Ist es sinnvoll, Tiere zu verschenken

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Sie hören Aussagen zu einem Thema. Welcher der Sätze a–f passt zu den Aussagen? Lesen Sie jetzt die Sätze a–f. Dazu haben Sie eine Minute Zeit. Danach hören Sie die Aussagen.

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Ob zu Weihnachten, zum Geburtstag oder einfach als Überraschung: Immer wieder bekommen Kinder in Deutschland ein Tier geschenkt – ein süßes Kaninchen, ein Hundewelpe oder eine Katze. Doch solche Geschenke führen nicht selten zu Problemen: Viele Tiere landen nach kurzer Zeit im Tierheim, weil sich niemand wirklich kümmern will oder kann.
Wir wollten wissen: Ist es sinnvoll, Tiere zu verschenken – oder sollte man lieber darauf verzichten? Drei Personen erzählen, wie sie darüber denken – auch mit Blick auf aktuelle Entwicklungen in Deutschland.

Aussage 1
Ich arbeite ehrenamtlich in einem Tierheim in Nordrhein-Westfalen. Nach Weihnachten ist bei uns jedes Jahr das Gleiche: Die Zahl der abgegebenen Tiere steigt deutlich – besonders bei Kaninchen, Meerschweinchen und Hundewelpen. Man merkt einfach, dass viele Menschen überhaupt nicht nachdenken, bevor sie ein Lebewesen verschenken.
Ein Tier ist kein Spielzeug, das man zurückgibt, wenn’s langweilig wird. Viele unterschätzen die Verantwortung: Futter, Tierarzt, Zeit, Erziehung. Ich finde, man sollte Tiere niemals spontan verschenken. Wer wirklich ein Haustier möchte, soll selbst ins Tierheim kommen und das gut überlegen.

Aussage 2
Ich sehe das etwas entspannter. Meine Nichte hat letztes Jahr zu ihrem 10. Geburtstag ein Kaninchen bekommen – das war vorher natürlich mit den Eltern abgesprochen. Sie hat sich total gefreut, und kümmert sich wirklich gut darum. Klar, Kinder brauchen dabei Unterstützung, aber ich finde, wenn die Familie gemeinsam dahintersteht, kann das gut funktionieren.
Man muss nur ehrlich sein: Wer keine Zeit oder kein Interesse hat, sollte es bleiben lassen. Aber Tiere grundsätzlich nicht zu verschenken, finde ich auch übertrieben. Man kann das nicht pauschal sagen.

Aussage 3
Ich arbeite in einer Tierarztpraxis in München und sehe fast jede Woche Tiere, die völlig überfordert wirken – oder deren Halter überfordert sind. Gerade nach Feiertagen gibt es häufig Termine wegen Vernachlässigung, falscher Haltung oder weil das Tier krank geworden ist, weil man sich nicht auskannte.
Ich finde es verantwortungslos, ein Tier als Geschenk zu überreichen – besonders an Kinder. Wenn man sich nicht vorher genau informiert und vorbereitet, leidet am Ende das Tier. Tiere sind keine Überraschung, sondern eine langfristige Entscheidung – und kein Teil eines Geschenkkorbs.

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Aussage 1

✅ „Tiere sind keine Geschenke – wer eines will, soll gut überlegen und selbst ins Tierheim kommen.“
Begründung:
Die Person arbeitet im Tierheim und sagt deutlich: „Ein Tier ist kein Spielzeug… Viele unterschätzen die Verantwortung… Wer wirklich ein Haustier möchte, soll selbst ins Tierheim kommen.“ → Die Aussage f gibt diesen Standpunkt präzise wieder und ist deshalb richtig.

❌ Warum a) falsch ist:
Diese Aussage klingt fast wie Zynismus: „Wer eines will, muss nicht lange überlegen…“ Im Text wird aber das Gegenteil gesagt: Man soll gut überlegen und Tiere nicht spontan verschenken.

❌ Warum b) falsch ist:
Zwar geht es in Aussage b) um Familienabsprache – das passt aber nicht zur Sprecherin. Sie kritisiert jede Form von Tiergeschenken, auch wenn sie geplant sind. Deshalb ist b) hier logisch unpassend.

Schlüsselwörter:
„Tiere sind kein Spielzeug“
„nicht nachdenken, bevor sie ein Lebewesen verschenken“
„selbst ins Tierheim kommen“
→ zeigt: Nur f trifft den Sinn der Aussage genau.

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Aussage 2

✅ „Tiere zu verschenken ist okay, wenn es gut abgesprochen ist und die Familie dahintersteht.“
Begründung:
Die Person erzählt von ihrer Nichte, die ein Kaninchen bekam – aber nur nach Absprache mit den Eltern. Sie sagt: „Wenn die Familie gemeinsam dahintersteht, kann das gut funktionieren.“ → Genau das steht in Antwort b – also ist sie korrekt.

❌ Warum d) falsch ist:
Hier wird behauptet, dass Tiergeschenke selten okay seien, selbst wenn es abgesprochen ist. Das widerspricht dem Text, denn dort wird ein positives Beispiel beschrieben.

❌ Warum c) falsch ist:
Die Aussage klingt romantisch („wer sie verschenkt, zeigt Herz“), aber der Sprecher betont eher verantwortungsvolle Planung – nicht emotionale Überraschung. Diese Aussage ist also stilistisch irreführend.

Schlüsselwörter:
„mit den Eltern abgesprochen“
„kann gut funktionieren“
„nicht pauschal sagen“
→ zeigt: Nur b passt inhaltlich exakt.

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Aussage 3

✅ „Tiere sind keine Überraschung – wer sie verschenkt, ohne sich auszukennen, handelt verantwortungslos.“
Begründung:
Die Tierärztin erzählt: „Gerade nach Feiertagen… falsche Haltung… Tier krank geworden, weil man sich nicht auskannte.“ Und: „Tiere sind keine Überraschung… Wer sich nicht vorher informiert, dem Tier geht’s schlecht.“ → Antwort e bringt diese Haltung klar zum Ausdruck.

❌ Warum c) falsch ist:
Diese Aussage („wer sie verschenkt, zeigt Herz“) steht im Widerspruch zum Text: Die Sprecherin warnt ausdrücklich davor, Tiere zu verschenken – Emotion reicht nicht aus.

❌ Warum d) falsch ist:
Auch wenn sie besonders vor Geschenken an Kinder warnt, sagt sie nicht, dass es selbst bei Absprache immer schlecht ist. Die Aussage d) ist also zu pauschal formuliert.

Schlüsselwörter:
„nicht auskannte“
„verantwortungslos… als Geschenk zu überreichen“
„Tiere sind keine Überraschung“
→ zeigt: Nur e gibt den zentralen Gedanken korrekt wieder.

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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