Buchhandlungen
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Geschäftsführerin Frau Sommer: So, bevor wir unsere wöchentliche Teamleitersitzung abschließen, möchte ich Ihnen noch ein wichtiges Update zur geplanten Neueröffnung unserer Filiale in Berlin geben. Wie Sie wissen, sind unsere Buchhandlungen bisher ausschließlich in Bayern vertreten — München, Nürnberg, Augsburg und Regensburg. Berlin ist für uns also ein völlig neuer Markt, und ich sage Ihnen ehrlich: Ich bin sehr aufgeregt. Wir sind fest davon überzeugt, dass unser Konzept auch dort funktionieren wird. Wir haben das Glück, dass in einer sehr belebten Einkaufsstraße im Bezirk Mitte gerade ein Ladenlokal frei wird, das wirklich ideal für uns ist — rund 850 Quadratmeter, verteilt auf zwei Etagen. Das gibt uns die Möglichkeit, Sachbücher und Belletristik räumlich klar voneinander zu trennen, was unseren Kundinnen und Kunden die Orientierung erheblich erleichtern wird.
Herr Stein: Ich bin wirklich gespannt, wie das Berliner Publikum auf unser Konzept reagiert. Die sind ja bekannt dafür, dass sie ganz genaue Vorstellungen haben.
Frau Sommer: Das stimmt, Herr Stein — und genau deshalb haben wir uns überlegt, in Berlin nicht einfach dasselbe zu machen wie in Bayern. Wir wollen etwas Besonderes bieten. Dazu komme ich gleich. Zunächst aber zum Thema Werbung. Um die Berliner auf unsere Neueröffnung aufmerksam zu machen, haben wir die Agentur Lesezeichen Kommunikation GmbH beauftragt — eine Berliner Agentur, die den dortigen Markt sehr gut kennt. Sie war bisher noch nicht für uns tätig, aber ihre Referenzen haben uns wirklich überzeugt. Der fertige Kampagnenvorschlag wird uns in etwa drei Wochen vorliegen. Geplant sind Radiospots, Plakatwerbung in U-Bahn-Stationen und eine gezielte E-Mail-Kampagne an Bestandskunden in der Region. In den sozialen Medien sind wir ohnehin aktiv — das läuft parallel weiter. Auf Werbung in Printmagazinen werden wir diesmal bewusst verzichten, weil unsere Erfahrung aus München gezeigt hat, dass wir damit unsere Kernzielgruppe schlicht nicht erreichen.
Frau Kern: Wann soll die Eröffnung denn stattfinden?
Frau Sommer: Wir planen die Eröffnung für den 1. September. Der aktuelle Mieter gibt die Räumlichkeiten zum 1. Juni frei — das gibt uns drei Monate für Umbau, Einrichtung und alles, was sonst noch anfällt. Parallel laufen bereits die Personalsuche. Und hier kann ich Ihnen eine erfreuliche Neuigkeit mitteilen: Wir haben schon jetzt deutlich mehr Bewerbungen erhalten, als wir erwartet hatten. Das ist natürlich schön — aber die eigentliche Aufgabe besteht jetzt darin, aus dieser großen Anzahl die richtigen Kandidatinnen und Kandidaten herauszufiltern. Deshalb werden wir in einem ersten Schritt die LinkedIn- und Instagram-Profile der Bewerberinnen und Bewerber sichten, um einen ersten Eindruck zu gewinnen, bevor wir zu Gesprächen einladen.
Herr Meier: Ich hätte noch eine Frage zur Einrichtung. Übernehmen wir das Konzept aus Bayern, oder plant ihr in Berlin etwas anderes?
Frau Sommer: Gute Frage — und ja, wir planen etwas deutlich Neues. Die große Fläche gibt uns viele Möglichkeiten, die wir in Bayern so nicht hatten. Wir werden die Räume so gestalten, dass Kundinnen und Kunden sich wirklich gerne länger aufhalten. Konkret bedeutet das: Wir integrieren auf beiden Etagen kleine Leseecken mit bequemen Sesseln, wo man neue Bücher in Ruhe anlesen kann — das kennt man ja aus großen Buchhandelsketten, aber wir wollen das persönlicher gestalten. Das ganz Besondere ist jedoch unsere neue Kaffeebar-Idee. Wir planen, im Eingangsbereich des Erdgeschosses eine kleine Kaffeebar einzurichten, an der man frisch gebrühten Kaffee und Tee bestellen kann. Die Idee dahinter ist einfach: Wer mit einer Tasse Kaffee in der Hand durch die Regale schlendert oder in einem Sessel sitzt und in einem Buch blättert, bleibt länger — und kauft am Ende mehr. Wir nennen das intern das Verweilkonzept. Sollte sich dieses Konzept in Berlin als erfolgreich erweisen, würden wir darüber nachdenken, es schrittweise auch in unseren bayerischen Filialen einzuführen.
Außerdem setzen wir in Berlin auf ein völlig neues Beleuchtungskonzept. Umfragen haben gezeigt, dass grelles Deckenlicht in Buchhandlungen als unangenehm empfunden wird — besonders in den Leseecken. Wir werden deshalb warmes, indirektes Licht einsetzen, das eine ruhige, einladende Atmosphäre schafft und gleichzeitig die Buchcover besser zur Geltung bringt.
Frau Koch: Ich hätte noch eine Frage zum Sortiment. Wird das in Berlin genauso aussehen wie bei uns in Bayern?
Frau Sommer: Nein, und das war eine bewusste Entscheidung. Eine Marktanalyse hat ergeben, dass das Berliner Publikum besonders großes Interesse an politischen Sachbüchern, Kunst- und Architekturbänden sowie internationaler Literatur hat. Wir werden diesen Schwerpunkt klar setzen — ohne jedoch andere Genres zu vernachlässigen. Wir möchten einerseits die lesehungrigen Berliner ansprechen, die gezielt nach anspruchsvollen Titeln suchen, aber andererseits auch Gelegenheitsleser und Touristen nicht verlieren, die einfach nach einem schönen Geschenk suchen. Denn die Lage in Mitte bringt naturgemäß viel Laufkundschaft mit sich. Zusätzlich haben wir entschieden, monatlich wechselnde Thementische einzurichten — das Konzept dafür kommt übrigens ebenfalls von der Agentur Lesezeichen. Das bringt Abwechslung und gibt uns die Möglichkeit, saisonale Schwerpunkte zu setzen.
So, das war mein Update. Haben Sie noch weitere Fragen? Nein? Gut, dann bis nächste Woche — und ich freue mich auf Berlin!
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