Büroalltag und neue Arbeitsmodelle

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Sie hören vier Gespräche. Welcher der Sätze a–f passt am besten zu welchem Gespräch? Markieren Sie Ihre Lösungen für die Aufgaben. Lesen Sie jetzt die Sätze a–f. Dazu haben Sie eine Minute Zeit.

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Gespräch 1
Herr: Ich finde es wirklich schlimm, dass wir nächste Woche ins Großraumbüro umziehen müssen. Das ist die schlechteste Entscheidung, die unsere Firma seit Jahren getroffen hat.
Frau 1: Das sehe ich nicht so negativ. Ich war schon mal in so einem Büro — am Anfang war es ungewohnt, aber man gewöhnt sich dran.
Herr: Ungewohnt? Bei dem ständigen Lärm kann ich doch überhaupt nicht konzentriert arbeiten. Ich werde auf jeden Fall beim Chef nachfragen, ob man wenigstens Raumteiler aufstellen kann oder ob es eine ruhigere Ecke gibt.
Frau 2: Das verstehe ich. Aber denk mal daran, wie oft wir uns im Moment stundenlang E-Mails hin- und herschicken, nur weil wir in verschiedenen Zimmern sitzen. Gestern haben Lukas und ich ein Problem in zehn Minuten gelöst — einfach weil wir nebeneinander saßen und direkt reden konnten.
Frau 1: Genau. Spontane Abstimmungen, kurze Rückfragen, gemeinsam an einem Dokument arbeiten — das läuft im Großraumbüro einfach flüssiger. Das merkt man wirklich.
Herr: Na gut, vielleicht mag das stimmen. Aber an den Lärm werde ich mich trotzdem nie gewöhnen.

Gespräch 2
Herr: Du arbeitest jetzt schon seit zwei Jahren fast nur von zu Hause, oder? Ich kann mir das ehrlich gesagt nicht vorstellen.
Frau: Für mich ist es ideal. Ich möchte gar nicht mehr tauschen.
Herr: Ich habe das selbst mal drei Monate lang versucht. Aber ich kam einfach nicht los — nach dem Feierabend saß ich immer noch am Laptop, weil mir die Grenze zwischen Arbeit und Privatleben völlig verschwommen ist.
Frau: Das kenne ich. Das war bei mir am Anfang auch so. Aber das Problem lässt sich lösen. Ich habe mir ein eigenes Arbeitszimmer eingerichtet — das war der entscheidende Schritt.
Herr: Ein eigenes Zimmer nur fürs Arbeiten? Das habe ich bei mir leider nicht.
Frau: Das ist natürlich ideal. Aber auch ohne eigenes Zimmer geht es, wenn man klare Rituale schafft. Bei mir gilt: wenn der Arbeitstag vorbei ist, schließe ich die Tür des Arbeitszimmers zu — und damit ist die Arbeit wirklich abgeschlossen. Dann mache ich Yoga oder gehe spazieren, und der Kopf schaltet vollständig ab.
Herr: Das klingt wirklich gut. Aber ich glaube, das schaffst du einfach besser als ich.
Frau: Das denken viele. Aber es ist vor allem eine Frage der richtigen Organisation. Ich jedenfalls kann mir nicht mehr vorstellen, täglich eine Stunde zur Arbeit zu pendeln.

Gespräch 3
Herr 1: Habt ihr schon gehört? Nächsten Monat kommt noch eine neue Kollegin zu uns.
Frau: Schon wieder jemand Neues? Wir sitzen doch jetzt schon auf engstem Raum. Wo soll die denn überhaupt hin?
Herr 1: Das habe ich auch sofort gefragt. Der Chef sagt, es wird schon irgendwie gehen.
Frau: In meiner alten Firma war das mal genauso eng. Da haben sie kurzentschlossen einen ungenutzten Raum im Stockwerk darüber umfunktioniert — das Problem war innerhalb einer Woche gelöst. Warum macht man das hier nicht auch so?
Herr 1: Das wäre natürlich die einfachste Lösung. Aber hier wird das offenbar anders laufen. Der Chef hat entschieden: der Kopierer kommt in den Flur — dann ist genug Platz für einen neuen Schreibtisch.
Herr 2: In den Flur? Das ist doch eine Zumutung. Jedes Mal, wenn ich etwas drucken will, muss ich extra rausgehen. Und im Winter, wenn es zieht und man keine Jacke anhat...
Frau: Genau. Das kostet uns alle täglich Zeit und Nerven.
Herr 1: Ich weiß. Aber irgendwo muss der Platz ja herkommen. Die Neue kommt auf jeden Fall — das steht fest.
Herr 2: Na dann. Enger geht immer.

Gespräch 4
Frau 1: Ich habe gerade einen interessanten Bericht gelesen. Immer mehr mittelständische Unternehmen steigen auf sogenannte Co-Working-Spaces um — also gemeinsame Büroflächen, die man flexibel mietet, statt ein eigenes Büro langfristig zu binden.
Herr: Das klingt für mich ehrlich gesagt nach Chaos. Man sitzt dann neben völlig Fremden, kennt niemanden, hat keinen festen Platz.
Frau 1: Dafür spart das Unternehmen enorm — keine teuren Langzeitverträge, flexible Kapazitäten je nach aktuellem Bedarf.
Frau 2: Und solche Spaces sind oft sehr modern ausgestattet — schnelles Internet, professionelle Meetingräume, Gemeinschaftsbereiche.
Herr: Das ist doch im Grunde dasselbe wie ein Großraumbüro, nur dass man sich die Fläche mit fremden Firmen teilt. Kein eigener Schreibtisch, kein richtiges Zugehörigkeitsgefühl — ich sehe da keinen Unterschied.
Frau 1: Das ist so nicht ganz richtig. Viele dieser Spaces bieten auch feste Arbeitsplätze und abgeschlossene Bereiche für Teams. Und vor allem: sie machen das Unternehmen attraktiver für qualifizierte Bewerber, die Wert auf moderne und flexible Arbeitsumgebungen legen.
Frau 2: Genau. Gerade für wachsende Firmen ist das wirtschaftlich wirklich interessant — man kann schnell reagieren, ohne sich für Jahre zu binden.
Herr: Na ja. Ich bleibe skeptisch. Aber ich sehe, dass die Argumente aus Unternehmenssicht zumindest einleuchten.

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Gespräch 1

Die richtige Antwort ist b) Im Großraumbüro kann man mit den Kolleg*innen besser zusammenarbeiten.

Der Dialog beginnt zwar sehr negativ, weil der Herr den Umzug ins Großraumbüro stark kritisiert. Genau das ist aber die erste große Falle. Seine Beschwerden über den Lärm wirken sehr auffällig, sind aber nicht die eigentliche Hauptaussage des Gesprächs. Entscheidend sind die Argumente von Frau 2 und Frau 1. Frau 2 sagt: „Gestern haben Lukas und ich ein Problem in zehn Minuten gelöst — einfach weil wir nebeneinander saßen und direkt reden konnten.“ Danach fasst Frau 1 die zentrale Idee noch klarer zusammen: „Spontane Abstimmungen, kurze Rückfragen, gemeinsam an einem Dokument arbeiten — das läuft im Großraumbüro einfach flüssiger.“ Genau diese Aussagen tragen die Hauptbotschaft des Dialogs.

Die wichtigsten Schlüsselwörter und Schlüsselphrasen sind: „direkt reden“, „in zehn Minuten gelöst“, „Spontane Abstimmungen“, „kurze Rückfragen“, „gemeinsam an einem Dokument arbeiten“, „läuft … flüssiger“. Diese Formulierungen zeigen eindeutig, dass das Großraumbüro hier vor allem als Vorteil für die Zusammenarbeit dargestellt wird.

Die wichtigste Falle ist f). Der Herr sagt: „Ich werde auf jeden Fall beim Chef nachfragen, ob man wenigstens Raumteiler aufstellen kann oder ob es eine ruhigere Ecke gibt.“ Das klingt zunächst nach einer Neugestaltung des Arbeitsplatzes. Aber das ist nur sein persönlicher Wunsch, nicht die Hauptaussage des Gesprächs. Die anderen beiden Personen betonen klar die Vorteile des Großraumbüros für die Kommunikation und Teamarbeit.

Eine weitere Falle ist d), weil der Herr deutlich macht, dass ihm räumlicher Abstand lieber wäre. Auch das ist aber nur seine persönliche Sicht. Für die richtige Lösung zählt nicht, was eine Person am liebsten hätte, sondern welche Aussage der Dialog insgesamt am stärksten stützt. Und das ist eindeutig der bessere direkte Austausch im Großraumbüro.

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Gespräch 2

Die richtige Antwort ist c) Manche Mitarbeiter*innen arbeiten gerne regelmäßig von zu Hause aus.

Im Zentrum dieses Dialogs steht die sehr klare positive Haltung der Frau zum Homeoffice. Sie sagt gleich am Anfang: „Für mich ist es ideal. Ich möchte gar nicht mehr tauschen.“ Später bestätigt sie das noch stärker: „Ich jedenfalls kann mir nicht mehr vorstellen, täglich eine Stunde zur Arbeit zu pendeln.“ Dazwischen erklärt sie, warum es für sie funktioniert: eigenes Arbeitszimmer, klare Rituale, Tür schließen, Yoga oder Spaziergang nach Feierabend. Diese Details dienen aber vor allem dazu, ihre Hauptaussage zu stützen: Sie arbeitet gern und dauerhaft von zu Hause aus.

Die wichtigsten Schlüsselwörter und Schlüsselphrasen sind: „seit zwei Jahren fast nur von zu Hause“, „Für mich ist es ideal“, „Ich möchte gar nicht mehr tauschen“, „kann mir nicht mehr vorstellen“, „täglich eine Stunde zur Arbeit zu pendeln“. Diese Hinweise führen eindeutig zu Antwort c).

Die wichtigste Falle ist d). Die Frau spricht davon, dass sie die Tür ihres Arbeitszimmers schließt und danach der Kopf abschaltet. Das klingt nach räumlichem Abstand zu Kolleg*innen und Arbeit. Aber das ist hier nur eine Strategie, um Homeoffice gut zu organisieren. Die Hauptaussage des Dialogs ist nicht, dass Abstand manchmal gut tut, sondern dass manche Menschen gern regelmäßig im Homeoffice arbeiten.

Eine weitere Falle ist f), weil die Frau von einem eigenen Arbeitszimmer und klaren Ritualen spricht. Das könnte vage nach Neugestaltung des Arbeitsplatzes klingen. Aber auch das ist nicht der eigentliche Punkt. Diese organisatorischen Details erklären nur, warum ihr Homeoffice-Modell gut funktioniert. Entscheidend bleibt ihre klare positive Haltung zum regelmäßigen Arbeiten von zu Hause.

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Gespräch 3

Die richtige Antwort ist a) Es ist nicht immer einfach, Platz für neue Kolleg*innen zu schaffen.

Der Dialog kreist die ganze Zeit um genau ein Problem: Es kommt eine neue Kollegin, aber es gibt zu wenig Platz. Die Frau fragt direkt: „Wo soll die denn überhaupt hin?“ Herr 1 sagt: „Der Chef sagt, es wird schon irgendwie gehen.“ Danach werden verschiedene Lösungen erwähnt, aber alle zeigen nur, wie schwierig die Platzfrage tatsächlich ist. Am Ende bleibt klar: „Irgendwo muss der Platz ja herkommen. Die Neue kommt auf jeden Fall — das steht fest.“ Genau daraus ergibt sich die Hauptaussage.

Die wichtigsten Schlüsselwörter und Schlüsselphrasen sind: „schon wieder jemand Neues“, „auf engstem Raum“, „Wo soll die denn überhaupt hin?“, „es wird schon irgendwie gehen“, „irgendwo muss der Platz ja herkommen“. Diese Formulierungen zeigen klar, dass das zentrale Thema die Schwierigkeit ist, Platz für neue Kolleg*innen zu schaffen.

Die wichtigste Falle ist f). Im Dialog werden konkrete Umstellungen genannt: ein Raum in der alten Firma wurde umfunktioniert, hier soll der Kopierer in den Flur kommen. Dadurch könnte man denken, die Hauptaussage sei, dass über die Neugestaltung des Arbeitsplatzes nachgedacht werden müsse. Aber genau das trifft den Kern nicht. Die Lösungen sind nur Reaktionen auf das eigentliche Problem. Das Hauptproblem selbst ist der fehlende Platz.

Eine weitere Falle ist die Erzählung der Frau über ihre alte Firma: „Da haben sie kurzentschlossen einen ungenutzten Raum … umfunktioniert.“ Das klingt fast wie eine aktuelle Lösung, ist aber nur ein Vergleich aus der Vergangenheit. Im jetzigen Unternehmen läuft es anders. Für die richtige Antwort zählt deshalb nicht die alte Lösung, sondern die aktuelle Grundsituation: Es ist schwierig, Raum für eine neue Kollegin zu schaffen.

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Gespräch 4

Die richtige Antwort ist e) Neue Arbeitsplatzmodelle können für Unternehmen attraktiv sein.

Der Dialog beschreibt Co-Working-Spaces nicht einfach neutral, sondern vor allem aus Sicht des Unternehmens. Frau 1 sagt: „Dafür spart das Unternehmen enorm — keine teuren Langzeitverträge, flexible Kapazitäten je nach aktuellem Bedarf.“ Später ergänzt sie: „sie machen das Unternehmen attraktiver für qualifizierte Bewerber“. Frau 2 verstärkt das noch einmal: „Gerade für wachsende Firmen ist das wirtschaftlich wirklich interessant — man kann schnell reagieren, ohne sich für Jahre zu binden.“ Genau diese Argumente führen direkt zu Antwort e).

Die wichtigsten Schlüsselwörter und Schlüsselphrasen sind: „flexibel mietet“, „spart das Unternehmen enorm“, „keine teuren Langzeitverträge“, „flexible Kapazitäten“, „attraktiver für qualifizierte Bewerber“, „wirtschaftlich wirklich interessant“. Diese Formulierungen zeigen eindeutig, dass neue Arbeitsplatzmodelle für Unternehmen attraktiv sein können.

Die wichtigste Falle ist b). Der Herr sagt: „Das ist doch im Grunde dasselbe wie ein Großraumbüro.“ Dadurch taucht ein bekannter Begriff aus einem anderen Kontext auf und kann leicht in die falsche Richtung führen. Aber das ist nur seine skeptische Meinung, nicht die Hauptaussage des Dialogs. Die beiden Frauen konzentrieren sich auf Vorteile wie Kosten, Flexibilität und Attraktivität für Bewerber.

Eine weitere Falle ist f), weil Co-Working natürlich mit einer neuen räumlichen Organisation verbunden ist. Aber der Dialog fragt nicht danach, ob man über eine Neugestaltung nachdenken muss, sondern was solche Modelle für Unternehmen attraktiv macht. Der Schwerpunkt liegt also nicht auf dem Raumkonzept an sich, sondern auf dessen wirtschaftlichen und strategischen Vorteilen.

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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