Sprachkenntnissen
Sie hören vier Gespräche. Welcher der Sätze a–f passt am besten zu welchem Gespräch? Markieren Sie Ihre Lösungen für die Aufgaben. Lesen Sie jetzt die Sätze a–f. Dazu haben Sie eine Minute Zeit.
56% (670 von 1194 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)
Gespräch 1
Herr: Lena, ich habe gehört, dass du nächsten Monat einen Französischkurs machst. Wie schön! Fährst du dann nach Paris?
Frau: Das wäre natürlich wunderbar. Aber ich fahre nicht weg, sondern belege drei Wochen lang einen Intensivkurs in einer Sprachschule hier in der Stadt.
Herr: Nimmst du dafür eigentlich Urlaubstage?
Frau: Nein, das muss ich nicht. Ich habe nämlich Bildungsurlaub beantragt.
Herr: Bildungsurlaub? Das klingt interessant.
Frau: Ja, den haben wir doch alle. Ich hatte ihn in den letzten zwei Jahren nie genommen. Deshalb stehen mir dieses Jahr sogar drei Wochen für eine solche Weiterbildung zu. Ich muss dafür keinen einzigen Urlaubstag opfern.
Herr: Und wie bist du auf Französisch gekommen?
Frau: Ich betreue seit einiger Zeit unsere Geschäftspartner in Belgien und in der Westschweiz. Mündlich läuft das eigentlich ganz gut, aber wenn ich Angebote oder Berichte auf Französisch schreiben soll, stoße ich schnell an meine Grenzen.
Herr: Das macht absolut Sinn. Dann wünsche ich dir viel Erfolg!
Gespräch 2
Frau: Habt ihr eigentlich schon gehört, dass die Geschäftsführung überlegt, den Vertrag mit unserem Dolmetscherbüro nicht mehr zu verlängern? Stimmt das wirklich?
Herr 1: Das kann ich mir kaum vorstellen. Wir sind doch ständig darauf angewiesen, wenn es um Korrespondenz mit dem Ausland geht.
Herr 2: Ja, genau. Ich musste erst letzte Woche eine technische Dokumentation für unsere polnischen Partner vorbereiten. Zum Glück konnte ich sie auf Deutsch einreichen. Die Fachleute beim Dolmetscherbüro bringen das auf Polnisch natürlich viel besser rüber, als ich das je könnte.
Frau: Ich spreche kein einziges Wort Polnisch. Das kann doch auch niemand von uns ernsthaft verlangen.
Herr 1: Unser Team ist ja ziemlich international zusammengesetzt. Vielleicht geht die Firma davon aus, dass intern genug Sprachkompetenz vorhanden ist, um Präsentationen und Angebote selbst zu übersetzen.
Frau: Aber das wäre doch alles andere als professionell.
Herr 2: Da bin ich völlig deiner Meinung. Auf diesen Dienst können wir schlicht nicht verzichten. Ich hoffe wirklich, dass der Vertrag verlängert wird.
Gespräch 3
Frau: Hallo, Tamar. Hast du kurz einen Moment für mich?
Herr: Natürlich, Sonja. Was ist denn los?
Frau: Ich berate gerade eine Kundin, die eine neue Versicherung abschließen möchte. Ihr Deutsch ist eigentlich ganz ordentlich, aber jetzt geht es um die konkreten Vertragsbedingungen und Klauseln — das wird ihr zu kompliziert. Sie spricht Russisch als Muttersprache. Könntest du ihr das auf Russisch erklären?
Herr: Ja, das mache ich gerne. Am besten übernehme ich die Kundin komplett von dir. Du kannst dich dann um die anderen Anfragen kümmern, die noch auf dich warten.
Frau: Ich habe ihr aber schon den gesamten Ablauf erklärt und ihr verschiedene Tarife vorgestellt. Den Abschluss würde ich eigentlich gerne selbst begleiten.
Herr: Ah, ich verstehe — wegen der Abschlussprovision natürlich. Das ist ja völlig nachvollziehbar. Na gut, dann gehen wir einfach gemeinsam zu ihr.
Frau: Danke, Tamar. Ich weiß wirklich nicht, was ich ohne dich machen würde.
Gespräch 4
Frau 1: Habt ihr es schon gelesen? Ab übernächster Woche bietet uns die Firma Deutschkurse an! Habt ihr euch schon für einen Kurs entschieden?
Herr: Also ich brauche das wirklich nicht. Seit fast fünfundzwanzig Jahren arbeite ich hier und nie hat sich irgendjemand für mein Deutsch interessiert. Und in meinem Alter fange ich damit bestimmt nicht mehr an.
Frau 2: Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie gut mein Deutsch eigentlich ist. Die Lehrkräfte werden uns sicherlich beraten, welcher Kurs der richtige für uns wäre, oder? Vielleicht machen die ja auch einen Einstufungstest, damit man in den passenden Kurs kommt.
Herr: Einen Test? Das wird ja immer absurder. Ich arbeite seit Jahren hier, ohne dass das jemals ein Thema gewesen wäre. Und jetzt soll ich plötzlich in einen Kurs gehen und auch noch Tests schreiben? Das gefällt mir überhaupt nicht.
Frau 1: Rolf, das mag ja sein — aber weil dein Deutsch so schwach ist, muss immer ich einspringen, sobald unsere deutschsprachigen Partner anrufen. Das soll sich jetzt endlich ändern.
Frau 2: Elena hat völlig recht. Wir arbeiten zunehmend mit Partnern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen. Ich finde es wirklich gut, dass die Firma diesen Schritt jetzt endlich unternimmt.
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