Schulmaterialien nicht rechtzeitig geliefert

Situation:
Sie arbeiten in einem Supermarkt, und ein Lieferant hat die bestellten Schulmaterialien nicht rechtzeitig geliefert.  Nun beschweren sich die Kunden, dass die Artikel nicht verfügbar sind.

Aufgabe:
Überlegen Sie zusammen mit Ihrer Gesprächspartnerin oder Ihrem Gesprächspartner, wie Sie in dieser Situation angemessen reagieren.

Diese Stichpunkte helfen Ihnen:

  1. Kunden: Wie informieren? Was anbieten?
  2. Kurzfristig: Was können wir sofort tun, um die fehlenden Artikel zu beschaffen?
  3. Lieferanten: Wie kontaktieren? Was fordern?
  4. Langfristig: Vertrag mit Lieferant beenden? Neuer Lieferant?
  5. …?
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TN1: „Hast du gehört, dass unser Lieferant die bestellten Schulmaterialien nicht rechtzeitig geliefert hat? Die Kundinnen und Kunden beschweren sich bereits, weil die Artikel im Regal fehlen."
TN2: „Nein, das wusste ich noch nicht. Das ist wirklich eine unangenehme Situation, besonders weil gerade Schulanfang ist und viele Familien dringend auf diese Materialien angewiesen sind. Wir müssen schnell handeln, bevor noch mehr Kundinnen und Kunden enttäuscht werden. Weißt du, welche Artikel genau fehlen?"
TN1: „Ja, es fehlen vor allem Hefte, Stifte und Schulranzen-Zubehör, also genau die Artikel, die zu Schulbeginn am meisten nachgefragt werden. Das ist natürlich besonders ärgerlich, weil wir diese Produkte extra für die Saison bestellt haben. Sollten wir die Kundinnen und Kunden sofort aktiv über die fehlenden Artikel informieren?"
TN2: „Da stimme ich dir vollkommen zu. Wir sollten gut sichtbare Hinweisschilder an den betroffenen Regalen aufstellen und uns bei den Kundinnen und Kunden für die Unannehmlichkeiten entschuldigen. Eine ehrliche Kommunikation ist in solchen Situationen viel besser als Schweigen. Kannst du das genauer erklären, was wir den Kundinnen und Kunden konkret anbieten könnten?"
TN1: „Ja, gerne. Wir könnten Gutscheine ausgeben, damit die Kundinnen und Kunden die Artikel zu einem späteren Zeitpunkt noch zum Aktionspreis kaufen können. Außerdem könnten wir prüfen, ob wir einzelne Artikel aus anderen Filialen kurzfristig umlagern können. Haben wir Kontakt zu unseren Nachbarfilialen, die möglicherweise noch Restbestände haben?"
TN2: „Ja, ich glaube, die Filiale in der Innenstadt hatte letzte Woche noch größere Bestände. Wir sollten dort sofort anfragen und eine schnelle Umlagerung organisieren. Das wäre die einfachste und schnellste Lösung für unsere Kundinnen und Kunden. Sollten wir gleichzeitig auch direkt beim Lieferanten nachfragen, wann die Lieferung endlich eintrifft?"
TN1: „Ja, auf jeden Fall. Wir sollten den Lieferanten sofort telefonisch kontaktieren und eine klare Erklärung für die Verzögerung fordern. Außerdem sollten wir auf einem verbindlichen Nachlieferungstermin bestehen. Weißt du, ob in unserem Vertrag mit dem Lieferanten eine Klausel für solche Verzögerungen vorgesehen ist?"
TN2: „Ja, soweit ich weiß, gibt es im Vertrag eine Regelung für Lieferverzögerungen. Wenn der Lieferant seinen Pflichten nicht nachkommt, haben wir möglicherweise Anspruch auf eine Entschädigung oder zumindest auf eine Preisminderung. Das sollten wir unbedingt prüfen lassen. Sollten wir die Verzögerung außerdem schriftlich dokumentieren?"
TN1: „Da stimme ich dir vollkommen zu. Eine schriftliche Dokumentation ist sehr wichtig, sowohl für eventuelle Vertragsverhandlungen als auch für interne Berichte. Wir sollten alle relevanten Daten festhalten, also wann bestellt wurde, wann geliefert werden sollte und welche Artikel fehlen. Kannst du das genauer erklären, wie wir bei einer möglichen Entschädigungsforderung vorgehen sollten?"
TN2: „Ja, gerne. Zunächst sollten wir dem Lieferanten eine formelle schriftliche Mahnung schicken, in der wir die entstandenen Schäden und die Forderung nach Entschädigung klar benennen. Falls der Lieferant nicht reagiert, könnten wir rechtliche Schritte prüfen. Sollten wir in diesem Zusammenhang auch unsere Geschäftsleitung informieren?"
TN1: „Ja, das ist unbedingt notwendig. Die Geschäftsleitung sollte über solche Vorfälle informiert sein, damit sie bei Bedarf auf einer höheren Ebene eingreifen kann. Außerdem kann sie entscheiden, ob wir langfristig die Zusammenarbeit mit diesem Lieferanten fortsetzen wollen. Wäre es sinnvoll, den Vertrag mit dem Lieferanten zu beenden und einen neuen Partner zu suchen?"
TN2: „Da bin ich anderer Meinung. Ich würde nicht sofort den Vertrag kündigen, sondern zunächst das Gespräch suchen und dem Lieferanten die Möglichkeit geben, die Situation zu erklären und zu verbessern. Ein Lieferantenwechsel ist immer mit Aufwand und Risiken verbunden. Wie würden wir überhaupt einen neuen zuverlässigen Lieferanten finden?"
TN1: „Das ist ein guter Punkt. Wir könnten Angebote von mehreren Anbietern einholen und diese sorgfältig vergleichen. Dabei sollten wir nicht nur auf den Preis achten, sondern vor allem auf Zuverlässigkeit und Liefergarantien. Wäre es außerdem sinnvoll, künftig immer einen zweiten Lieferanten als Backup zu haben?"
TN2: „Ja, das halte ich für sehr wichtig. Wenn wir bei wichtigen Saisonartikeln immer zwei Lieferanten haben, sind wir bei Ausfällen viel besser abgesichert. So können wir in Zukunft Engpässe wie diesen vermeiden. Sollten wir außerdem unsere Bestellprozesse überprüfen und Bestellungen für Saisonsartikel grundsätzlich früher aufgeben?"
TN1: „Ja, auf jeden Fall. Wenn wir Saisonartikel wie Schulmaterialien früher bestellen, haben wir mehr Puffer bei Verzögerungen. Eine klare interne Checkliste für saisonale Bestellungen wäre dabei sehr hilfreich. Ich glaube, wir haben jetzt alle wichtigen Punkte besprochen. Sollen wir kurz zusammenfassen?"
TN2: „Ja, gerne. Fassen wir kurz zusammen: Als Sofortmaßnahmen stellen wir Hinweisschilder an den betroffenen Regalen auf, geben Gutscheine an betroffene Kundinnen und Kunden aus und fragen bei Nachbarfilialen nach Restbeständen für eine schnelle Umlagerung."
TN1: „Genau. Wir kontaktieren den Lieferanten sofort telefonisch, fordern eine Erklärung und einen verbindlichen Nachlieferungstermin. Den gesamten Vorfall dokumentieren wir schriftlich und prüfen unsere vertraglichen Ansprüche auf Entschädigung. Die Geschäftsleitung wird ebenfalls informiert."
TN2: „Langfristig überprüfen wir den Vertrag mit dem Lieferanten und führen strengere Klauseln für Lieferverzögerungen ein. Für wichtige Saisonartikel suchen wir einen zweiten Lieferanten als Backup und passen unsere Bestellprozesse an, damit Bestellungen künftig früher aufgegeben werden. Ich denke, damit sind wir uns einig."
TN1: „Ja, wir sind uns einig. Dann fangen wir jetzt sofort damit an."

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