Kostenfaktor in einem Betrieb

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Sie hören gleich eine Präsentation. Dazu gibt es vier Aufgaben. Welche Lösung (a, b oder c) passt jeweils am besten? Markieren Sie Ihre Lösungen für die Aufgaben. Lesen Sie jetzt die Aufgaben. Dazu haben Sie eine Minute Zeit.

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Chefin Frau Wendland: Guten Morgen zusammen. Laut einer Erhebung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung geben mittelständische Unternehmen durchschnittlich 18% ihres Energiebudgets allein für Heizung aus — und das, obwohl ein großer Teil dieser Energie durch einfache Maßnahmen eingespart werden könnte. Auch unser Papierverbrauch liegt mit etwa 10.000 Blatt pro Mitarbeiter im Jahr deutlich über dem Branchendurchschnitt. Wir haben deshalb heute Frau Dr. Brandt vom Beratungszentrum für betrieblichen Klimaschutz eingeladen. Sie ist Expertin für Energieeffizienz in Bürogebäuden und war bereits im letzten Quartal bei uns, um unsere Räumlichkeiten zu analysieren. Frau Dr. Brandt, ich übergebe Ihnen das Wort.

Frau Dr. Brandt: Vielen Dank, Frau Wendland. Ich freue mich, heute konkrete Ergebnisse und Empfehlungen vorstellen zu können. Unterbrechen Sie mich gerne jederzeit mit Fragen — das macht solche Präsentationen lebendiger.
Beginnen wir mit dem größten Kostenfaktor in Ihrem Betrieb: der Wärme. In Ihren Büros haben wir gemessen, dass die Raumtemperatur in den Abendstunden und am Wochenende kaum unter die üblichen Betriebstemperaturen sinkt. Das liegt daran, dass die Heizungsanlage bisher manuell gesteuert wird und oft einfach niemand daran denkt, sie herunterzuregeln. Meine klare Empfehlung: Installieren Sie programmierbare Thermostate, die die Temperatur außerhalb der Arbeitszeiten automatisch absenken. Eine Absenkung um nur zwei Grad kann den Heizenergieverbrauch um bis zu 12% reduzieren. Wichtig dabei: Die Thermostate sollten nicht von jedem Mitarbeiter individuell verstellt werden können — sonst verliert man schnell die Kontrolle über den Gesamtverbrauch. Eine zentrale Steuerung durch die Haustechnik ist hier die effizientere Lösung.

TN 1: Und was ist mit den Fenstern? Bei uns kippen viele Kollegen die Fenster den ganzen Tag, besonders im Sommer.

Frau Dr. Brandt: Das ist tatsächlich einer der häufigsten Fehler, den wir in Büros beobachten. Dauerhaft gekippte Fenster lassen kontinuierlich Wärme entweichen — im Winter verursacht das enorme Heizkosten, im Sommer arbeitet die Klimaanlage gegen die Außenluft an. Beides ist ineffizient. Die richtige Methode ist das sogenannte Stoßlüften: Fenster für drei bis fünf Minuten vollständig öffnen, dann wieder schließen. Dabei wird die Luft vollständig ausgetauscht, ohne dass die Wände auskühlen. Ich empfehle außerdem, die Heizkörper nicht durch Möbel zu verdecken — das klingt selbstverständlich, ist aber in vielen Büros ein echtes Problem. Bei Ihnen haben wir das in drei Räumen festgestellt.

TN 2: Ich wollte noch das Thema Papier ansprechen. Wir haben zwar schon einen Drucker mit Duplexfunktion, aber kaum jemand nutzt sie.

Frau Dr. Brandt: Das ist leider typisch. Der Duplexdruck — also das beidseitige Bedrucken — halbiert den Papierverbrauch auf einen Schlag. Ich empfehle, ihn als Standardeinstellung für alle Drucker im Haus festzulegen, sodass einseitiger Druck die Ausnahme wird und aktiv ausgewählt werden muss. Das gilt jedoch ausschließlich für interne Dokumente — bei Unterlagen, die an Kunden oder Geschäftspartner weitergegeben werden, entscheidet selbstverständlich die jeweilige Abteilung, welches Format angemessen ist. Zusätzlich lohnt es sich, Dokumente grundsätzlich digital zu kommentieren und erst dann auszudrucken, wenn wirklich eine Unterschrift oder eine physische Weitergabe erforderlich ist. Viele Unternehmen befürchten, dass dieser Umstieg auf digitale Workflows aufwendig ist. Das ist aber häufig übertrieben — die meisten Teams gewöhnen sich innerhalb von zwei bis drei Wochen daran.

TN 3: Was ist eigentlich wichtiger — weniger drucken oder das Papier recyceln?

Frau Dr. Brandt: Eine sehr gute Frage, die ich oft höre. Ich sehe, dass Sie hier bereits Sammelboxen für Altpapier aufgestellt haben — das ist gut und soll auch so bleiben. Aber um es klar zu sagen: Recycling ist die zweitbeste Lösung. Was wirklich zählt, ist der Verbrauch von vornherein zu senken. Wenn weniger gedruckt wird, wird die Frage des Papierrecyclings automatisch weniger relevant. Und das spart nicht nur Ressourcen, sondern auch die Kosten für Papier, Toner und Wartung der Drucker — das summiert sich erheblich.

Chefin Frau Wendland: Herzlichen Dank, Frau Dr. Brandt. Wir haben heute viel Konkretes mitgenommen. Im Anschluss werden wir gemeinsam durch die Büros gehen und schauen, wo wir als erstes ansetzen können. Ich freue mich auf Ihre Beobachtungen und Vorschläge.

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Die Heizungsanlage soll

Richtig ist c) die Temperatur außerhalb der Arbeitszeiten selbst absenken. Frau Dr. Brandt empfiehlt ganz konkret: „Installieren Sie programmierbare Thermostate, die die Temperatur außerhalb der Arbeitszeiten automatisch absenken." Das Schlüsselwort ist „automatisch" — die Anlage soll das selbst erledigen, ohne dass jemand eingreifen muss.

b) von jedem Mitarbeiter individuell geregelt werden ist eine klassische Umkehrfalle. Frau Dr. Brandt sagt ausdrücklich das Gegenteil: „Die Thermostate sollten nicht von jedem Mitarbeiter individuell verstellt werden können." Wenn du das Wort „nicht" übersiehst oder überhorst, wählst du genau die falsche Antwort. Achte immer auf Verneinungen im Text!

a) täglich vom Personal manuell einstellen klingt praktisch — steht aber nirgendwo im Text. Das ist eine Hinzufügungsfalle: Der Satz klingt sinnvoll, wurde aber nie gesagt. Wähle nur, was du wirklich gehört hast!

2

Frau Dr. Brandt empfiehlt,

Richtig ist b) Heizkörper nicht durch Möbel zu verdecken. Frau Dr. Brandt nennt das ausdrücklich als Empfehlung: „Ich empfehle außerdem, die Heizkörper nicht durch Möbel zu verdecken." Und sie fügt hinzu, dass dieses Problem bei Ihnen konkret in drei Räumen festgestellt wurde — das macht die Empfehlung noch konkreter und dringlicher.

a) Fenster dauerhaft leicht geöffnet lassen ist eine Umkehrfalle — und zwar eine besonders deutliche. Frau Dr. Brandt bezeichnet dauerhaft gekippte Fenster als „einen der häufigsten Fehler" in Büros. Das ist also genau das, was man nicht tun soll. Wenn etwas im Text als Fehler bezeichnet wird, kann es keine richtige Antwort sein!

c) im Sommer auf die Klimaanlage verzichten steht nirgendwo im Text — das ist eine Hinzufügungsfalle. Die Klimaanlage wird zwar erwähnt, aber nur um zu erklären, warum offene Fenster problematisch sind. Einen Verzicht hat Frau Dr. Brandt zu keinem Zeitpunkt empfohlen. Lass dich nicht von Wörtern täuschen, die du gehört hast — entscheidend ist, was dazu gesagt wurde!

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Der Duplexdruck gilt laut Frau Dr. Brandt

Richtig ist c) ausschließlich für interne Dokumente. Frau Dr. Brandt sagt sehr präzise: „Das gilt jedoch ausschließlich für interne Dokumente — bei Unterlagen, die an Kunden oder Geschäftspartner weitergegeben werden, entscheidet die jeweilige Abteilung." Das Schlüsselwort ist „ausschließlich" — es gibt hier keine Ausnahmen für den internen Bereich.

Bei a) für alle Dokumente im Unternehmen steckt die Falle in einem einzigen Wort: „alle". Der Duplexdruck gilt nicht für alle — sondern nur für interne Dokumente. Für externe Unterlagen trifft die Abteilung selbst die Entscheidung. Solche kleinen Details entscheiden in dieser Prüfung alles — hör genau auf Einschränkungen wie „ausschließlich", „nur" oder „jedoch"!

b) nur für Unterlagen an Kunden ist eine Umkehrfalle — das ist genau das Gegenteil von dem, was im Text steht. Der Duplexdruck gilt für intern — nicht für extern. Wenn du beim Hören abgelenkt wirst, kann so eine Verwechslung leicht passieren. Schreib dir beim Hören kurz auf: intern oder extern!

4

Frau Dr. Brandt findet es wichtiger,

Richtig ist b) weniger Papier zu verbrauchen. Frau Dr. Brandt sagt es klar und direkt: „Was wirklich zählt, ist der Verbrauch von vornherein zu senken." Und sie begründet es sofort: Wenn weniger gedruckt wird, wird Recycling automatisch weniger relevant — und zusätzlich sinken die Kosten für Papier, Toner und Druckerwartung. Vermeidung steht also klar über allem anderen.

a) mehr Altpapier recyceln ist eine klassische Umkehrfalle. Recycling wird im Text nicht als wichtigstes Ziel genannt — im Gegenteil: Frau Dr. Brandt bezeichnet es ausdrücklich als „die zweitbeste Lösung". Und wenn Recycling weniger nötig wird, „wird die Frage des Recyclings automatisch weniger relevant". Das ist das genaue Gegenteil von Antwort a. Achte immer auf Formulierungen wie „zweitbeste Lösung" — sie stufen etwas bewusst herunter!

Bei c) neue Sammelboxen aufstellen steckt eine subtile Kontextfalle. Frau Dr. Brandt erwähnt die Sammelboxen — aber nur um sie zu loben: „Ich sehe, dass Sie bereits Sammelboxen aufgestellt haben — das ist gut und soll auch so bleiben." Das Problem ist also bereits gelöst — neue Boxen braucht es nicht. Wenn jemand etwas lobt, ist es kein Problem mehr, das behoben werden muss. Hör genau auf den Kontext, nicht nur auf das Wort!

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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