Verein UKI in Linz
Sie hören nun ein Gespräch. Dazu sollen Sie 10 Aufgaben lösen. Sie hören das Gespräch zweimal. Entscheiden Sie beim Hören, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
15% (75 von 503 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)
Moderatorin:
Guten Abend, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer. Immer mehr Menschen leben heute in Österreich, kommen aber aus ganz unterschiedlichen Lebenssituationen und stehen vor der Aufgabe, sich sprachlich und im Alltag zurechtzufinden. Bei mir im Studio ist Eva Böck, sie leitet den Verein UKI in Linz. Guten Abend, Frau Böck.
Frau Böck:
Guten Abend.
Moderatorin:
Frau Böck, Ihr Verein existiert schon seit vielen Jahren. Hat sich Ihre Arbeit im Vergleich zu früher verändert?
Frau Böck:
Ja, deutlich. Am Anfang ging es oft um erste Schritte nach der Ankunft. Heute begleiten wir viele Menschen über längere Zeit. Einige arbeiten bereits, andere bereiten sich auf Ausbildung oder neue berufliche Wege vor. Die Unterstützung endet also nicht nach kurzer Zeit.
Moderatorin:
An wen richten sich Ihre Angebote heute?
Frau Böck:
An sehr unterschiedliche Gruppen. Natürlich kommen Menschen zu uns, die ursprünglich aus anderen Ländern stammen. Aber auch Personen, die schon länger hier leben und sich sprachlich weiterentwickeln möchten, nehmen unsere Angebote wahr. Wir schließen niemanden aus.
Moderatorin:
Viele sprechen von Ihren Kursen am Abend. Wie sind diese organisiert?
Frau Böck:
Diese Kurse richten sich vor allem an Menschen, die tagsüber beruflich eingebunden sind. Sie beginnen Anfang September und enden Ende Mai des folgenden Jahres. In dieser Zeit treffen sich die Gruppen regelmäßig, sodass kontinuierliches Lernen möglich ist.
Moderatorin:
Gibt es auch Angebote für jüngere Teilnehmende?
Frau Böck:
Ja. Wir haben eigene Kurse für Jugendliche, die sich auf den Schulbesuch in Österreich vorbereiten. Dabei geht es nicht nur um Sprache, sondern auch um Situationen, die im Unterricht eine Rolle spielen.
Moderatorin:
Beschränkt sich Ihre Arbeit ausschließlich auf Sprachunterricht?
Frau Böck:
Nein. Deutsch ist wichtig, aber wir bieten auch Kurse an, die sich mit Alltagsthemen, dem Berufsleben oder der Orientierung im System beschäftigen.
Moderatorin:
Wer begleitet die Teilnehmenden im Unterricht?
Frau Böck:
Unsere Lehrkräfte unterrichten Deutsch, übernehmen aber häufig zusätzliche Aufgaben. Sie hören zu, geben Hinweise und helfen weiter,
wenn jemand unsicher ist oder Fragen hat.
Moderatorin:
Gibt es dafür auch spezielles Fachpersonal?
Frau Böck:
Ja. Wir arbeiten mit Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern zusammen. Sie unterstützen zum Beispiel, wenn Formulare ausgefüllt werden müssen oder Kontakte zu Behörden notwendig sind.
Moderatorin:
Was lernen die Teilnehmenden ganz konkret im Kurs?
Frau Böck:
Sehr praxisnahe Dinge. Dazu gehört auch, wie man Bewerbungsunterlagen vorbereitet und diese gemeinsam im Kurs bespricht.
Moderatorin:
Wie organisieren Sie Kurse für Frauen und Kinder?
Frau Böck:
Diese Angebote werden getrennt durchgeführt. So können wir gezielter
auf unterschiedliche Bedürfnisse eingehen.
Moderatorin:
Zum Schluss noch eine Frage zur aktuellen Situation. Haben neue Gesetze Ihre Arbeit beeinflusst?
Frau Böck:
Es gibt immer wieder Veränderungen. Im Moment können wir unsere Angebote jedoch ohne größere Einschränkungen fortsetzen.
Moderatorin:
Vielen Dank für das Gespräch.
Frau Böck:
Sehr gern.
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