Sprinkleranlage
Sie hören gleich eine Präsentation. Dazu gibt es vier Aufgaben. Welche Lösung (a, b oder c) passt jeweils am besten? Markieren Sie Ihre Lösungen für die Aufgaben. Lesen Sie jetzt die Aufgaben. Dazu haben Sie eine Minute Zeit.
34% (111 von 328 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)
Chef Klaus Bremer: Guten Morgen zusammen! Wie ihr alle wisst, haben wir in den letzten Monaten intensiv über das Thema Brandschutz diskutiert. Heute möchte ich euch informieren, dass wir beschlossen haben, in unserem Betrieb eine automatische Sprinkleranlage installieren zu lassen. Die Montage ist für die übernächste Woche geplant. Ich möchte euch deshalb jetzt alle wichtigen Informationen dazu geben.
Viele von euch denken vielleicht, dass eine Sprinkleranlage für einen Betrieb unserer Größe übertrieben ist. Aber das sehen wir inzwischen ganz anders. In unserem Lager lagern wir Holzmaterialien und Lacke — also hochentzündliche Stoffe. Ein Brand kann dort innerhalb weniger Minuten außer Kontrolle geraten. Laut eines Gutachtens der zuständigen Behörde aus dem vergangenen Jahr sind Betriebe unserer Art besonders gefährdet. Allein in unserem Umkreis hat es in den letzten zwei Jahren vier schwere Lagerbrände gegeben. Hinzu kommt, dass unser Lagerbestand einen Gesamtwert von über 120.000 Euro hat. Unsere Versicherungsgesellschaft hat uns deshalb ausdrücklich empfohlen, eine Sprinkleranlage einzubauen — und nach reiflicher Überlegung sind wir zu dem Schluss gekommen, dass das der richtige Schritt ist.
TN 1 — Monika: Klaus, bedeutet das, dass die Versicherung bei einem Brand nicht zahlt, wenn wir keine Sprinkleranlage haben?
Klaus Bremer: Ja, das ist tatsächlich möglich, Monika. Die Versicherungsbedingungen sehen das in bestimmten Fällen genau so vor. Deshalb war diese Entscheidung für uns am Ende keine Frage mehr.
Nun zum System selbst. Wir mussten uns entscheiden zwischen einer sogenannten Nassanlage und einer Trockenanlage. Bei der Nassanlage sind die Rohre dauerhaft mit Wasser befüllt — das hat den großen Vorteil, dass sie im Brandfall sofort reagiert, ohne Verzögerung. Die Trockenanlage hingegen ist besser für Bereiche geeignet, in denen Frostgefahr besteht, weil die Rohre dort mit Druckluft befüllt sind. Da unser Lager ganzjährig beheizt ist, haben wir uns für die Nassanlage entschieden — sie reagiert im Ernstfall einfach deutlich schneller. Beiden Systemen gemeinsam ist, dass sie bei ausreichender Wärmeentwicklung automatisch ausgelöst werden — ganz ohne manuellen Eingriff.
TN 2 — Stefan: Aber wie wird im Ernstfall eigentlich die Feuerwehr informiert?
Klaus Bremer: Sehr gute Frage, Stefan. Sobald die Anlage auslöst, wird automatisch ein Signal direkt an die zuständige Feuerwache gesendet. Das läuft über eine kabelgebundene Direktverbindung — nicht per Funk. Das hat den Vorteil, dass die Verbindung auch bei einem Stromausfall zuverlässig bestehen bleibt.
TN 1 — Monika: Wer übernimmt eigentlich den Einbau?
Klaus Bremer: Wir haben dafür die Firma AquaSafe Brandschutztechnik GmbH beauftragt. Sie ist sowohl für den Einbau als auch für die laufende Wartung der Anlage zuständig. AquaSafe ist seit über 25 Jahren in der Branche tätig und hat bereits zahlreiche Betriebe in unserer Region ausgestattet — das war für uns ein wichtiges Auswahlkriterium.
TN 3 — Frank: Wo genau werden die einzelnen Teile der Anlage denn angebracht?
Klaus Bremer: Das erkläre ich euch jetzt Schritt für Schritt. Das Gesamtsystem besteht aus der Steuerzentrale, den Sprinklerköpfen und dem dazugehörigen Leitungsnetz. Die Steuerzentrale — also das Herzstück der Anlage — wird im Technikraum im Kellergeschoss untergebracht. Von dort aus lässt sich die Anlage überwachen und bei Bedarf manuell auslösen. Die Sprinklerköpfe werden in zwei Bereichen installiert: im gesamten Lagerbereich und im Produktionsbereich. Im Bürotrakt hingegen wird keine Sprinkleranlage montiert — dort ist das Brandrisiko deutlich geringer, und wir setzen dort stattdessen auf Rauchmelder. Zusätzlich wird noch eine Wärmebildkamera zur Früherkennung direkt über dem Hauptlagereingang angebracht. Das alles zeige ich euch anschließend auch noch bei einem gemeinsamen Rundgang durch das Gebäude.
TN 2 — Stefan: Ich hätte noch eine Frage. Was müssen wir als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eigentlich tun, wenn die Anlage ausgelöst wird?
Klaus Bremer: Gute Frage. Wenn die Anlage auslöst, ertönt gleichzeitig ein akustisches Warnsignal im gesamten Betrieb. Ihr müsst dann sofort alles stehen lassen und das Gebäude über die ausgeschilderten Fluchtwege verlassen. Die Anlage selbst läuft dann vollautomatisch — ihr müsst nichts betätigen und nichts bedienen. Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, allen Mitarbeitenden Zugangscodes zu geben, da eine fehlerhafte Bedienung im Notfall gefährlich werden kann. Die reguläre Bedienung — also das Ein- und Ausschalten zum Beispiel im Rahmen von Wartungsarbeiten — erfolgt ausschließlich über die Steuerzentrale im Keller und darf nur von geschultem Fachpersonal vorgenommen werden.
TN 1 — Monika: Und was ist, wenn die Anlage versehentlich ausgelöst wird — zum Beispiel durch Dampf aus der Kantine?
Klaus Bremer: Das ist eine berechtigte Sorge — aber unbegründet. Moderne Sprinklerköpfe reagieren erst ab einer Temperatur von mindestens 68 Grad Celsius. Normaler Kochdampf oder Zigarettenrauch löst also absolut nichts aus. Außerdem reagiert jeder Sprinklerkopf einzeln und unabhängig von den anderen. Das bedeutet: Im Brandfall wird nur der betroffene Bereich bewässert — nicht das gesamte Gebäude. Das minimiert Wasserschäden erheblich.
Zum Abschluss noch ein paar Worte zur Wartung. Die Firma AquaSafe übernimmt die regelmäßige Inspektion der gesamten Anlage — das findet zweimal jährlich statt. Dabei werden alle Komponenten geprüft und bei Bedarf ausgetauscht. Für Fragen steht euch Herr Wieczorek von AquaSafe jederzeit zur Verfügung — seine Kontaktdaten erhaltet ihr per E-Mail. Hat noch jemand eine Frage?
0 / 4 richtige Optionen
Ihre Fehlermeldung wurde erfolgreich gesendet!