Sprachkurs
Deutsch
Im Deutschen bedeutet der Brotkorb eigentlich „der Korb für Brot“. In festen Redewendungen bekommt das Wort jedoch eine übertragene Bedeutung. Es wird vor allem in Ausdrücken verwendet, die mit Einschränkung, Sparsamkeit oder der Verringerung von Unterstützung zu tun haben.
Im Folgenden steht eine verständliche Erklärung, gestützt auf zuverlässige Wörterbücher wie Duden und DWDS (Stand: Dezember 2025).
Die Redewendung „den Brotkorb höher hängen“ ist der bekannteste Ausdruck mit diesem Wort.
Bedeutung:
„Etwas (z. B. Geld, Hilfe oder Unterstützung) sparsamer geben; die Bedingungen verschärfen; den Zugang zu Ressourcen erschweren.“
Das Bild dahinter: Wenn der Brotkorb höher hängt, kommt man schlechter dran – man bekommt also weniger oder nur mit Mühe das, was man möchte.
Früher wurde ein Brotkorb oft hoch aufgehängt, damit Tiere oder kleine Kinder nicht an das Essen gelangen konnten. Je höher der Korb hing, desto schwerer war es, das Brot zu erreichen.
Daraus entwickelte sich die Metapher: Wer „den Brotkorb höher hängt“, macht bewusst etwas schwieriger erreichbar und begrenzt damit den Zugang.
Die Redewendung kommt vor allem in der Umgangssprache und in Zeitungsartikeln vor.
Beispiele:
„Nach den schlechten Geschäftszahlen hängt der Chef den Brotkorb höher.“
→ Das Unternehmen spart stärker, der Chef gibt weniger frei.
„Wenn Kinder zu verschwenderisch sind, hängen die Eltern den Brotkorb höher.“
→ Die Eltern reduzieren das Taschengeld.
Das Wort Brotkorb findet man fast nur in der oben genannten Redewendung. Es gibt jedoch andere feste Ausdrücke mit Brot, die zum gleichen Bedeutungsfeld gehören:
Diese Ausdrücke haben keine direkte Verbindung zu „Brotkorb“, gehören aber ebenfalls zum Themenbereich Versorgung und Lebensunterhalt.
Die Redewendung ist passend, wenn es darum geht:
Sie passt nicht, wenn es um Strafen, Verbote oder erzieherische Maßnahmen ohne Bezug zu Ressourcen geht.
In Prüfungen wie Goethe, telc oder DTZ wird bewertet, wie abwechslungsreich und angemessen Ihr Wortschatz ist.
Der richtige Einsatz von Redewendungen wie „den Brotkorb höher hängen“ führt zu einer besseren Bewertung, weil:
a. Redewendungen zeigen natürliche Sprachkompetenz
Sie beweisen, dass Sie nicht nur Grundwortschatz beherrschen, sondern echte Alltagssprache.
b. Sie verbessern die Bewertung im Bereich „Wortschatzvielfalt“
Ein idiomatischer Ausdruck wirkt reifer und stilistisch stärker als einfache Formulierungen.
c. Ihre Texte werden lebendiger und kommunikativer
Prüfer achten darauf, ob ein Text überzeugend, klar und stilistisch ansprechend ist.
Eine passende Redewendung steigert die Qualität sofort.
d. Sie zeigen ein höheres Niveau im Umgang mit Bedeutung und Kontext
Wer eine Redewendung richtig einsetzt, zeigt Verständnis für metaphorische Sprache – ein wichtiges Kriterium für höhere Punktzahlen.
e. Der Gesamteindruck der Sprachverwendung wird deutlich positiver
Ein gelungener idiomatischer Ausdruck kann ein ganzes Schreiben oder eine ganze mündliche Antwort aufwerten.
„Den Brotkorb höher hängen“ bedeutet, Bedingungen zu verschärfen oder Unterstützung zu reduzieren. Die Metapher stammt aus dem Alltag: Ein höher aufgehängter Brotkorb ist schwerer zu erreichen – genauso wird etwas im übertragenen Sinn schwerer zugänglich.
Die Redewendung ist fest im Sprachgebrauch verankert und beschreibt typische Situationen aus Wirtschaft, Familie und Alltag.
Und: Der richtige Einsatz solcher Redewendungen in Prüfungen erhöht Ihre Punktzahl, weil er Sprachsicherheit, Vielfalt und natürlichen Ausdruck zeigt.

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