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Deutsch
Der Brief auf dem Niveau B1 ist einer der am meisten unterschätzten Teile der DTZ-Schreibprüfung.
Viele halten ihn für „leicht“, bis sie mit den echten Prüfungsbögen, der begrenzten Zeilenzahl und den strengen Bewertungskriterien konfrontiert werden.
In diesem Artikel analysieren wir:
Im schriftlichen Teil des DTZ (Deutsch-Test für Zuwanderer) bewertet der Prüfer nicht den Stil und nicht die „Schönheit“ des Textes.
Bewertet wird, ob der Kandidat:
Mit anderen Worten: Der Brief soll funktionieren, nicht beeindrucken.
Einer der häufigsten Gründe für Punktverlust ist ein falsch gewählter Stil.
Der Stil des Briefes ist immer in der Aufgabe vorgegeben und keine Frage der persönlichen Vorliebe.
Er wird verwendet bei Schreiben an:
Typische Merkmale:
Typische Anreden im formellen Brief:
Typische Schlussformeln:
Ein formeller Brief muss korrekt und funktional sein – ohne persönliche Kommentare und emotionale Bewertungen.
Er wird verwendet beim Schreiben an:
Typische Merkmale:
Typische Anreden im informellen Brief:
Typische Schlussformeln:
Auch im informellen Brief ist es wichtig:
Unabhängig vom Thema muss ein Brief auf B1-Niveau eine klare, erkennbare Struktur haben:
1️⃣ Anrede
2️⃣ Einleitung – warum du schreibst
3️⃣ Hauptteil – alle Punkte der Aufgabe
4️⃣ Abschluss
5️⃣ Unterschrift
Genau diese Logik erwartet der Prüfer.
Wenn die Struktur „verrutscht“, wird der Text schwerer zu bewerten – und das ist immer ein Risiko.
Formal ist in den B1-DTZ-Übungen nicht immer angegeben, dass ein Betreff geschrieben werden muss.
Ich empfehle ihn jedoch bewusst.
Warum?
Ein kurzer, neutraler Betreff:
👉 Er ist kein Pflichtbestandteil, sondern eine sinnvolle Praxis, die ich meinen Schülern empfehle.
Auf dem offiziellen Prüfungsbogen für das DTZ-Schreiben stehen insgesamt nur 15 Zeilen zur Verfügung.
Das bedeutet, dass der Kandidat in der Lage sein muss:
Hier ist besonders wichtig:
👉 Ein B1-DTZ-Brief bedeutet, präzise und sachlich zu schreiben.
Das wird oft unterschätzt, ist aber in der Praxis sehr relevant.
Der Prüfer:
Wenn ein Wort nicht lesbar ist, existiert es für die Bewertung faktisch nicht.
Deshalb:
👉 Es geht nicht um Kalligrafie, sondern um Lesbarkeit.
In der DTZ-Prüfung ist keine feste Wortanzahl angegeben. In den offiziellen Dokumenten ist lediglich von einem ausreichend ausführlichen Text die Rede, der eine Bewertung der Aufgabenbewältigung ermöglicht.
In der Praxis gilt ein Text von etwa 90–110 Wörtern als optimal, weil:
Das ist eine methodische Empfehlung, keine formale Vorschrift.
Am häufigsten entstehen Probleme durch:
Die gute Nachricht:
👉 All diese Fehler lassen sich vermeiden, wenn man die Mechanik der Prüfung versteht.
Wenn du sehen möchtest, wie das alles an einem echten Beispiel aussieht, empfehle ich dieses Video:
🎥 Wie man einen B1-Brief (DTZ) Schritt für Schritt schreibt
Im Video wird detailliert erklärt:
Die Informationen in diesem Artikel basieren auf offiziellen Materialien:
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) — Auftraggeber der DTZ-Prüfung – https://www.bamf.de/
Verwendet werden:
Ein B1-Brief bedeutet nicht, „einfach irgendetwas zu schreiben“, sondern die Fähigkeit:
Genau das wird in der DTZ-Prüfung verlangt.

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