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Autor: Olena Bazalukova, 19.04.2026
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Sprachbausteine Teil 1 — DTB B2:
die wichtigste Grammatik einfach erklärt

In diesem Artikel finden Sie alle wichtigen Grammatikthemen für Sprachbausteine Teil 1 der DTB-B2-Prüfung. Einfache Erklärungen, viele Beispiele, typische Fallen und klare Strategien — ideal für die Prüfungsvorbereitung.

1

Was ist Sprachbausteine Teil 1 in der DTB-B2-Prüfung?

Sprachbausteine Teil 1 ist ein Teil der schriftlichen Prüfung „Deutsch-Test für den Beruf B2“ (DTB B2). In diesem Teil gibt es einen Text mit sechs Lücken. Diese Lücken haben die Nummern 46, 47, 48, 49, 50 und 51. Für jede Lücke gibt es eine Wortliste mit 15 Optionen (a bis o). Sie müssen für jede Lücke das richtige Wort aus der Liste wählen.

Der Text ist immer eine formelle E-Mail aus dem Berufsleben: eine Bewerbung, eine Kündigung, eine Frage zum Arbeitsvertrag oder eine andere Nachricht aus dem Büro. In diesem Teil der Prüfung wird vor allem Ihre Grammatik geprüft. Deshalb ist es wichtig, die wichtigsten Grammatikregeln gut zu kennen.

Wichtig zu wissen

In der Wortliste sind 15 Wörter, aber Sie brauchen nur 6 Wörter für die Lücken. Die anderen 9 Wörter sind „falsche Freunde“ — sie sehen passend aus, sind aber falsch.

In diesem Artikel erkläre ich Ihnen die 14 wichtigsten Grammatikthemen. Wir beginnen mit dem Thema, das in der Prüfung am häufigsten vorkommt.

2

Pronominaladverbien (darauf, dabei, darüber, hierüber …)

Pronominaladverbien sind kleine Wörter, die eine Sache oder einen Gedanken ersetzen. Man braucht sie, damit man nicht immer dieselben Wörter wiederholen muss.

Beispiel: Statt „Ich freue mich auf das Treffen“ sagt man: „Ich freue mich darauf.“

Wie werden sie gebildet?

Die Regel ist einfach:

  • Präposition beginnt mit einem Konsonanten (z. B. mit, für, bei, von, zu): da + Präposition → damit, dafür, dabei, davon, dazu.
  • Präposition beginnt mit einem Vokal (z. B. auf, an, über, aus, in): dar + Präposition → darauf, daran, darüber, daraus, darin.
  • In formellen Briefen verwendet man oft hier statt da: hierüber, hiermit, hierauf — die Bedeutung ist gleich, aber der Stil ist formeller.

Die wichtigsten Pronominaladverbien mit Bedeutung

Wort Bedeutung Beispielsatz
darauf darauf warten / sich darauf freuen Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen.
darüber / hierüber über eine Sache sprechen / sich über etwas freuen Hierüber freue ich mich sehr.
dabei während dieser Handlung / bei dieser Sache Ich habe den Vertrag geprüft und dabei Fragen bekommen.
davon von dieser Sache Sie sprachen davon, dass Sie mir Kleidung geben.
dafür für diese Sache / für diesen Zweck Brauchen Sie dafür meine Größe?
dahin bis zu diesem Moment oder Ort Bis dahin habe ich noch Zeit.
damit mit dieser Sache Ich kann damit gut arbeiten.
Wichtige Regel

Das Pronominaladverb hängt immer vom Verb ab. Jedes Verb hat eine feste Präposition. Wenn Sie das Verb finden, finden Sie auch das richtige Pronominaladverb.

Typische Verben mit Präposition

  • sich freuen auf (Zukunft) → darauf
  • sich freuen über (Gegenwart/Vergangenheit) → darüber / hierüber
  • warten auf → darauf
  • sprechen von / über → davon / darüber
  • sich interessieren für → dafür
  • rechnen mit → damit
  • bestehen aus → daraus
  • denken an → daran
Falle ⚠

Viele Lernende wählen das Pronominaladverb nach der Logik ihrer Muttersprache. Das ist falsch! Die deutsche Präposition folgt immer dem Verb, nicht der Logik der anderen Sprache. Lernen Sie das Verb und seine Präposition immer zusammen.

3

Präposition + Artikel zusammen (zum, zur, im, am, vom …)

Einige Präpositionen verbinden sich mit dem Artikel zu einem Wort. Das passiert sehr oft im formellen Deutsch und besonders in Geschäftsbriefen.

Die wichtigsten Verbindungen

Präposition + Artikel Kurzform Beispiel
zu + dem (maskulin/neutrum) zum zum Arzt, zum Termin, zum Vertrag
zu + der (feminin) zur zur Arbeit, zur Ausbildung, zur Besprechung
in + dem (wo?) im im Büro, im Nachhinein, im Voraus
in + das (wohin?) ins ins Büro gehen
an + dem am am Montag, am Arbeitsplatz
an + das ans ans Telefon gehen
von + dem vom vom Gesundheitsamt, vom Chef
bei + dem beim beim Vorstellungsgespräch

Wann ist die Kurzform obligatorisch?

  • In festen Ausdrücken: zum Beispiel, im Allgemeinen, zur Verfügung, im Voraus, im Nachhinein.
  • Bei Tagen und Daten: am Montag, im April, zum 1. März, zum nächstmöglichen Datum.
  • Bei Wegen und Zielen: zum Arzt gehen, zur Arbeit fahren.
Lerntipp 💡

In formellen E-Mails und Geschäftsbriefen ist die Kurzform fast immer richtig. Wenn Sie unsicher sind: zum und zur sind oft die beste Wahl bei Terminen, Daten und Ausbildungen.

Falle ⚠

zum und zur sind verschieden! zum = maskulin oder neutrum (zum Arzt, zum Vertrag). zur = feminin (zur Arbeit, zur Ausbildung). Prüfen Sie immer das Geschlecht des Nomens!

4

Präpositionen mit Genitiv (aufgrund, während, wegen …)

Manche Präpositionen brauchen nach sich den Genitiv (2. Fall — wessen?). Diese Präpositionen sind sehr typisch für formelles Deutsch.

Die wichtigsten Präpositionen mit Genitiv

Präposition Bedeutung Beispiel
aufgrund wegen einer Sache (formell) Aufgrund meiner Situation ist das schwierig.
während in der Zeit von Während des Praktikums lernt man viel.
wegen aus einem Grund Wegen des Wetters bleibe ich zu Hause.
trotz obwohl etwas passiert Trotz des Regens arbeite ich im Garten.
innerhalb in dieser Zeit / in diesem Bereich Innerhalb einer Woche antworten wir.
außerhalb nicht in diesem Bereich Außerhalb der Arbeitszeit bin ich nicht erreichbar.
statt / anstatt anstelle von Statt eines Briefs schickt er eine E-Mail.

Wie erkennt man den Genitiv?

Nach diesen Präpositionen gibt es typische Endungen:

  • Maskulin/Neutrum: des-s oder -es (des Praktikums, des Vertrags, des Chefs).
  • Feminin: der (der Woche, der Firma, der Situation).
  • Plural: der (der Mitarbeiter, der Kollegen).
  • Mit Possessivpronomen: meines, meiner (meines Vaters, meiner Mutter, meiner Situation).
So erkennen Sie die richtige Antwort 💡

Wenn Sie im Satz die Endung -s/-es beim Nomen sehen oder des / der / meiner / meines, dann passt eine Präposition mit Genitiv.

5

Verben mit festen Präpositionen

Viele deutsche Verben haben eine feste Präposition. Das bedeutet: Das Verb und die Präposition gehören immer zusammen. Man kann die Präposition nicht frei wählen.

Beispiel: Man sagt immer sich interessieren für. Nicht „sich interessieren an“ oder „sich interessieren über“.

Die wichtigsten Verben für formelle Briefe

Verb Präposition + Fall Beispiel
sich freuen auf + Akkusativ (Zukunft) Ich freue mich auf den Arbeitsbeginn.
sich freuen über + Akkusativ (Gegenwart) Ich freue mich über die Einladung.
sich interessieren für + Akkusativ Ich interessiere mich für die Abläufe.
sich bewerben um (Stelle) / bei (Firma) Ich bewerbe mich um die Stelle bei Ihrer Firma.
sich bedanken bei (Person) + für (Sache) Ich bedanke mich bei Ihnen für das Gespräch.
rechnen mit + Dativ Kann ich mit dieser Leistung rechnen?
warten auf + Akkusativ Ich warte auf Ihre Antwort.
denken an + Akkusativ Ich denke an meine Familie.
sprechen über / von Wir sprachen über die Arbeitskleidung.
sich vorbereiten auf + Akkusativ Ich bereite mich auf die Prüfung vor.
bestehen aus + Dativ Die Prüfung besteht aus vier Teilen.
beginnen mit + Dativ Ich beginne mit einer neuen Tätigkeit.
Merken Sie 📝

Lernen Sie das Verb und seine Präposition immer als Paar. Schreiben Sie sich die Präpositionen mit einer anderen Farbe. So sehen Sie sie sofort.

6

Modalwörter und Partikeln (bereits, nämlich, eventuell …)

Modalwörter und Partikeln sind kleine Wörter, die dem Satz eine besondere Bedeutung oder einen Ton geben. Sie verändern die Grundinformation nur wenig, aber sie sind sehr wichtig für den Sinn.

Die wichtigsten Modalwörter und ihre Bedeutung

Wort Bedeutung Beispiel
bereits / schon früher als erwartet (ein Ereignis hat schon stattgefunden) Ich habe mich bereits informiert.
noch die Situation ist nicht zu Ende Ich brauche noch Zeit.
nämlich gibt einen Grund an („der Grund ist …“) Ich war nämlich immer gerne hier tätig.
eventuell / möglicherweise / vielleicht nicht sicher, aber möglich Brauche ich eventuell ein Attest?
bestimmt / sicher / gewiss ich bin sehr sicher Bestimmt überzeuge ich Sie.
gerne mit Freude Gerne überzeuge ich Sie im Gespräch.
ausdrücklich klar und deutlich Ich möchte mich ausdrücklich bedanken.
ausführlich mit vielen Details Ich habe den Vertrag ausführlich geprüft.
dennoch / trotzdem obwohl es anders sein könnte Kann ich dennoch mit der Leistung rechnen?
deshalb / daher aus diesem Grund Deshalb brauche ich die Termine.
Wichtige Falle bei „nämlich“ ⚠

Das Wort nämlich steht niemals am Anfang eines Satzes. Es steht immer nach dem Verb, meist in der Mitte des Satzes.

✅ Richtig: Ich war nämlich krank.
❌ Falsch: Nämlich war ich krank.

Strategie 💡

Lesen Sie den Satz genau. Fragen Sie sich: Was will der Autor sagen? Ist er sicher? Unsicher? Will er einen Grund geben? Will er einen Kontrast zeigen? So finden Sie das richtige Modalwort.

7

Konjunktionen mit Verb am Ende (da, weil, dass, ob, sobald …)

Eine Konjunktion verbindet zwei Sätze. Nach manchen Konjunktionen geht das Verb ans Ende des Nebensatzes. Diese Gruppe von Konjunktionen ist sehr wichtig für DTB B2.

Beispiel: Ich komme nicht, weil ich krank bin.

Konjunktionen für einen Grund (warum?)

  • weil = weil / denn. Sehr häufig, auch gesprochen. Beispiel: Ich komme nicht, weil ich krank bin.
  • da = weil, aber formeller. Sehr häufig in Geschäftsbriefen! Beispiel: Da mein Mann versetzt wurde, muss die Familie umziehen.
Unterschied weil vs. da 💡

Beide Wörter haben dieselbe Bedeutung. Aber: da ist formeller und steht oft am Satzanfang. weil ist neutraler und steht fast immer in der Satzmitte. In der DTB-B2-Prüfung sehen Sie oft da, weil die Briefe formell sind.

Konjunktion für eine Information (was?)

  • dass = das / что. Beispiel: Im Vertrag steht, dass Mitarbeiter umziehen können.
Achtung, nicht verwechseln! ⚠

dass (mit doppeltem s) = Konjunktion „dass“.
das (mit einem s) = Artikel neutrum oder Pronomen „das“.

Test: Kann man „dieses“ oder „welches“ sagen? → dann das. Wenn es etwas erklärt (nach „ich glaube/denke/weiß“) → dann dass.

Konjunktion für eine Ja/Nein-Frage

  • ob = „ob“ (wie „ли“ in einer indirekten Frage). Beispiel: Ich möchte wissen, ob es möglich ist.

Zeit-Konjunktionen

Wort Bedeutung Beispiel
wenn wenn (Gegenwart/Zukunft oder etwas Wiederholtes) Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie mich an.
als wenn (einmal in der Vergangenheit) Als ich ankam, war es schon dunkel.
sobald sofort wenn … Ich schicke den Vertrag zurück, sobald die Punkte geklärt sind.
bis bis zu einem Zeitpunkt Ich warte, bis Sie antworten.
während gleichzeitig Während ich arbeitete, klingelte das Telefon.
nachdem nach einem Ereignis Nachdem ich gegessen habe, gehe ich spazieren.
bevor vor einem Ereignis Bevor ich komme, rufe ich an.

Weitere wichtige Konjunktionen

  • obwohl = ungeachtet dessen, dass …: Obwohl es regnet, gehe ich raus.
  • falls = für den Fall, dass: Falls Sie etwas brauchen, kontaktieren Sie mich.
  • indem = durch etwas: Ich lerne Deutsch, indem ich Bücher lese.
  • damit = mit dem Ziel, dass (andere Person): Ich erkläre es, damit du es verstehst.
Wichtige Regel 📌

Nach allen diesen Konjunktionen kommt das Verb ans Ende des Satzes!

Ich komme nicht, weil ich krank bin.
Ich weiß, dass er heute nicht kommt.
Ich frage, ob es möglich ist.

8

Das Wort „wie“ — viele Bedeutungen

Das Wort wie ist in der DTB-B2-Prüfung sehr oft die richtige Antwort. Aber „wie“ hat mehrere Bedeutungen. Sie müssen jede Bedeutung kennen.

Bedeutung 1: Vergleich „so … wie“

  • Ich bin so groß wie mein Bruder.
  • Er arbeitet wie ein Profi.
  • So bald wie möglich.

Bedeutung 2: „wie“ + Partizip (sehr wichtig in Briefen!)

Dies ist die wichtigste Bedeutung für die Prüfung! Das sind feste Ausdrücke in formellen Briefen.

Ausdruck Bedeutung
wie besprochen wie wir gesprochen haben
wie vereinbart wie wir abgemacht haben
wie gewünscht wie Sie es wollten
wie angekündigt wie wir vorher gesagt haben
wie erwähnt wie ich schon gesagt habe
wie erwartet wie wir gedacht haben
wie geplant wie wir geplant haben

Bedeutung 3: Indirekte Frage „wie“

  • Ich möchte wissen, wie die Ausbildung organisiert ist.
  • Können Sie mir sagen, wie das funktioniert?

Bedeutung 4: Direkte Frage

  • Wie geht es Ihnen?
  • Wie lange dauert das?
Sehr wichtiger Tipp 💡

Wenn Sie im Text einen Ausdruck wie „… besprochen“ oder „… vereinbart“ oder „… geplant“ sehen — dann ist die Lücke fast immer wie!

9

Relativpronomen (der, die, das, dessen, deren, was)

Ein Relativpronomen verbindet zwei Sätze und zeigt, worauf wir uns beziehen. Auf Deutsch gibt es viele Formen. Für die Prüfung sind besonders dessen, deren und was wichtig.

Tabelle der Relativpronomen

Fall Maskulin Feminin Neutrum Plural
Nominativ der die das die
Akkusativ den die das die
Dativ dem der dem denen
Genitiv dessen deren dessen deren

Die schwierigen Formen: dessen und deren

dessen und deren bedeuten „wessen“. Sie zeigen, dass etwas zu einer Person oder Sache gehört.

  • dessen → für Maskulin (der Mann) und Neutrum (das Kind). Beispiel: Der Kollege, dessen Büro neben mir ist, hilft mir oft.
  • deren → für Feminin (die Frau) und Plural (die Leute). Beispiel: Die Internetseiten, mit deren Hilfe ich lerne, sind nützlich.
Prüfungstipp 📝

Schauen Sie auf das Nomen vor der Lücke:

  • Maskulin oder Neutrum (der/das) → dessen
  • Feminin oder Plural (die) → deren

Das Wort „was“ als Relativpronomen

Das Wort was verwendet man nach: alles, nichts, etwas, vieles, weniges, irgendwas, das (als Pronomen).

  • Gibt es irgendwas, was ich vorher besorgen muss?
  • Alles, was Sie brauchen, ist in der E-Mail.
  • Das, was er sagt, ist wichtig.
10

Konjunktionen ohne Verbänderung (aber, sondern, sowie …)

Diese Konjunktionen verbinden zwei gleichwertige Sätze oder Satzteile. Nach diesen Konjunktionen bleibt die normale Wortfolge (Subjekt + Verb + …).

Die wichtigsten Konjunktionen

Wort Bedeutung Beispiel
und und Ich lese und schreibe.
aber Gegensatz ohne „nicht“ Ich bin müde, aber ich arbeite weiter.
sondern Korrektur nach „nicht“ Ich trinke nicht Kaffee, sondern Tee.
oder eine von zwei Optionen Kommen Sie heute oder morgen?
denn weil (aber normale Wortfolge!) Ich komme nicht, denn ich bin krank.
sowie „und auch“ (formell) Bestätigen Sie den Erhalt sowie das Datum.

Der Unterschied zwischen „aber“ und „sondern“

Sehr wichtige Regel 📌

sondern kommt nur nach einer Verneinung (nicht, kein) und bedeutet: „nicht X, sondern Y“.

✅ Richtig: Ich arbeite nicht im Hotel, sondern im Restaurant.
✅ Richtig: Ich habe keinen Hund, sondern eine Katze.

In allen anderen Fällen verwendet man aber.

Paare von Konjunktionen

  • nicht nur …, sondern auch … — Ich arbeite nicht nur mit Menschen, sondern auch im Büro.
  • entweder … oder … — Ich komme entweder heute oder morgen.
  • weder … noch … — Ich habe weder Zeit noch Lust.
  • zwar …, aber … — Das ist zwar schwer, aber möglich.
11

Adjektivendungen und Partizipien als Adjektive

Adjektive sind Wörter, die ein Nomen beschreiben: groß, schön, wichtig, neu. Wenn ein Adjektiv vor einem Nomen steht, bekommt es eine Endung.

Die Grundregel für Endungen

Die Endung hängt von zwei Dingen ab:

  1. Was steht vor dem Adjektiv (Artikel)?
  2. In welchem Fall steht das Nomen (Nominativ, Akkusativ, Dativ, Genitiv)?

Nach bestimmtem Artikel (der, die, das)

Die Endung ist fast immer -e oder -en.

Fall Maskulin (der) Feminin (die) Neutrum (das) Plural (die)
Nominativ der gute die gute das gute die guten
Akkusativ den guten die gute das gute die guten
Dativ dem guten der guten dem guten den guten

Nach unbestimmtem Artikel (ein, eine, kein, mein …)

  • ein guter Mann (Nom. maskulin)
  • eine gute Frau (Nom./Akk. feminin)
  • ein gutes Kind (Nom./Akk. neutrum)
  • einen guten Mann (Akk. maskulin)

Partizipien als Adjektive

Ein Partizip ist eine Form des Verbs, die man wie ein Adjektiv verwenden kann. Es gibt zwei Partizipien:

Partizip I (aktiv, „machend“): Verb + -end

  • anhaltend → die anhaltende Unterstützung (eine Unterstützung, die weitergeht)
  • steigend → die steigenden Preise
  • folgend → die folgende Frage

Partizip II (passiv, „gemacht“): wie beim Perfekt (ge + Verb + t/en)

  • vereinbart → der vereinbarte Termin
  • unterschrieben → der unterschriebene Vertrag
  • geplant → die geplante Reise
Prüfungstipp 💡

In der Prüfung sehen Sie oft Wortformen wie anhaltende, vorzeitige, geplante. Fragen Sie sich: Welcher Artikel steht davor? Welches Geschlecht hat das Nomen? Nach eine + Feminin → -e.

12

Indirekte Fragen (ich möchte wissen, ob/wie …)

Eine indirekte Frage ist eine Frage, die in einem anderen Satz „versteckt“ ist. Man fragt nicht direkt, sondern formuliert die Frage höflicher.

Direkt: Wie funktioniert das?
Indirekt: Ich möchte wissen, wie das funktioniert.

Struktur einer indirekten Frage

Einleitung + Komma + Frage + Verb am Ende.

Typische Einleitungen

  • Ich möchte gern wissen, …
  • Ich möchte nachfragen, …
  • Ich bin mir nicht sicher, …
  • Können Sie mir sagen, …?
  • Teilen Sie mir bitte mit, …
  • Ich würde gerne erfahren, …

Welches Wort nach dem Komma?

Es gibt zwei Möglichkeiten:

Situation Wort Beispiel
Die Antwort ist Ja oder Nein ob Ich möchte wissen, ob das möglich ist.
Die Antwort ist eine Information wie, wann, wo, was, wer, warum, wie lange, wie viel Ich möchte wissen, wie die Ausbildung organisiert ist.
Sehr wichtig 📌

In einer indirekten Frage steht das Verb immer am Ende!

✅ Ich frage, wo das Büro ist.
❌ Ich frage, wo ist das Büro.

13

Trennbare Verben (zurücksenden, mitteilen, zusagen …)

Viele deutsche Verben haben zwei Teile: eine Vorsilbe (Präfix) und das Grundverb. Bei einem normalen Satz geht die Vorsilbe ans Ende.

Beispiel: Das Verb zurücksenden = zurück + senden.
Im Satz: Ich sende den Vertrag zurück.

Wichtige trennbare Verben für das Berufsleben

Verb Bedeutung Beispielsatz
zurücksenden zurückschicken Ich sende den Vertrag zurück.
zurückrufen wieder anrufen Ich rufe Sie gleich zurück.
zusagen bestätigen, akzeptieren Sie hat mir das Jobticket zugesagt.
absagen nicht akzeptieren, absagen Ich sage den Termin ab.
anbieten etwas geben/vorschlagen Ich biete Ihnen meine Hilfe an.
mitteilen informieren Ich teile Ihnen die Entscheidung mit.
einstellen anstellen (Personal) Die Firma stellt neue Mitarbeiter ein.
einladen Einladung geben Sie laden mich zum Gespräch ein.
zustehen jemand hat ein Recht auf etwas Mir stehen noch vier Urlaubstage zu.
aushändigen geben, überreichen Wir händigen Ihnen das Zeugnis aus.

Wichtige Regel zur Wortstellung

  • Hauptsatz: Vorsilbe geht ans Ende. Ich sende den Vertrag zurück.
  • Nebensatz: Alles bleibt zusammen am Ende. Ich hoffe, dass ich den Vertrag schnell zurücksende.
  • Perfekt: ge kommt in die Mitte. Ich habe den Vertrag zurückgesendet.
  • mit „zu“: zu kommt in die Mitte. Ich plane, den Vertrag zurückzusenden.
Prüfungstipp 💡

Wenn Sie im Satz ein Verb sehen, aber am Ende eine kurze Silbe steht (zurück, zu, ab, an, mit, ein, auf), dann ist das eine Vorsilbe. In der Lücke muss oft genau diese Vorsilbe stehen.

14

Finalätze: „um … zu“ oder „damit“?

Einen Finalätze ist ein Satz, der ein Ziel angibt. Wir fragen: Wofür? Mit welchem Ziel? Auf Deutsch gibt es zwei Formen: um … zu und damit.

Regel: Wann „um … zu“?

Man verwendet um … zu, wenn die Person in beiden Teilen des Satzes dieselbe ist.

  • Ich lerne Deutsch, um in Deutschland zu arbeiten. → Ich lerne und ich arbeite.
  • Ich mache ein Praktikum, um Erfahrung zu sammeln. → Ich mache und ich sammle.

Regel: Wann „damit“?

Man verwendet damit, wenn die Person in den zwei Teilen verschieden ist.

  • Ich erkläre es, damit du es verstehst. → Ich erkläre, aber du verstehst.
  • Sie schreibt die Nachricht, damit der Chef informiert ist. → Sie schreibt, aber der Chef ist informiert.
Einfacher Test 📌

Fragen Sie: Ist die Person in beiden Sätzen gleich?

  • Ja, gleiche Person → um … zu
  • Nein, verschiedene Personen → damit

Ähnliche Konstruktionen

  • ohne … zu = ohne eine Handlung. Er ging, ohne Tschüss zu sagen.
  • statt / anstatt … zu = statt einer Handlung. Statt zu arbeiten, schläft er.
15

Reflexivpronomen (mich, mir, sich)

Ein Reflexivpronomen ist ein Wort, das die Handlung zurück zur Person bringt. Auf Deutsch bedeutet das: Die Handlung geht nicht zu einer anderen Person, sondern zur Person selbst.

Beispiel: Ich wasche mein Auto (das Auto — andere Sache). Aber: Ich wasche mich (mich selbst).

Die Formen der Reflexivpronomen

Person Akkusativ Dativ
ich mich mir
du dich dir
er / sie / es sich sich
wir uns uns
ihr euch euch
sie / Sie sich sich

Typische Reflexivverben in formellen Briefen

  • sich bedanken — Ich bedanke mich für Ihre Antwort.
  • sich freuen — Ich freue mich über die Einladung.
  • sich interessieren — Ich interessiere mich für die Stelle.
  • sich bewerben — Ich bewerbe mich um ein Praktikum.
  • sich entscheiden — Ich habe mich entschlossen, zu kündigen.
  • sich informieren — Ich habe mich schon informiert.
  • sich beschweren — Ich beschwere mich über das Produkt.
  • sich vorbereiten — Ich bereite mich auf die Prüfung vor.
Wichtige Regel ⚠

Die meisten Reflexivverben stehen im Akkusativ (mich, dich, sich).

✅ Richtig: Ich bedanke mich (Akkusativ).
❌ Falsch: Ich bedanke mir.

16

Strategie: So lösen Sie Sprachbausteine Teil 1 richtig

Jetzt kennen Sie die wichtigsten Grammatikthemen. Aber wie gehen Sie in der Prüfung Sprachbausteine B2-Beruf vor? Hier ist die beste Strategie in 6 Schritten.

Schritt für Schritt zum Erfolg

  1. Lesen Sie zuerst den ganzen Text. Versuchen Sie zu verstehen, worum es geht. Verstehen Sie die Situation und die Stimmung (Bewerbung? Kündigung? Frage?).
  2. Schauen Sie auf das Verb in der Nähe der Lücke. Viele Verben haben eine feste Präposition. Das Verb zeigt oft, welches Pronominaladverb oder welche Präposition Sie brauchen.
  3. Achten Sie auf die Satzzeichen. Ein Komma vor der Lücke + Verb am Ende → das ist meistens eine Konjunktion (da, dass, ob, weil, obwohl, sobald).
  4. Schauen Sie auf die Nomenform. Sehen Sie die Endung -s / -es oder Formen wie des, der, meiner → das ist Genitiv, also eine Präposition mit Genitiv.
  5. Erkennen Sie feste Ausdrücke. „Wie besprochen“, „zur Verfügung“, „im Voraus“, „hiermit“ — das sind Standard-Formulierungen in Geschäftsbriefen. Lernen Sie diese Ausdrücke auswendig.
  6. Kontrollieren Sie am Ende. Wenn Sie 5 Lücken gelöst haben, können Sie die letzte oft durch Ausschluss finden. Streichen Sie die benutzten Wörter aus der Liste.

Die 5 wichtigsten Grammatikthemen für die Prüfung

Wenn Sie nur wenig Zeit zum Lernen haben, konzentrieren Sie sich auf diese fünf Themen:

  1. Pronominaladverbien (darauf, dabei, hierüber …) — das wichtigste Thema!
  2. Präposition + Artikel (zum, zur, im, am …) + Präpositionen mit Genitiv.
  3. Konjunktionen mit Unterschied (da, weil, dass, ob, sobald, obwohl).
  4. Modalwörter (bereits, nämlich, eventuell, bestimmt, ausdrücklich).
  5. Das Wort „wie“ in allen Bedeutungen (besonders „wie besprochen“).
Mein wichtigster Rat 💡

Üben Sie mit echten Prüfungsaufgaben. Nur durch das Lösen von vielen Übungen bekommen Sie ein Gefühl für die typischen Satzstrukturen und die richtigen Antworten.

17

FAQ — Häufige Fragen zu Sprachbausteine Teil 1

Wie viele Lücken hat Sprachbausteine Teil 1 in der DTB-B2-Prüfung?
Sprachbausteine Teil 1 hat sechs Lücken mit den Nummern 46 bis 51. Sie wählen für jede Lücke ein Wort aus einer Liste mit 15 Optionen (a bis o). Neun Wörter aus der Liste sind falsche Antworten.
Welches Grammatikthema ist am wichtigsten?
Das wichtigste Thema sind Pronominaladverbien (Wörter wie darauf, dabei, darüber, hierüber, davon, dafür). Diese kommen fast in jeder Prüfung vor. Sie müssen die Verben mit ihren festen Präpositionen gut kennen.
Was ist der Unterschied zwischen „da“ und „weil“?
Beide Wörter bedeuten dasselbe: Sie geben einen Grund an. Aber: „da“ ist formeller und steht oft am Satzanfang. „weil“ ist neutraler und steht meist in der Satzmitte. Die DTB-B2-Prüfung benutzt formelle Briefe, deshalb sehen Sie oft „da“.
Wann benutze ich „aber“ und wann „sondern“?
Sie benutzen „sondern“ nur dann, wenn der erste Teil des Satzes eine Verneinung (nicht, kein) enthält. Zum Beispiel: „Ich trinke nicht Kaffee, sondern Tee.“ In allen anderen Fällen verwenden Sie „aber“.
Was ist der Unterschied zwischen „dessen“ und „deren“?
Beide Wörter bedeuten „wessen“ oder „dessen/deren“. Die Wahl hängt vom Geschlecht des Nomens ab. Sie verwenden „dessen“ nach maskulinen und neutralen Nomen (der Mann, das Kind). Sie verwenden „deren“ nach femininen Nomen und Plural (die Frau, die Leute).
Wann benutze ich „um … zu“ und wann „damit“?
Beide Konstruktionen drücken ein Ziel aus. Sie benutzen „um … zu“, wenn die Person in beiden Satzteilen dieselbe ist. Sie verwenden „damit“, wenn die Personen verschieden sind. Beispiel: „Ich lerne, um eine Prüfung zu bestehen.“ (Ich lerne und ich bestehe.) „Ich helfe ihm, damit er die Prüfung besteht.“ (Ich helfe, aber er besteht.)
Wie viel Zeit brauche ich für Sprachbausteine Teil 1?
Für den ganzen Teil Sprachbausteine (Teil 1 und Teil 2 zusammen) haben Sie etwa 20 Minuten. Das ist nicht viel. Für Teil 1 sollten Sie nicht mehr als 10 Minuten brauchen. Deshalb müssen Sie die wichtigsten Strukturen gut beherrschen und schnell erkennen.
Wie kann ich am besten für Sprachbausteine Teil 1 üben?
Der beste Weg ist regelmäßiges Training mit echten Prüfungsaufgaben. Machen Sie jeden Tag eine Übung. Lernen Sie nicht nur die Regeln, sondern auch die typischen Ausdrücke in Geschäftsbriefen auswendig (zum Beispiel: wie besprochen, zur Verfügung, im Voraus, hiermit). Auf unserer Plattform deutsch-vorbereitung.com finden Sie viele Übungen speziell für DTB B2.