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Autor: Olena Bazalukova, 11.06.2026
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telc B1 — Sprachbausteine Teil 2

Sprachbausteine Teil 2 (telc B1):
Alle Grammatik, Fallen und Tipps

Welche Grammatik brauchen Sie wirklich, um Sprachbausteine Teil 2 sicher zu lösen? Hier finden Sie das Format, die Punkte, alle typischen Fallen und eine klare Grammatik-Checkliste mit Beispielen.

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Was ist Sprachbausteine Teil 2? Format, Aufgabe und Punkte

Der Prüfungsteil Sprachbausteine gehört zum schriftlichen Teil der telc-B1-Prüfung. Hier wird nicht das Textverständnis, sondern gezielt die Grammatik und der Wortschatz geprüft. Sprachbausteine besteht aus zwei Teilen: Teil 1 und Teil 2. In diesem Artikel geht es um Teil 2.

In Sprachbausteine Teil 2 lesen Sie einen kurzen Text, meistens einen Brief oder eine E-Mail. Im Text fehlen zehn Wörter. Die Lücken sind nummeriert, in der echten Prüfung von 31 bis 40. Unter dem Text steht eine Liste mit fünfzehn Wörtern, gekennzeichnet mit den Buchstaben a bis o. Ihre Aufgabe ist es, für jede Lücke das passende Wort aus dieser Liste zu wählen.

Wichtig: Von den fünfzehn Wörtern passen nur zehn. Die anderen fünf Wörter sind zusätzlich und passen in keine Lücke. Diese fünf Wörter nennt man die Distraktoren oder die Fallen. Jedes Wort darf nur einmal benutzt werden. Sie schreiben selbst nichts, Sie wählen nur aus.

Gut zu wissen

Sprachbausteine prüft fast immer kleine, aber wichtige Wörter: Konjunktionen, Präpositionen, Pronomen, Verbformen und Fragewörter. Genau diese Wörter entscheiden über die Grammatik im Satz. Wer diese Wortgruppen sicher beherrscht, löst Teil 2 schnell und ohne Stress.

Merkmal Sprachbausteine Teil 2
Textart Kurzer Brief oder kurze E-Mail mit zehn Lücken
Lücken 10 (in der Prüfung Nummer 31 bis 40)
Auswahl 15 Wörter (a bis o), davon 10 richtig und 5 Fallen
Regel Jedes Wort nur einmal benutzen
Geprüft wird Grammatik und Wortschatz (keine eigenen Sätze)
Punkte 15 Punkte für Teil 2, also 1,5 Punkte pro Lücke

Sprachbausteine bringt insgesamt 30 Punkte: 15 Punkte für Teil 1 und 15 Punkte für Teil 2. Jede richtige Lücke in Teil 2 ist 1,5 Punkte wert. Es lohnt sich also, hier sicher zu sein, denn diese Punkte sind mit guter Grammatik leicht zu erreichen.

👉 Übungen zur Vorbereitung auf die telc B1-Prüfung
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Schritt fuer Schritt: So loesen Sie die Aufgabe richtig

Viele Lernende lesen sofort nur die einzelne Lücke und raten. Das ist ein Fehler. Sprachbausteine Teil 2 hat eine klare Logik. Mit einem festen Vorgehen finden Sie die richtigen Wörter sicher.

Schritt 1: Den ganzen Text einmal lesen

Lesen Sie zuerst den ganzen Brief, ohne die Lücken zu füllen. So verstehen Sie, worum es geht, wer schreibt und an wen. Das ist wichtig, denn manche Lücken hängen vom Sinn des ganzen Textes ab.

Schritt 2: Die Lücke genau anschauen

Schauen Sie, was vor und nach der Lücke steht. Stellen Sie sich drei Fragen: Steht hier ein Hauptsatz oder ein Nebensatz? Wo steht das Verb? Welches Wort braucht die Lücke grammatisch, also eine Konjunktion, eine Präposition, ein Pronomen oder eine Verbform?

Schritt 3: Die Wortgruppe bestimmen

Entscheiden Sie zuerst die Wortart, nicht sofort das einzelne Wort. Wenn Sie wissen, dass eine Konjunktion fehlt, müssen Sie nur noch zwischen wenigen Konjunktionen wählen. So sinkt die Zahl der Möglichkeiten schnell.

Schritt 4: Die Fallen ausschließen

Streichen Sie Wörter, die grammatisch nicht passen. Am Ende bleiben fünf Wörter übrig, die in keine Lücke passen. Das ist normal und sogar ein gutes Zeichen, dass Sie richtig gearbeitet haben.

Goldene Regel

Lösen Sie zuerst die leichten Lücken, bei denen Sie sicher sind. Dadurch fallen mehrere Wörter aus der Liste weg. Die schweren Lücken werden danach automatisch einfacher, weil weniger Wörter übrig bleiben.

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Die typischen Fallen, Tricks und Fehler im Ueberblick

Die Wörterliste ist nie zufällig. Die Autoren legen mit Absicht ähnliche Wörter nebeneinander, damit Sie sich vertun. Wer die typischen Fallen kennt, geht ihnen aus dem Weg. Hier sind die häufigsten Stolperstellen aus echten Aufgaben.

Falle Worum es geht Beispiel
Ähnliche Wörter Zwei Wörter sehen fast gleich aus, haben aber eine andere Funktion wenn (Bedingung) gegen wann (Fragewort)
Verbstellung Hauptsatz oder Nebensatz? Davon hängt die richtige Konjunktion ab weil mit Verb am Ende gegen denn mit normaler Wortstellung
Kasus-Falle Dativ oder Akkusativ beim Pronomen mir (Dativ) gegen mich (Akkusativ)
Konjunktiv-Köder Höfliche Form mit Konjunktiv II statt einfacher Gegenwart hätte, würde, möchte
Numerus-Falle Singular oder Plural beim Verb würde (eine Person) gegen würden (mehrere)
Präpositions-Paar Zwei Präpositionen mit anderer Bedeutung seit (dauert an) gegen vor (abgeschlossen)
Falsches da-Wort Pronominaladverb passt nicht zum Verb darüber informieren gegen dafür
Register-Falle Du-Form gegen Sie-Form im Brief eure gegen Ihre
Genus-Falle Falscher Artikel oder falsches Genus beim Nomen das Angebot gegen die Anfrage
Wortwiederholungs-Köder Ein Wort aus dem Text steht in der Liste, passt aber nicht in die Lücke Ein Wort sieht bekannt aus und lockt zur falschen Stelle

Der größte Fehler ist, nur auf die Bedeutung zu schauen. In Sprachbausteine entscheidet fast immer die Grammatik. Fragen Sie deshalb bei jeder Lücke nicht nur, was passt, sondern auch, warum es grammatisch passt.

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Grammatik-Checkliste 1: Konjunktionen, Wortstellung und Verwechslungswoerter

Die meisten Lücken in Teil 2 sind Verbindungswörter. Wer die Wortstellung versteht, erkennt sofort, welche Konjunktion passt. Es gibt drei Gruppen, und jede Gruppe stellt das Verb anders.

Nebensatz-Konjunktionen — Verb am Ende

Nach diesen Wörtern steht das Verb ganz am Satzende. Das ist das wichtigste Erkennungszeichen.

Wort Funktion Beispiel
weil nennt einen Grund Ich schreibe Ihnen, weil ich Lust hätte.
dass nennt einen Inhalt oder eine Tatsache Mein Lehrer hat gesagt, dass Sie Kurse anbieten.
ob offene Ja-Nein-Frage Ich weiß nicht, ob der Kurs frei ist.
wenn Bedingung oder wiederholte Zeit Wenn es der Terminkalender erlaubt, fahren wir.
damit nennt ein Ziel Ich übe viel, damit ich die Prüfung bestehe.
obwohl Gegensatz Obwohl es regnet, gehen wir wandern.

Hauptsatz-Konjunktionen — Verb bleibt auf Position 2

Diese Wörter verbinden zwei Hauptsätze. Sie stehen auf Position null und ändern die Wortstellung nicht. Das Verb bleibt auf Position zwei.

  • und, aber, oder, denn, sondern: Wir fahren zwar Ski, aber der Winter ist nicht unsere Sache.
  • Merken Sie sich das Paar zwar … aber. Es zeigt fast immer einen Gegensatz an.

Konjunktionaladverbien — Position 1 mit Inversion

Diese Wörter stehen am Satzanfang. Danach kommt zuerst das Verb und dann das Subjekt. Das nennt man Inversion.

  • deshalb, deswegen, daher, darum (Folge): Daher würden wir uns freuen.
  • trotzdem (Gegensatz), dann (Zeit), außerdem (Ergänzung).

Verwechslungswörter — die häufigsten Paare

Paar So unterscheiden Sie es
wenn / wann wenn = Bedingung oder wiederholte Zeit. wann = Fragewort nach der Zeit.
weil / wenn weil nennt einen Grund. wenn nennt eine Bedingung.
ob / dass ob = Ja oder Nein ist offen. dass = die Sache ist sicher.
als / wenn als = einmal in der Vergangenheit. wenn = wiederholt oder in der Zukunft.
der, die, das kann Artikel, Relativpronomen oder Demonstrativ sein. Im Relativsatz steht das Verb am Ende.
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Grammatik-Checkliste 2: Praepositionen, Pronomen und da-Komposita

Die zweite große Gruppe in Teil 2 sind Präpositionen und Pronomen. Hier entscheidet oft ein einziger Buchstabe über richtig oder falsch.

Temporale Präpositionen — seit und vor nicht verwechseln

  • seit = etwas beginnt in der Vergangenheit und dauert bis jetzt an: Ich lerne seit drei Jahren Deutsch.
  • vor = ein Zeitpunkt in der Vergangenheit, abgeschlossen: Ich war vor drei Jahren in Berlin.
  • Tipp: Steht ein Verb in der Gegenwart und die Handlung dauert an, dann passt fast immer seit, nicht vor.

Feste Verb-Präpositionen — als Paar lernen

Viele Verben haben eine feste Präposition. Diese Verbindung muss man auswendig lernen, denn sie folgt keiner Logik.

Verb mit Präposition Beispiel
sich interessieren für Ich interessiere mich sehr für Ihre Kurse.
sich freuen auf / über Wir freuen uns auf gemeinsame Touren.
warten auf Ich warte auf Ihre Antwort.
informieren über Mein Lehrer hat mich darüber informiert.
Antwort auf (Nomen) Für Ihre Antwort auf meine Fragen danke ich Ihnen.

Personalpronomen — Dativ oder Akkusativ

Hier müssen Sie wissen, welchen Kasus das Verb verlangt. Das ist eine sehr häufige Falle.

Person Dativ Akkusativ
ich mir mich
du dir dich
wir uns uns
Sie (höflich) Ihnen Sie
  • Verben mit Dativ: helfen, danken, gefallen, gehören, Spaß machen, antworten. Beispiel: Das macht uns viel Spaß.
  • Verben mit Akkusativ: informieren, fragen, brauchen, kennen. Beispiel: Mein Lehrer hat mich informiert.
  • Reflexive Verben: sich freuen, sich interessieren, sich entscheiden, sich Sorgen machen. Beispiel: Ich mache mir Sorgen. (hier Dativ mir)

Pronominaladverbien — die da-Wörter

Für Sachen, nicht für Personen, benutzt man da plus Präposition. Welches da-Wort richtig ist, hängt vom Verb ab.

  • darüber = über das (informieren über → darüber): Er hat mich darüber informiert, dass …
  • dafür = für das: Sind die Kosten dafür schon enthalten?
  • Weitere: darauf, daran, damit, davon. Achten Sie immer auf die Präposition des Verbs.
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Grammatik-Checkliste 3: Konjunktiv, Modalverben, Verbformen und Fragewoerter

Die letzte Gruppe sind Verbformen und Fragewörter. Hier geht es um Höflichkeit, um Singular und Plural und um die richtige Frage.

Konjunktiv II — die höfliche Form

In Briefen benutzt man oft den Konjunktiv II. Er macht Wünsche und Bitten höflich. Diese Formen sind in der Liste sehr beliebt.

  • hätte (von haben): Ich hätte noch eine Frage.
  • wäre (von sein): Das wäre sehr nett.
  • würde (Hilfsverb): Wir würden uns freuen.
  • könnte (von können): Könnten Sie mir helfen?
  • möchte (von mögen): Ich möchte den Bodensee kennen lernen.

Modalverben — Konjugation und Satzende

Die Modalverben sind können, müssen, dürfen, sollen, wollen und möchten. Das Modalverb steht auf Position zwei, der Infinitiv steht am Satzende.

  • Beispiel: Man kann abends mit dem Computer weiterlernen.
  • Achten Sie auf die Person: ich kann, wir können; ich möchte, wir möchten.

Subjekt und Verb — Singular oder Plural

Das Verb passt sich immer dem Subjekt an. Eine sehr leise, aber häufige Falle.

  • Ein Subjekt im Singular → Verb im Singular: er würde, sie möchte.
  • Ein Subjekt im Plural → Verb im Plural: die Kollegen sprechen, wir würden.

Fragewörter und Mengenwörter

Wort Funktion Beispiel
wie viele fragt nach einer Anzahl (zählbar) Wie viele Teilnehmer nehmen teil?
wie viel fragt nach einer Menge (nicht zählbar) Wie viel kostet der Kurs?
wie fragt nach der Art und Weise Wie läuft der Kurs ab?
ein paar bedeutet einige, eine feste Verbindung Noch ein paar Worte zu uns selbst.
zu wenig nicht genug Ich habe zu wenig Gelegenheit zu sprechen.
einmal / mal macht eine Bitte freundlich Rufen Sie uns einfach einmal an.
Lerntipp

Lernen Sie diese kleinen Wörter nie einzeln, sondern immer im ganzen Satz. So merken Sie sich gleichzeitig die Wortstellung und den Kasus. Genau das prüft Sprachbausteine Teil 2.

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FAQ — Sprachbausteine Teil 2

Wie viele Lücken hat Sprachbausteine Teil 2 und wie viele Punkte gibt es?
Teil 2 hat zehn Lücken, in der Prüfung die Nummern 31 bis 40. Insgesamt bringt Teil 2 fünfzehn Punkte, also 1,5 Punkte pro richtige Lücke. Zusammen mit Teil 1 ergibt Sprachbausteine dreißig Punkte.
Warum passen immer fünf Wörter aus der Liste nicht?
In der Liste stehen fünfzehn Wörter, aber es gibt nur zehn Lücken. Die fünf zusätzlichen Wörter sind Fallen. Sie sehen den richtigen Wörtern oft ähnlich, passen aber grammatisch oder inhaltlich nicht. Wenn am Ende fünf Wörter übrig bleiben, haben Sie wahrscheinlich richtig gearbeitet.
Welche Grammatik wird am häufigsten geprüft?
Am häufigsten kommen Konjunktionen mit ihrer Wortstellung, Präpositionen, Personalpronomen im Dativ und Akkusativ, Pronominaladverbien wie darüber oder dafür, der Konjunktiv II für die Höflichkeit sowie Modalverben und Fragewörter. Wer diese Bereiche sicher beherrscht, löst die meisten Lücken ohne Probleme.
Was ist der häufigste Fehler bei Sprachbausteine Teil 2?
Der häufigste Fehler ist, nur auf die Bedeutung zu schauen und nicht auf die Grammatik. Oft passen mehrere Wörter zum Sinn, aber nur eines passt zur Grammatik im Satz. Schauen Sie deshalb immer auf die Stellung des Verbs und auf den Kasus.
Wie erkenne ich, ob eine Konjunktion in den Haupt- oder Nebensatz gehört?
Schauen Sie auf die Position des Verbs. Steht das Verb am Satzende, gehört dorthin eine Nebensatz-Konjunktion wie weil, dass, wenn oder damit. Bleibt das Verb auf Position zwei, gehört dorthin eine Hauptsatz-Konjunktion wie aber oder denn oder ein Adverb wie deshalb mit Inversion.