Eine überraschende Hochzeitseinladung

Lesen Sie den Text und schließen Sie die Lücken. Welche Lösung ist jeweils richtig?

9% (3 von 35 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)

Liebe Sofia,

du wirst es kaum glauben,   weilwennaber gestern habe ich eine Hochzeitseinladung von unserer ehemaligen Klassenkameradin Laura bekommen. Wir hatten seit Jahren keinen Kontakt mehr,   deshalbtrotzdemobwohl war ich wirklich überrascht.

Die Feier findet im September in einer kleinen Stadt   auf deran deram See statt. Laut Einladung beginnt alles am Nachmittag mit   einereinemeinen standesamtlichen Trauung, danach gibt es ein gemeinsames Abendessen und später eine große Party mit Live-Musik.

Zuerst wusste ich nicht,   denndassob ich zusagen soll, denn ich habe im Moment viel Arbeit und einige wichtige Termine. Trotzdem habe ich   mirmichsich gefreut, dass sie an mich gedacht hat. Schließlich haben wir früher viel Zeit miteinander verbracht.

Heute habe ich   ihmsieihr eine Nachricht geschrieben und zugesagt. Jetzt muss ich nur noch überlegen, was ich anziehen werde. Zum Glück habe ich noch ein elegantes Kleid im Schrank,   dassdasder ich nur einmal getragen habe.

Ich freue mich besonders darauf, alte Bekannte   zu wiedersehenwiederzusehenwiedersehen und zu erfahren, wie sich ihr Leben entwickelt hat. Solche Feste sind eine gute Gelegenheit, Kontakte aufzufrischen und schöne Erinnerungen zu teilen.

Vielleicht hast du ja Lust, mich zu begleiten. Dann könnten wir gemeinsam fahren und ein   kleinenkleinekleines Wochenende daraus machen.

Liebe Grüße
Miriam

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Erklärungen zur Übung

Lücke 1: „… du wirst es kaum glauben, aber gestern habe ich …“

  • aber – richtig: „aber“ verbindet zwei Hauptsätze und zeigt einen Gegensatz oder eine Überraschung. Nach „aber“ bleibt die normale Wortstellung (Verb an Position 2): „aber gestern habe ich …“
  • weil – falsch: „weil“ leitet einen Nebensatz ein. Dann müsste das Verb am Ende stehen („weil ich … bekommen habe“).
  • wenn – falsch: „wenn“ benutzt man für Bedingungen oder Wiederholungen („wenn ich Zeit habe“).

Lücke 2: „… keinen Kontakt mehr, deshalb war ich wirklich überrascht.“

  • deshalb – richtig: „deshalb“ zeigt eine Folge oder ein Ergebnis. Es steht im Hauptsatz. Das Verb steht direkt nach „deshalb“: „deshalb war ich …“
  • trotzdem – falsch: „trotzdem“ zeigt einen Gegensatz, aber hier gibt es eine logische Folge.
  • obwohl – falsch: „obwohl“ leitet einen Nebensatz ein. Dann müsste das Verb am Ende stehen.

Lücke 3: „… in einer kleinen Stadt am See …“

  • am – richtig: „am“ ist die Kurzform von „an dem“. Die feste Verbindung lautet „am See“.
  • an der – falsch: „See“ ist maskulin („der See“), nicht feminin.
  • auf der – falsch: „auf“ benutzt man für Inseln oder Flächen, nicht für diese feste Verbindung.

Lücke 4: „… mit einer standesamtlichen Trauung …“

  • einer – richtig: „mit“ verlangt immer Dativ. „Die Trauung“ ist feminin → Dativ: „mit einer Trauung“.
  • einem – falsch: Dativ maskulin oder neutral.
  • einen – falsch: Akkusativ maskulin.

Lücke 5: „… wusste ich nicht, ob ich zusagen soll …“

  • ob – richtig: „ob“ benutzt man bei indirekten Ja-/Nein-Fragen. → „Soll ich zusagen?“ → „… nicht, ob ich zusagen soll.“
  • dass – falsch: „dass“ leitet keine indirekte Frage ein.
  • denn – falsch: „denn“ verbindet Hauptsätze.

Lücke 6: „… habe ich mich gefreut …“

  • mich – richtig: „sich freuen“ ist ein reflexives Verb. Bei „ich“ heißt es „mich“ (Akkusativ).
  • mir – falsch: Das Verb braucht hier Akkusativ, nicht Dativ.
  • sich – falsch: Das Reflexivpronomen muss zur Person passen (ich → mich).

Lücke 7: „Heute habe ich ihr eine Nachricht geschrieben …“

  • ihr – richtig: „jemandem etwas schreiben“ → Dativ für die Person. Laura ist feminin → „ihr“.
  • sie – falsch: Das wäre Akkusativ oder Nominativ.
  • ihm – falsch: Maskulin.

Lücke 8: „… ein elegantes Kleid im Schrank, das ich nur einmal getragen habe.“

  • das – richtig: Relativpronomen für „das Kleid“. „Kleid“ ist neutral → Relativpronomen: „das“.
  • dass – falsch: „dass“ ist eine Konjunktion, kein Relativpronomen.
  • der – falsch: „der“ passt nicht zum neutralen Wort „Kleid“.

Lücke 9: „… freue mich besonders darauf, alte Bekannte wiederzusehen …“

  • wiederzusehen – richtig: Nach „sich freuen darauf“ folgt ein Infinitiv mit „zu“. Bei trennbaren Verben steht „zu“ zwischen Präfix und Verb: wieder + zu + sehen.
  • wiedersehen – falsch: Nach „darauf“ braucht man „zu“.
  • zu wiedersehen – falsch: „zu“ darf bei trennbaren Verben nicht vor dem ganzen Verb stehen.

Lücke 10: „… ein kleines Wochenende daraus machen.“

  • kleines – richtig: „das Wochenende“ ist neutral. Akkusativ neutral → „ein kleines Wochenende“.
  • kleinen – falsch: Akkusativ maskulin.
  • kleine – falsch: Nominativ oder Akkusativ feminin.

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