Freundschaft in sozialen Netzwerken

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Moderator:
Willkommen bei Radio Hannover! Heute beschäftigen wir uns mit einem Thema, das fast jeden betrifft: soziale Netzwerke und Freundschaft. Sind Kontakte im Internet echte Freundschaften? Wir haben Bürgerinnen und Bürger gefragt. Hier sind ihre Meinungen.
Aussage 1:
Ich höre oft, dass Leute sagen, online kennt man sich doch gar nicht wirklich — das sei alles oberflächlich. Das sehe ich komplett anders. Ich selbst bin vor drei Jahren aus Polen nach Deutschland gezogen und kannte hier niemanden. Am Anfang war ich sehr einsam. Durch eine Facebook-Gruppe für Polen in Deutschland habe ich dann Menschen kennengelernt, die in derselben Situation waren. Wir haben uns zunächst online ausgetauscht, dann persönlich getroffen, und heute sind das meine engsten Freunde hier. Ohne diese Online-Kontakte hätte ich niemanden gehabt — ich weiß nicht, wie ich diese Zeit überstanden hätte. Das Internet hat mir damals wirklich das Leben gerettet, übertrieben gesagt.
Aussage 2:
Ich finde soziale Netzwerke grundsätzlich praktisch — man bleibt in Kontakt, sieht Fotos, weiß, was bei den anderen so passiert. Das ist schön. Aber ich treffe meine Online-Bekannten eigentlich nie privat — die meisten wohnen weit weg oder wir haben einfach nicht so viel gemeinsam. Das Verhältnis ist nett, aber distanziert — jeder postet seine schönen Momente und niemand zeigt wirklich, wie es ihm geht. Und ich finde, wenn jemand online immer für einen da ist, Kommentare schreibt und reagiert, sollte man das auch zurückgeben. Ich versuche deshalb immer, aktiv zu antworten und zu zeigen, dass ich die Beiträge der anderen wirklich wahrnehme.
Aussage 3:
Im Grunde finde ich es toll, wie einfach man heute Menschen kennenlernen kann — das ist wirklich eine tolle Entwicklung. Aber ich bemerke bei manchen Online-Bekannten, dass sie es übertreiben. Da gibt es zum Beispiel jemanden in meiner Freundesliste, der kommentiert buchstäblich alles — jedes Foto, jeden Post, jeden Status. Der schreibt mir Privatnachrichten, wenn ich zwei Tage nichts gepostet habe, fragt, ob alles in Ordnung ist, und erwähnt Dinge, die ich vor Monaten gepostet habe. Einmal hat er meiner Kollegin online geschrieben, dass ich in letzter Zeit weniger aktiv bin. Das fand ich wirklich unangenehm. Man hat auch im Internet das Recht auf Privatsphäre und eigene Grenzen.

0 / 3 richtige Optionen

1

Aussage 1

Aussage 1 → e

Die Person war neu in Deutschland und hatte keine Freunde. Sie war am Anfang sehr einsam. Durch soziale Netzwerke hat sie Menschen kennengelernt. Diese Menschen sind jetzt ihre echten Freunde. Ohne Internet wäre es viel schwerer gewesen. Deshalb ist Antwort e richtig.

2

Aussage 2

Aussage 2 → c

Die Person nutzt soziale Netzwerke. Sie sagt: Andere reagieren auf ihre Beiträge. Man soll auch zurück reagieren. Das ist wichtig für ein gutes Verhältnis. Sie antwortet immer aktiv. Deshalb ist Antwort c richtig.

3

Aussage 3

Aussage 3 → d

Die Person sagt: Manche Online-Bekannte sind zu aktiv. Sie kommentieren alles und schreiben viele Nachrichten. Sie wissen sehr viel und fragen zu viel. Das ist unangenehm. Man braucht auch im Internet Privatsphäre. Deshalb ist Antwort d richtig.

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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