Von Frankfurt nach Singapur

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Sie hören gleich eine Präsentation. Dazu gibt es vier Aufgaben. Welche Lösung (a, b oder c) passt jeweils am besten? Markieren Sie Ihre Lösungen für die Aufgaben. Lesen Sie jetzt die Aufgaben. Dazu haben Sie eine Minute Zeit.

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Sprecherin: Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Sie haben sicherlich bereits davon gehört, dass unser Unternehmen plant, in Singapur einen neuen Standort zu etablieren. In den letzten Jahren haben sich unsere Geschäfte mit dem asiatisch-pazifischen Raum außerordentlich positiv entwickelt. Deshalb werden wir im Frühjahr des nächsten Jahres dort eine eigene Niederlassung mit angeschlossenem Vertriebszentrum eröffnen.
Für unseren Hauptsitz hier in Frankfurt bedeutet das zunächst keine direkten Einschnitte. Unsere Zentrale bleibt selbstverständlich in Frankfurt. Von hier aus betreuen wir weiterhin unsere Kunden in Deutschland, in den westeuropäischen Ländern und den übrigen Märkten. Der Grund für die Neugründung in Singapur ist schlicht wirtschaftlicher Natur: Nach den neuen Handelsabkommen mit den ASEAN-Staaten ist es deutlich effizienter, unsere asiatischen Kunden — die inzwischen einen erheblichen Anteil unseres Umsatzes ausmachen — direkt vor Ort zu betreuen.
Bedeutet das nun, dass alle Kolleginnen und Kollegen, die momentan für unsere asiatischen Kunden zuständig sind, nach Singapur umziehen müssen? Nein, dazu ist niemand verpflichtet. Die Entscheidung liegt vollständig bei Ihnen. In erster Linie werden wir für den neuen Standort in Singapur lokales Personal einstellen, das mit dem Markt und der Kultur vor Ort vertraut ist. Wer jedoch von Frankfurt nach Singapur wechseln möchte, dem stehen wir dabei sehr gerne zur Seite.
Mit den sechs Kolleginnen und Kollegen, die derzeit als direkte Ansprechpartner für unsere asiatischen Kunden tätig sind, haben wir bereits Einzelgespräche geführt — ihr Arbeitsbereich ist ja von den geplanten Veränderungen am unmittelbarsten betroffen. Das Ergebnis: Zwei von ihnen haben sich bereits fest entschlossen, nach Singapur zu gehen. Zwei weitere denken noch darüber nach und haben sich noch nicht endgültig festgelegt. Die verbleibenden zwei haben klar signalisiert, dass sie in Frankfurt bleiben möchten. Diese beiden werden künftig unsere Kunden im nordafrikanischen und nahöstlichen Raum betreuen.

TN 1: Ich finde die Möglichkeit, nach Singapur zu gehen, durchaus reizvoll. Aber entstehen da nicht auch erhebliche zusätzliche Kosten für uns?

Sprecherin: Das ist ein völlig verständlicher Gedanke — und ich kann Sie beruhigen. Wer sich für einen Wechsel nach Singapur entscheidet, wird von uns in jeder Hinsicht unterstützt — sowohl organisatorisch als auch finanziell. Zunächst bieten wir Ihnen bereits im Vorfeld kostenlose Sprachkurse an, um Sie auf den beruflichen Alltag in einem internationalen Umfeld vorzubereiten. Darüber hinaus steht Ihnen ein erfahrener Umzugsdienstleister zur Seite, der Sie bei der Wohnungssuche begleitet und den gesamten Umzug koordiniert. Und da die Lebenshaltungskosten in Singapur spürbar höher sind als in Frankfurt, wird Ihr Gehalt selbstverständlich entsprechend angepasst.
Für Mitarbeitende mit Familie gibt es ebenfalls gute Nachrichten: Sie erhalten von uns Flugtickets, damit Sie einmal pro Quartal nach Deutschland zurückreisen können. Möchten Ihre Familienangehörigen Sie hingegen in Singapur besuchen, tragen sie die Reisekosten dafür eigenständig.

TN 2: Kann man eigentlich aus allen Abteilungen nach Singapur gehen? Ich bin im Bereich Logistik tätig und könnte mir gut vorstellen, eine Zeit lang im Ausland zu arbeiten.

Sprecherin: Grundsätzlich freuen wir uns über jeden, der unser Team in Singapur tatkräftig unterstützen möchte. Besonders willkommen sind Kolleginnen und Kollegen aus den Bereichen Vertrieb und Logistik — Ihre Kenntnisse und Erfahrungen werden dort dringend gebraucht. Aber auch Interessierte aus anderen Abteilungen sind herzlich eingeladen, sich zu melden.
Was die Dauer betrifft: Der Aufenthalt in Singapur ist zunächst auf zwei Jahre befristet. Nach Ablauf dieser Zeit wird gemeinsam besprochen, ob der Einsatz vor Ort um weitere zwei Jahre verlängert wird oder ob eine Rückkehr nach Frankfurt sinnvoller ist.

TN 1: Und was passiert, wenn man nach Frankfurt zurückkommt? Bekommt man seinen alten Arbeitsplatz wieder?

Sprecherin: Ein Arbeitsplatz bei uns ist Ihnen nach Ihrer Rückkehr in jedem Fall sicher — darüber müssen Sie sich keine Gedanken machen. Allerdings können wir nicht garantieren, dass Sie genau dieselbe Position wie zuvor übernehmen. Wir beabsichtigen nämlich, unseren Hauptsitz in Frankfurt in den kommenden Jahren strukturell weiterzuentwickeln. Ein zentrales Ziel dabei ist, die internen Entscheidungswege spürbar zu verschlanken und bürokratische Hürden abzubauen. Außerdem planen wir, einige kleinere Arbeitsteams zu leistungsstärkeren Einheiten zusammenzuführen. Das wird naturgemäß auch Auswirkungen auf einzelne Aufgabenbereiche und Stellenprofile haben — aber ich bin überzeugt, dass diese Weiterentwicklung uns als Unternehmen insgesamt stärken wird. Wir stehen vor einer wirklich spannenden Phase, und ich persönlich blicke dem sehr positiv entgegen.
Aber noch einmal kurz zum Thema Singapur: Falls Sie ernsthaftes Interesse haben, sprechen Sie bitte direkt Ihre Teamleiterin oder Ihren Teamleiter an. Wir benötigen bis Ende August eine verbindliche Rückmeldung darüber, wie viele Personen den Wechsel in Betracht ziehen, damit wir die weiteren Planungsschritte rechtzeitig einleiten können.
Für heute müssen wir leider an dieser Stelle schließen. Aber bereits nächsten Donnerstag wird es eine weitere Informationsveranstaltung geben, bei der wir tiefer in die Details einsteigen werden. Den genauen Beginn geben wir noch bekannt. Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

0 / 4 richtige Optionen

1

Am Standort Singapur

Richtig ist b) wird lokales Personal eingestellt. Die Sprecherin sagt es klar: „In erster Linie werden wir für den neuen Standort lokales Personal einstellen, das mit dem Markt und der Kultur vor Ort vertraut ist." Das Schlüsselwort ist „in erster Linie" — das zeigt die klare Priorität.

Bei a) arbeiten sechs Kolleginnen und Kollegen aus Frankfurt steckt eine doppelte Falle — Zahlenfalle und Kontextfalle. Die Zahl „sechs" kommt tatsächlich im Text vor — aber diese sechs Kolleginnen und Kollegen arbeiten derzeit in Frankfurt, nicht in Singapur. Zwei von ihnen gehen nach Singapur, zwei überlegen noch, zwei bleiben in Frankfurt. Die Zahl ist also real — aber der Ort ist falsch. Schreib dir beim Hören immer auf: Zahl + Ort + was diese Person tut — nie nur die Zahl allein!

Bei c) werden Fachkräfte aus Nordafrika eingesetzt steckt eine klassische Kontextfalle. Nordafrika wird im Text tatsächlich erwähnt — aber in einem völlig anderen Zusammenhang: „Die zwei Kollegen, die in Frankfurt bleiben, werden künftig die Kunden im nordafrikanischen und nahöstlichen Raum betreuen." Nordafrika = Aufgabe von Frankfurt — nicht Herkunft von Singapur-Personal. Wenn du ein Wort aus dem Text erkennst, frag dich immer: In welchem Zusammenhang wurde es genannt?

2

Mitarbeitende, die nach Singapur gehen,

Richtig ist a) werden bei der Wohnungssuche unterstützt. Die Sprecherin sagt es konkret: „Ein erfahrener Umzugsdienstleister begleitet Sie bei der Wohnungssuche und koordiniert den gesamten Umzug." Unterstützung bei der Wohnungssuche — klar und eindeutig.

Bei b) erhalten Flugtickets für die ganze Familie steckt eine besonders tückische Detailfalle. Flugtickets werden im Text tatsächlich erwähnt — und das klingt zunächst nach Option b). Aber hör genau auf den nächsten Satz: „Möchten Ihre Familienangehörigen Sie besuchen, tragen sie die Reisekosten eigenständig." Die Tickets gelten nur für die Mitarbeitenden selbst — nicht für die Familie. Hör immer bis zum Ende des Gedankens — die entscheidende Einschränkung kommt oft unmittelbar danach!

c) müssen Sprachkurse selbst finanzieren ist eine klare Umkehrfalle. Im Text steht wörtlich das Gegenteil: „kostenlose Sprachkurse." Kostenlos = das Unternehmen zahlt — das genaue Gegenteil von selbst finanzieren. Wenn du das Wort „kostenlos" hörst, schließt das jeden Eigenanteil aus!

3

Der Aufenthalt in Singapur

Richtig ist b) ist zunächst auf zwei Jahre begrenzt. Die Sprecherin sagt es klar: „Der Aufenthalt ist zunächst auf zwei Jahre befristet." Das Wort „zunächst" im Text entspricht genau dem Wort „zunächst" in der Antwort — eine seltene direkte Übereinstimmung.

Bei a) beträgt mindestens vier Jahre steckt die raffinierteste Falle dieses gesamten Aufgabenblocks — die Rechenfalle in Kombination mit der Modalfalle. Mathematisch klingt es überzeugend: zwei Jahre plus mögliche Verlängerung um weitere zwei Jahre = vier Jahre. 2+2=4 — das stimmt. Aber das Wort „mindestens" macht die Antwort falsch. Die Verlängerung ist nämlich keine Garantie — sie wird „gemeinsam besprochen". Man könnte auch früher zurückkehren. „Mindestens" bedeutet: es dauert auf keinen Fall weniger. Das steht so nicht im Text. Trainiere dein Ohr auf Modalwörter wie „mindestens", „höchstens", „bis zu", „vorerst" — sie verändern den Sinn einer Zahl komplett!

c) kann um ein Jahr verlängert werden ist eine klassische Zahlenfalle. Im Text steht: „um weitere zwei Jahre verlängert." Zwei Jahre — nicht ein Jahr. Ein einziger Unterschied in der Zahl macht die Antwort falsch. Schreib dir Zahlen beim Hören immer sofort auf — und prüfe sie gegen alle drei Optionen!

4

Am Standort Frankfurt

Richtig ist a) sollen die Abläufe schlanker werden. Das Wort „schlanker" fällt im Text kein einziges Mal — und genau das ist die Falle. Die Sprecherin sagt: „Ein zentrales Ziel ist, die internen Entscheidungswege spürbar zu verschlanken und bürokratische Hürden abzubauen." Entscheidungswege verschlanken + Hürden abbauen = Abläufe schlanker — anderes Wort, gleicher Sinn. Das ist die sogenannte Paraphrasefalle: Der richtige Antwort klingt nicht wie ein Zitat aus dem Text. Wer nur nach bekannten Wörtern sucht, übersieht ihn. Wer den Sinn versteht, findet ihn sofort!

b) sollen die Arbeitsteams verkleinert werden ist eine Umkehrfalle — und eine besonders subtile. Im Text heißt es: „Einige kleinere Arbeitsteams zu leistungsstärkeren Einheiten zusammenführen." Klein wird zu groß — das ist genau das Gegenteil. Das Schlüsselwort ist „zusammenführen": Teams wachsen zusammen, sie schrumpfen nicht. Wenn du dieses Wort hörst, weißt du sofort: die Teams werden größer!

c) soll alles beim Alten bleiben ist eine Umkehrfalle — diesmal eine besonders klare. Die Sprecherin beschreibt konkret mehrere geplante Veränderungen: Entscheidungswege vereinfachen, Teams zusammenführen, Stellenprofile anpassen. „Alles bleibt gleich" ist das genaue Gegenteil von allem, was gesagt wurde. Wenn du mehrere Änderungen hörst, kannst du diese Option sofort ausschließen!

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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