Ein unerwartetes Gespräch im Zug

Lesen Sie den Text und schließen Sie die Lücken. Welche Lösung ist jeweils richtig?

5% (3 von 56 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)

Liebe Kathrin,

gestern ist mir auf der Heimfahrt etwas Besonderes   passierenpassiertepassiert . Ich saß wie immer im Zug und wollte eigentlich nur Musik hören, als sich ein älterer Herr   beinebenauf mich setzte. Zuerst schenkte ich   ihmihnmir keine große Beachtung, doch nach einigen Minuten begann er ein Gespräch.

Er erzählte mir,   weildassdenn er früher als Ingenieur gearbeitet habe und viele Jahre im Ausland tätig gewesen sei. Seine Geschichten waren so spannend, dass ich meine Kopfhörer abnahm und aufmerksam zuhörte. Besonders beeindruckt hat mich, wie offen und neugierig er   trotzwegennach seines Alters geblieben ist.

Im Laufe der Fahrt sprachen wir   übervonzwischen unterschiedliche Themen – von Reisen bis hin zu gesellschaftlichen Veränderungen. Er meinte, dass man nie aufhören sollte zu lernen und neue Perspektiven zu entdecken. Dieser Satz hat   michmirsich zum Nachdenken gebracht.

  ObWennAls wir schließlich aussteigen mussten, bedankte er sich für das Gespräch und wünschte mir alles Gute für   meinmeinemeinen Zukunft. Obwohl wir uns wahrscheinlich nie wiedersehen werden, hat diese Begegnung meinen Tag deutlich bereichert.

Manchmal merkt man erst im Nachhinein, wie wertvoll zufällige Gespräche   seinsindwerden können.

Liebe Grüße
Marie

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Erklärungen zur Übung

Lücke 1: „… etwas Besonderes passiert.“

  • passiert – richtig: Der Satz steht im Perfekt („ist passiert“). Das Perfekt von „passieren“ wird mit „sein“ gebildet: ist passiert. Deshalb braucht man hier das Partizip II „passiert“.
  • passierte – falsch: Das ist Präteritum. Hier steht aber schon das Hilfsverb „ist“, deshalb braucht man kein Präteritum.
  • passieren – falsch: Das ist der Infinitiv. Nach „ist“ braucht man das Partizip II.

Lücke 2: „… setzte sich ein älterer Herr neben mich.“

  • neben – richtig: „neben“ beschreibt eine Position oder Bewegung zur Seite. Hier geht es um eine Bewegung (wohin?), deshalb steht Akkusativ: neben mich.
  • bei – falsch: „bei“ beschreibt eher einen Ort oder eine Person (bei meiner Freundin). Es passt nicht zur Bewegung im Zug.
  • auf – falsch: „auf“ würde eine andere Position bedeuten (auf den Tisch, auf den Stuhl).

Lücke 3: „Zuerst schenkte ich ihm keine große Beachtung.“

  • ihm – richtig: „Beachtung schenken“ ist eine feste Verbindung und steht mit Dativ. Frage: Wem schenkte ich keine Beachtung? → ihm.
  • ihn – falsch: „ihn“ ist Akkusativ. Die feste Verbindung verlangt aber Dativ.
  • mir – falsch: Das würde bedeuten, ich schenke mir selbst Beachtung, was hier nicht logisch ist.

Lücke 4: „Er erzählte mir, dass er früher … gearbeitet habe.“

  • dass – richtig: Nach Verben wie „erzählen“, „sagen“, „meinen“ folgt oft ein dass-Satz. „dass“ leitet einen Nebensatz ein, das Verb steht am Ende.
  • weil – falsch: „weil“ gibt einen Grund an. Hier wird aber berichtet, was er erzählt hat.
  • denn – falsch: „denn“ verbindet zwei Hauptsätze. Hier brauchen wir einen Nebensatz.

Lücke 5: „… wie offen und neugierig er trotz seines Alters geblieben ist.“

  • trotz – richtig: „trotz“ bedeutet „obwohl“ und verlangt den Genitiv. → trotz seines Alters. Es zeigt einen Gegensatz.
  • wegen – falsch: „wegen“ bedeutet „aus diesem Grund“. Das würde hier die Bedeutung verändern.
  • nach – falsch: „nach“ hat hier keine passende Bedeutung.

Lücke 6: „… sprachen wir über unterschiedliche Themen.“

  • über – richtig: „sprechen über“ ist eine feste Verbindung. Man spricht über ein Thema.
  • von – falsch: „erzählen von“ ist korrekt, aber „sprechen von“ passt hier nicht.
  • zwischen – falsch: „zwischen“ beschreibt eine Position zwischen zwei Dingen.

Lücke 7: „Dieser Satz hat mich zum Nachdenken gebracht.“

  • mich – richtig: „jemanden zum Nachdenken bringen“ steht mit Akkusativ. Frage: Wen hat der Satz zum Nachdenken gebracht? → mich.
  • mir – falsch: Dativ passt hier nicht zur festen Verbindung.
  • sich – falsch: Das Verb ist hier nicht reflexiv.

Lücke 8: „Als wir schließlich aussteigen mussten …“

  • Als – richtig: „als“ benutzt man für einmalige Ereignisse in der Vergangenheit. Hier ist es ein konkreter Moment.
  • Wenn – falsch: „wenn“ benutzt man für Wiederholungen oder Bedingungen.
  • Ob – falsch: „ob“ benutzt man für indirekte Ja/Nein-Fragen.

Lücke 9: „… für meine Zukunft.“

  • meine – richtig: „die Zukunft“ ist feminin. Nach „für“ steht Akkusativ. Akkusativ feminin von „mein“ ist „meine“.
  • mein – falsch: Das wäre Nominativ oder Akkusativ neutral.
  • meinen – falsch: Das wäre Akkusativ maskulin.

Lücke 10: „… wie wertvoll zufällige Gespräche sein können.“

  • sein – richtig: Nach Modalverben („können“) steht der Infinitiv ohne „zu“. → können sein.
  • sind – falsch: Nach „können“ darf kein konjugiertes Verb stehen.
  • werden – falsch: Das würde die Bedeutung verändern und passt grammatisch nicht.

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