Überstunden und Rufbereitschaft
Sie hören vier Gespräche. Welcher der Sätze a–f passt am besten zu welchem Gespräch? Markieren Sie Ihre Lösungen für die Aufgaben. Lesen Sie jetzt die Sätze a–f. Dazu haben Sie eine Minute Zeit.
44% (180 von 411 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)
Gespräch 1
Frau 1: Habt ihr gehört? Ab nächsten Monat soll es wegen der neuen Großbestellung öfter Überstunden geben.
Herr: Das habe ich auch gehört. Solange man uns das ein, zwei Tage vorher sagt, kann ich damit umgehen. Dann kann ich meinen Alltag danach einrichten.
Frau 2: Mir wäre das überhaupt nicht recht. Ich habe Kinder – ich muss wissen, wann ich nach Hause komme.
Herr: Das ist doch kein Problem, wenn wir rechtzeitig Bescheid bekommen. Dann kann jeder entsprechend planen.
Frau 1: Hoffentlich passiert das nicht immer kurzfristig. Ein Anruf um drei, dass man bis acht Uhr bleiben soll – das geht gar nicht.
Herr: Genau. Das Entscheidende ist, dass wir früh genug informiert werden. Dann finde ich es absolut machbar.
Frau 2: Das sollten wir auf jeden Fall mit der Teamleiterin besprechen.
Gespräch 2
Kollegin: Hallo David, wie geht es? Du siehst müde aus.
David: Ich bin ehrlich gesagt ziemlich erschöpft. Die letzten drei Wochen habe ich ständig länger gemacht. Abends konnte ich kaum noch abschalten.
Kollegin: Warum hast du das so lange mitgemacht? Du hättest doch Nein sagen können.
David: Im Prinzip schon. Aber wir waren mitten in einem wichtigen Projekt, und ich wollte das Team nicht im Stich lassen. Ich dachte, es ist ja nur vorübergehend.
Kollegin: Das kenne ich. Man denkt immer, es ist nur diese eine Woche – und dann ist es auch die nächste.
David: Genau. Das nächste Mal setze ich von Anfang an klare Grenzen. So kann ich auf Dauer nicht arbeiten.
Gespräch 3
Frau: Sag mal Stefan, warum hast du gestern Abend meinen Anruf nicht angenommen?
Stefan: Gestern? Ich hatte um halb sechs Feierabend und war schon auf dem Weg nach Hause. Was war denn so dringend?
Frau: Wir haben noch auf die Auswertung gewartet. Ich wollte kurz nachfragen, ob du sie noch fertigmachst.
Stefan: Das hätte bis heute Morgen Zeit gehabt. Ich habe doch immer Bescheid gegeben, dass ich pünktlich gehe.
Frau: Ja, aber der Abteilungsleiter hat noch auf das Ergebnis gewartet...
Stefan: Das kann ich verstehen. Aber nach der Arbeitszeit bin ich privat. Ich mache keine Ausnahmen, weil ich weiß, dass es dann immer öfter passiert. Morgen früh bin ich wieder voll da.
Gespräch 4
Frau 1: Kommt ihr? Das Meeting fängt gleich an.
Herr: Ja, gleich. Worum geht es eigentlich?
Frau 2: Ich habe gehört, es geht um Rufbereitschaft nach der Arbeitszeit. Jemand aus der anderen Abteilung hat es mir erzählt.
Frau 1: Ja, stimmt. Ich denke, manche Firmenkunden schicken abends Anfragen und brauchen schnell eine Rückmeldung. Ohne Rufbereitschaft lässt sich das nicht lösen.
Frau 2: Aber warum können die nicht bis zum nächsten Morgen warten? Wir sind doch kein Notfalldienst.
Frau 1: Bei manchen Geschäftskunden ist das eben so. Die haben selbst Liefertermine und brauchen unsere Bestätigung rechtzeitig.
Herr: Naja, wenn es wirklich nur selten vorkommt und ordentlich vergütet wird, würde ich mitmachen. Dauerhaft wäre das aber nichts für mich.
Frau 2: Hören wir erst mal, was die Chefin vorschlägt.
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