Kennenlern-Dialog für die mündliche Prüfung

Teil 1 – Einander kennenlernen

Unterhalten Sie sich mit Ihrer Partnerin bzw. Ihrem Partner über folgende Themen:

  • Name
  • Woher sie oder er kommt
  • Wie sie oder er wohnt (Wohnung, Haus, Garten …)
  • Familie
  • Wo sie oder er Deutsch gelernt hat
  • Was sie oder er macht (Schule, Studium, Beruf …)
  • Sprachen (welche? wie lange? warum?)

Die Prüfenden können außerdem noch weitere Fragen stellen.

Mögliche Zusatzthemen für Prüfende sind:

  • welche Pläne sie oder er für die Zukunft in Deutschland hat
  • was ihr oder ihm an Deutschland gefällt

Beispiel

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TN1: Guten Tag, mein Name ist Farid. Wie heißen Sie?

TN2: Guten Tag Farid, ich bin Agnieszka. Freut mich, Sie kennenzulernen. Aus welchem Land kommen Sie?

TN1: Ich komme aus Afghanistan, aus Kabul. Seit drei Jahren lebe ich hier in Deutschland. Und Sie? Wo sind Sie geboren?

TN2: Geboren bin ich in Polen, in Krakau. Das ist eine sehr schöne, alte Stadt im Süden des Landes. Wo wohnen Sie hier in Deutschland?

TN1: Zurzeit habe ich eine Zwei-Zimmer-Wohnung in Köln, im vierten Stock ohne Aufzug. Das ist manchmal anstrengend, vor allem mit den Einkäufen, aber die Lage ist sehr gut. Und wie sieht Ihre Wohnsituation aus?

TN2: Bei mir ist es etwas anders. Mein Mann und ich haben vor zwei Jahren ein kleines Reihenhaus am Stadtrand gekauft. Vor dem Haus gibt es einen Garten, in dem ich Kräuter und Erdbeeren pflanze. Erzählen Sie mir doch ein bisschen über Ihre Familie!

TN1: Gerne. Meine Frau und meine drei Kinder sind mit mir hier. Mein ältester Sohn ist schon zwölf, dann kommt meine Tochter mit neun, und der Kleine ist erst vier und geht in den Kindergarten. Wie groß ist denn Ihre Familie?

TN2: Wir sind eine kleine Familie. Mein Mann arbeitet als Ingenieur, und wir haben einen Sohn, der bald sein Abitur macht. Ach, und natürlich unsere Katze Minka, sie gehört auch dazu! Wo haben Sie eigentlich Deutsch gelernt?

TN1: Am Anfang war es sehr schwer. Ich habe einen Integrationskurs besucht und danach noch einen Sprachkurs für B1. Außerdem übe ich jeden Abend mit einer App auf dem Handy, ungefähr eine halbe Stunde lang. Wie haben Sie Deutsch gelernt?

TN2: In der Schule in Polen hatte ich schon Deutsch als zweite Fremdsprache, aber das ist lange her. Als ich nach Deutschland gekommen bin, habe ich einen Intensivkurs an der Volkshochschule besucht, und am meisten habe ich gelernt, indem ich einfach mit den Nachbarn gesprochen habe. Was machen Sie hier beruflich?

TN1: Ich arbeite als Lagerist in einer großen Firma, das heißt, ich kümmere mich um die Waren, die ankommen und wieder rausgehen. Davor war ich in Afghanistan Lehrer für Mathematik, aber leider wird mein Diplom hier nicht anerkannt. Und Sie? Was ist Ihr Beruf?

TN2: Ich bin Krankenschwester von Beruf und arbeite in einem Krankenhaus auf der Kinderstation. Die Arbeit ist anstrengend, aber wenn ich sehe, wie es den kleinen Patienten besser geht, ist das ein wunderbares Gefühl. Welche Sprachen sprechen Sie?

TN1: Meine Muttersprache ist Dari, außerdem spreche ich Paschtu, ein bisschen Englisch und natürlich Deutsch. Deutsch lerne ich seit drei Jahren, weil ich hier eine sichere Zukunft für meine Kinder möchte. Welche Sprachen können Sie?

TN2: Polnisch ist meine Muttersprache, dazu kommen Deutsch und Englisch. Ein wenig Russisch verstehe ich auch, weil das in meiner Schulzeit Pflichtfach war. Deutsch ist für mich besonders wichtig, weil ich im Krankenhaus jeden Tag mit Patienten und Ärzten sprechen muss.

Prüfer (an TN1): Herr Farid, welche Pläne haben Sie für die Zukunft in Deutschland?

TN1: Mein größter Wunsch ist es, irgendwann wieder als Lehrer zu arbeiten. Dafür müsste ich aber zuerst mein Deutsch noch weiter verbessern, am besten bis C1, und dann eine Anerkennung meines Diploms beantragen. Außerdem möchte ich, dass meine Kinder hier eine gute Schule besuchen und später studieren können.

Prüfer (an TN2): Frau Agnieszka, was gefällt Ihnen besonders an Deutschland?

TN2: Was mir wirklich gefällt, ist die Pünktlichkeit und die Ordnung im Alltag. Wenn ein Termin um zehn Uhr ist, dann beginnt er auch um zehn Uhr, und das macht das Leben einfacher. Außerdem mag ich die schönen Wälder und die vielen Radwege, denn am Wochenende fahre ich gerne mit dem Fahrrad raus aus der Stadt.

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