Kenntnisse
Sie hören vier Gespräche. Welcher der Sätze a–f passt am besten zu welchem Gespräch? Markieren Sie Ihre Lösungen für die Aufgaben. Lesen Sie jetzt die Sätze a–f. Dazu haben Sie eine Minute Zeit.
51% (233 von 459 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)
Gespräch 1
Herr: Sandra, ich habe gehört, dass du nächsten Monat einen Gabelstaplerschein machst. Das ist ja praktisch! Musst du dafür extra in eine andere Stadt fahren?
Frau: Das wäre vielleicht sogar ganz interessant. Aber nein, der Kurs findet direkt hier auf dem Betriebsgelände statt, zwei Wochen lang, ganz in der Nähe.
Herr: Und nimmst du dafür Urlaub?
Frau: Nein, das muss ich nicht. Die Firma übernimmt die Kursgebühren und ich absolviere das während der regulären Arbeitszeit.
Herr: Wirklich? Das zahlt die Firma einfach so?
Frau: Nicht ganz „einfach so". Weil der Staplerschein für meine neue Stelle in der Logistikabteilung zwingend erforderlich ist, gilt das als berufliche Qualifikationsmaßnahme. In solchen Fällen ist der Arbeitgeber gesetzlich dazu verpflichtet, die Kosten zu übernehmen.
Herr: Und hättest du das selbst bezahlen müssen, wenn die neue Stelle das nicht verlangt hätte?
Frau: Dann schon, ja. Aber so nicht — ich muss nur die Wiederholungsgebühr selbst tragen, falls ich beim ersten Versuch nicht bestehe.
Herr: Na dann, viel Erfolg beim ersten Anlauf!
Gespräch 2
Frau: Habt ihr schon mitbekommen, dass wir ab dem nächsten Jahr alle eine offizielle IT-Zertifizierung benötigen, um die neuen Betriebssysteme eigenständig administrieren zu dürfen?
Herr 1: Das kann ich mir kaum vorstellen. Ich arbeite seit Jahren mit diesen Programmen — ganz ohne irgendein Zertifikat.
Herr 2: Ich auch. Ich habe mir das meiste selbst beigebracht, durch Ausprobieren und Online-Videos. Das hat doch bisher auch gut funktioniert.
Frau: Offenbar reicht das aber nicht mehr. Laut der neuen Betriebsvereinbarung darf man bestimmte Eingriffe ins System künftig nur noch mit einem offiziell anerkannten Nachweis vornehmen.
Herr 1: Vielleicht können wir das intern regeln. Unser Kollege Markus kennt sich doch hervorragend aus — der könnte uns das doch einfach beibringen.
Frau: Aber das wäre keine offizielle Qualifikation. Ein anerkanntes Zertifikat kann Markus uns nun mal nicht ausstellen.
Herr 2: Da hat sie absolut recht. Ohne den offiziellen Nachweis dürfen wir die entsprechenden Aufgaben schlicht nicht mehr selbstständig erledigen. Das ist jetzt eben so geregelt, daran führt kein Weg vorbei.
Gespräch 3
Frau: Hallo Jonas, hast du kurz einen Moment? Ich stecke gerade total fest.
Herr: Natürlich, was ist das Problem?
Frau: Ich soll heute noch eine Präsentation für einen wichtigen Kunden fertigstellen, aber ich komme mit dem neuen Grafikprogramm überhaupt nicht zurecht. Es reagiert völlig anders als das alte.
Herr: Das kenne ich gut aus meiner Anfangszeit damit. Am besten übernehme ich das komplett für dich — dann schaffst du es noch rechtzeitig.
Frau: Eigentlich möchte ich das lieber selbst lernen. Sonst sitze ich nächste Woche wieder vor demselben Problem. Ich habe übrigens gelesen, dass die Firma unter bestimmten Voraussetzungen auch Kosten für externe Kurse übernimmt.
Herr: Das stimmt, aber für heute hilft dir das leider nicht mehr weiter. Komm, ich setze mich neben dich und erkläre dir alles Schritt für Schritt — du machst es selbst, ich führe dich nur durch.
Frau: Das wäre wirklich ideal. Vielen Dank, Jonas!
Gespräch 4
Frau 1: Habt ihr die interne Mitteilung gelesen? Ab nächstem Quartal bietet die Firma Computerkurse für alle Mitarbeiter an! Habt ihr euch schon für ein Niveau entschieden?
Herr: Computerkurse? Das brauche ich wirklich nicht. Ich bin seit über dreißig Jahren in diesem Betrieb und habe immer alles problemlos auf Papier geregelt. In meinem Alter fange ich damit bestimmt nicht mehr an.
Frau 2: Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie gut meine Computerkenntnisse wirklich sind. Ich hoffe, es gibt verschiedene Niveaustufen, damit man nicht mit kompletten Anfängern zusammen sitzt. Machen die vielleicht auch einen Einstufungstest?
Herr: Noch ein Test obendrauf? Das wird ja immer schlimmer. Ich habe jahrzehntelang meinen Job gemacht, ohne je an einem Bildschirm gesessen zu haben. Warum soll das jetzt auf einmal so entscheidend sein?
Frau 1: Klaus, genau deswegen — weil unsere gesamte Kundenverwaltung auf das neue digitale System umgestellt wird. Da kommt bald niemand mehr ohne solide Grundkenntnisse aus.
Frau 2: Petra hat völlig recht. Fast alle unsere Arbeitsprozesse laufen mittlerweile digital ab. Ich finde es gut, dass die Firma uns aktiv dabei unterstützt, statt uns einfach damit alleine zu lassen.
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