Erste positive Bilanz nach Eröffnung eines Konsumraums

Lesen Sie den Text und die Aufgaben. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

Einrichtung wird regelmäßig genutzt und soll die Situation im Stadtzentrum verbessern

(aus einer Schweizer Regionalzeitung)

Vor drei Monaten hat in der Stadt Kanderbühel ein Drogenkonsumraum seine Arbeit aufgenommen. Jetzt ziehen die Verantwortlichen eine erste Bilanz. Nach Angaben des Sozialamts wird das Angebot regelmäßig genutzt. Die Mitarbeiter berichten, dass viele Besucher inzwischen auch Beratungsangebote in Anspruch nehmen.

Der Konsumraum richtet sich an drogenabhängige Erwachsene. Dort können sie mitgebrachte Drogen unter hygienischen Bedingungen konsumieren. Während dieser Zeit sind medizinisch geschulte Mitarbeiter anwesend und können im Notfall sofort helfen. Außerdem erhalten die Besucher Informationen über Gesundheitsfragen und Unterstützung bei der Suche nach weiteren Hilfsangeboten.

„Unser Ziel ist nicht nur, Leben zu schützen“, erklärt Sozialdezernentin Karin Meier. „Wir möchten den Menschen auch den Weg in eine Beratung oder Therapie erleichtern.“ Nach ihren Angaben haben bereits viele Nutzerinnen und Nutzer Gespräche mit Sozialarbeitern geführt. Einige konnten an weitere Beratungsstellen vermittelt werden.

Auch für die Stadt sehen die Verantwortlichen erste Vorteile. Nach Angaben des Ordnungsamts wird in einigen Bereichen der Innenstadt seltener öffentlich konsumiert. Außerdem mussten Mitarbeiter des Bauhofs zuletzt weniger weggeworfene Spritzen und andere gefährliche Gegenstände beseitigen. Die Stadt weist jedoch darauf hin, dass diese Entwicklung noch weiter beobachtet werden müsse.

Nicht alle Bürgerinnen und Bürger unterstützen das Projekt. Einige befürchten, dass sich mehr drogenabhängige Menschen in der Umgebung des Konsumraums aufhalten könnten. Die Stadt nimmt diese Sorgen ernst und steht deshalb in regelmäßigem Kontakt mit Anwohnern und Geschäftsleuten.

„Wir wissen, dass dieses Thema unterschiedlich bewertet wird“, sagt Meier. „Deshalb wollen wir offen über unsere Erfahrungen informieren und die Entwicklung genau beobachten.“ Eine ausführliche Auswertung des Projekts ist für das kommende Jahr geplant.

In dem Artikel geht es um

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✓ Richtig ist a.

Im Text steht: Der Konsumraum richtet sich an drogenabhängige Erwachsene, schützt Leben und erleichtert den Weg in eine Beratung oder Therapie. Ein Hilfsangebot für Drogenabhängige – genau das meint Antwort a.

✗ b ist falsch: Es ist keine Maßnahme gegen den Drogenhandel. Der Raum bekämpft nicht den Handel, sondern hilft abhängigen Menschen und schützt ihre Gesundheit.

✗ c ist falsch: Es ist nicht nur eine Beratungsstelle. Beratung ist ein Teil, aber der Kern ist der Konsumraum mit medizinischer Betreuung. c ist zu eng.

💡 Falle: b bringt das Thema Drogen mit dem Handel in Verbindung, um den es hier nicht geht; c greift die Beratung heraus (nur ein Teil des Angebots). Die richtige Antwort a fasst das Ganze zusammen: ein Hilfsangebot für Drogenabhängige.

👉 Schlüsselwörter: richtet sich an drogenabhängige Erwachsene, den Weg in eine Beratung oder Therapie erleichtern.

ein Hilfsangebot für Drogenabhängige. eine Maßnahme gegen den Drogenhandel. eine neue Beratungsstelle für suchtkranke Menschen.

 

Im Konsumraum erhalten die Drogenabhängigen

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✓ Richtig ist b.

Im Text steht: Während des Konsums sind medizinisch geschulte Mitarbeiter anwesend und können im Notfall sofort helfen. Fachkundige Betreuung während des Konsums ist eine medizinische Überwachung – genau das meint Antwort b.

✗ a ist falsch: Der Raum stellt keine Drogen zur Verfügung. Die Besucher bringen ihre Drogen selbst mit (mitgebrachte Drogen). Es werden also keine Drogenmengen ausgegeben.

✗ c ist falsch: Von Anwälten oder der Polizei steht nichts im Text. Angeboten werden Gesundheitsinformationen und die Vermittlung an Hilfsangebote – keine Kontakte zu Anwälten oder Polizei.

💡 Falle: a dreht die Herkunft der Drogen um (die Besucher bringen sie selbst mit, sie werden nicht ausgegeben); c erfindet Kontakte zu Anwälten und Polizei, die der Text nicht nennt. Die richtige Antwort b umschreibt medizinisch geschulte Mitarbeiter anwesend … im Notfall sofort helfen als medizinische Überwachung beim Drogenkonsum.

👉 Schlüsselwörter: sind medizinisch geschulte Mitarbeiter anwesend und können im Notfall sofort helfen.

kleine Drogenmengen, die sicher sind. medizinische Überwachung beim Drogenkonsum. Kontakte zu Anwälten und zur Polizei.

 

Widerstand gibt es gegen den Konsumraum

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✓ Richtig ist a.

Im Text steht: Einige befürchten, dass sich mehr drogenabhängige Menschen in der Umgebung des Konsumraums aufhalten könnten. Die Angst, dass mehr Abhängige kommen, ist genau die Furcht, dass mehr Drogenabhängige angelockt werden – das meint Antwort a.

✗ b ist falsch: Die weggeworfenen Spritzen sind gerade ein Grund für das Projekt, kein Grund dagegen. Im Text steht sogar, dass zuletzt weniger Spritzen beseitigt werden mussten – das ist ein Vorteil, kein Widerstand.

✗ c ist falsch: Von Polizeieinsätzen steht nichts im Text. Häufige Einsätze der Polizei werden nirgends als Grund für den Widerstand genannt.

💡 Falle: b nimmt das echte Detail der Spritzen und macht daraus einen Grund gegen das Projekt, obwohl es im Text ein Argument dafür ist (weniger Spritzen); c erfindet Polizeieinsätze. Die richtige Antwort a umschreibt befürchten, dass sich mehr Drogenabhängige … aufhalten als mehr Drogenabhängige angelockt werden.

👉 Schlüsselwörter: Einige befürchten, dass sich mehr drogenabhängige Menschen in der Umgebung des Konsumraums aufhalten könnten.

weil man fürchtet, dass mehr Drogenabhängige angelockt werden. wegen der in der Nähe weggeworfenen Spritzen. wegen der häufigen Polizeieinsätze.

 


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