Sport im Alltag — Erfahrungen und Meinungen
Sie hören Aussagen zu einem Thema. Welcher der Sätze a–f passt zu den Aussagen? Lesen Sie jetzt die Sätze a–f. Dazu haben Sie eine Minute Zeit. Danach hören Sie die Aussagen.
Moderator:
Willkommen bei Radio Bremen! Sport und Bewegung — ein Thema, das uns alle betrifft. Wir haben unsere Hörerinnen und Hörer gefragt: Wie viel Sport machen Sie? Und was denken Sie darüber? Hier sind einige Meinungen.
Aussage 1:
Ich arbeite seit über zwanzig Jahren als Internist und sehe täglich, wie wenig sich die Menschen bewegen. Das stimmt mich nachdenklich. Aber ich muss auch ehrlich sagen: Mehr Bewegung ist nicht automatisch besser. Immer wieder kommen Patienten zu mir, die es mit dem Sport völlig übertrieben haben — jahrelang gar nichts gemacht, und dann plötzlich jeden Tag eine Stunde laufen. Der Körper kann das nicht verkraften. Die Folgen sind Muskelverletzungen, Gelenkprobleme, manchmal sogar Herzprobleme. Ich rate meinen Patienten deshalb immer: Fangen Sie langsam an und steigern Sie sich behutsam. Wer zu viel auf einmal will, schadet sich mehr als er denkt.
Aussage 2:
Ich habe mein ganzes Leben lang keinen Sport gemacht — nicht als Kind, nicht als Erwachsene. Aber dann bin ich mit Mitte fünfzig in die dritte Etage meiner Tochter gestiegen und kam oben völlig außer Puste an. Das war mein Weckruf. Ich wollte das ändern, aber alleine hatte ich einfach nicht die Disziplin. Ich habe es mehrmals versucht — Yoga zu Hause, Spaziergänge — aber nach zwei Wochen war die Motivation immer weg. Dann hat mich eine Kollegin überredet, mit ihr zusammen in einen Tanzkurs zu gehen. Und das war die beste Entscheidung meines Lebens! Wir gehen jetzt seit drei Jahren zusammen — ich würde niemals alleine gehen, aber zu zweit ist es einfach wunderbar.
Aussage 3:
Früher war ich richtig sportlich — Fußball zweimal die Woche, am Wochenende Radfahren, manchmal sogar schwimmen. Das war vor meiner Beförderung. Heute bin ich Abteilungsleiter und die Arbeit lässt kaum noch Luft. Ich komme abends nach Hause und bin einfach erschöpft. Meine Frau und die Kinder wollen mich auch noch sehen — das ist ja verständlich. Und am Wochenende? Da hole ich den Schlaf nach oder erledige Dinge, die unter der Woche liegen geblieben sind. Meine Sportkollegen aus dem alten Fußballteam haben dasselbe Problem. Vielleicht ändert sich das irgendwann wieder — aber im Moment ist Sport einfach nicht drin.
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