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Autor: Olena Bazalukova, 01.07.2026
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telc Deutsch B1

Sprachbausteine Teil 1:
Aufbau, Bewertung und typische Fehler

Wie ist Sprachbausteine Teil 1 in der telc Deutsch B1 Prüfung aufgebaut? Wie viele Punkte gibt es, wie viel Zeit haben Sie, und welche Fehler kosten am meisten Punkte? Hier bekommen Sie einen klaren Überblick und die wichtigsten Tipps.

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Was ist Sprachbausteine Teil 1?

Sprachbausteine ist der zweite Subtest im schriftlichen Teil der Pruefung telc Deutsch B1. Er kommt direkt nach dem Leseverstehen und besteht aus zwei Teilen: Teil 1 prueft die Grammatik, Teil 2 prueft den Wortschatz.

In Teil 1 lesen Sie einen kurzen Text mit zehn Luecken. Das ist fast immer ein Brief oder eine E-Mail aus dem Alltag. Bei jeder Luecke waehlen Sie aus drei Moeglichkeiten (a, b oder c) das Wort, das grammatisch richtig in den Satz passt. Es geht also nicht um neue Woerter, sondern um die richtige Form: das richtige Pronomen, die richtige Praeposition, die richtige Verbform und so weiter.

💡 Gut zu wissen

In Teil 1 ist immer nur eine Loesung richtig. Die beiden anderen Optionen sind echte Woerter, aber sie passen grammatisch oder inhaltlich nicht. Genau das macht die Aufgabe schwierig: Alle drei Varianten sehen auf den ersten Blick moeglich aus.

👉 Alle Grammatik, Fallen und Tipps zu Sprachbausteine telc B1
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Aufbau: So sieht die Aufgabe aus

Der Aufbau ist in jeder Pruefung gleich. Sie bekommen:

  • einen zusammenhaengenden Text (meistens ein persoenlicher oder halbformeller Brief beziehungsweise eine E-Mail);
  • zehn Luecken, nummeriert von 21 bis 30;
  • zu jeder Luecke drei Antwortmoeglichkeiten: a, b oder c.

Wichtig zu verstehen: Die Grammatik steckt nicht isoliert in der Luecke, sondern im ganzen Satz. Sie muessen oft das lesen, was vor und nach der Luecke steht, um die richtige Form zu finden.

Ein einfaches Beispiel

Damit Sie das Prinzip sehen, hier ein kurzes Beispiel:

Beispiel-Luecke

«Ich wohne jetzt schon seit drei Jahren in (21) Stadt.»

a) diese    b) dieser    c) diesen

Richtig ist b) dieser. Die Praeposition «in» steht hier fuer einen Ort (Frage: Wo?), also kommt der Dativ. «die Stadt» wird im Dativ zu «dieser Stadt». Die Varianten «diese» (Nominativ/Akkusativ) und «diesen» (Maskulinum Akkusativ) passen nicht.

So funktioniert jede der zehn Luecken: Sie erkennen, welche Grammatik gefragt ist, und waehlen die passende Form.

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Bewertung: Punkte, Zeit und Gewichtung

Sprachbausteine wird zusammen mit dem Leseverstehen geschrieben. Beide Subtests teilen sich ein gemeinsames Zeitfenster von 90 Minuten. Es gibt keine getrennte Zeit nur fuer die Sprachbausteine: Sie teilen sich die 90 Minuten selbst ein. In der Praxis ist es klug, fuer Teil 1 ungefaehr 10 bis 15 Minuten einzuplanen, weil die anderen Aufgaben mehr Lesezeit brauchen.

Die Punkte fuer Sprachbausteine sehen im offiziellen telc-Uebungstest so aus:

Subtest Ziel Aufgabentyp Punkte
Sprachbausteine, Teil 1 Grammatik 10 Multiple-Choice-Aufgaben (a, b, c) 15
Sprachbausteine, Teil 2 Wortschatz 10 Zuordnungsaufgaben (a bis o) 15
Sprachbausteine gesamt 30

Teil 1 bringt also 15 Punkte in der Rohwertung. Es gibt keine getrennte Bestehensgrenze nur fuer die Sprachbausteine: Die Punkte zaehlen in das Gesamtergebnis des schriftlichen Teils. Um die schriftliche Pruefung zu bestehen, brauchen Sie ueber alle schriftlichen Subtests zusammen mindestens 60 Prozent.

🎯 Strategie-Tipp

Sprachbausteine Teil 1 ist kurz, aber es lohnt sich. Diese Punkte lassen sich durch gezieltes Grammatiktraining oft leichter holen als zum Beispiel Punkte im Hoerverstehen. Wer die typischen Grammatik-Luecken kennt, beantwortet viele Fragen in unter einer Minute.

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Welche Grammatik wird geprueft?

In Teil 1 kommen immer wieder dieselben Grammatik-Bereiche vor. Wenn Sie diese sicher beherrschen, sind Sie schon sehr gut vorbereitet. Hier die wichtigsten Bereiche im Ueberblick:

Bereich Worum es geht
Verbformen richtige Zeitform und Form: Praesens, Praeteritum, Perfekt; Partizip II; Infinitiv mit und ohne «zu»; Hilfsverb «haben» oder «sein»
Konnektoren Verbindungswoerter wie «aber», «denn», «weil», «obwohl», «trotzdem», «damit», «sondern» und die richtige Wortstellung dazu
Kasus und Deklination Nominativ, Akkusativ, Dativ, Genitiv bei Artikeln, Possessivartikeln und Adjektiven
Praepositionen richtige Praeposition und richtiger Kasus, besonders die Wechselpraepositionen (an, auf, in usw.)
Pronomen Personalpronomen, Relativpronomen und Pronominaladverbien wie «darauf», «davon», «daran»
Konjunktiv II hoefliche und irreale Formen: «waere», «haette», «wuerde» + Infinitiv
Modalverben und Partikeln «koennen», «muessen», «wollen», «moechten» sowie kleine Woerter wie «schon», «noch», «nur», «einfach»
📝 Merksatz

Drei Bereiche kommen besonders oft vor: Verbformen, Konnektoren und Kasus/Deklination. Wenn Sie hier sicher sind, holen Sie die meisten Punkte.

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Typische Fehler in Teil 1

Viele Punkte gehen nicht verloren, weil die Grammatik zu schwer ist, sondern weil man in typische Fallen tappt. Hier sind die haeufigsten Fehler – mit eigenen Beispielen erklaert.

Fehler 1: Nur die Luecke lesen, nicht den ganzen Satz

Die richtige Form haengt oft von einem Wort ab, das weiter weg steht. Wer nur um die Luecke herum liest, uebersieht das. Lesen Sie immer den ganzen Satz, am besten auch den Satz davor.

Fehler 2: Die Woerterbuchform waehlen

Eine sehr haeufige Falle: Man waehlt die Form, die man aus dem Woerterbuch kennt (Nominativ), obwohl der Satz einen anderen Kasus verlangt.

Beispiel

«Ich danke dir fuer (...) Hilfe.» – a) dein   b) deine   c) deiner

Richtig: b) deine. «danken fuer» braucht den Akkusativ, «die Hilfe» wird zu «deine Hilfe». Die Woerterbuchform «dein» ist hier falsch.

Fehler 3: Den Konnektor nur nach der Bedeutung waehlen

Woerter wie «aber», «denn», «weil» und «trotzdem» koennen aehnlich klingen, aber sie veraendern die Wortstellung unterschiedlich. Achten Sie darauf, wo das Verb steht.

Beispiel

«Es war kalt, (...) ich nahm keine Jacke mit.» – a) trotzdem   b) obwohl   c) weil

Richtig: a) trotzdem. Nach «trotzdem» steht das Verb an zweiter Stelle («trotzdem nahm ich ...»). «obwohl» und «weil» wuerden das Verb ans Satzende schicken – das passt hier nicht.

Fehler 4: Anrede du und Sie verwechseln

Im Brief steht entweder «du» oder «Sie». Diese Anrede entscheidet ueber Pronomen und Imperativ – und zwar im ganzen Text. Achtung: Die Anrede haengt nicht vom Ton ab, sondern von der Form. Ein freundlicher Brief kann trotzdem «Sie» verwenden.

Beispiel

In einem Brief an «Sie»: «Ich moechte (...) herzlich einladen.» – a) dich   b) Sie   c) euch

Richtig: b) Sie. Der ganze Brief ist auf «Sie» – also passt nur das hoefliche «Sie».

Fehler 5: Partizip, Infinitiv und «zu»-Infinitiv verwechseln

Sehr oft muss man entscheiden zwischen Formen wie «gemacht» (Partizip II), «machen» (Infinitiv) und «zu machen». Pruefen Sie: Steht ein «haben»/«sein» (dann Perfekt → Partizip II)? Steht ein Modalverb (dann Infinitiv ohne «zu»)?

Beispiel

«Ich habe gestern einen Brief (...).» – a) schreiben   b) geschrieben   c) zu schreiben

Richtig: b) geschrieben. «habe ... geschrieben» ist Perfekt, also braucht man das Partizip II.

Fehler 6: Felder leer lassen

Lassen Sie nie eine Luecke leer. Auch wenn Sie unsicher sind: Streichen Sie zuerst eine Option weg, die sicher falsch ist. Dann haben Sie eine 50-zu-50-Chance.

✅ Kurz gesagt

Lesen Sie den ganzen Satz, denken Sie an den Kasus, achten Sie auf die Wortstellung bei Konnektoren, halten Sie die Anrede (du/Sie) durch – und lassen Sie keine Luecke leer.

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So gehen Sie Schritt fuer Schritt vor

Mit einem festen Vorgehen machen Sie weniger Fehler und sparen Zeit. Diese vier Schritte helfen bei jeder Luecke:

  • Schritt 1: Lesen Sie zuerst den ganzen Satz – nicht nur die Luecke.
  • Schritt 2: Fragen Sie sich: Welche Grammatik wird hier geprueft? Ein Pronomen? Eine Praeposition? Eine Verbform? Ein Konnektor?
  • Schritt 3: Streichen Sie die Optionen weg, die sicher nicht passen.
  • Schritt 4: Waehlen Sie a, b oder c – und uebertragen Sie die Loesung sofort auf den Antwortbogen.
📝 Wichtig fuers Lernen

Trainieren Sie nicht mit einzelnen, isolierten Grammatik-Saetzen, sondern immer mit ganzen Lueckentexten. Nur so gewoehnen Sie sich an das echte Pruefungsformat. Lesen Sie nach jeder Uebung die Erklaerung und fragen Sie sich: Welche Grammatik war das? Schreiben Sie neue Woerter in Ihr Wortschatz-Heft.

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FAQ zu Sprachbausteine Teil 1

Wie viele Aufgaben hat Sprachbausteine Teil 1?
Teil 1 hat zehn Aufgaben, nummeriert von 21 bis 30. Zu jeder Luecke gibt es drei Moeglichkeiten (a, b oder c), und nur eine ist richtig.
Wie viele Punkte bringt Teil 1?
Im offiziellen telc-Uebungstest bringt Teil 1 in der Rohwertung 15 Punkte. Zusammen mit Teil 2 (Wortschatz) ergibt der Subtest Sprachbausteine 30 Punkte.
Wie viel Zeit habe ich fuer die Sprachbausteine?
Es gibt keine getrennte Zeit. Leseverstehen und Sprachbausteine werden zusammen in 90 Minuten geschrieben. Sie teilen sich die Zeit selbst ein. Fuer Teil 1 reichen meistens 10 bis 15 Minuten.
Was wird in Teil 1 genau geprueft?
Teil 1 prueft die Grammatik im Satz: Verbformen, Konnektoren, Kasus und Deklination, Praepositionen, Pronomen, Konjunktiv und Modalverben. Teil 2 prueft dagegen den Wortschatz.
Muss ich in Sprachbausteine eine Mindestpunktzahl erreichen?
Nein, es gibt keine getrennte Bestehensgrenze nur fuer die Sprachbausteine. Die Punkte zaehlen in das Gesamtergebnis des schriftlichen Teils. Insgesamt brauchen Sie im schriftlichen Teil mindestens 60 Prozent.
Was ist der haeufigste Fehler in Teil 1?
Ein sehr haeufiger Fehler ist, nur die Luecke zu lesen statt den ganzen Satz. Die richtige Form haengt oft von Woertern ab, die vor oder nach der Luecke stehen. Lesen Sie deshalb immer den ganzen Satz.

Quelle fuer Aufbau, Aufgabentyp und Punkte: offizieller telc-Uebungstest «Zertifikat Deutsch / telc Deutsch B1», telc gGmbH, Frankfurt a. M. Den offiziellen Uebungstest finden Sie kostenlos auf der Webseite von telc unter www.telc.net.