Taxifahrerin

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Sie hören nun ein Gespräch. Dazu sollen Sie 10 Aufgaben lösen. Sie hören das Gespräch zweimal. Entscheiden Sie beim Hören, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.

1% (18 von 1300 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)

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Moderator:
Guten Abend, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer. Heute sprechen wir über einen Beruf, bei dem man täglich ganz unterschiedliche Menschen trifft. Bei mir im Studio ist Anna Berger, die seit einigen Jahren regelmäßig mit Fahrgästen durch eine mittelgroße Stadt unterwegs ist. Guten Abend, Frau Berger.

Anna Berger:
Guten Abend.

Moderator:
Frau Berger, Sie sind nicht von Anfang an in diesem Bereich tätig gewesen. Wie kam es dazu?

Anna Berger:
Das hat sich eher nach und nach entwickelt. Ich habe früher etwas ganz anderes gemacht und bin dann über einen Bekannten auf die Idee gekommen, es einmal auszuprobieren. Am Anfang war das nur als Übergang gedacht, aber mit der Zeit habe ich gemerkt, dass mir diese Arbeit mehr gibt, als ich erwartet hatte.

Moderator:
Sie fahren nicht nur in der Innenstadt, sondern auch in ruhigeren Gegenden. Gibt es da Unterschiede?

Anna Berger:
Ja, durchaus. In kleineren Orten kennt man sich schneller, viele Fahrgäste sieht man öfter. Dort sind es eher private Wege, Einkäufe oder Arztbesuche. Termine mit Anzug und Aktenmappe spielen dort eine geringere Rolle als im Zentrum.

Moderator:
Man hört oft, dass sich zwischen Fahrern und Fahrgästen besondere Gespräche entwickeln.

Anna Berger:
Das stimmt teilweise. Viele Menschen erzählen gern, vor allem wenn sie merken, dass man zuhört. Aber das hat weniger damit zu tun, dass sie jemanden nicht kennen, sondern eher damit, dass sie sich für kurze Zeit sicher fühlen und wissen, dass das Gespräch im Auto bleibt.

Moderator:
Gab es Situationen, die Ihnen besonders nahegegangen sind?

Anna Berger:
Natürlich gibt es Momente, die einen berühren. Man hört Geschichten über Trennungen, Stress oder Einsamkeit. Aber das bleibt auf einer professionellen Ebene. Gefühle im privaten Sinn haben dabei keine Rolle gespielt.

Moderator:
Gibt es Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Fahrgästen?

Anna Berger:
Ja, ein bisschen. Männer reden oft über Arbeit, Autos oder aktuelle Themen. Frauen sprechen eher über persönliche Dinge, aber das ist natürlich nicht immer so und hängt stark von der Person ab.

Moderator:
Lohnt sich die Arbeit finanziell?

Anna Berger:
Es gibt Tage, da läuft es besser, und andere, da weniger. Manchmal geben Fahrgäste etwas extra, wenn sie zufrieden sind, aber das kann man nicht einplanen.

Moderator:
Wie sieht Ihr Ausgleich nach einem langen Arbeitstag aus?

Anna Berger:
Ich versuche, mich zu bewegen. Sport ist mir wichtig, aber nicht um jeden Preis. Besonders gern gehe ich schwimmen, weil ich dort abschalten und den Tag hinter mir lassen kann.

Moderator:
Fahren Sie zu jeder Tageszeit?

Anna Berger:
Nicht ausschließlich. Ich bevorzuge den Tag, aber ab und zu bin ich auch abends unterwegs, je nachdem, wie es passt.

Moderator:
Viele junge Fahrer haben Respekt vor der Nachtarbeit. Wie sehen Sie das?

Anna Berger:
Ich habe den Eindruck, dass Jüngere manchmal entspannter damit umgehen. Vielleicht fehlt ihnen ein bisschen die Erfahrung, die vorsichtig macht.

Moderator:
Vielen Dank für das Gespräch.

Anna Berger:
Sehr gern.

0 / 10 richtige Optionen

1

Frau Berger arbeitet erst seit kurzer Zeit als Taxifahrerin.

1 – FALSCH (–)

Aussage: Frau Berger arbeitet erst seit kurzer Zeit als Taxifahrerin.

Textgrundlage: „…die seit einigen Jahren regelmäßig mit Fahrgästen unterwegs ist.“

Erklärung: „Seit einigen Jahren“ widerspricht klar der Aussage „erst seit kurzer Zeit“.

Typische Hörfalle: Übergangsphase am Anfang ≠ kurze Berufsdauer.

2

In der Kleinstadt hatte Frau Berger keine Geschäftsleute als Fahrgäste.

2 – FALSCH (–)

Aussage: In der Kleinstadt hatte Frau Berger keine Geschäftsleute als Fahrgäste.

Textgrundlage: „Termine mit Anzug und Aktenmappe spielen dort eine geringere Rolle.“

Erklärung: Es wird gesagt, dass Geschäftsfahrten seltener sind – nicht, dass es sie gar nicht gibt.

Typische Hörfalle: weniger ≠ keine.

3

Frau Berger hatte schon einmal Gefühle für einen Fahrgast.

3 – FALSCH (–)

Aussage: Frau Berger hatte schon einmal Gefühle für einen Fahrgast.

Textgrundlage: „Gefühle im privaten Sinn haben dabei keine Rolle gespielt.“

Erklärung: Emotionale Geschichten ≠ persönliche Gefühle.

Typische Hörfalle: berührende Gespräche ≠ Verliebtheit.

4

Fahrgäste erzählen viel, weil sie die Fahrerin nicht persönlich kennen.

4 – FALSCH (–)

Aussage: Fahrgäste erzählen viel, weil sie die Fahrerin nicht persönlich kennen.

Textgrundlage: „…weniger damit zu tun, dass sie jemanden nicht kennen, sondern … sich für kurze Zeit sicher fühlen.“

Erklärung: Der genannte Grund ist Sicherheit, nicht Anonymität.

Typische Hörfalle: plausible Erklärung ≠ genannte Erklärung.

5

Männer sprechen im Taxi eher über sachliche Themen.

5 – RICHTIG (+)

Aussage: Männer sprechen im Taxi eher über sachliche Themen.

Textgrundlage: „Männer reden oft über Arbeit, Autos oder aktuelle Themen.“

Erklärung: Die Aussage gibt den Inhalt korrekt wieder.

Hinweis: „oft“ reicht für eine richtige Aussage aus.

6

Frau Berger bekommt von Fahrgästen manchmal zusätzliches Geld.

6 – RICHTIG (+)

Aussage: Frau Berger bekommt von Fahrgästen manchmal zusätzliches Geld.

Textgrundlage: „Manchmal geben Fahrgäste etwas extra.“

Erklärung: Die Information wird direkt bestätigt.

7

In ihrer Freizeit ist Sport für Frau Berger am wichtigsten.

7 – FALSCH (–)

Aussage: In ihrer Freizeit ist Sport für Frau Berger am wichtigsten.

Textgrundlage: „Sport ist mir wichtig, aber nicht um jeden Preis.“

Erklärung: Sie relativiert die Bedeutung von Sport deutlich.

Typische Hörfalle: wichtig ≠ wichtigste Sache.

8

Beim Schwimmen kann Frau Berger nach der Arbeit entspannen.

8 – RICHTIG (+)

Aussage: Beim Schwimmen kann Frau Berger nach der Arbeit entspannen.

Textgrundlage: „…weil ich dort abschalten und den Tag hinter mir lassen kann.“

Erklärung: Abschalten entspricht klar Entspannung.

9

Frau Berger hat sich entschieden, ausschließlich tagsüber Taxi zu fahren.

9 – FALSCH (–)

Aussage: Frau Berger hat sich entschieden, ausschließlich tagsüber Taxi zu fahren.

Textgrundlage: „Ich bevorzuge den Tag, aber ab und zu bin ich auch abends unterwegs.“

Erklärung: „bevorzugen“ bedeutet nicht „ausschließlich“.

Typische Hörfalle: Vorliebe ≠ feste Entscheidung.

10

Nach Meinung von Frau Berger haben jüngere Taxifahrer nachts weniger Angst.

10 – RICHTIG (+)

Aussage: Nach Meinung von Frau Berger haben jüngere Taxifahrer nachts weniger Angst.

Textgrundlage: „Ich habe den Eindruck, dass Jüngere manchmal entspannter damit umgehen.“

Erklärung: „entspannter umgehen“ entspricht inhaltlich „weniger Angst haben“.

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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