Eishockeyspielerin
Sie hören nun ein Gespräch. Dazu sollen Sie 10 Aufgaben lösen. Sie hören das Gespräch zweimal. Entscheiden Sie beim Hören, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
15% (114 von 783 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)
Moderator:
Guten Abend, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer. Unser heutiger Gast ist Mila Petrova. Sie ist eine bekannte Eishockeyspielerin und lebt aktuell in Nordrhein-Westfalen. Frau Petrova, oder darf ich Mila sagen?
Mila:
Gerne, Mila ist völlig in Ordnung.
Moderator:
Mila, Sie sind in Duisburg groß geworden. Ihre Familie lebt noch dort. Ist das für Sie so etwas wie Heimat geblieben?
Mila:
Ja, auf jeden Fall. Ich habe dort den größten Teil meiner Kindheit verbracht. Meine Eltern und viele Freunde sind noch da. Ich bin zwar oft unterwegs, aber wenn ich in Duisburg bin, fühlt sich das immer noch sehr vertraut an.
Moderator:
Geboren wurden Sie in Kiew und sind als kleines Kind nach Deutschland gekommen. Spielt die Ukraine heute noch eine Rolle für Sie?
Mila:
Natürlich. Ich habe viele Erinnerungen an meine ersten Jahre dort. Aber mein Alltag und mein Leben finden heute ganz klar hier statt.
Moderator:
Der Anfang war nicht einfach. Wie sind Sie zum Sport gekommen?
Mila:
Sport war für mich ein wichtiger Ausgleich. Vor allem das Eishockey. Über den Sport habe ich schnell Anschluss gefunden und gemerkt,
dass Leistung eine Sprache ist, die alle verstehen. Das hat mir sehr geholfen.
Moderator:
Ihre Eltern waren anfangs nicht begeistert.
Mila:
Nein, besonders mein Vater. Er konnte sich lange nicht vorstellen, dass ein Mädchen diesen Sport ernsthaft betreibt. Ich bin trotzdem gegangen, zuerst ohne viel darüber zu sprechen. Irgendwann hat er mich dann spielen gesehen und seine Meinung komplett geändert. Heute verfolgt er jedes Spiel – manchmal kritischer als der Trainer.
Moderator:
Sie haben nicht in einer Hockeyschule angefangen, sondern draußen gespielt.
Mila:
Genau. Ich habe auf zugefrorenen Plätzen gespielt, nach der Schule,
oft stundenlang. Eigentlich war ich kaum zu Hause. Ich habe fast jede freie Minute auf dem Eis verbracht.
Moderator:
Waren Sie damals das einzige Mädchen?
Mila:
Am Anfang ja. Die Jungs haben gelacht und wollten mich nicht mitspielen lassen. Das hat sich aber geändert, als sie gemerkt haben,
dass ich mithalten kann.
Moderator:
Gab es auch Konflikte?
Mila:
Manchmal. Vor allem bei Spielen gegen andere Gruppen. Da wurde es schon emotional. Aber ich hatte immer Unterstützung von Freunden und meiner Familie.
Moderator:
Viele junge Menschen sehen Sie heute als Vorbild.
Mila:
Das bekomme ich mit. Ich erhalte viele Nachrichten, von Mädchen, aber auch von Jungs. Das freut mich sehr.
Moderator:
Und privat? Denken Sie an Familie?
Mila:
Natürlich. Das ist ein Wunsch von mir. Aber im Moment steht der Sport im Mittelpunkt. Das lässt sich nicht immer leicht kombinieren.
Moderator:
Im Vergleich zu männlichen Profis ist das schwieriger?
Mila:
Ja, definitiv. Bei den Männern sind die Rahmenbedingungen anders. Sie können vieles früher planen.
Moderator:
Wenn über die Nationalmannschaft berichtet wird, stehen Sie oft im Mittelpunkt.
Mila:
Das wird manchmal übertrieben. Ich bin in erster Linie da, um zu spielen und das Team zu unterstützen. Alles andere ist zweitrangig.
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