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Riesenotter-Weibchen „Aramena“ im Krokodilhaus eingetroffen
(aus einer Regionalzeitung)
Die Tierpflegerin Marion Trebel ist glücklich: Spielerisch erkundet das Riesenotter-Weibchen Aramena die neue Umgebung und kommt dann immer wieder zu ihrer Ziehmutter zurück. Viele Besucher sind neugierig geworden und stellen Fragen, die Angestellte des Zoos beantworten, damit Marion Trebel sich ganz auf Aramena konzentrieren kann.
Die wurde im September des vergangenen Jahres mit ihren drei Geschwistern im Alter von gerade einmal 10 Tagen gerettet: In akuter Lebensgefahr trieben die Welpen im Kourou-Fluss in Französisch-Guyana, als ein aufmerksamer Passant sie entdeckte und in eine Auffangstation für Wildtiere brachte. Marion Trebel betreute die Tiere dort und zog sie auf. Obwohl Aramena mit nur 390 Gramm das schwächste Jungtier war, überlebte nur sie das erste Jahr.
Riesenotter werden voll ausgewachsen bis zu 20 Kilogramm schwer. Sie jagen unter Wasser und leben in größeren Gruppen. In Südamerika sind sie aus verschiedenen Gründen stark gefährdet: Wegen der Zerstörung ihres Lebensraums, der Verschmutzung von Gewässern und zu intensiver Fischerei. Der Zoo Lonestadt setzt sich besonders für den Erhalt der Riesenotter ein.
„Wir machen eine Art Tauschhandel“, erklärt Zoodirektor Jürgen Müller. „Uns wurde Aramena anvertraut, weil wir bei der Zucht von Riesenottern schon einmal erfolgreich waren. Aramena soll, wenn alles gut läuft, hier im Zoo bald Nachwuchs bekommen. Dazu wird noch in diesem Jahr ein Riesenotter-Männchen aus Prag hierherkommen. Im Gegenzug werden wir ein Riesenotterpaar, das schon länger bei uns lebt, in Argentinien freisetzen, wo die Riesenotter fast ausgestorben sind.“
Marion Trebel bleibt noch eine Woche in Lonestadt, dann kehrt sie zurück nach Französisch-Guyana. „Der erste Tag ist immer der wichtigste“, sagt sie, „und heute ist zum Glück alles gut gelaufen. Es wird mir schwerfallen, mich von Aramena zu trennen, aber ich bin mir sicher, dass sie hier gut leben kann.“

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