Büroalltag und neue Arbeitsmodelle
Sie hören vier Gespräche. Welcher der Sätze a–f passt am besten zu welchem Gespräch? Markieren Sie Ihre Lösungen für die Aufgaben. Lesen Sie jetzt die Sätze a–f. Dazu haben Sie eine Minute Zeit.
33% (414 von 1270 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)
Gespräch 1
Herr: Ich finde es wirklich schlimm, dass wir nächste Woche ins Großraumbüro umziehen müssen. Das ist die schlechteste Entscheidung, die unsere Firma seit Jahren getroffen hat.
Frau 1: Das sehe ich nicht so negativ. Ich war schon mal in so einem Büro — am Anfang war es ungewohnt, aber man gewöhnt sich dran.
Herr: Ungewohnt? Bei dem ständigen Lärm kann ich doch überhaupt nicht konzentriert arbeiten. Ich werde auf jeden Fall beim Chef nachfragen, ob man wenigstens Raumteiler aufstellen kann oder ob es eine ruhigere Ecke gibt.
Frau 2: Das verstehe ich. Aber denk mal daran, wie oft wir uns im Moment stundenlang E-Mails hin- und herschicken, nur weil wir in verschiedenen Zimmern sitzen. Gestern haben Lukas und ich ein Problem in zehn Minuten gelöst — einfach weil wir nebeneinander saßen und direkt reden konnten.
Frau 1: Genau. Spontane Abstimmungen, kurze Rückfragen, gemeinsam an einem Dokument arbeiten — das läuft im Großraumbüro einfach flüssiger. Das merkt man wirklich.
Herr: Na gut, vielleicht mag das stimmen. Aber an den Lärm werde ich mich trotzdem nie gewöhnen.
Gespräch 2
Herr: Du arbeitest jetzt schon seit zwei Jahren fast nur von zu Hause, oder? Ich kann mir das ehrlich gesagt nicht vorstellen.
Frau: Für mich ist es ideal. Ich möchte gar nicht mehr tauschen.
Herr: Ich habe das selbst mal drei Monate lang versucht. Aber ich kam einfach nicht los — nach dem Feierabend saß ich immer noch am Laptop, weil mir die Grenze zwischen Arbeit und Privatleben völlig verschwommen ist.
Frau: Das kenne ich. Das war bei mir am Anfang auch so. Aber das Problem lässt sich lösen. Ich habe mir ein eigenes Arbeitszimmer eingerichtet — das war der entscheidende Schritt.
Herr: Ein eigenes Zimmer nur fürs Arbeiten? Das habe ich bei mir leider nicht.
Frau: Das ist natürlich ideal. Aber auch ohne eigenes Zimmer geht es, wenn man klare Rituale schafft. Bei mir gilt: wenn der Arbeitstag vorbei ist, schließe ich die Tür des Arbeitszimmers zu — und damit ist die Arbeit wirklich abgeschlossen. Dann mache ich Yoga oder gehe spazieren, und der Kopf schaltet vollständig ab.
Herr: Das klingt wirklich gut. Aber ich glaube, das schaffst du einfach besser als ich.
Frau: Das denken viele. Aber es ist vor allem eine Frage der richtigen Organisation. Ich jedenfalls kann mir nicht mehr vorstellen, täglich eine Stunde zur Arbeit zu pendeln.
Gespräch 3
Herr 1: Habt ihr schon gehört? Nächsten Monat kommt noch eine neue Kollegin zu uns.
Frau: Schon wieder jemand Neues? Wir sitzen doch jetzt schon auf engstem Raum. Wo soll die denn überhaupt hin?
Herr 1: Das habe ich auch sofort gefragt. Der Chef sagt, es wird schon irgendwie gehen.
Frau: In meiner alten Firma war das mal genauso eng. Da haben sie kurzentschlossen einen ungenutzten Raum im Stockwerk darüber umfunktioniert — das Problem war innerhalb einer Woche gelöst. Warum macht man das hier nicht auch so?
Herr 1: Das wäre natürlich die einfachste Lösung. Aber hier wird das offenbar anders laufen. Der Chef hat entschieden: der Kopierer kommt in den Flur — dann ist genug Platz für einen neuen Schreibtisch.
Herr 2: In den Flur? Das ist doch eine Zumutung. Jedes Mal, wenn ich etwas drucken will, muss ich extra rausgehen. Und im Winter, wenn es zieht und man keine Jacke anhat...
Frau: Genau. Das kostet uns alle täglich Zeit und Nerven.
Herr 1: Ich weiß. Aber irgendwo muss der Platz ja herkommen. Die Neue kommt auf jeden Fall — das steht fest.
Herr 2: Na dann. Enger geht immer.
Gespräch 4
Frau 1: Ich habe gerade einen interessanten Bericht gelesen. Immer mehr mittelständische Unternehmen steigen auf sogenannte Co-Working-Spaces um — also gemeinsame Büroflächen, die man flexibel mietet, statt ein eigenes Büro langfristig zu binden.
Herr: Das klingt für mich ehrlich gesagt nach Chaos. Man sitzt dann neben völlig Fremden, kennt niemanden, hat keinen festen Platz.
Frau 1: Dafür spart das Unternehmen enorm — keine teuren Langzeitverträge, flexible Kapazitäten je nach aktuellem Bedarf.
Frau 2: Und solche Spaces sind oft sehr modern ausgestattet — schnelles Internet, professionelle Meetingräume, Gemeinschaftsbereiche.
Herr: Das ist doch im Grunde dasselbe wie ein Großraumbüro, nur dass man sich die Fläche mit fremden Firmen teilt. Kein eigener Schreibtisch, kein richtiges Zugehörigkeitsgefühl — ich sehe da keinen Unterschied.
Frau 1: Das ist so nicht ganz richtig. Viele dieser Spaces bieten auch feste Arbeitsplätze und abgeschlossene Bereiche für Teams. Und vor allem: sie machen das Unternehmen attraktiver für qualifizierte Bewerber, die Wert auf moderne und flexible Arbeitsumgebungen legen.
Frau 2: Genau. Gerade für wachsende Firmen ist das wirtschaftlich wirklich interessant — man kann schnell reagieren, ohne sich für Jahre zu binden.
Herr: Na ja. Ich bleibe skeptisch. Aber ich sehe, dass die Argumente aus Unternehmenssicht zumindest einleuchten.
0 / 4 richtige Optionen