Neues Teamkonzept
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Kitaleitung Frau Bergmann: Guten Morgen zusammen. Ich weiß, dass der Dienstag für viele von euch ein voller Tag ist — ich versuche, mich kurz zu fassen, aber es gibt einiges zu berichten.
Seit dem vergangenen Herbst habe ich gemeinsam mit unserer pädagogischen Fachberaterin Frau Dr. Neumann und der Elternbeiratsvorsitzenden Frau Kluge intensiv daran gearbeitet, unser internes Betreuungskonzept neu zu denken. Heute möchte ich euch über die konkreten Ergebnisse informieren.
Fangen wir mit dem an, was sich am stärksten verändern wird: unsere Teamstruktur. Bisher haben wir in starren Gruppenkonstellationen gearbeitet — jede Erzieherin hatte eine feste Stammgruppe, echte Zusammenarbeit fand kaum statt. Das haben auch die beiden Mitarbeitendenbefragungen vom März letzten Jahres und vom September sehr klar gezeigt: Die Kolleginnen und Kollegen wünschen sich mehr Austausch und mehr Flexibilität.
Unser neues Konzept basiert auf gemischten, altersübergreifenden Teams — und wenn ich „gemischt" sage, meine ich das ausdrücklich in Bezug auf Berufserfahrung und Lebensalter. Jüngere Fachkräfte bringen Energie und frische Impulse, erfahrene Kolleginnen das fundierte Wissen und die Ruhe in schwierigen Situationen. Das ist übrigens auch der Kernbefund einer Studie des Deutschen Jugendinstituts aus dem Jahr 2022, auf die sich Frau Dr. Neumann in ihrer Empfehlung ausdrücklich bezogen hat.
Konkret bedeutet das: In jedem Team werden künftig fünf feste Betreuungspersonen tätig sein. Fünf — nicht vier, wie ursprünglich diskutiert, sondern fünf, weil wir in der Pilotphase 2023/24 festgestellt haben, dass vier Personen bei größeren Gruppen an ihre Grenzen stoßen. Dazu kommt ein flexibles System mit sogenannten Springerinnen — derzeit sind das drei Personen in unserem Haus —, die keinem festen Team zugeordnet sind, sondern je nach Bedarf dort eingesetzt werden, wo mehr Kapazität gebraucht wird: bei Krankheit, bei Ausflügen oder bei temporär größeren Gruppen. Dabei gilt ausdrücklich: Die Springerinnen werden nicht zwangsläufig in jedem Team in jeder Woche eingesetzt — das hängt vollständig vom konkreten Bedarf ab.
Frau Sommer: Diese Springerkräfte — sind die auch fest in der Wochenplanung vorgesehen, oder wirklich nur im Notfall?
Frau Bergmann: Ja, wir haben das sehr sorgfältig durchdacht. Sie sind fest im wöchentlichen Personalplan vorgesehen — also nicht nur für akute Notfälle, sondern auch für geplante Projekttage oder Elterngespräche. Was die konkrete Teamzusammenstellung betrifft: Da sind wir noch mitten im Abstimmungsprozess. Ich hatte gehofft, euch heute bereits die fertigen Listen vorlegen zu können — aber einige Kolleginnen sind diese Woche krank oder im Urlaub, sodass wir deren Rückmeldungen noch abwarten müssen. In zwei bis drei Wochen wird die endgültige Zuordnung abgeschlossen sein. Ihr werdet dann alle persönlich informiert — nicht über einen Aushang, sondern im Einzelgespräch.
Was den Personalstand angeht: Die meisten Stellen sind besetzt. Wir haben auch zwei Auszubildende im zweiten Lehrjahr — Lena und Jonas, die ihr alle kennt. Ich möchte ausdrücklich sagen: Auszubildende sind bei uns keine Lückenbüßer. Sie werden immer in enger Begleitung durch eine erfahrene Fachkraft eingesetzt — niemals als alleinige Betreuungsperson, niemals als hauptverantwortliche Kraft. Sollten nach Abschluss der Planung einzelne Positionen offen bleiben — was ich derzeit nicht erwarte —, wäre es denkbar, frühestens im März gezielte Vorstellungsgespräche zu führen. Aber das entscheiden wir erst, wenn wir wissen, ob wirklich eine Lücke besteht.
Kommen wir jetzt zu einem Punkt, der mir besonders am Herzen liegt: unsere Mitarbeitenden selbst. Wir können die beste Teamstruktur haben — wenn die Menschen darin nicht mit echtem Engagement dabei sind, nützt das nichts. Unser oberstes Ziel ist es deshalb, die Motivation und das Engagement aller Kolleginnen und Kollegen nachhaltig zu stärken — damit jede und jeder mit wirklichem Herzblut dabei ist und sich als Teil von etwas Gemeinsamem fühlt.
Konkret haben wir dazu ein Workshopprogramm geplant, das ab dem nächsten Quartal — also ab Januar — stattfindet. Die Workshops leitet eine externe Trainerin: Frau Dr. Kastner vom Institut für pädagogische Teamentwicklung in Freiburg, die bereits mit über dreißig Einrichtungen in Baden-Württemberg und Bayern zusammengearbeitet hat.
Herr Nowak: Sind diese Workshops verpflichtend?
Frau Bergmann: Ja, das haben wir ausführlich diskutiert — und wir haben uns bewusst dagegen entschieden. Die Teilnahme ist ausdrücklich freiwillig. Allerdings würden wir uns von Herzen wünschen, dass möglichst viele dabei sind — denn diese Workshops entfalten ihre volle Wirkung nur, wenn das Team als Ganzes teilnimmt.
Der erste Workshop findet am 18. Januar statt, unter dem Motto „Gemeinsam mehr erreichen". Es geht konkret und praxisnah darum, wie wir als Teams effektiver und reibungsloser zusammenarbeiten können — an realen Alltagssituationen, nicht an abstrakten Theorien. Der zweite Workshop am 15. Februar hat einen anderen Schwerpunkt: Dort beschäftigen wir uns damit, wie die spezifischen Stärken jeder einzelnen Persönlichkeit im Team sichtbar gemacht und für die gemeinsame Arbeit genutzt werden können. Frau Dr. Kastner arbeitet dabei mit einer Methode, die sie „Stärkenlandkarte" nennt.
Noch ein letzter Punkt: Im Oktober planen wir einen gemeinsamen Teamabend — ganz informell, außerhalb der Arbeitszeit. Die Idee ist, dass wir an diesem Abend gemeinsam kochen, weil das auf unkomplizierte Weise verbindet. Das ist ausdrücklich kein Workshop, keine Maßnahme — sondern ein geselliger Abend, zu dem ich euch alle herzlich einlade. Details folgen im September. Habt ihr noch dringende Fragen für heute?
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