Kindern mit besonderen Bedürfnissen
Sie hören nun ein Gespräch. Dazu sollen Sie 10 Aufgaben lösen. Sie hören das Gespräch zweimal. Entscheiden Sie beim Hören, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
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Moderatorin: Guten Abend, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer. Immer mehr Vereine leisten heute wichtige Arbeit im sozialen Bereich. Laut aktuellen Zahlen lebt in Österreich etwa eines von 700 Kindern mit dem Down-Syndrom. Bei mir im Studio ist heute Sabine Keller. Sie koordiniert die Arbeit des Vereins „Miteinander Stark" in Graz, der Familien mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen unterstützt. Guten Abend, Frau Keller.
Frau Keller: Guten Abend.
Moderatorin: Frau Keller, Ihr Verein existiert noch nicht sehr lange, hat aber schnell Aufmerksamkeit bekommen. Wie hat alles begonnen?
Frau Keller: Der Verein wurde vor drei Jahren gegründet. Damals war ich noch nicht in der heutigen Funktion tätig, sondern habe zunächst in einzelnen Projekten mitgearbeitet. Erst später habe ich mehr Verantwortung übernommen und die Arbeit stärker koordiniert.
Moderatorin: Hätten Sie sich damals schon vorstellen können, wie groß Ihre Rolle einmal werden würde?
Frau Keller: Eigentlich nicht. Ursprünglich hätte ich fast nur bei einem einzigen Projekt mitgeholfen und mich danach wieder zurückgezogen. Dass daraus eine so große Aufgabe werden würde, hätte ich mir damals nicht träumen lassen.
Moderatorin: An wen richten sich Ihre Angebote?
Frau Keller: Im Mittelpunkt stehen Familien mit Kindern mit Down-Syndrom. Aber wir arbeiten auch mit anderen zusammen, zum Beispiel mit Geschwistern oder mit Menschen aus dem Umfeld der Familien. Es geht also nicht nur um eine einzige Gruppe.
Moderatorin: Welche Angebote gibt es konkret?
Frau Keller: Ein wichtiger Bereich sind regelmäßige Freizeitaktivitäten. Diese starten meist nach den Sommerferien und laufen bis zum Ende des Schuljahres. So können die Kinder über einen längeren Zeitraum kontinuierlich teilnehmen, ohne dass es ständig Unterbrechungen gibt.
Moderatorin: Arbeiten Sie dabei auch mit Bildungseinrichtungen zusammen?
Frau Keller: Ja. Wir stehen in Kontakt mit mehreren Schulen und tauschen uns mit Lehrkräften aus, wenn es um Unterstützung im Alltag geht. Dabei geht es nicht um Unterricht, sondern um Begleitung und Verständnis.
Moderatorin: Wie sieht es mit den Kosten für die Familien aus?
Frau Keller: Für die Teilnahme selbst müssen die Familien nichts bezahlen. Allerdings entstehen gemeinsame Ausgaben, zum Beispiel für Materialien oder Ausflüge. Diese werden über einen jährlichen Beitrag oder über Spenden gedeckt.
Moderatorin: Wer betreut die Kinder bei den Angeboten?
Frau Keller: Ein großer Teil der Arbeit wird von Ehrenamtlichen getragen. Sie unterstützen bei Aktivitäten, helfen bei der Organisation und sind Ansprechpartner vor Ort. Für pädagogische Fragen arbeiten wir jedoch mit Fachkräften zusammen.
Moderatorin: Gibt es auch Unterstützung außerhalb der Freizeitangebote?
Frau Keller: Ja. Viele Familien wenden sich an uns, wenn sie Termine bei Ämtern haben oder Hilfe beim Ausfüllen von Formularen brauchen. In solchen Fällen begleiten wir sie oder vermitteln passende Ansprechpartner.
Moderatorin: Nehmen Kinder und Eltern gemeinsam teil?
Frau Keller: Das kommt darauf an. Einige Angebote richten sich speziell an Kinder, andere an Eltern. Gemeinsame Aktivitäten gibt es zwar auch, aber eher gelegentlich.
Moderatorin: Gibt es Überlegungen, das Angebot auch auf andere Städte auszuweiten?
Frau Keller: Wir denken schon länger darüber nach, aber konkrete Schritte gibt es dafür noch nicht. Das ist bisher eher ein Thema, das wir im Vorstand diskutieren.
Moderatorin: Vielen Dank für das Gespräch.
Frau Keller: Sehr gern.
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