Kinderbetreuung — wie lösen Familien das Problem?
Sie hören Aussagen zu einem Thema. Welcher der Sätze a–f passt zu den Aussagen? Lesen Sie jetzt die Sätze a–f. Dazu haben Sie eine Minute Zeit. Danach hören Sie die Aussagen.
Moderator:
Willkommen bei Radio Leipzig! Unser heutiges Thema: Kinderbetreuung. Wie organisieren Familien den Alltag mit kleinen Kindern? Wir haben unsere Hörerinnen und Hörer gefragt. Hier sind einige Meinungen.
Aussage 1:
Meine Tochter ist jetzt fast zwei Jahre alt. Ich erziehe sie alleine — ihr Vater ist nicht mehr dabei. Momentan geht sie zu einer Tagesmutter, die wirklich toll ist. Aber die hört leider Ende des Jahres auf, weil sie selbst ein Kind bekommt. Dann ist meine Tochter gerade mal zweieinhalb. Ich habe mich schon bei mehreren Kindergärten angemeldet, aber überall gibt es lange Wartelisten. Eigentlich wollte ich Anfang nächsten Jahres wieder in meinen Job zurück — ich arbeite als Grafikerin. Aber ohne einen Betreuungsplatz ist das einfach nicht möglich. Als alleinerziehende Mutter stößt man hier schnell an eine Wand. Man will arbeiten, man kann arbeiten — aber das System lässt es nicht zu.
Aussage 2:
Ich finde, Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren sind absolut notwendig — Tagesmütter, Kinderkrippen, alles davon. Nur auf den Kindergarten ab drei Jahren zu warten reicht einfach nicht, wenn man als Familie auf zwei Gehälter angewiesen ist. Unsere Kleine geht seit ihrem ersten Geburtstag in eine Krippe. Davor hatten wir eine Tagesmutter — finanziell war das wirklich eine Belastung. Und auch mit der Krippe ist nicht alles perfekt: Sie schließt um 13 Uhr, also kann ich nur Teilzeit arbeiten. Ich wünsche mir, dass die Politik da endlich handelt und mehr investiert.
Aussage 3:
Eine gute Nachbarin von mir hat ein Kind im ähnlichen Alter wie meins. Wir haben schnell gemerkt, dass wir in einer ähnlichen Situation stecken — beide berufstätig, beide ohne großes Budget für eine Tagesmutter. Also haben wir uns etwas überlegt. Wir teilen uns die Betreuung: Eine Woche passt sie auf beide Kinder auf, in der nächsten Woche bin ich dran. Das klappt wunderbar, weil wir beide flexible Arbeitszeiten haben. Die Kinder sind jetzt anderthalb und zwei Jahre alt und verstehen sich prächtig. Im nächsten Frühjahr kommen beide in dieselbe Krippe — und dann teilen wir uns vielleicht noch die Abholzeiten.
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