Einführung Jobticket

Lesen Sie das Protokoll und die Aufgaben. Welche Antwort (a, b oder c) passt am besten?

40% (2 von 5 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)

Protokoll 12.03.20XX, 09:00–10:30 Uhr
Sitzungsraum: 204 | Ort: Bahnhofstraße 18, 44137 Dortmund
Anwesende: Vera Klemm (VK, Geschäftsleitung), Rolf Baum (RB, Leiter Marketing), Philipp Strack (PS, Leiter Produktion), Elena Vogt (EV, Leiterin Vertrieb), Gregor Hahn (GH, Leiter IT), Felix Ott (FO, Leiter Personal), Katja Mende (KM, Leiterin Controlling)
Sitzungsleitung: Vera Klemm | Protokollant: Felix Ott
Tagesordnungspunkte:

  • Begrüßung und Genehmigung der Tagesordnungspunkte
  • Marketingstrategie
  • Berichte
  • Anpassung der Überstundenregelung
  • Einführung Jobticket
  • Sonstiges


TOP 1 Begrüßung und Genehmigung der Tagesordnungspunkte
VK begrüßt alle Abteilungsleitungen zur heutigen Sitzung, die daraufhin pünktlich beginnt. Anschließend bittet sie um die Genehmigung der Tagesordnungspunkte. Per Handzeichen wird die Tagesordnung ohne Ergänzungen und Änderungen einstimmig genehmigt. Als nächster Besprechungstermin wird der 14.07. nach der Sommerpause einstimmig vereinbart.

TOP 2 Marketingstrategie
Nach dem im letzten Halbjahr von KM und EV festgestellten Nachfragerückgang wurden bereits auf der letzten Sitzung neue Absatzstrategien verabschiedet. Die Geschäftsleitung hat hierfür ein Budget von 420.000 Euro bereitgestellt. RB berichtet, dass im Vorfeld neue Zielgruppen analysiert wurden — insbesondere die Gruppe der Berufseinsteiger und Studierenden im Alter von 18 bis 27 Jahren. Im Vergleich dazu lag der Fokus bisher auf Kundinnen und Kunden zwischen 35 und 55 Jahren.
Zunächst wurde eine Agentur für digitale Werbung beauftragt, um gezielt neue Endverbraucher anzusprechen. Erste Ergebnisse liegen bereits vor und zeigen, dass die Reichweite in der neuen Zielgruppe um 42% gestiegen ist. Infolgedessen konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15% gesteigert werden. VK zeigt sich mit dieser Entwicklung zufrieden und erwartet eine weitere positive Tendenz. Für das kommende Quartal ist geplant, Erfahrungsberichte zufriedener Kundinnen und Kunden in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen. RB betont, dass in diesem Bereich regelmäßig neue Maßnahmen umgesetzt werden und er in den kommenden Sitzungen kontinuierlich neue Konzepte vorstellen wird.

TOP 3 Berichte
FO berichtet, dass Mitarbeitende in der Produktion seit der Installation neuer Fertigungsanlagen verstärkt über erhebliche Lärmbelastung klagen. Es bestehe dringender Handlungsbedarf, da andernfalls eine behördliche Überprüfung drohen könnte. PS wird Kontakt mit dem Hersteller der Anlagen aufnehmen, um eine schnelle Lösung zu erarbeiten. Bis dahin sollen alle betroffenen Mitarbeitenden Gehörschutz tragen.

TOP 4 Anpassung der Überstundenregelung
VK stellt einen Vorschlag der Geschäftsleitung zur Anpassung der bestehenden Überstundenregelung vor. Aufgrund eines schwankenden Auftragseingangs kommt es zunehmend vor, dass Mitarbeitenden Mehrarbeit abverlangt wird. Die bisherige Regelung, wonach bis zu acht Überstunden pro Monat finanziell vergütet werden und darüber hinausgehende Stunden als Freizeitausgleich gewährt werden, bleibt unverändert bestehen. Neu hinzukommt, dass ab dem nächsten Jahr für jeweils 80 geleistete Überstunden im Jahr ein zusätzlicher freier Tag gewährt wird. FO wird diesen Vorschlag in der nächsten Betriebsratssitzung zur Prüfung und Genehmigung vorlegen.

TOP 5 Einführung Jobticket
Da die Parkplatzsituation am Firmenstandort in den vergangenen Monaten zunehmend problematisch war, hat das Unternehmen Gespräche mit dem regionalen Nahverkehrsanbieter aufgenommen, um die Einführung von vergünstigten Jobtickets für die Belegschaft zu ermöglichen. Viele Mitarbeitende hatten diesen Wunsch bereits geäußert. FO teilt mit, dass die Verhandlungen kurz vor dem Abschluss stehen. Wer Interesse an dem preisgünstigen Ticket hat, kann sich per E-Mail oder persönlich in der Personalabteilung anmelden. Die Abteilungsleitungen werden gebeten, ihre Teams entsprechend zu informieren.

TOP 6 Sonstiges
Das Unternehmen und das Sportzentrum „AktivPlus", das sich in unmittelbarer Nähe des Firmengeländes befindet, haben gemeinsam ein Sonderangebot für die Belegschaft entwickelt. Mit Nachweis der Betriebszugehörigkeit kann ein Vertrag zu besonders vorteilhaften Konditionen abgeschlossen werden. FO schlägt vor, dort zu einem späteren Zeitpunkt einen Sportaktionstag für die einzelnen Abteilungen veranstalten zu können. VK begrüßt diesen Vorschlag.

Die Besprechung

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Die richtige Antwort ist a, weil im Text ausdrücklich steht, dass die Sitzung „pünktlich beginnt“. Das ist eine direkte und eindeutige Aussage zur aktuellen Besprechung. Genau diese Formulierung entspricht der Antwort a.

Die Antwort b ist eine Umkehrungsfalle. Im Text wird der „14.07.“ als „nächster Besprechungstermin“ genannt. Das ist also der Termin der nächsten Sitzung, nicht eine Verlegung der heutigen Besprechung. Der Distraktor vermischt zwei verschiedene Dinge: nächste Sitzung und Verschiebung der aktuellen Sitzung.

Die Antwort c ist ebenfalls eine Umkehrungsfalle. Im Protokoll steht ausdrücklich: „Die Tagesordnung ohne Ergänzungen und Änderungen einstimmig genehmigt.“ Das Schlüsselwort ist hier „ohne“. Die Antwort behauptet aber genau das Gegenteil, nämlich dass zusätzliche Punkte ergänzt werden. Wer das kleine Negationssignal übersieht, fällt leicht in diese Falle.

beginnt zum vereinbarten Zeitpunkt. soll auf den 14.07. verlegt werden. wird durch zusätzliche Punkte ergänzt.

 

Die Umsatzsteigerung

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Die richtige Antwort ist c, weil im Text steht: „VK zeigt sich mit dieser Entwicklung zufrieden und erwartet eine weitere positive Tendenz.“ Inhaltlich bedeutet das: Die Umsatzsteigerung soll sich in den kommenden Monaten fortsetzen. Hier muss man also den Sinn erfassen und die Formulierung im Text richtig paraphrasieren.

Die Antwort a ist eine Zahlenverwechslungsfalle. Die „420.000 Euro“ beziehen sich nicht auf die Umsatzsteigerung, sondern auf das von der Geschäftsleitung bereitgestellte Budget für die Marketingstrategie. Die Zahl ist echt, aber ihre Bedeutung ist eine andere. Genau solche großen Zahlen lenken oft ab.

Die Antwort b ist ebenfalls eine Zahlenverwechslungsfalle. Die „42%“ beschreiben den Anstieg der Reichweite in der neuen Zielgruppe, nicht die Umsatzsteigerung. Der tatsächliche Umsatzanstieg liegt laut Text bei „15%“. In diesem Abschnitt stehen mehrere Zahlen nah beieinander, und genau das macht die Falle besonders tückisch.

beträgt 420.000 Euro. liegt bei 42%. soll sich in den kommenden Monaten weiter fortsetzen.

 

Die Überstundenregelung

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Die richtige Antwort ist b, weil die bisherige Überstundenregelung laut Text zwar bestehen bleibt, aber zusätzlich etwas Neues eingeführt wird. Entscheidend sind die beiden Signalphrasen „bleibt unverändert bestehen“ und „Neu hinzukommt“. Daraus folgt klar: Die Regelung wird nicht ersetzt, sondern um eine neue Komponente erweitert.

Die Antwort a ist eine Teilwahrheit. Es stimmt zwar, dass die bisherige Regelung bestehen bleibt. Aber das Wort „in jeder Hinsicht genauso“ macht die Aussage falsch, denn der Text sagt ausdrücklich, dass zusätzlich ab dem nächsten Jahr ein weiterer freier Tag für jeweils 80 geleistete Überstunden gewährt wird. Ein einziges Wort wie „genauso“ kann also eine fast richtige Antwort falsch machen.

Die Antwort c ist eine Detailfalle. Die Zahl „80“ taucht tatsächlich im Text auf, aber sie ist nur der Schwellenwert für den zusätzlichen freien Tag. Sie ist nicht die Grenze, ab der die gesamte Überstundenregelung gilt. Der Distraktor nimmt also ein korrektes Detail und gibt ihm die falsche Funktion.

bleibt in jeder Hinsicht genauso wie bisher. wird um eine neue Komponente erweitert. gilt ab 80 geleisteten Überstunden.

 

Das Jobticket

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Die richtige Antwort ist c, weil das Jobticket laut Text als Reaktion auf die problematische Parkplatzsituation eingeführt werden soll. Ziel ist also, die tägliche Anfahrt zur Arbeit praktischer und angenehmer zu machen. Außerdem heißt es, dass viele Mitarbeitende diesen Wunsch bereits geäußert hatten. Die Logik ist klar: Parkplatzprobleme + Wunsch nach Alternative = Erleichterung des Arbeitswegs.

Die Antwort a ist eine Umkehrungsfalle. Im Text steht ausdrücklich „preisgünstigen Ticket“. Das bedeutet: Das Ticket ist finanziell attraktiv, nicht unattraktiv. Der Distraktor ersetzt also das positive Signal „günstig“ durch sein Gegenteil.

Die Antwort b ist eine Ortsverwechslungsfalle. Die Gespräche mit dem Nahverkehrsanbieter führt das Unternehmen, aber die Mitarbeitenden sollen sich „per E-Mail oder persönlich in der Personalabteilung anmelden“. Das ist entscheidend. Der Anbieter ist Verhandlungspartner der Firma, nicht direkte Anmeldestelle für die Belegschaft.

ist für die Mitarbeitenden finanziell wenig attraktiv. können die Mitarbeitenden direkt beim Nahverkehrsanbieter beantragen. soll die tägliche Anfahrt zur Arbeit angenehmer gestalten.

 

Sportliche Aktivitäten

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Die richtige Antwort ist c, weil im Text steht, dass das Unternehmen und das Sportzentrum „gemeinsam ein Sonderangebot für die Belegschaft entwickelt“ haben. Das bedeutet eindeutig: Sportliche Aktivitäten werden durch eine Kooperation der Firma gefördert. Die zentrale Schlüsselphrase ist hier „gemeinsam ... entwickelt“.

Die Antwort a ist eine Ortsverwechslungsfalle. Das Sportzentrum befindet sich laut Text „in unmittelbarer Nähe des Firmengeländes“. Das heißt: Es ist in der Nähe, aber nicht im Unternehmen selbst. Der Distraktor macht aus räumlicher Nähe eine Lage im Firmengebäude, und genau das ist falsch.

Die Antwort b ist eine Vorwegnahmefalle. FO „schlägt vor“, dort „zu einem späteren Zeitpunkt“ einen Sportaktionstag veranstalten zu können. Das ist also nur eine Idee für die Zukunft, keine bereits beschlossene Maßnahme. Die Antwort tut aber so, als sei die Organisation schon fest geplant. Gerade Formulierungen wie „schlägt vor“ oder Konjunktiv-Signale zeigen oft: Es gibt noch keine endgültige Entscheidung.

finden bereits im Unternehmen selbst statt. sollen demnächst in den Abteilungen organisiert werden. werden durch eine Kooperation der Firma gefördert.

 


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