemeinsame Ursache: Die Person bereitet einen Text vor, aber die Prüfung ist ein Gespräch. In den offiziellen Bewertungskriterien von g.a.s.t. (DTZ-Übungssatz 1, Seite 45) steht für B1: „detailliertere Informationen“ und „relativ spontan und ausführlich antworten“. Alle 7 Fehler in diesem Artikel arbeiten gegen genau diese zwei Wörter: Details und spontan.

Zu jedem Fehler lesen Sie: Was passiert? Warum passiert es? Was machen Sie stattdessen? Am Ende steht eine Methode, mit der Sie Teil 1 ohne Auswendiglernen vorbereiten – mit einem kompletten Beispiel. Stand: 11.09.2026.

Den Ablauf und die Punkte von Teil 1 finden Sie in unserem Artikel zu Aufbau und Bewertung. Die versteckten Regeln der Prüfer stehen im Artikel „Was die Prüfer wirklich testen“. Hier geht es nur um Ihr Verhalten.

👉 Übungen zu DTZ Sprechen Teil 1 „Über mich“
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Fehler 1: Das Alter nennen – und andere Dinge, die nicht auf dem Blatt stehen

Was passiert: Fast jede Vorstellung beginnt so: „Ich heiße …, ich bin 38 Jahre alt, ich komme aus …“. Das Alter kommt automatisch, direkt nach dem Namen.

Warum das ein Fehler ist: Auf dem offiziellen Aufgabenblatt stehen 6 Stichworte: Name, Geburtsort, Wohnort, Arbeit/Beruf, Familie, Sprachen. Das Alter steht nicht dort. Es bringt keine Punkte für die Aufgabenbewältigung, und es kostet Zeit. Die Prüfer sehen außerdem: Diese Person spricht nicht mit dem Blatt, sondern sagt einen gelernten Text aus dem Deutschkurs. Das Alter ist meistens das erste Zeichen dafür.

Dieser Fehler ist so automatisch, dass er auch uns passiert ist: Der erste Beispieltext für diese Artikelserie begann mit „Ich bin 34 Jahre alt“. Erst beim Vergleich mit dem Aufgabenblatt haben wir es gesehen. Das zeigt: Der Fehler kommt nicht von schlechtem Deutsch, sondern von der Gewohnheit.

Was Sie stattdessen tun: Lesen Sie das Blatt in der Prüfung wirklich. Die 6 Stichworte sind Ihre Aufgabe. Jede Sekunde für ein Detail zu einem Stichwort ist mehr wert als das Alter. Wenn der Prüfer nach dem Alter fragt, antworten Sie natürlich – aber nur dann.

Andere Dinge, die nicht auf dem Blatt stehen

Hobbys, Pläne für die Zukunft, Lieblingsessen: Das alles kann in Teil 1B als Frage kommen. In Teil 1A gehört es nicht zur Aufgabe. Wer damit beginnt, hat oft nach einer Minute die echten Stichworte noch nicht gesagt.

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Fehler 2: Einen Text zu Hause schreiben und auswendig lernen

Was passiert: Die Person schreibt zu Hause einen Text mit 150 Wörtern, korrigiert ihn mit dem Lehrer oder mit einer App und lernt ihn Wort für Wort. In der Prüfung sagt sie den Text sehr schnell und ohne Pause auf.

Warum das ein Fehler ist: Die Prüfer hören einen auswendig gelernten Text sofort. Er klingt monoton, das Tempo ist zu schnell, und die Person schaut nicht die Prüfer an, sondern in die Luft. Wenn der Prüfer einen Impuls gibt, reagiert die Person nicht – sie sucht die Stelle im Text. Und in Teil 1B bricht das System: Die Frage passt nicht zum Text, und plötzlich kommen nur noch einzelne Wörter. In den Kriterien steht „auswendig gelernte Wendungen“ direkt in der Zeile für A1. Der schöne Text bringt also in 1A vielleicht Punkte, aber in 1B und bei der Sprache für das ganze Gespräch geht mehr verloren.

Was Sie stattdessen tun: Sie brauchen keinen Text. Sie brauchen 2 bis 4 einfache Sätze pro Stichwort – im Kopf. Diese Sätze können Sie in jeder Reihenfolge sagen, und Sie können sie auch als Antwort auf eine Frage benutzen. Wie das genau funktioniert, lesen Sie in Abschnitt 9.

Der Unterschied

Ein Text hat eine feste Reihenfolge. Wenn ein Satz fehlt, fehlt alles danach. Bausteine haben keine Reihenfolge. Wenn ein Baustein fehlt, nehmen Sie den nächsten. Genau das ist der Unterschied zwischen „auswendig gelernt“ (A1) und „spontan“ (B1) in den Kriterien.

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Fehler 3: Das Blatt vorlesen

Was passiert: Die Person schaut auf das Blatt und sagt: „Name – Ahmed. Geburtsort – Aleppo. Wohnort – Essen. Beruf – Elektriker. Familie – verheiratet, zwei Kinder. Sprachen – Arabisch, Deutsch.“ Fertig nach 15 Sekunden.

Warum das ein Fehler ist: Alle Informationen sind da, aber nichts ist verbunden. In den Kriterien für Teil 1A steht für A1: „Informationen unverbunden vortragen“. Das Blatt vorlesen ist die exakte Beschreibung von A1 – auch wenn jedes Wort korrekt ist. Die Person hat die Stichworte als Formular verstanden, nicht als Hilfe für ein Gespräch.

Was Sie stattdessen tun: Machen Sie aus jedem Stichwort einen ganzen Satz mit einem Verb – und hängen Sie ein zweites Element an. Aus „Beruf – Elektriker“ wird: „Von Beruf bin ich Elektriker. In Syrien habe ich zehn Jahre in einer Firma gearbeitet.“ Aus „Familie – zwei Kinder“ wird: „Ich habe zwei Kinder. Mein Sohn geht schon in die Schule, meine Tochter ist noch im Kindergarten.“ Der Sprung von A1 zu A2 ist das Verb. Der Sprung von A2 zu B1 ist das zweite Element: „weil“, „seit“, „aber“, ein Beispiel.

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Fehler 4: Nach 20 Sekunden aufhören

Was passiert: Die Person sagt zu jedem Stichwort einen kurzen Satz, dann ist sie fertig. Sie schaut den Prüfer an und wartet. Die Vorstellung hat 20 bis 30 Sekunden gedauert, geplant war eine Minute.

Warum das ein Fehler ist: Die Sätze sind vielleicht korrekt, aber „knappe, allgemeine Informationen“ ist die Beschreibung von A2 in den Kriterien. Die Person gibt dem Prüfer außerdem kein Material für die Nachfrage. Der Prüfer muss jetzt mit zwei bis drei Fragen die Zeit füllen – und ob die Antworten dann ausführlich werden, ist unsicher.

Was Sie stattdessen tun: Die Regel „ein Fakt plus ein Detail“ für jedes Stichwort. Nicht: „Ich wohne in Essen.“ Sondern: „Ich wohne in Essen, seit zwei Jahren. Die Stadt gefällt mir, weil sie nicht so groß ist.“ Wenn Sie diese Regel bei 6 Stichworten anwenden, sprechen Sie automatisch 50 bis 60 Sekunden. Üben Sie das mit dem Handy: Aufnahme starten, Vorstellung sprechen, Zeit prüfen.

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Fehler 5: Fragen mit einem Wort beantworten

Was passiert: Der Prüfer fragt: „Haben Sie Kinder?“ – „Ja.“ – „Was machen Ihre Kinder?“ – „Schule.“ – „Und Ihr Mann, arbeitet er?“ – „Ja, Fahrer.“

Warum das ein Fehler ist: Teil 1B ist genau dafür da: Die Prüfer wollen sehen, ob Sie auf eine Frage mehr als ein Wort sagen. „Ja.“ ist eine korrekte Antwort, aber in den Kriterien steht „mit einzelnen Wörtern antworten“ bei A1 und „knapp antworten“ bei A2. Für B1 steht dort „ausführlich“. Viele Teilnehmer antworten mit einem Wort, weil sie denken: Der Prüfer will nur die Information. Nein – er will ein Gespräch.

Was Sie stattdessen tun: Die Regel „Antwort plus zwei Sätze“. Auf „Haben Sie Kinder?“: „Ja, ich habe zwei Kinder. Mein Sohn ist zwölf und geht aufs Gymnasium. Meine Tochter ist noch klein, sie ist im Kindergarten.“ Auf eine Ja/Nein-Frage antworten Sie immer mit Ja oder Nein plus einem Beispiel oder einem Grund. Das ist keine Grammatik – das ist eine Gewohnheit, die Sie zu Hause trainieren können.

Auch bei negativen Fakten weitersprechen

„Ich habe keine Arbeit.“ – Punkt. Das ist ein häufiger Stopp. Sprechen Sie weiter: „Ich habe im Moment keine Arbeit, weil ich zuerst den Deutschkurs mache. Früher war ich Verkäuferin, und das möchte ich hier auch wieder machen.“ Ein negativer Fakt ist kein Ende, sondern ein Grund, den Sie erklären können.

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Fehler 6: Nicht auf die Frage hören

Was passiert: Der Prüfer fragt: „Was machen Ihre Kinder?“ Die Person antwortet: „Ich arbeite als Krankenschwester, in meiner Heimat habe ich acht Jahre …“ Sie hat das Wort „Kinder“ nicht gehört oder nicht verstanden und sagt den Satz, den sie gerade im Kopf hatte.

Warum das ein Fehler ist: Die Antwort ist sprachlich vielleicht gut, aber sie passt nicht zur Frage. Für die Aufgabenbewältigung in 1B zählt: Haben Sie auf die Frage reagiert? Eine Antwort auf eine andere Frage ist keine Reaktion. Das passiert besonders oft bei Personen, die einen Text auswendig gelernt haben – sie hören die Frage nicht, sie warten nur auf ihre Chance zum Weitersprechen.

Was Sie stattdessen tun: Hören Sie das Fragewort und das Thema. Wiederholen Sie das Thema im ersten Satz Ihrer Antwort: „Meine Kinder? Mein Sohn geht in die vierte Klasse …“. So kontrollieren Sie selbst, dass Sie richtig verstanden haben. Und wenn Sie die Frage wirklich nicht verstanden haben: „Entschuldigung, können Sie die Frage bitte wiederholen?“ Das ist besser als eine Antwort auf eine falsche Frage.

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Fehler 7: Als Person B die Sätze von Person A wiederholen

Was passiert: Person A spricht zuerst. Person B hört zu und denkt: Das war gut, das mache ich auch so. Dann sagt Person B fast die gleichen Sätze mit anderen Namen: „Ich heiße …, ich komme aus …, ich wohne in …, ich bin … von Beruf.“

Warum das ein Fehler ist: Die Prüfer hören beide Vorstellungen direkt nacheinander. Sie merken sofort, wenn Person B nur die Struktur kopiert. Das ist kein Regelverstoß, aber es zeigt keine eigene Sprache. Außerdem verpasst Person B die wichtigste Information, die sie während der Vorstellung von A bekommen kann: die Fragen des Prüfers.

Was Sie stattdessen tun: Wenn Sie Person B sind, hören Sie nicht auf die Vorstellung von A. Hören Sie auf den Prüfer. Welche Frage stellt er in 1B? Die Fragen kommen aus einem Katalog, und eine ähnliche Frage kann auch zu Ihnen kommen. Sie haben dann eine Minute Vorsprung, um die Antwort im Kopf zu bauen. Ihre eigene Vorstellung haben Sie schon in Bausteinen – die braucht kein Vorbild.

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Die Methode: 2 bis 4 Sätze pro Stichwort – im Kopf, nicht auf Papier

Alle 7 Fehler haben eine Lösung: Bereiten Sie keinen Text vor, sondern Bausteine. Pro Stichwort 2 bis 4 einfache Sätze, die Sie ohne Papier sagen können. So funktioniert die Methode, die wir in der Vorbereitung mit unseren Lernenden benutzen.

Schritt 1: Die Sätze in der Muttersprache bauen – aber mit deutscher Wortstellung

Sie dürfen mit Ihrer Muttersprache anfangen. Das ist erlaubt und sogar praktisch, weil Sie in Ihrer Sprache schnell denken. Aber Sie bauen den Satz in der deutschen Konstruktion. Die wichtigste Regel: Das Verb steht an Position 2. Nicht am Ende, nicht am Anfang. Sagen Sie den Satz in Ihrer Sprache – mit dem Verb an Position 2 wie im Deutschen. Zum Beispiel für Ukrainisch: nicht „Я в Ессені живу“, sondern „Я живу в Ессені“ – „Ich wohne in Essen“. Der Satz ist in Ihrer Sprache, die Struktur ist deutsch.

Schritt 2: Den gleichen Satz auf Deutsch sagen

Jetzt sagen Sie denselben Satz auf Deutsch. Die Wortstellung ist schon richtig, weil Sie sie in Schritt 1 gebaut haben. Sie müssen nur noch die Wörter ersetzen. Machen Sie das mit jedem Satz laut: Muttersprache mit deutscher Struktur – dann Deutsch. Nach ein paar Tagen fällt Schritt 1 weg. Der deutsche Satz kommt direkt.

Schritt 3: Die Sätze mischen

Sagen Sie Ihre Bausteine in verschiedenen Reihenfolgen: erst Familie, dann Beruf, dann Sprachen. Beantworten Sie mit den Bausteinen auch Fragen: „Was machen Sie beruflich?“ – Sie nehmen die Sätze vom Stichwort Beruf. Wenn das funktioniert, haben Sie keinen Text mehr, sondern eine Vorstellung, die in jeder Situation passt.

Beispiel: Bausteine für alle 6 Stichworte

Das Beispiel ist bewusst länger als eine Minute. So haben Sie pro Stichwort mehrere Sätze zur Auswahl. In der Prüfung nehmen Sie aus jedem Absatz 2 bis 3 Sätze – und Sie haben die anderen Sätze als Reserve für Teil 1B.

Name: „Hallo! Ich heiße Natali. Mein Name ist in der Ukraine sehr populär. Meine Freunde in Deutschland nennen mich einfach Nata.“

Geburtsort: „Ich komme ursprünglich aus Odessa in der Ukraine. Das ist eine große Stadt am Schwarzen Meer. Dort bin ich geboren und zur Schule gegangen. Ich mag meine Heimatstadt sehr, weil sie viele Parks und einen schönen Strand hat.“

Wohnort: „Zurzeit wohne ich in Essen. Ich lebe seit zwei Jahren in Deutschland. Am Anfang war alles neu für mich, aber jetzt kenne ich die Stadt gut. In Essen besuche ich einen Integrationskurs, um mein Deutsch zu verbessern.“

Arbeit/Beruf: „Von Beruf bin ich Krankenschwester. In der Ukraine habe ich acht Jahre in einem Krankenhaus gearbeitet. Im Moment arbeite ich noch nicht, weil ich zuerst die Prüfung B1 brauche. Mein Wunsch ist es, später wieder in meinem Beruf zu arbeiten, sobald ich gut genug Deutsch spreche.“

Familie: „Meine Familie ist mir sehr wichtig. Ich bin verheiratet, und mein Mann arbeitet als Fahrer. Wir haben eine Tochter. Sie ist acht Jahre alt und geht hier in die Grundschule. Meine Eltern leben noch in der Ukraine, und wir telefonieren jeden Tag.“

Sprachen: „Meine Muttersprache ist Ukrainisch. Russisch spreche ich auch sehr gut, und ein bisschen Englisch habe ich in der Schule gelernt. Deutsch lerne ich seit zwei Jahren. Die Grammatik finde ich schwer, aber ich verstehe schon viel im Alltag.“

Sehen Sie, was in diesem Beispiel nicht steht: kein Alter, keine Hobbys, kein Lieblingsessen. Und was steht: zu jedem Stichwort ein Fakt plus ein Detail – eine Zeit, ein Grund mit „weil“, ein Kontrast mit „aber“, ein Ziel mit „um … zu“. Jeder Satz ist einfach. Kein Satz muss auswendig gelernt werden, weil jeder Satz aus Ihrem echten Leben kommt.

👉 Übung „Über sich selbst erzählen“: Bauen Sie Ihre eigene Vorstellung 👉 Alle Übungen zum Prüfungsteil DTZ B1 Sprechen
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FAQ – Fehler in DTZ Sprechen Teil 1

Soll ich in DTZ Sprechen Teil 1 mein Alter sagen?
Das Alter steht nicht auf dem offiziellen Aufgabenblatt. Die 6 Stichworte sind Name, Geburtsort, Wohnort, Arbeit/Beruf, Familie und Sprachen. Das Alter bringt keine Punkte und kostet Zeit. Wenn Sie es sagen, ist das kein Fehler in der Bewertung – aber es zeigt, dass Sie das Blatt nicht genau gelesen haben. Nutzen Sie die Zeit lieber für ein Detail zu einem echten Stichwort.
Merken die Prüfer, wenn ich meine Vorstellung auswendig gelernt habe?
Ja, meistens. Ein auswendig gelernter Text klingt monoton und schnell, und die Person reagiert nicht auf Impulse des Prüfers. Spätestens in Teil 1B wird es sichtbar: Die Fragen passen nicht zum gelernten Text, und die Antworten werden sehr kurz. In den Kriterien steht „auswendig gelernte Wendungen“ direkt bei A1.
Wie bereite ich Teil 1 vor, ohne einen Text auswendig zu lernen?
Lernen Sie keinen Text, sondern 2 bis 4 einfache Sätze pro Stichwort. Diese Sätze bleiben im Kopf, nicht auf Papier. Sie können die Sätze zuerst in Ihrer Muttersprache bauen – aber in der deutschen Konstruktion: Das Verb steht an Position 2. Sagen Sie den Satz in Ihrer Sprache mit deutscher Wortstellung, dann auf Deutsch. So haben Sie Bausteine, die Sie in jeder Reihenfolge und in jeder Frage benutzen können.
Was mache ich, wenn ich in Teil 1 ein Wort nicht weiß?
Nicht stoppen und nicht in die Muttersprache wechseln. Umschreiben Sie das Wort mit einfachen Wörtern, zum Beispiel „der Mann, der das Auto repariert“ statt „Mechaniker“. Die Kriterien für B1 sagen: Die Person kann sich mit einigen Umschreibungen über die meisten Themen des Alltags äußern. Umschreiben ist also erlaubt und sogar ein Zeichen für B1.
Ich bin Person B. Darf ich die gleichen Sätze sagen wie Person A?
Sie dürfen, aber es hilft Ihnen nicht. Die Prüfer hören sofort, wenn Person B nur die Struktur von Person A kopiert. Nutzen Sie die Zeit, in der Person A spricht, anders: Hören Sie, welche Fragen der Prüfer stellt. Diese Fragen kommen aus demselben Katalog und können auch zu Ihnen kommen.