Kinder und Computer — Chancen oder Risiken?
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Willkommen bei Radio Karlsruhe! Heute diskutieren wir über ein Thema, das viele Eltern beschäftigt: Kinder und Computer. Wie viel ist zu viel? Wir haben unsere Hörerinnen und Hörer gefragt. Hier sind einige Meinungen.
Aussage 1:
Ich bin Mutter von zwei Kindern — neun und dreizehn Jahre alt. Beide nutzen den Computer täglich, das lässt sich heute kaum vermeiden. Was mich dabei wirklich beschäftigt, ist nicht die Zeit am Bildschirm an sich — sondern was die Kinder dort machen. Mein Jüngerer klickt manchmal auf Seiten, die absolut nicht für sein Alter geeignet sind. Meine Tochter hat einmal stundenlang mit jemandem gechattet, den sie gar nicht kannte. Ich habe das zu spät bemerkt. Seitdem sitze ich öfter daneben, schaue mit, erkläre, was gefährlich sein kann und was nicht. Ich glaube, Kinder brauchen einen Erwachsenen an ihrer Seite, wenn sie online sind — zumindest solange sie noch nicht alt genug sind, das selbst zu beurteilen.
Aussage 2:
Ich arbeite als Softwareentwickler und beschäftige mich täglich mit Computerprogrammen — auch mit solchen für Kinder. Und ich muss ehrlich sagen: Der Markt ist wirklich überwältigend groß. Tausende von Apps, Spielen, Lernprogrammen. Aber wenn ich genauer hinschaue, ist das meiste davon schlecht gemacht — zu laut, zu bunt, zu oberflächlich. Wirklich durchdachte Programme, die Kinder wirklich etwas lehren und dabei pädagogisch sinnvoll sind, findet man nur selten. Als Vater habe ich selbst stundenlang gesucht, bevor ich meiner Tochter etwas empfehlen konnte. Die Auswahl klingt riesig — aber die Qualität lässt oft sehr zu wünschen übrig.
Aussage 3:
Ich bin Kinderärztin und sehe in meiner Praxis immer mehr Kinder mit denselben Beschwerden — Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Schlafprobleme, Sehprobleme. Wenn ich frage, wie viele Stunden die Kinder täglich vor dem Bildschirm verbringen, höre ich oft: vier, fünf, manchmal sechs Stunden. Das erschreckt mich wirklich. Der Körper eines Kindes ist nicht dafür gemacht, stundenlang still zu sitzen und auf einen Bildschirm zu starren. Die Folgen sehen wir bereits jetzt — und wenn sich das nicht ändert, wird es in zehn Jahren noch viel schlimmer sein. Ich appelliere an alle Eltern: Setzen Sie klare Grenzen. Die Gesundheit Ihrer Kinder steht auf dem Spiel.
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