Die Eröffnung einer neuen Filiale
Sie hören gleich eine Präsentation. Dazu gibt es vier Aufgaben. Welche Lösung (a, b oder c) passt jeweils am besten? Markieren Sie Ihre Lösungen für die Aufgaben. Lesen Sie jetzt die Aufgaben. Dazu haben Sie eine Minute Zeit.
9% (35 von 409 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)
Geschäftsführer Herr Baumann: So, bevor wir unsere wöchentliche Teamleitersitzung beenden, möchte ich Ihnen noch ein wichtiges Update zur geplanten Neueröffnung unseres Restaurants in Berlin geben. Wie Sie alle wissen, sind unsere Restaurants bisher ausschließlich in Hamburg und dem Hamburger Umland vertreten — vier Standorte, alle sehr erfolgreich. Berlin ist für uns absolutes Neuland. Wir sind aber fest davon überzeugt, dass unser Konzept auch dort sehr gut ankommen wird. Wir haben das Glück, dass in einer äußerst belebten Straße im Berliner Bezirk Mitte gerade ein Gastronomieobjekt frei wird, das von der Größe und dem Zuschnitt her wirklich ideal für uns ist — rund 220 Quadratmeter auf einer Ebene, mit einer großen Fensterfront zur Straße. Das gibt uns die Möglichkeit, den klassischen Gastraum und einen neuen Lounge-Bereich klar voneinander zu trennen, was unseren Gästen mehr Flexibilität bei der Wahl ihrer Atmosphäre bieten wird.
Frau Hoffmann: Ich bin wirklich gespannt, wie das Berliner Publikum auf uns reagiert. Die sind ja bekannt dafür, dass sie in Sachen Gastronomie sehr verwöhnt sind und ganz genaue Vorstellungen haben.
Herr Baumann: Das stimmt, Frau Hoffmann — und genau deshalb haben wir uns sehr gründlich überlegt, was wir in Berlin anders machen wollen als in Hamburg. Aber dazu komme ich gleich. Zunächst zum Thema Werbung. Um auf unsere Neueröffnung aufmerksam zu machen, haben wir die Agentur GastroMedia Berlin GmbH beauftragt — eine Berliner Agentur, die den dortigen Markt sehr gut kennt und bisher noch nicht für uns tätig war, deren Portfolio uns aber wirklich überzeugt hat. Der fertige Kampagnenvorschlag wird uns in ungefähr fünf Wochen vorliegen. Geplant sind Spots im Stadtradio, gezielte Plakatwerbung an stark frequentierten U-Bahn-Stationen sowie eine E-Mail-Kampagne, die sich an Gastronomiefans in der Region richtet. In sozialen Netzwerken sind wir ohnehin kontinuierlich aktiv — das läuft parallel weiter. Was klassische Printwerbung in Tageszeitungen betrifft: Darauf werden wir diesmal verzichten, da unsere Erfahrungen aus Hamburg gezeigt haben, dass wir unsere Zielgruppe auf diesem Weg kaum erreichen.
Herr Koch: Für wann ist die Eröffnung eigentlich angesetzt?
Herr Baumann: Wir planen die feierliche Eröffnung für den 1. November. Die bisherigen Nutzer übergeben die Räumlichkeiten zum 1. August — das gibt uns drei Monate für den Umbau, die Kücheninstallation, die Einrichtung und alle weiteren Vorbereitungen. Parallel läuft bereits die Personalsuche. Und hier kann ich Ihnen etwas wirklich Erfreuliches mitteilen: Die Resonanz auf unsere Stellenausschreibungen war außerordentlich groß. Wir haben erheblich mehr Bewerbungen erhalten als ursprünglich erwartet. Die eigentliche Herausforderung liegt jetzt also weniger darin, geeignete Kandidatinnen und Kandidaten zu finden, als vielmehr darin, aus dieser Fülle die wirklich Passenden herauszufiltern. Als ersten Schritt werden wir deshalb die beruflichen Profile der Bewerberinnen und Bewerber in sozialen Netzwerken sichten, um uns ein erstes Bild von ihnen zu machen, bevor wir zu persönlichen Gesprächen einladen.
Frau Seidel: Ich hätte noch eine Frage zur Einrichtung und zum Konzept. Übernehmen wir das, was wir in Hamburg haben — oder plant ihr in Berlin etwas grundlegend Neues?
Herr Baumann: Nun, die Räumlichkeiten in Berlin bieten uns Möglichkeiten, die wir in Hamburg in dieser Form nicht hatten. Wir werden die Fläche so gestalten, dass Gäste sich gerne länger aufhalten — und damit meine ich nicht nur während des Essens. Konkret bedeutet das: Im hinteren Teil des Restaurants entsteht ein komfortabler Lounge-Bereich mit bequemen Sesseln und niedrigen Tischen, wo man nach dem Essen noch bei einem Digestif sitzen und den Abend ausklingen lassen kann. Das Herzstück des neuen Konzepts ist jedoch unsere offene Küche. Statt einer geschlossenen Küche, wie wir sie in Hamburg haben, sollen die Gäste in Berlin direkt sehen können, wie ihre Gerichte zubereitet werden — das schafft Transparenz, Vertrauen und eine lebendige Atmosphäre. Wir nennen das intern das Erlebniskonzept. Sollte sich dieses Konzept in Berlin als wirtschaftlich erfolgreich und bei den Gästen gut angenommen erweisen, wäre es durchaus denkbar, Elemente davon schrittweise auch in unsere Hamburger Restaurants zu integrieren. Zunächst möchten wir aber die Erfahrungen in Berlin abwarten.
Außerdem setzen wir auf ein komplett neues Lichtkonzept. Rückmeldungen aus Gästebefragungen haben immer wieder gezeigt, dass hartes Deckenlicht in Restaurants als ungemütlich empfunden wird — besonders am Abend. Wir werden deshalb auf warmes, indirektes Licht setzen, das eine einladende, entspannte Atmosphäre schafft und gleichzeitig die Teller und das Essen wirklich gut zur Geltung bringt. Wenn sich dieses Lichtkonzept in Berlin bewährt, werden wir es auch in unseren Hamburger Häusern schrittweise einführen.
Frau Lange: Ich hätte noch eine Frage zur Speisekarte. Wird die in Berlin der bei uns in Hamburg ähneln?
Herr Baumann: Ja, wir haben uns auch bei diesem Thema sehr intensiv und sorgfältig Gedanken gemacht. Eine Marktanalyse hat ergeben, dass das Berliner Publikum in der Gastronomie ganz eigene Erwartungen mitbringt — pflanzliche und vegane Gerichte, internationale Einflüsse aus der asiatischen und mediterranen Küche sowie saisonal wechselnde Angebote sind dort besonders gefragt. Wir werden diese Schwerpunkte in der Berliner Speisekarte klar setzen. Was uns dabei grundsätzlich auszeichnet — und das gilt für alle unsere Standorte — ist unser Anspruch an hochwertige Zutaten und sorgfältige Zubereitung. Daran ändert sich in Berlin selbstverständlich nichts. Gleichzeitig wollen wir aber auch andere Gästegruppen nicht vernachlässigen — Geschäftsreisende, Familien und Touristen, die einfach ein solides, gutes Essen suchen, ohne sich durch eine experimentelle Speisekarte kämpfen zu wollen. Gerade die zentrale Lage in Mitte bringt naturgemäß viel unterschiedliche Laufkundschaft mit sich, die wir keinesfalls außen vor lassen möchten. Zusätzlich werden wir monatlich wechselnde Saisongerichte anbieten — das Konzept dafür stammt übrigens ebenfalls von der Agentur GastroMedia. Das sorgt für Abwechslung und gibt uns die Möglichkeit, auf saisonale Zutaten und aktuelle Trends flexibel zu reagieren.
Das war alles von meiner Seite. Haben Sie noch weitere Fragen? Gut, dann bis zur nächsten Woche — ich freue mich auf Berlin!
0 / 4 richtige Optionen