Trennung von Privat- und Berufsleben

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Sie hören vier Gespräche. Welcher der Sätze a–f passt am besten zu welchem Gespräch? Markieren Sie Ihre Lösungen für die Aufgaben. Lesen Sie jetzt die Sätze a–f. Dazu haben Sie eine Minute Zeit.

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Gespräch 1:
Frau Hagedorn: Habt ihr schon gehört? Ab nächstem Monat soll jede Abteilung mit Dienst-Smartphones ausgestattet werden – angeblich um die Kommunikation unterwegs zu verbessern.

Herr Albrecht: Wirklich? Das wäre längst überfällig. Ich bin jede Woche mindestens zwei Tage bei Kundenterminen, und bisher muss ich dafür ständig mein privates Handy nutzen – sowohl für Anrufe als auch für Navi und Kalender. Das ist auf Dauer nicht nur unpraktisch, sondern auch datenschutztechnisch ein Risiko.

Frau Seidel: Klingt erstmal gut. Aber was bedeutet das konkret für die Erreichbarkeit? Wenn man ein Firmengerät hat, besteht doch schnell die Erwartung, dass man auch abends oder am Wochenende antwortet. Und genau das möchte ich eigentlich vermeiden.

Herr Albrecht: Das ist ein valider Punkt. Aber das ließe sich ja klar regeln. In vielen Unternehmen gibt es mittlerweile Leitlinien zur digitalen Erreichbarkeit – gerade nach den Diskussionen um „Work-Life-Balance“ und psychische Gesundheit. Ich würde meins außerhalb der Arbeitszeiten einfach ausschalten oder lautlos stellen.

Frau Hagedorn: Naja, die Praxis sieht oft anders aus. Ich kenne Fälle, in denen der Chef trotzdem am Sonntagabend noch eine Rückmeldung will – „nur ganz kurz“. Deshalb hoffe ich, dass wir eine verbindliche Vereinbarung treffen. Sonst wird aus dem praktischen Tool schnell eine zusätzliche Belastung.

Herr Albrecht: Vielleicht sollten wir das im Teammeeting offen ansprechen. Ich finde die Idee mit dem Dienstgerät grundsätzlich sinnvoll, solange klar definiert ist, was erwartet wird. Schließlich ist es auch eine Frage der Unternehmenskultur, wie mit so etwas umgegangen wird.

Frau Seidel: Genau. Vielleicht hat der Chef das gar nicht so zu Ende gedacht. Ich schlage vor, wir bitten um eine kurze Gesprächsrunde, bevor das Ganze eingeführt wird. Dann können alle ihre Sichtweise einbringen.

Gespräch 2:
Lina: Hey Joris, willkommen zurück! Du warst doch zwei Wochen in Südtirol, oder? Wie war’s?

Joris: Hallo Lina! Ja, landschaftlich traumhaft, aber ehrlich gesagt konnte ich nicht richtig abschalten. Ich habe fast jeden Tag Mails vom Büro bekommen. Das hat mir die Erholung ziemlich vermiest.

Lina: Oh nein… aber warum liest du überhaupt berufliche E-Mails im Urlaub? Ich mache das ganz bewusst nicht – sonst komme ich gar nicht raus aus dem Arbeitsmodus.

Joris: Normalerweise halte ich das auch so. Aber dieses Mal waren wir mitten in einer Software-Implementierung bei einem Großkunden in Hamburg. Ich hatte mein Diensthandy zur Sicherheit mitgenommen, falls etwas Dringendes auftaucht. Dass aber so viele Standard-Mails weiter durchkommen, damit habe ich nicht gerechnet.

Lina: Das ist ja gerade das Problem mit der ständigen Erreichbarkeit. Es gibt doch seit 2023 in einigen Unternehmen sogar interne Regelungen, dass keine dienstlichen Nachrichten mehr nach Feierabend oder im Urlaub verschickt werden dürfen. Hat euer Team da nichts vereinbart?

Joris: Doch, theoretisch schon. Aber in der Praxis ignorieren das viele. Manche denken, eine kurze Mail sei ja nicht schlimm – aber es summiert sich. Ich habe jedenfalls gemerkt: Wenn man sich nicht aktiv schützt, passiert nichts. Beim nächsten Mal bleibt das Handy definitiv im Büro.

Lina: Klingt nach einer guten Entscheidung. Ich finde, Urlaub sollte wirklich ein geschützter Raum sein – gerade in Zeiten, in denen Burnout-Zahlen in Deutschland wieder steigen. Vielleicht solltet ihr das im Team mal thematisieren. Ein gemeinsames Commitment kann helfen, dass alle besser abschalten können.

Joris: Ja, stimmt. Ich werde das bei unserer nächsten Retrospektive vorschlagen. Danke für den Denkanstoß!

Gespräch 3:
Clara: Du Leon, hast du eigentlich gestern Abend meine Nachricht noch gesehen?

Leon: Nachricht? Nein, ich war den ganzen Abend offline. Worum ging’s denn?

Clara: Ich wollte dich wegen der Angebotsunterlagen für den Neukunden „Trendbau Nord“ kurz sprechen. Ich wollte die finale Version gestern noch rausschicken, weil der Kunde ja schon auf Rückmeldung wartet.

Leon: Hm, okay. Aber du weißt ja, dass ich abends mein Diensthandy konsequent ausschalte. Ich war gestern ganz normal von halb acht bis siebzehn Uhr im Büro – da hättest du mich jederzeit direkt ansprechen können.

Clara: Ja, das stimmt. Ich bin aber gestern kaum aus dem Back-to-Back-Meetings rausgekommen. Ich kam erst gegen 19 Uhr überhaupt dazu, die Unterlagen durchzugehen. Und weil es bei dem Kunden um ein mögliches Jahresbudget geht, wollte ich das nicht aufschieben.

Leon: Klar, das ist nachvollziehbar. Aber du weißt ja: Wir haben bei MediaKern seit Anfang 2024 die Regelung, dass außerhalb der Kernarbeitszeit keine dienstlichen Nachrichten beantwortet werden müssen. Das ist Teil unseres internen Programms „Balance jetzt“. Ich versuche, mich da wirklich konsequent dran zu halten – auch der Gesundheit wegen.

Clara: Ich finde das grundsätzlich auch richtig, aber in Ausnahmefällen, wie bei strategisch wichtigen Kunden, sollte es möglich sein, flexibel zu reagieren – zumindest innerhalb des Projektteams.

Leon: Da hast du nicht ganz Unrecht. Vielleicht wäre es sinnvoll, dass wir bei solchen Fällen vorher eine interne Absprache treffen, wie wir mit zeitkritischen Themen umgehen. Dann können wir individuelle Lösungen finden, ohne dass es zu Missverständnissen kommt.

Clara: Guter Punkt. Aber jetzt lass uns das Angebot gemeinsam fertigstellen – der Kunde hat bereits zwei Erinnerungsmails geschickt.

Leon: Alles klar. Ich öffne das Dokument sofort. Gibst du mir bitte gleich deine Anmerkungen?

Gespräch 4:
Mara: Kommt ihr mit? In zehn Minuten startet das Meeting mit Herrn Reuter – es soll ja heute um die neue Wochenendregelung gehen.

Jonas: Klar, ich wollte gerade auch los. Habt ihr schon etwas Genaueres gehört?

Selin: Nur Gerüchte. Es geht wohl darum, dass künftig jemand aus jedem Bereich am Wochenende erreichbar sein soll – zumindest telefonisch. Ich frage mich ehrlich gesagt, wie realistisch das ist.

Mara: Ich vermute, es läuft auf einen rotierenden Bereitschaftsdienst hinaus. Also jede Woche jemand anderes. Das Modell kennen wir doch schon von einigen unserer Partnerfirmen – bei Kabelnetz 24 in Köln wurde das letztes Jahr eingeführt, um Kundenbindung zu stärken.

Jonas: Hm. Ich verstehe, dass man im Kundenservice schnell reagieren will. Aber wir sind unter der Woche bereits von 8 bis 18 Uhr durchgängig verfügbar. Irgendwann ist auch mal Feierabend. Permanente Erreichbarkeit ist ja auch rechtlich umstritten.

Selin: Genau. Laut dem neuen Leitfaden zur Arbeitszeiterfassung darf Bereitschaft außerhalb der Kernarbeitszeit nur freiwillig erfolgen – das wurde Anfang 2024 im Rahmen des BAG-Urteils neu geregelt. Ich hoffe, das wird im Gespräch berücksichtigt.

Mara: Ich denke, es soll ja gerade keine physische Anwesenheit sein, sondern eher ein „Soft Standby“. Also im Notfall mal kurz aufs Diensthandy schauen, wenn ein Kunde Probleme meldet – zum Beispiel bei Störungen in der Anwendung.

Jonas: Wenn es nur um kritische Fälle geht, okay. Aber ich hoffe, es wird klar geregelt, wie oft und wie schnell man reagieren muss. Sonst bekommen wir am Ende Push-Nachrichten für jede Kleinigkeit.

Selin: Eben. Ich finde Kundenorientierung wichtig, aber unsere Grenzen müssen ebenfalls geschützt sein. Vielleicht können wir ja Vorschläge mitbringen – z. B. definierte Zeitfenster oder die Option, den Dienst zu tauschen.

Mara: Klingt gut. Lass uns einfach offen reingehen und sehen, wie konkret das Konzept ist.

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Gespräch 1

a) Diensthandys sollten nur während der Arbeitszeit verwendet werden.

Begründung: Die Teammitglieder diskutieren die Einführung von Dienst-Smartphones. Frau Seidel und Frau Hagedorn äußern Sorgen über die ständige Erreichbarkeit. Herr Albrecht schlägt klare Regeln vor, um berufliche und private Zeit zu trennen. Damit soll das Gerät nur innerhalb der Arbeitszeit aktiv genutzt werden.

Schlüsselwörter: „Erreichbarkeit“, „außerhalb der Arbeitszeiten ausschalten“, „verbindliche Vereinbarung“, „zusätzliche Belastung“

b) Für manche ist Kundenservice am Wochenende selbstverständlich.

Es wird zwar über Erreichbarkeit gesprochen, aber das Wochenende ist kein zentrales Thema in diesem Gespräch. Es geht um Diensthandys im Allgemeinen – nicht speziell um Wochenendarbeit.

f) Wochenenddienste werden immer beliebter.

Das Gespräch thematisiert keine Zunahme von Wochenenddiensten. Stattdessen wird diskutiert, wie die Erreichbarkeit technisch geregelt und begrenzt werden kann.

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Gespräch 2

d) In der Freizeit und im Urlaub sollte man abschalten.

Begründung: Joris berichtet, dass er im Urlaub keine Erholung hatte, weil er ständig dienstliche E-Mails bekam. Lina kritisiert das und betont, dass Urlaub ein „geschützter Raum“ sein sollte. Beide sprechen sich für klare Trennung von Beruf und Freizeit aus.

Schlüsselwörter: „nicht richtig abschalten“, „dienstliche E-Mails im Urlaub“, „Urlaub sollte ein geschützter Raum sein“, „Burnout-Zahlen steigen“, „Handy im Büro lassen“

c) Im Urlaub hat man Ruhe zum Arbeiten.

Diese Aussage ist ironisch und steht im Widerspruch zur Kernaussage des Gesprächs. Es geht nicht um produktives Arbeiten im Urlaub, sondern um das Problem permanenter Erreichbarkeit.

f) Wochenenddienste werden immer beliebter.

Im Gespräch wird das Wochenende nicht erwähnt. Es geht ausschließlich um den Urlaub und die dortige Belastung durch berufliche Kommunikation.

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Gespräch 3

e) Man sollte das Privatleben der Kollegen respektieren.

Begründung: Leon reagiert nicht auf eine Nachricht von Clara, weil er sein Diensthandy abends konsequent ausschaltet. Er verweist auf eine neue Firmenregelung und betont, dass seine Freizeit geschützt bleiben soll – auch bei dringenden Themen.

Schlüsselwörter: „abends mein Diensthandy konsequent ausschalte“, „keine dienstlichen Nachrichten außerhalb der Kernarbeitszeit“, „Balance jetzt“, „Gesundheit“

b) Für manche ist Kundenservice am Wochenende selbstverständlich.

Das Wochenende ist hier kein Thema. Es geht um Abendstunden unter der Woche und wie mit Erreichbarkeit umgegangen wird.

d) In der Freizeit und im Urlaub sollte man abschalten.

Zwar geht es um die Freizeit, aber nicht um Urlaub. Die Aussage passt daher nicht exakt zum Thema dieses Gesprächs.

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Gespräch 4

b) Für manche ist Kundenservice am Wochenende selbstverständlich.

Begründung: Im Gespräch wird über ein geplantes Wochenendmodell gesprochen. Mara erwähnt, dass es bei Kabelnetz 24 bereits eingeführt wurde. Auch wenn Jonas und Selin kritisch sind, wird deutlich, dass solche Modelle existieren – und für manche Firmen zur Kundenbindung gehören.

Schlüsselwörter: „rotierender Bereitschaftsdienst“, „bei Kabelnetz 24 eingeführt“, „um Kundenbindung zu stärken“, „Soft Standby“, „kritische Fälle“

f) Wochenenddienste werden immer beliebter.

Obwohl ein Beispiel erwähnt wird, sagt niemand, dass diese Dienste generell „immer beliebter“ werden. Im Gegenteil – alle Gesprächsteilnehmer äußern Bedenken und fordern klare Regeln.

c) Im Urlaub hat man Ruhe zum Arbeiten.

Der Urlaub wird in diesem Gespräch gar nicht erwähnt. Es geht um geplante Erreichbarkeit an Wochenenden – nicht um Arbeit im Urlaub.

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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