Der Verkauf einer alten Kommode

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  1. September 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

ich möchte von einer Erfahrung erzählen, die für mich nicht ganz einfach war. Vor zwei Jahren habe ich von meiner Großmutter eine alte Kommode geerbt. Sie stand viele Jahre in ihrem Schlafzimmer. Die Kommode war aus dunklem Holz und hatte vier große Schubladen. Nach dem Tod meiner Großmutter brachte mein Vater das Möbelstück in meine Wohnung nach Rosenfeld.

Am Anfang freute ich mich sehr über das Erbstück. Meine Großmutter war ein wichtiger Mensch in meinem Leben, und die Kommode erinnerte mich an viele schöne Besuche bei ihr. Deshalb stellte ich sie ins Wohnzimmer. Dort bewahrte ich Fotos, Briefe und andere persönliche Dinge auf.

Mit der Zeit änderte sich jedoch meine Wohnsituation. Im Frühjahr dieses Jahres zog ich in eine kleinere Wohnung. Das neue Wohnzimmer war deutlich kleiner als das alte. Schon beim Umzug bemerkte ich, dass die große Kommode viel Platz brauchte. Zuerst wollte ich sie trotzdem behalten. Nach einigen Wochen merkte ich aber, dass das Zimmer sehr voll wirkte und ich kaum Platz für einen Schreibtisch hatte.

Ich sprach mit meinen Eltern darüber. Mein Vater verstand mein Problem sofort. Meine Mutter fand es zuerst schade, die Kommode zu verkaufen. Schließlich war sie viele Jahre in unserer Familie gewesen. Nach einem längeren Gespräch waren wir uns jedoch einig, dass die Kommode bei jemand anderem besser genutzt werden könnte.

Daraufhin machte ich mehrere Fotos und schrieb eine Anzeige im Internet. Ich erklärte genau, dass die Kommode aus dunklem Holz bestand und ungefähr achtzig Jahre alt war. Schon nach drei Tagen erhielt ich fünf Nachrichten von interessierten Personen.

Am folgenden Samstag kam ein Ehepaar aus der Stadt Eichenberg zu mir. Die beiden sahen sich die Kommode genau an. Sie erzählten, dass sie alte Möbel sammelten und noch Platz in ihrem Haus hatten. Das Gespräch dauerte fast eine Stunde. Am Ende entschieden sie sich für den Kauf. Wir vereinbarten einen Preis von 180 Euro.

Eine Woche später holten sie die Kommode mit einem kleinen Transporter ab. Als das Möbelstück aus meiner Wohnung getragen wurde, war ich etwas traurig. Gleichzeitig war ich erleichtert, weil ich nun mehr Platz hatte.

Heute denke ich noch oft an meine Großmutter. Die Erinnerungen an sie sind geblieben, auch ohne die Kommode. Deshalb glaube ich, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe.

Liebe Grüße

Sarah Neumann

In der Kommode findet Sarah Briefe, persönliche Dinge und Fotos von ihrer Großmutter.

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✗ Falsch.

Sarah hat die Sachen nicht gefunden, sondern selbst dort aufbewahrt: Dort bewahrte ich Fotos, Briefe und andere persönliche Dinge auf. Es waren ihre eigenen Dinge, nicht die ihrer Großmutter.

💡 Falle: Verb-Falle. Finden (entdecken) ist etwas anderes als aufbewahren (selbst hineinlegen). Außerdem ist der Zusatz von ihrer Großmutter erfunden.

👉 Schlüsselwörter: dort bewahrte ich Fotos, Briefe und … persönliche Dinge auf.

Grammatik: Das Verb aufbewahren zeigt eine eigene, absichtliche Handlung – nicht das zufällige Finden fremder Dinge.

Richtig Falsch

 

Sarah bekommt Platzschwierigkeiten, als sie aus ihrem Elternhaus in eine eigene Wohnung mit einem kleineren Wohnzimmer zieht.

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✗ Falsch.

Sarah zog nicht aus dem Elternhaus aus, sondern aus ihrer früheren eigenen Wohnung in eine kleinere Wohnung. Ihr neues Wohnzimmer war deutlich kleiner als das alte – sie hatte also schon vorher eine eigene Wohnung.

💡 Falle: Erfundenes Detail. Das Elternhaus kommt im Text gar nicht als Auszugsort vor. Der Umzug ging von einer alten zu einer kleineren Wohnung.

👉 Schlüsselwörter: zog ich in eine kleinere Wohnung, kleiner als das alte.

Grammatik: Der Vergleich kleiner als das alte (Wohnzimmer) setzt eine frühere eigene Wohnung voraus, kein Elternhaus.

Richtig Falsch

 

Sarah benutzt die Kommode aus Platzgründen auch als Schreibtisch.

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✗ Falsch.

Im Gegenteil: Weil die Kommode so viel Platz brauchte, hatte Sarah kaum Platz für einen Schreibtisch. Sie benutzte die Kommode nicht als Schreibtisch.

💡 Falle: Sinnumkehr. Der Text sagt, dass ein Schreibtisch fehlte – die Aussage macht daraus fälschlich eine Doppelnutzung der Kommode.

👉 Schlüsselwörter: kaum Platz für einen Schreibtisch.

Grammatik: Die Wendung Platz für etwas haben betrifft hier den fehlenden Raum für einen Schreibtisch – nicht eine neue Funktion der Kommode.

Richtig Falsch

 

Sarah möchte die Kommode nicht verkaufen, ohne vorher Rücksprache mit ihren Eltern gehalten zu haben.

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✓ Richtig.

Bevor Sarah die Kommode verkaufte, sprach sie mit ihren Eltern darüber. Erst nach einem längeren Gespräch waren sich alle einig. Sie hielt also vorher Rücksprache.

💡 Falle: Synonym-Falle. Das Wort Rücksprache steht nicht im Text. Man muss erkennen, dass mit den Eltern darüber sprechen genau das bedeutet.

👉 Schlüsselwörter: ich sprach mit meinen Eltern darüber, nach einem längeren Gespräch waren wir uns einig.

Grammatik: Rücksprache halten bedeutet, sich vorher mit jemandem zu besprechen – das passt zum Gespräch mit den Eltern.

Richtig Falsch

 

Die Resonanz auf die Anzeige ist gut.

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✓ Richtig.

Schon nach drei Tagen erhielt Sarah fünf Nachrichten von interessierten Personen. So viele Anfragen in kurzer Zeit zeigen eine gute Resonanz.

💡 Falle: Synonym-Falle. Das Wort Resonanz steht nicht im Text. Man muss aus fünf Nachrichten in drei Tagen schließen, dass das Interesse groß war.

👉 Schlüsselwörter: schon nach drei Tagen fünf Nachrichten von interessierten Personen.

Grammatik: Resonanz bedeutet Reaktion oder Rücklauf – viele Nachrichten in kurzer Zeit sind eine gute Reaktion.

Richtig Falsch

 

Die Eheleute aus Eichberg kaufen die Kommode, weil sie eine Kommode brauchen.

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✗ Falsch.

Das Ehepaar kaufte die Kommode, weil es alte Möbel sammelte und noch Platz im Haus hatte – nicht aus einem konkreten Bedarf an einer Kommode.

💡 Falle: Ursache-Falle. Der Grund wird vertauscht: Das Sammeln alter Möbel (ein Hobby) ist etwas anderes als das Brauchen eines Stücks.

👉 Schlüsselwörter: sie sammelten alte Möbel und hatten noch Platz.

Grammatik: Der weil-Satz in der Aussage nennt einen falschen Grund (brauchen) – der Text nennt einen anderen (sammeln).

Richtig Falsch

 


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