Konflikt zwischen Mitarbeitenden

Situation:
In Ihrer Firma haben sich drei Mitarbeitende gestritten.  Dieser Konflikt hat die Atmosphäre im Team negativ beeinflusst, und die Zusammenarbeit leidet darunter.

Aufgabe:
Überlegen Sie zusammen mit Ihrer Gesprächspartnerin oder Ihrem Gesprächspartner, wie Sie die Situation entschärfen und das Arbeitsklima verbessern können.

Diese Stichpunkte helfen Ihnen:

  1. Konflikt: Was unternehmen?
  2. Mitarbeitende: Wie reagieren? Welche Unterstützung bieten?
  3. Team: Welche Maßnahmen zur Verbesserung der Zusammenarbeit?
  4. Langfristig: Welche Regeln oder Strukturen einführen?
  5. …?
speedometer 4:00 Min
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TN1: „Hast du gehört, dass sich drei Mitarbeitende in unserer Firma gestritten haben? Der Konflikt belastet die gesamte Teamatmosphäre, und die Zusammenarbeit leidet bereits darunter."
TN2: „Ja, das habe ich auch bemerkt. Die Stimmung im Team ist spürbar schlechter geworden, und das wirkt sich negativ auf die Arbeitsleistung aller aus. Wir sollten schnell handeln, bevor sich der Konflikt weiter ausbreitet. Weißt du, worum es bei dem Streit genau geht?"
TN1: „Ja, soweit ich informiert bin, geht es um unterschiedliche Meinungen zur Aufgabenverteilung im Team. Jeder der drei fühlt sich ungerecht behandelt und glaubt, mehr zu arbeiten als die anderen. Das ist ein klassischer Konflikt, der in vielen Teams vorkommt. Sollten wir zunächst mit den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einzeln sprechen?"
TN2: „Da stimme ich dir vollkommen zu. Einzelgespräche sind der beste erste Schritt, denn in einer Gruppe sprechen die Betroffenen oft nicht offen über ihre eigentlichen Probleme. So können wir die Perspektive jedes Einzelnen besser verstehen. Sollten diese Gespräche von der Teamleitung oder von einer neutralen Person geführt werden?"
TN1: „Ich denke, eine neutrale Person wäre besser geeignet. Die Teamleitung ist oft selbst Teil der Dynamik und wird von den Betroffenen möglicherweise nicht als vollständig unparteiisch wahrgenommen. Eine externe Mediatorin oder ein externer Mediator könnte objektiver vermitteln. Wäre es sinnvoll, nach den Einzelgesprächen ein gemeinsames Gespräch mit allen drei Beteiligten zu führen?"
TN2: „Da bin ich anderer Meinung. Ein gemeinsames Gespräch ist nur dann sinnvoll, wenn alle Beteiligten dazu bereit sind und die Einzelgespräche bereits zu einer gewissen Entspannung geführt haben. Sonst besteht die Gefahr, dass der Konflikt in dem Gespräch erneut eskaliert. Kannst du das genauer erklären, wie eine professionelle Mediation in solchen Fällen abläuft?"
TN1: „Ja, gerne. Bei einer professionellen Mediation führt eine neutrale Person strukturierte Gespräche mit allen Beteiligten. Ziel ist es, die Interessen aller Seiten zu verstehen und gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten, mit der alle einverstanden sind. Das Ergebnis wird oft schriftlich als Vereinbarung festgehalten. Sollten wir den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch professionelle Unterstützung anbieten, zum Beispiel durch ein Coaching?"
TN2: „Ja, das halte ich für sehr sinnvoll. Ein Coaching könnte den Betroffenen helfen, ihre eigene Kommunikation und ihr Konfliktverhalten besser zu verstehen. Das wäre nicht nur für den aktuellen Konflikt hilfreich, sondern auch langfristig für ihre berufliche Entwicklung. Was können wir als Team insgesamt tun, um die Zusammenarbeit zu verbessern?"
TN1: „Das ist eine sehr wichtige Frage. Wir könnten zum Beispiel regelmäßige Teammeetings einführen, in denen Aufgaben und Verantwortlichkeiten transparent besprochen werden. So entsteht gar nicht erst das Gefühl, dass jemand ungerecht behandelt wird. Gemeinsame Teamaktivitäten außerhalb des Arbeitsalltags könnten das Zusammengehörigkeitsgefühl zusätzlich stärken. Sollten wir auch klare Regeln für den Umgang miteinander im Team festlegen?"
TN2: „Da stimme ich dir vollkommen zu. Klare Kommunikationsregeln und ein gemeinsam erarbeiteter Verhaltenskodex würden helfen, Missverständnisse von vornherein zu vermeiden. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten diese Regeln gemeinsam entwickeln, damit sie sich damit identifizieren können. Wäre es sinnvoll, langfristig auch regelmäßige Feedbackgespräche zwischen Teamleitung und Mitarbeitenden einzuführen?"
TN1: „Ja, auf jeden Fall. Regelmäßige Feedbackgespräche geben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit, Probleme frühzeitig anzusprechen, bevor sie eskalieren. Das ist eine der wirksamsten Maßnahmen zur langfristigen Konfliktprävention. Sollten wir außerdem Schulungen zum Thema Kommunikation und Konfliktlösung für das gesamte Team anbieten?"
TN2: „Ja, das wäre eine sehr wertvolle Investition. Solche Schulungen helfen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, konstruktiver miteinander umzugehen und Konflikte eigenständig zu lösen. Ein Team, das gut kommuniziert, arbeitet effektiver und ist zufriedener. Ich glaube, wir haben jetzt alle wichtigen Punkte besprochen. Sollen wir kurz zusammenfassen?"
TN1: „Ja, gerne. Fassen wir kurz zusammen: Als Sofortmaßnahmen führen wir Einzelgespräche mit den drei betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch, am besten mit einer neutralen Mediatorin oder einem neutralen Mediator. Bei Bedarf organisieren wir anschließend ein gemeinsames Gespräch sowie ein individuelles Coaching für die Beteiligten."
TN2: „Genau. Für das gesamte Team führen wir regelmäßige Teammeetings mit transparenter Aufgabenverteilung ein und erarbeiten gemeinsam einen Verhaltenskodex für die Zusammenarbeit. Gemeinsame Teamaktivitäten sollen das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken."
TN1: „Langfristig etablieren wir regelmäßige Feedbackgespräche zwischen Teamleitung und Mitarbeitenden und bieten Schulungen zu Kommunikation und Konfliktlösung für alle an. So schaffen wir eine Arbeitskultur, in der Konflikte frühzeitig erkannt und konstruktiv gelöst werden. Ich denke, damit sind wir uns einig."
TN2: „Ja, wir sind uns einig. Dann fangen wir jetzt sofort damit an."

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