Betriebsrat
Sie hören vier Gespräche. Welcher der Sätze a–f passt am besten zu welchem Gespräch? Markieren Sie Ihre Lösungen für die Aufgaben. Lesen Sie jetzt die Sätze a–f. Dazu haben Sie eine Minute Zeit.
37% (220 von 592 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)
Gespräch 1
Herr Hoffmann: Janine, gut, dass ich dich noch erwische. Ich wollte kurz mit dir reden, bevor ich nächste Woche zur Betriebsrat-Schulung fahre.
Janine: Ach, du bist nächste Woche weg? Wie lange denn?
Herr Hoffmann: Drei Tage. Du weißt ja, der Wochenbericht an die Geschäftsleitung muss auch nächste Woche raus. Und ich habe es leider nicht mehr geschafft, die Zahlen aus der Produktion zusammenzustellen. Könntest du das vielleicht für mich erledigen?
Janine: Ehrlich gesagt habe ich selbst gerade alle Hände voll zu tun. Wir alle arbeiten seit Wochen über unsere Grenzen hinaus. Sag mir bitte das nächste Mal früher Bescheid.
Herr Hoffmann: Du hast völlig recht, das war nicht fair von mir. Aber es wären wirklich nur diese Zahlen — eine Stunde Arbeit, mehr nicht.
Janine: Na gut. Wer hat die Daten denn?
Herr Hoffmann: Frau Sonnenberg aus der Produktion. Sie ist heute schon gegangen, aber morgen früh ist sie wieder da.
Janine: In Ordnung, ich rufe sie morgen an. Und erhol dich gut bei der Schulung.
Herr Hoffmann: Danke, du rettest mir wirklich den Tag.
Gespräch 2
Herr 1: Habt ihr eigentlich schon gehört, wann wir unsere aufgelaufenen Überstunden abbauen können?
Frau 1: Ich glaube, ab nächstem Monat. Je früher wir das beantragen, desto besser — damit wir uns intern absprechen können. Ich freue mich jedenfalls riesig drauf. Ich bin so erschöpft, ich brauche dringend eine Auszeit.
Herr 1: Das geht mir genauso. Ich habe in den letzten Monaten kaum an etwas anderes gedacht als an Arbeit. Ein paar freie Tage klingen traumhaft.
Frau 2: Mir auch. Aber ich muss ehrlich sagen — ich bin leider nicht so flexibel wie ihr. Meine Kleine ist in der Kita, und die schließt um halb vier. Ich kann den Ausgleich also nicht als ganze Tage nehmen, sondern nur dann, wenn ich sie rechtzeitig abholen kann. Ganze freie Tage funktionieren bei mir gerade nicht.
Herr 1: Das verstehe ich. Dann sollten wir uns absprechen, damit das für alle klappt.
Frau 2: Genau. Vielleicht nehme ich immer nur die Nachmittage frei — dann komme ich auch auf meine Stunden.
Frau 1: Gute Idee. Dann warten wir mal die genaue Ansage vom Chef ab.
Gespräch 3
Frau: Hallo Marcus. Bist du wieder fit? Ich habe gehört, dass du dich während deines Überstundenausgleichs krankgemeldet hast.
Marcus: Ja, leider. Schon am ersten freien Tag hat mich eine fiese Grippe erwischt. Ich lag drei Tage flach — ausgerechnet in der Woche, die ich mir so verdient hatte.
Frau: Das ist wirklich ärgerlich. Hast du dir vom Arzt ein Attest ausstellen lassen?
Marcus: Für die drei schlimmsten Tage schon. Aber ich wusste ehrlich gesagt nicht, ob das überhaupt etwas bringt.
Frau: Na klar bringt das etwas! Diese drei Tage werden dir wieder auf dein Überstundenkonto gutgeschrieben. Die sind nicht einfach weg.
Marcus: Wirklich? Das wusste ich gar nicht. Ich dachte, wenn man krank wird, ist Pech.
Frau: Nein, nein. Mit dem Attest werden die Stunden zurückgebucht. Du kannst sie dann später nehmen — wenn du wirklich gesund bist.
Marcus: Das ist ja eine echte Erleichterung. Dann gehe ich gleich zur Personalabteilung.
Gespräch 4
Frau: Hallo Ben. Ich habe gehört, dass ihr Nachwuchs bekommen habt — herzlichen Glückwunsch!
Ben: Danke, danke! Wir sind überglücklich. Aber ich muss ehrlich sagen — ich wusste gar nicht, was mich bürokratisch erwartet.
Frau: Was meinst du damit?
Ben: Ich hatte keine Ahnung, dass Väter bei der Geburt eines Kindes Anspruch auf Sonderurlaub haben. Das hat mir eine Kollegin aus der Personalabteilung erst erklärt, als ich schon dabei war, dafür Urlaubstage einzureichen.
Frau: Sonderurlaub für Väter? Das wusste ich auch nicht.
Ben: Ja, man muss einfach einen Antrag stellen und die Geburtsurkunde vorlegen. Dann bekommt man die freien Tage, ohne eigene Urlaubstage zu verbrauchen. Ich wünschte, ich hätte das früher gewusst.
Frau: Das ist wirklich ein wichtiger Tipp. Wer weiß, vielleicht brauche ich das auch irgendwann mal.
Ben: Geh am besten einfach mal zur Frau Brinkmann in der Personalabteilung. Die kennt alle solche Regelungen genau.
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