Entwicklung neuer Marketingstrategien

Lesen Sie das Protokoll und die Aufgaben. Welche Antwort (a, b oder c) passt am besten?

39% (196 von 501 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)

Protokoll 23.09.20XX, 09:00–12:30 Uhr
Abteilung 2, Besprechungszimmer 5
Teilnehmende: Florian Wentz (FW, Teamleiter), Katrin Böhler (KB, Vertriebsabteilung), Dennis Hauck (DH, Vertriebsabteilung), Silvia Preuß (SP, Betriebsratsmitglied)
Entschuldigt: Oliver Mansfeld (OM, Arbeitssicherheit)
Protokollantin: Tanja Kremer (TK)
Sitzungsleitung: Andrea Sievert (AS)
Tagesordnungspunkte:

  • Begrüßung und Genehmigung des letzten Protokolls
  • Neue Digitalisierungsmaßnahmen
  • Arbeitssicherheit
  • Anpassung der Kernarbeitszeiten
  • Standorte der neuen Schließfächer
  • Sonstiges


TOP 1 Begrüßung und Genehmigung des letzten Protokolls
AS begrüßt alle Teilnehmenden und eröffnet die heutige Sitzung. Das Protokoll der letzten Besprechung vom 28.08.20XX wird ohne weitere Änderungen und Ergänzungen einstimmig per Handzeichen genehmigt. Auf Antrag von SP, die wegen eines anderen Termins die Sitzung früher verlassen muss, wird die Reihenfolge der Tagesordnung angepasst und die TOPs 4 und 5 werden vorgezogen.

TOP 2 Neue Digitalisierungsmaßnahmen
KB und DH berichten, dass klassische Werbewege wie Printkataloge und Messeauftritte zu kostenintensiv sind. Stattdessen soll die digitale Präsenz des Unternehmens gezielt ausgebaut werden. Neben der Überarbeitung der Firmenwebsite ist geplant, zusätzlich zu den stationären Verkaufspunkten einen digitalen Bestellkanal einzurichten. Für alle diese Maßnahmen steht insgesamt ein Budget von 80.000 € zur Verfügung. KB wird beauftragt, eine auf Digitalisierung spezialisierte Agentur zu recherchieren und ein Angebot einzuholen. DH soll Kontakte zu erfahrenen Webdesignern und SEO-Fachleuten herstellen und Kostenvoranschläge anfragen.
Die Ergebnisse beider Recherchen werden bei der nächsten Besprechung am 04.11.20XX vorgestellt. Das weitere Vorgehen wird festgelegt, sobald alle Informationen vorliegen.

TOP 3 Arbeitssicherheit
Zu den in der letzten Besprechung besprochenen Maßnahmen hat OM vorab allen Sitzungsteilnehmenden erste Ergebnisse des Arbeitskreises „Sichere Arbeitsumgebung" in Form eines Berichtsentwurfs zugeschickt. Da OM heute aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Sitzung teilnehmen kann, wurde gemeinsam entschieden, die inhaltliche Diskussion bis zur nächsten Besprechung am 04.11.20XX zu verschieben. Die Umsetzung der geplanten Maßnahmen verschiebt sich damit auf das nächste Quartal.

TOP 4 Anpassung der Kernarbeitszeiten
Aufgrund mehrfacher Rückmeldungen aus verschiedenen Abteilungen regt SP an, die Kernarbeitszeiten flexibler zu gestalten. Sie schlägt vor, die tägliche Kernarbeitszeit auf 5 Stunden festzulegen und ein erweitertes Gleitzeifenster einzurichten, damit betriebliche Abläufe besser berücksichtigt werden können. Dieser Vorschlag wird einstimmig angenommen. SP wird beauftragt, eine entsprechende Information an die Belegschaft zu verfassen.

TOP 5 Standorte der neuen Schließfächer
SP teilt mit, dass auf Wunsch der Mitarbeitenden zwei zusätzliche Schließfacheinheiten im Gebäude installiert werden. Nach Prüfung mehrerer Optionen wurden zwei Standorte ausgewählt: Die erste Einheit wird neben Eingang A, die zweite neben Eingang C aufgestellt. Damit steht den Mitarbeitenden an den meistgenutzten Zugängen des Gebäudes jeweils eine Abstellmöglichkeit zur Verfügung.
Der Lageplan wird entsprechend aktualisiert. SP verfasst eine Mitteilung, die intern verteilt und am Schwarzen Brett des Betriebsrats ausgehängt wird.

TOP 6 Sonstiges
Der Assistent der Geschäftsleitung, Herr Nolte, tritt seinen Elternurlaub an und wird bis zu seiner Rückkehr durch Frau Engel im Büro von Frau Sommer vertreten. Frau Engel übernimmt außerdem die Organisation einer kleinen Abschiedsfeier für den 14.10.20XX und kümmert sich im Namen der Kolleginnen und Kollegen um ein Abschiedsgeschenk für Herrn Nolte und seine Familie.

Für die neuen Digitalisierungsmaßnahmen

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Die richtige Antwort ist b, weil im Text ganz klar steht: „Für alle diese Maßnahmen steht insgesamt ein Budget von 80.000 € zur Verfügung.“ Das ist eine direkte, wörtliche Information aus dem Protokoll. Die Schlüsselwörter sind hier „insgesamt“, „Budget“ und „80.000 €“. Genau diese Kombination zeigt eindeutig, dass Antwort b richtig ist.

Die Antwort a ist eine Hinzufügungsfalle. Im Text steht, dass KB eine spezialisierte Agentur recherchieren soll und DH Kontakte zu Webdesignern und SEO-Fachleuten herstellen soll. Es geht also um externe Unterstützung und Angebote, nicht um die Einstellung neuer Mitarbeiter. Die Antwort fügt eine Information hinzu, die im Text gar nicht vorkommt. Das ist typisch für Protokollaufgaben: Ein plausibler Gedanke wird als Tatsache formuliert, obwohl er nirgends steht.

Die Antwort c ist eine Zeitfalle. Im Text heißt es, KB soll ein Angebot „einholen“ und DH soll Kostenvoranschläge „anfragen“. Diese Schritte sind also noch geplant und noch nicht abgeschlossen. Die Antwort behauptet aber, dass bereits Angebote eingeholt wurden. Hier muss man sehr genau auf die Zeitform und auf Verben wie „soll“, „wird beauftragt“ oder Infinitive wie „einholen“ achten. Sie zeigen oft: etwas ist noch nicht passiert, sondern steht erst bevor.

werden erfahrene IT-Spezialisten als neue Mitarbeiter gesucht. steht ein Gesamtbudget von 80.000 € zur Verfügung. wurden bereits Angebote bei Agenturen eingeholt.

 

Herr Mansfeld

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Die richtige Antwort ist a, weil im Text ausdrücklich steht: „OM [hat] vorab allen Sitzungsteilnehmenden erste Ergebnisse des Arbeitskreises ‚Sichere Arbeitsumgebung‘ in Form eines Berichtsentwurfs zugeschickt.“ Das ist inhaltlich genau dasselbe wie Antwort a. Die entscheidenden Signalwörter sind „vorab“, „allen Sitzungsteilnehmenden“ und „Berichtsentwurf zugeschickt“.

Die Antwort b ist eine Wortfalle mit verfälschtem Inhalt. Im Text steht als Grund für OMs Abwesenheit „aus gesundheitlichen Gründen“. Die Antwort ersetzt diese Ursache durch „wegen eines Diensttermins“. Das ist keine Kleinigkeit, sondern eine klare Bedeutungsänderung. Solche falschen Begründungen sind typische Fallen: Die Person stimmt, aber der Grund ist ausgetauscht.

Die Antwort c ist eine Umkehrungsfalle. Im Text steht gerade nicht, dass Herr Mansfeld seine Ergebnisse in der heutigen Sitzung vorstellt. Im Gegenteil: Die inhaltliche Diskussion wird „bis zur nächsten Besprechung ... verschoben“. Das Signalwort „verschieben“ ist hier entscheidend. Wer nur „erste Ergebnisse“ sieht und zu schnell liest, übersieht leicht, dass die Präsentation heute eben nicht stattfindet.

hat vorab einen Berichtsentwurf an alle Teilnehmenden geschickt. ist wegen eines Diensttermins verhindert. stellt seine Ergebnisse in der heutigen Sitzung vor.

 

Die neue Kernarbeitszeit

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Die richtige Antwort ist a, weil im Text ausdrücklich steht, dass vorgeschlagen wird, „die tägliche Kernarbeitszeit auf 5 Stunden festzulegen“. Genau das bedeutet: Die neue Kernarbeitszeit beträgt täglich 5 Stunden. Hier ist es wichtig, die Funktion der Zahl richtig zu verstehen. Die Zahl 5 beschreibt die Dauer der Kernarbeitszeit.

Die Antwort b ist eine Zahlenverwechslungsfalle. Die Zahl 5 taucht tatsächlich im Text auf, aber nicht als Verlängerung um 5 Stunden. Es geht nicht darum, dass etwas länger gemacht wird, sondern darum, wie lang die Kernarbeitszeit insgesamt sein soll. Die Antwort nimmt also die richtige Zahl, gibt ihr aber eine falsche Bedeutung.

Die Antwort c funktioniert nach demselben Trick. Auch hier wird die Zahl 5 aus dem Text übernommen, aber inhaltlich falsch als Verschiebung interpretiert. Im Protokoll steht nichts davon, dass die Kernarbeitszeit um 5 Stunden verschoben wird. Gerade wenn in allen Antwortmöglichkeiten dieselbe Zahl vorkommt, darf man nicht nur nach der Zahl suchen, sondern muss genau prüfen: Wofür steht diese Zahl im Text?

beträgt täglich 5 Stunden. wird um 5 Stunden verlängert. wird um 5 Stunden verschoben.

 

Der Standort der neuen Schließfächer

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Die richtige Antwort ist a, weil im Text steht: „SP verfasst eine Mitteilung, die intern verteilt und am Schwarzen Brett des Betriebsrats ausgehängt wird.“ Das bedeutet klar, dass der Standort der neuen Schließfächer am Schwarzen Brett bekanntgegeben wird. Die Aussage in Antwort a fasst diese Information korrekt zusammen.

Die Antwort b ist eine Personenverwechslungsfalle. Im Text wird nicht gesagt, dass der Standort dem Betriebsrat mitgeteilt wird. Vielmehr wird die Information am Schwarzen Brett des Betriebsrats ausgehängt, also für die Mitarbeitenden sichtbar gemacht. Das ist ein wichtiger Unterschied. SP ist selbst Betriebsratsmitglied, und gerade deshalb wirkt die falsche Antwort besonders glaubwürdig.

Die Antwort c ist eine Detailfalle. Im Text werden zwei konkrete Orte genannt: „neben Eingang A“ und „neben Eingang C“. Daraus macht die Antwort fälschlich einen einzigen Ort „zwischen Eingang A und C“. Das steht aber nirgends im Text. Typisch ist hier, dass zwei richtige Einzelinformationen zu einer neuen, aber falschen Aussage verschmolzen werden.

wird am Schwarzen Brett bekanntgegeben. wird dem Betriebsrat mitgeteilt. befindet sich zwischen Eingang A und C.

 

Herr Nolte

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Die richtige Antwort ist c, weil im Text eindeutig steht, dass Herr Nolte in seiner Abwesenheit ersetzt wird: „Herr Nolte tritt seinen Elternurlaub an und wird bis zu seiner Rückkehr durch Frau Engel ... vertreten.“ Die Schlüsselformulierung ist hier „bis zu seiner Rückkehr“. Sie zeigt klar, dass die Vertretung nur vorübergehend ist.

Die Antwort a ist eine Personenverwechslungsfalle und zusätzlich eine Umkehrungsfalle. Im Text organisiert Frau Engel ein Abschiedsgeschenk für Herrn Nolte und seine Familie. Die Antwort dreht das komplett um und tut so, als mache Herr Nolte Frau Engel ein Geschenk. Hier sind also sowohl die handelnde Person als auch der Empfänger vertauscht.

Die Antwort b ist eine Übertreibungsfalle. Herr Nolte verlässt das Unternehmen nicht endgültig, sondern geht in Elternurlaub. Der Text sagt ausdrücklich „bis zu seiner Rückkehr“. Genau dieses Detail macht klar, dass seine Abwesenheit zeitlich begrenzt ist. Die Antwort entfernt diese zeitliche Begrenzung und macht daraus ein dauerhaftes Ausscheiden. Das ist eine typische Prüfungsfalle.

macht Frau Engel ein Abschiedsgeschenk. verlässt das Unternehmen endgültig. wird während seiner Abwesenheit von Frau Engel vertreten.

 


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