Kenntnisse

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Sie hören vier Gespräche. Welcher der Sätze a–f passt am besten zu welchem Gespräch? Markieren Sie Ihre Lösungen für die Aufgaben. Lesen Sie jetzt die Sätze a–f. Dazu haben Sie eine Minute Zeit.

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Gespräch 1
Herr: Sandra, ich habe gehört, dass du nächsten Monat einen Gabelstaplerschein machst. Das ist ja praktisch! Musst du dafür extra in eine andere Stadt fahren?
Frau: Das wäre vielleicht sogar ganz interessant. Aber nein, der Kurs findet direkt hier auf dem Betriebsgelände statt, zwei Wochen lang, ganz in der Nähe.
Herr: Und nimmst du dafür Urlaub?
Frau: Nein, das muss ich nicht. Die Firma übernimmt die Kursgebühren und ich absolviere das während der regulären Arbeitszeit.
Herr: Wirklich? Das zahlt die Firma einfach so?
Frau: Nicht ganz „einfach so". Weil der Staplerschein für meine neue Stelle in der Logistikabteilung zwingend erforderlich ist, gilt das als berufliche Qualifikationsmaßnahme. In solchen Fällen ist der Arbeitgeber gesetzlich dazu verpflichtet, die Kosten zu übernehmen.
Herr: Und hättest du das selbst bezahlen müssen, wenn die neue Stelle das nicht verlangt hätte?
Frau: Dann schon, ja. Aber so nicht — ich muss nur die Wiederholungsgebühr selbst tragen, falls ich beim ersten Versuch nicht bestehe.
Herr: Na dann, viel Erfolg beim ersten Anlauf!

Gespräch 2
Frau: Habt ihr schon mitbekommen, dass wir ab dem nächsten Jahr alle eine offizielle IT-Zertifizierung benötigen, um die neuen Betriebssysteme eigenständig administrieren zu dürfen?
Herr 1: Das kann ich mir kaum vorstellen. Ich arbeite seit Jahren mit diesen Programmen — ganz ohne irgendein Zertifikat.
Herr 2: Ich auch. Ich habe mir das meiste selbst beigebracht, durch Ausprobieren und Online-Videos. Das hat doch bisher auch gut funktioniert.
Frau: Offenbar reicht das aber nicht mehr. Laut der neuen Betriebsvereinbarung darf man bestimmte Eingriffe ins System künftig nur noch mit einem offiziell anerkannten Nachweis vornehmen.
Herr 1: Vielleicht können wir das intern regeln. Unser Kollege Markus kennt sich doch hervorragend aus — der könnte uns das doch einfach beibringen.
Frau: Aber das wäre keine offizielle Qualifikation. Ein anerkanntes Zertifikat kann Markus uns nun mal nicht ausstellen.
Herr 2: Da hat sie absolut recht. Ohne den offiziellen Nachweis dürfen wir die entsprechenden Aufgaben schlicht nicht mehr selbstständig erledigen. Das ist jetzt eben so geregelt, daran führt kein Weg vorbei.

Gespräch 3
Frau: Hallo Jonas, hast du kurz einen Moment? Ich stecke gerade total fest.
Herr: Natürlich, was ist das Problem?
Frau: Ich soll heute noch eine Präsentation für einen wichtigen Kunden fertigstellen, aber ich komme mit dem neuen Grafikprogramm überhaupt nicht zurecht. Es reagiert völlig anders als das alte.
Herr: Das kenne ich gut aus meiner Anfangszeit damit. Am besten übernehme ich das komplett für dich — dann schaffst du es noch rechtzeitig.
Frau: Eigentlich möchte ich das lieber selbst lernen. Sonst sitze ich nächste Woche wieder vor demselben Problem. Ich habe übrigens gelesen, dass die Firma unter bestimmten Voraussetzungen auch Kosten für externe Kurse übernimmt.
Herr: Das stimmt, aber für heute hilft dir das leider nicht mehr weiter. Komm, ich setze mich neben dich und erkläre dir alles Schritt für Schritt — du machst es selbst, ich führe dich nur durch.
Frau: Das wäre wirklich ideal. Vielen Dank, Jonas!

Gespräch 4
Frau 1: Habt ihr die interne Mitteilung gelesen? Ab nächstem Quartal bietet die Firma Computerkurse für alle Mitarbeiter an! Habt ihr euch schon für ein Niveau entschieden?
Herr: Computerkurse? Das brauche ich wirklich nicht. Ich bin seit über dreißig Jahren in diesem Betrieb und habe immer alles problemlos auf Papier geregelt. In meinem Alter fange ich damit bestimmt nicht mehr an.
Frau 2: Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie gut meine Computerkenntnisse wirklich sind. Ich hoffe, es gibt verschiedene Niveaustufen, damit man nicht mit kompletten Anfängern zusammen sitzt. Machen die vielleicht auch einen Einstufungstest?
Herr: Noch ein Test obendrauf? Das wird ja immer schlimmer. Ich habe jahrzehntelang meinen Job gemacht, ohne je an einem Bildschirm gesessen zu haben. Warum soll das jetzt auf einmal so entscheidend sein?
Frau 1: Klaus, genau deswegen — weil unsere gesamte Kundenverwaltung auf das neue digitale System umgestellt wird. Da kommt bald niemand mehr ohne solide Grundkenntnisse aus.
Frau 2: Petra hat völlig recht. Fast alle unsere Arbeitsprozesse laufen mittlerweile digital ab. Ich finde es gut, dass die Firma uns aktiv dabei unterstützt, statt uns einfach damit alleine zu lassen.

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Gespräch 1

Die richtige Antwort ist f) Unter bestimmten Voraussetzungen ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Kosten für beruflich notwendige Weiterbildungen zu tragen.

Die Hauptaussage dieses Dialogs liegt nicht einfach darin, dass Sandra einen Gabelstaplerschein macht, sondern darin, warum die Firma die Kosten übernimmt. Zuerst hört man nur allgemeine Informationen über den Kurs: Er findet auf dem Betriebsgelände statt und während der regulären Arbeitszeit. Der entscheidende Punkt kommt erst später: „Weil der Staplerschein für meine neue Stelle in der Logistikabteilung zwingend erforderlich ist, gilt das als berufliche Qualifikationsmaßnahme.“ Danach folgt die eigentliche Schlussfolgerung: „In solchen Fällen ist der Arbeitgeber gesetzlich dazu verpflichtet, die Kosten zu übernehmen.“

Die wichtigsten Schlüsselwörter und Schlüsselphrasen sind: „die Firma übernimmt die Kursgebühren“, „während der regulären Arbeitszeit“, „für meine neue Stelle … zwingend erforderlich“, „berufliche Qualifikationsmaßnahme“, „gesetzlich dazu verpflichtet“, „die Kosten zu übernehmen“. Diese Formulierungen führen eindeutig zu Antwort f).

Die wichtigste Falle ist d). Im Dialog hört man Wörter wie „Kurs“ und sogar indirekt einen Fahrkurs, weil es um den Gabelstaplerschein geht. Dadurch kann man leicht an Weiterbildungen in der Freizeit denken. Aber genau das sagt der Dialog gerade nicht. Sandra erklärt ausdrücklich, dass sie keinen Urlaub nehmen muss und dass der Kurs während der regulären Arbeitszeit stattfindet. Deshalb ist d) nicht nur ungenau, sondern klar falsch.

Eine weitere kleine Ulovka ist die Frage, ob Sandra den Kurs selbst hätte bezahlen müssen, wenn die neue Stelle ihn nicht verlangen würde. Diese Zusatzinformation bestätigt die Logik der richtigen Antwort noch einmal: Die Kostenübernahme gilt eben nicht immer, sondern nur unter bestimmten Voraussetzungen. Genau dieser eingeschränkte, präzise Punkt macht f) richtig.

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Gespräch 2

Die richtige Antwort ist e) Ohne bestimmte Nachweise dürfen Mitarbeiter manche Aufgaben im Betrieb nicht selbstständig übernehmen.

Schon der Einstieg des Dialogs lenkt direkt auf das Thema offizielle Nachweise. Die Frau sagt: „Ab dem nächsten Jahr [benötigen wir] alle eine offizielle IT-Zertifizierung, um die neuen Betriebssysteme eigenständig administrieren zu dürfen.“ Danach wird die Regel noch klarer formuliert: „Laut der neuen Betriebsvereinbarung darf man bestimmte Eingriffe ins System künftig nur noch mit einem offiziell anerkannten Nachweis vornehmen.“ Am Ende fasst Herr 2 die Kernaussage eindeutig zusammen: „Ohne den offiziellen Nachweis dürfen wir die entsprechenden Aufgaben schlicht nicht mehr selbstständig erledigen.“

Die zentralen Schlüsselwörter und Schlüsselphrasen sind: „offizielle IT-Zertifizierung“, „eigenständig administrieren“, „nur noch mit einem offiziell anerkannten Nachweis“, „offizielle Qualifikation“, „ohne den offiziellen Nachweis“, „nicht mehr selbstständig erledigen“. Diese Hinweise führen direkt zu Antwort e).

Die wichtigste Falle ist die scheinbar praktische Lösung von Herr 1: „Unser Kollege Markus kennt sich doch hervorragend aus — der könnte uns das doch einfach beibringen.“ Das klingt zunächst vernünftig und fast wie eine echte Alternative. Genau darin liegt die Falle. Diese Idee wird sofort widerlegt: „Aber das wäre keine offizielle Qualifikation.“ Markus kann Wissen vermitteln, aber keinen anerkannten Nachweis ausstellen.

Eine weitere Ablenkung besteht darin, dass Herr 1 und Herr 2 betonen, sie hätten jahrelang auch ohne Zertifikat gut gearbeitet. Das klingt erfahrungsbasiert und überzeugend, ist aber für die neue Regel irrelevant. Der Dialog fragt nicht danach, ob sie kompetent sind, sondern ob sie die Aufgaben formal noch ausführen dürfen. Genau deshalb ist e) richtig.

3

Gespräch 3

Die richtige Antwort ist c) Kollegen mit besonderen Kenntnissen sind eine wertvolle Unterstützung bei technischen Schwierigkeiten.

Der Dialog zeigt eine ganz konkrete Hilfesituation im Arbeitsalltag. Die Frau sagt: „Ich soll heute noch eine Präsentation … fertigstellen, aber ich komme mit dem neuen Grafikprogramm überhaupt nicht zurecht.“ Jonas reagiert zunächst mit einem Vorschlag zur vollständigen Übernahme, aber diese Lösung wird nicht angenommen. Am Ende sagt er: „Komm, ich setze mich neben dich und erkläre dir alles Schritt für Schritt — du machst es selbst, ich führe dich nur durch.“ Genau das ist die Kernaussage: Ein Kollege mit mehr Erfahrung hilft bei einem technischen Problem, ohne die Aufgabe einfach abzunehmen.

Die wichtigsten Schlüsselwörter und Schlüsselphrasen sind: „mit dem neuen Grafikprogramm überhaupt nicht zurecht“, „Das kenne ich gut aus meiner Anfangszeit“, „ich setze mich neben dich“, „erkläre dir alles Schritt für Schritt“, „du machst es selbst“, „ich führe dich nur durch“. Diese Formulierungen zeigen eindeutig, dass hier kollegiale Unterstützung mit Spezialkenntnissen gemeint ist.

Die größte Falle ist f). Im Dialog taucht der Ausdruck „die Firma … Kosten für externe Kurse übernimmt“ auf. Wer schnell hört, denkt leicht an eine Parallele zu Dialog 28 und damit an Kostenübernahme durch den Arbeitgeber. Aber dieser Punkt ist hier nur eine Nebenbemerkung und hilft für das aktuelle Problem gerade nicht weiter. Jonas sagt selbst: „Das stimmt, aber für heute hilft dir das leider nicht mehr weiter.“

Eine zweite Falle ist der erste Vorschlag von Jonas: „Am besten übernehme ich das komplett für dich.“ Das klingt ebenfalls verlockend, ist aber nicht das tatsächliche Ergebnis des Dialogs. Die Frau möchte es lieber selbst lernen. Deshalb wird aus der möglichen Übernahme am Ende eine unterstützende Anleitung. Entscheidend ist also nicht der erste Vorschlag, sondern die endgültige Lösung.

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Gespräch 4

Die richtige Antwort ist a) Digitale Kenntnisse werden im modernen Berufsalltag immer wichtiger.

Die Hauptaussage des Dialogs ergibt sich aus der Firmenmitteilung und ihrer Begründung. Zunächst hört man: „Ab nächstem Quartal bietet die Firma Computerkurse für alle Mitarbeiter an!“ Später erklärt Frau 1 ganz klar den Grund: „Unsere gesamte Kundenverwaltung [wird] auf das neue digitale System umgestellt.“ Frau 2 ergänzt diese Entwicklung noch allgemeiner: „Fast alle unsere Arbeitsprozesse laufen mittlerweile digital ab.“ Genau daraus folgt, dass digitale Kenntnisse im Berufsalltag immer wichtiger werden.

Die wichtigsten Schlüsselwörter und Schlüsselphrasen sind: „Computerkurse für alle Mitarbeiter“, „neues digitales System“, „niemand mehr ohne solide Grundkenntnisse aus“, „Arbeitsprozesse laufen mittlerweile digital ab“, „die Firma … unterstützt“. Diese Hinweise führen eindeutig zu Antwort a).

Die wichtigste Falle ist b). Klaus ist älter, lehnt die Kurse laut ab und sagt: „In meinem Alter fange ich damit bestimmt nicht mehr an.“ Dadurch kann der Eindruck entstehen, solche Kurse seien eher etwas für jüngere Mitarbeiter. Aber genau das ist falsch. Die Mitteilung lautet ausdrücklich „für alle Mitarbeiter“. Klaus’ persönliche Ablehnung ändert nichts an der allgemeinen Aussage des Dialogs.

Eine weitere Ablenkung ist das Thema Einstufungstest. Frau 2 fragt, ob es verschiedene Niveaustufen geben wird. Das klingt organisatorisch wichtig, ist aber nicht der Kern. Entscheidend ist nicht, wie die Kurse eingeteilt werden, sondern warum sie überhaupt angeboten werden: weil digitale Kompetenzen inzwischen für die tägliche Arbeit notwendig werden.

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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