Wer hilft bei den Hausaufgaben

Erledigt: 1 / 1
Wiederholen Weiter

Sie hören Aussagen zu einem Thema. Welcher der Sätze a–f passt zu den Aussagen? Lesen Sie jetzt die Sätze a–f. Dazu haben Sie eine Minute Zeit. Danach hören Sie die Aussagen.

13% (43 von 330 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)

0:00 / 0:00
0:00 / 0:00

Wer übernimmt in Familien heute welche Aufgaben? In vielen Haushalten stellt sich die Frage: Wer bringt die Kinder morgens zur Schule, wer hilft bei den Hausaufgaben – und wie bleibt überhaupt noch Zeit für gemeinsame Aktivitäten? Wir haben in verschiedenen Stadtteilen von Freiburg nachgefragt, wie Eltern ihren Alltag organisieren.

Aussage 1
Ich lebe mit meiner Tochter allein in einer kleinen Wohnung in Freiburg-Zähringen. Morgens bringe ich sie in die Grundschule, danach gehe ich selbst zur Arbeit in Teilzeit. Nachmittags mache ich mit ihr die Hausaufgaben – und oft auch noch Wäsche oder Einkäufe. Es ist wirklich anstrengend, weil ich keine Großeltern in der Nähe habe, und für eine Tagesmutter fehlt mir das Geld. Trotzdem versuche ich, am Wochenende Zeit nur für sie zu haben – wir gehen zum Beispiel ins Schwimmbad oder basteln zusammen. Ich finde, Kinder brauchen diese Zeit, auch wenn der Alltag oft hektisch ist.

Aussage 2
Mein Mann meint immer noch, dass Haushalt Frauensache ist. Ich arbeite halbtags im Büro, kümmere mich aber zusätzlich um das Mittagessen, die Hausaufgaben unserer beiden Jungs und bringe sie dreimal die Woche zum Fußballtraining. Wenn ich ihn bitte, mal etwas zu übernehmen, heißt es nur: „Ich bin doch der Hauptverdiener.“ Letztens hat er beim Einkaufen die Hälfte vergessen, weil er die Liste nicht gelesen hat. Ich finde das schade – vor allem für die Kinder. Sie sollen sehen, dass auch Männer Verantwortung zu Hause übernehmen.

Aussage 3
Ich bin zurzeit nicht berufstätig, weil unser Sohn gerade in die Kita gekommen ist und unsere kleine Tochter noch zu Hause ist. Mein Mann arbeitet in Vollzeit als IT-Berater und ist oft erst abends zu Hause. Also übernehme ich alles: Kochen, Putzen, Termine, Kinderbetreuung. Das war so nicht geplant, aber es funktioniert für den Moment. Ich wünsche mir aber, dass wir das in ein, zwei Jahren ändern. Wenn beide Kinder älter sind, möchte ich auch wieder in meinen Beruf als Zahnarzthelferin einsteigen – vorausgesetzt, wir finden dann eine gute Betreuungsmöglichkeit.

0 / 3 richtige Optionen

1

Aussage 1

„Zeit mit den Kindern ist besonders wichtig“
Begründung:
Die Mutter beschreibt ihren Alltag als anstrengend und voll – aber sie betont ausdrücklich, wie wichtig ihr gemeinsame Zeit mit ihrer Tochter ist. Trotz Stress geht sie am Wochenende mit ihr ins Schwimmbad oder bastelt. Ihr zentrales Anliegen ist: Qualitätszeit mit dem Kind trotz Belastung ermöglichen.

❌ Warum b) falsch ist:
Zwar macht die Mutter tatsächlich alles allein – aber sie beklagt das nicht als Hauptproblem. Ihr Fokus liegt nicht auf der Überlastung, sondern auf der bewussten Entscheidung, gemeinsame Zeit mit dem Kind zu schaffen.

Schlüsselwörter:
„Trotzdem versuche ich, am Wochenende Zeit nur für sie zu haben“
„Ich finde, Kinder brauchen diese Zeit“
→ zeigt: Die emotionale Hauptaussage ist Priorität für die Beziehung.

2

Aussage 2

„Beide Eltern sollten mithelfen“
Begründung:
Die Sprecherin kritisiert, dass ihr Mann sich zu wenig im Haushalt engagiert. Sie sagt klar: „Ich finde das schade – vor allem für die Kinder. Sie sollen sehen, dass auch Männer Verantwortung übernehmen.“ Ihre Meinung ist also eine Forderung nach mehr Gleichberechtigung im Alltag.

❌ Warum b) falsch ist:
Auch wenn sie vieles alleine macht, geht es in ihrer Aussage nicht nur um die Beschreibung der Situation – sondern um ihre klare Haltung dazu. Die Aussage b) ist zu neutral, während d) ihre Forderung trifft.

Schlüsselwörter:
„Er sagt immer: Das ist nicht seine Aufgabe“
„Ich finde das schade… auch Männer sollten…“
→ zeigt: Zentrale Meinung ist Gleichverteilung, nicht Beschreibung.

3

Aussage 3

„Wenn die Kinder größer sind, kann man wieder arbeiten“
Begründung:
Die Sprecherin ist aktuell zu Hause, weil zwei kleine Kinder Betreuung brauchen. Sie erklärt aber klar: Sobald die Kinder älter sind, will sie wieder arbeiten. Ihr Wunsch nach beruflicher Rückkehr ist das zentrale Thema.

❌ Warum a) oder b) falsch sind:
Die Sprecherin beschreibt zwar, dass sie „alles“ macht – aber das ist nur die aktuelle Situation, nicht ihre Meinung. Ihr Fokus liegt auf der Zukunft und der Hoffnung auf Veränderung – nicht auf einer dauerhaften Rolle als Hausfrau.

Schlüsselwörter:
„Ich wünsche mir, dass wir das in ein, zwei Jahren ändern“
„Ich möchte wieder in meinen Beruf einsteigen“
→ zeigt: Ihr Ziel ist, wieder berufstätig zu sein.

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Anmelden