Sonderurlaub

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Sie hören vier Gespräche. Welcher der Sätze a–f passt am besten zu welchem Gespräch? Markieren Sie Ihre Lösungen für die Aufgaben. Lesen Sie jetzt die Sätze a–f. Dazu haben Sie eine Minute Zeit.

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Gespräch 1
Herr Winkler: Hallo, Carolin. Gut, dass ich dich noch erwische. Ich muss morgen früh zur Betriebsrat-Schulung und bin dann drei Tage weg.
Frau: Ach, du bist die ganze Woche nicht da?
Herr Winkler: Genau. Du weißt ja, der Quartalsbericht für die Geschäftsführung muss bis Donnerstag fertig sein. Und ich habe es leider nicht mehr geschafft, die Zahlen aus der Marketingabteilung einzuholen. Könntest du das für mich übernehmen?
Frau: Ehrlich gesagt habe ich selbst gerade kaum Luft. Wir alle arbeiten seit Wochen am Limit — es wäre wirklich schön, wenn die Geschäftsleitung das endlich wahrnehmen würde. Aber gut. Sag mir bitte das nächste Mal früher Bescheid. Wer hat denn die Zahlen?
Herr Winkler: Frau Berndorf aus dem Marketing. Sie ist heute allerdings schon gegangen, aber morgen früh ist sie wieder erreichbar.
Frau: In Ordnung, dann schreibe ich ihr morgen eine Nachricht. Und erhol dich gut bei der Schulung.
Herr Winkler: Danke, Carolin. Du bist wirklich eine große Hilfe.

Gespräch 2
Herr: Wisst ihr eigentlich schon, ab wann wir unser Gleitzeitguthaben abbauen können? Ich habe so viele Stunden angesammelt.
Frau 1: Ich glaube, ab nächstem Monat geht das. Ich freue mich jedenfalls riesig darauf. Endlich mal ein paar freie Tage — einfach zuhause bleiben, schlafen, nichts tun. Das wäre so wunderbar.
Herr: Das geht mir genauso. Ich träume schon seit Wochen davon. Am liebsten würde ich einfach eine Woche komplett abschalten und gar nicht ans Büro denken.
Frau 2: Das klingt herrlich. Aber ich muss ehrlich sagen — bei mir ist das leider nicht so einfach. Meine Kinder sind noch in der Grundschule, und ich kann die freien Tage nur dann nehmen, wenn auch Schulferien sind. Außerhalb der Ferien klappt das organisatorisch einfach nicht.
Herr: Das ist wirklich eine Einschränkung. Da müssen wir uns gut absprechen, damit das für alle funktioniert.
Frau 2: Ja, genau. Ich wäre also auf die Ferienzeiten angewiesen — mehr Spielraum habe ich gerade leider nicht.
Frau 1: Dann sollten wir das am besten gemeinsam mit dem Chef klären, bevor alle gleichzeitig anfragen.

Gespräch 3
Frau: Hallo Stefan. Wie war dein Gleittag gestern? Hast du dich gut erholt?
Herr: Leider gar nicht. Gleich am Morgen hat mich eine schlimme Grippe erwischt. Ich lag den ganzen Tag flach — von Erholen keine Spur.
Frau: Das ist wirklich ärgerlich. Hast du dir wenigstens ein Attest vom Arzt geholt? Damit du den Tag zurückbekommst?
Herr: Ich habe überlegt, ob das überhaupt Sinn macht. Ich war ja nicht im Ausland oder so — ich war einfach krank zuhause.
Frau: Das spielt keine Rolle. Wenn du am Gleittag krank bist und ein ärztliches Attest vorlegst, wird dir der Tag wieder auf dein Gleitzeitkonto gutgeschrieben. Der ist dann nicht weg.
Herr: Wirklich? Das wusste ich gar nicht. Ich dachte, Pech gehabt.
Frau: Nein, überhaupt nicht. Mit dem Attest bekommst du den Gleittag vollständig zurück — du kannst ihn dann einfach an einem anderen Tag nehmen.
Herr: Das ist ja eine echte Überraschung. Dann gehe ich jetzt gleich zur Personalabteilung.

Gespräch 4
Frau: Hallo, Tim. Ich habe gehört, dass du letzte Woche geheiratet hast — herzlichen Glückwunsch!
Herr: Danke schön! Es war wunderschön. Aber weißt du was — ich hatte keine Ahnung, dass man dafür eigentlich Sonderurlaub beantragen kann. Das hat mir eine Kollegin aus der Personalabteilung erst im Nachhinein erklärt.
Frau: Sonderurlaub für eine Hochzeit? Das wusste ich auch nicht.
Herr: Ja, bei bestimmten persönlichen Ereignissen — Hochzeit, Geburt eines Kindes, Todesfall in der Familie — hat man einen gesetzlichen Anspruch darauf. Man muss einfach einen Antrag stellen und den Nachweis bringen. Dann bekommt man die freien Tage, ohne eigene Urlaubstage zu verbrauchen.
Frau: Das ist wirklich wichtig zu wissen. Ich wünschte, das würde beim Einstieg irgendwo erklärt.
Herr: Geh am besten mal zu Frau Löwenstein in der Personalabteilung. Die kennt alle diese Regelungen genau und kann dir sagen, was in welchem Fall gilt. Aber stell den Antrag rechtzeitig — am besten immer vorher.
Frau: Danke für den Tipp. Das merke ich mir.

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Gespräch 1

Die richtige Antwort ist c) Manchmal erledigen Kollegen vorübergehend Aufgaben für ein abwesendes Teammitglied.

Im Mittelpunkt dieses Dialogs steht eine ganz konkrete Bitte um Unterstützung. Herr Winkler sagt: „Könntest du das für mich übernehmen?“ Der Grund ist klar: Er fährt für drei Tage zur Betriebsrat-Schulung und kann die fehlenden Zahlen selbst nicht mehr rechtzeitig besorgen. Carolin stimmt am Ende zu und sagt: „In Ordnung, dann schreibe ich ihr morgen eine Nachricht.“ Genau damit wird deutlich, dass sie vorübergehend eine Aufgabe für einen abwesenden Kollegen übernimmt.

Die wichtigsten Schlüsselwörter und Schlüsselphrasen sind: „bin dann drei Tage weg“, „Könntest du das für mich übernehmen?“, „die Zahlen aus der Marketingabteilung“, „dann schreibe ich ihr morgen eine Nachricht“, „Du bist wirklich eine große Hilfe“. Diese Hinweise führen direkt zu Antwort c).

Die wichtigste Falle ist e). Carolin sagt: „Wir alle arbeiten seit Wochen am Limit — es wäre wirklich schön, wenn die Geschäftsleitung das endlich wahrnehmen würde.“ Das klingt stark nach allgemeiner Unzufriedenheit mit der Arbeitssituation und nach dem Wunsch nach besseren flexiblen Modellen. Aber das ist hier nur die emotionale Begleitinformation. Der eigentliche Kern des Gesprächs ist nicht eine Forderung an das Unternehmen, sondern die Tatsache, dass Carolin eine konkrete Aufgabe für Herrn Winkler übernimmt.

Eine weitere Ulovka ist, dass Carolin zuerst zögert und Kritik äußert. Dadurch könnte man kurz denken, sie lehnt die Bitte ab. Entscheidend ist aber der Schluss des Dialogs. Dort sagt sie zu und übernimmt die Aufgabe tatsächlich. Für die richtige Antwort zählt also das Ergebnis des Gesprächs, nicht die anfängliche Reaktion.

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Gespräch 2

Die richtige Antwort ist b) Manche Mitarbeiter können ihr Gleitzeitguthaben nur in festgelegten Zeiträumen abbauen.

Am Anfang sprechen die ersten beiden Personen sehr allgemein über Erholung, freie Tage und das Bedürfnis abzuschalten. Dadurch entsteht zunächst nur eine allgemeine Stimmung. Der entscheidende Punkt kommt erst mit Frau 2. Sie sagt: „Ich kann die freien Tage nur dann nehmen, wenn auch Schulferien sind.“ und später noch klarer: „Ich wäre also auf die Ferienzeiten angewiesen — mehr Spielraum habe ich gerade leider nicht.“ Genau daraus folgt, dass sie ihr Gleitzeitguthaben nur in bestimmten Zeiträumen abbauen kann.

Die wichtigsten Schlüsselwörter und Schlüsselphrasen sind: „Gleitzeitguthaben abbauen“, „nur dann nehmen, wenn auch Schulferien sind“, „außerhalb der Ferien klappt das organisatorisch einfach nicht“, „auf die Ferienzeiten angewiesen“, „mehr Spielraum habe ich gerade leider nicht“. Diese Formulierungen führen eindeutig zu Antwort b).

Die wichtigste Falle ist e). Herr und Frau 1 sagen: „ein paar freie Tage“, „schlafen, nichts tun“, „eine Woche komplett abschalten“. Diese Wörter erzeugen sofort eine starke emotionale Stimmung von Erschöpfung und Entlastungswunsch. Dadurch könnte man denken, es gehe allgemein um den Wunsch nach stärker geförderten flexiblen Arbeitsmodellen. Aber niemand fordert das ausdrücklich. Der eigentliche Prüfungspunkt ist viel konkreter: Frau 2 kann ihre freien Tage nur in bestimmten Zeitfenstern nehmen.

Eine zusätzliche Ulovka ist, dass der Dialog zuerst sehr allgemein klingt. Wer nur den Anfang im Kopf behält, wählt leicht falsch. Die richtige Antwort erkennt man erst durch den spezifischen Einschränkungssatz von Frau 2. Genau dieser Satz trägt die Hauptaussage des Gesprächs.

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Gespräch 3

Die richtige Antwort ist d) Unter bestimmten Voraussetzungen gehen bereits genehmigte Gleittage nicht verloren.

Der Dialog beschreibt zunächst eine unangenehme Situation: Stefan wird ausgerechnet an seinem Gleittag krank. Die entscheidende Information folgt danach in der Erklärung seiner Kollegin: „Wenn du am Gleittag krank bist und ein ärztliches Attest vorlegst, wird dir der Tag wieder auf dein Gleitzeitkonto gutgeschrieben.“ Später wiederholt sie den Kern noch einmal: „Mit dem Attest bekommst du den Gleittag vollständig zurück.“ Genau das bedeutet, dass der genehmigte Gleittag unter bestimmten Voraussetzungen nicht verloren geht.

Die wichtigsten Schlüsselwörter und Schlüsselphrasen sind: „am Gleittag krank“, „Attest vom Arzt“, „wird dir der Tag wieder auf dein Gleitzeitkonto gutgeschrieben“, „Der ist dann nicht weg“, „Gleittag vollständig zurück“, „an einem anderen Tag nehmen“. Diese Hinweise führen direkt zu Antwort d).

Die wichtigste Falle ist f). Diese Aussage klingt sehr nah, weil sie ebenfalls Krankheit an einem Gleittag erwähnt. Aber das entscheidende falsche Wort ist „Sonderurlaub“. Im Dialog beantragt Stefan keinen Sonderurlaub. Er legt ein Attest vor, damit der Gleittag wieder gutgeschrieben wird. Genau deshalb ist f) falsch, obwohl das Thema oberflächlich ähnlich klingt.

Eine weitere Ulovka ist Stefans eigene Annahme: „Ich dachte, Pech gehabt.“ Diese Aussage kann kurz wie das Ergebnis des Dialogs wirken. Aber sie wird sofort korrigiert. Für die richtige Lösung ist also nicht sein Irrtum entscheidend, sondern die Erklärung der Kollegin über die Rückbuchung mit Attest.

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Gespräch 4

Die richtige Antwort ist a) Bei bestimmten privaten Ereignissen haben Beschäftigte Anspruch auf bezahlten Sonderurlaub.

Der Kern des Dialogs ist nicht die Hochzeit selbst, sondern die arbeitsrechtliche Folge dieses privaten Ereignisses. Tim sagt ausdrücklich: „Ich hatte keine Ahnung, dass man dafür eigentlich Sonderurlaub beantragen kann.“ Danach erklärt er die Regel noch genauer: „Bei bestimmten persönlichen Ereignissen — Hochzeit, Geburt eines Kindes, Todesfall in der Familie — hat man einen gesetzlichen Anspruch darauf.“ und „Dann bekommt man die freien Tage, ohne eigene Urlaubstage zu verbrauchen.“ Genau daraus ergibt sich Antwort a).

Die wichtigsten Schlüsselwörter und Schlüsselphrasen sind: „geheiratet“, „Sonderurlaub beantragen“, „bei bestimmten persönlichen Ereignissen“, „gesetzlichen Anspruch“, „ohne eigene Urlaubstage zu verbrauchen“, „Antrag … rechtzeitig“. Diese Hinweise führen eindeutig zu Antwort a).

Die wichtigste Falle ist f). Diese Antwort enthält ebenfalls das Wort „Sonderurlaub“ und wirkt deshalb besonders gefährlich. Aber f) bezieht sich auf Krankheit an einem Gleittag. In diesem Dialog geht es um ein privates Ereignis, nämlich eine Hochzeit. Das gleiche Schlüsselwort taucht also in einem völlig anderen Zusammenhang auf. Genau das ist eine typische dialogübergreifende Wortfalle.

Eine zusätzliche Ulovka ist, dass Tim zuerst davon spricht, dass ihm die Regelung erst im Nachhinein erklärt wurde. Dadurch könnte man sich zu sehr auf den Zeitpunkt des Antrags konzentrieren. Für die Aufgabe ist aber nicht entscheidend, wann er davon erfahren hat, sondern welcher Anspruch grundsätzlich bei bestimmten privaten Ereignissen besteht.

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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