Ein Praktikum oder ein Projekt ins Ausland
Sie hören nun ein Gespräch. Dazu sollen Sie 10 Aufgaben lösen. Sie hören das Gespräch zweimal. Entscheiden Sie beim Hören, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
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J:
Guten Abend, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer. Immer mehr Studierende sammeln heute internationale Erfahrungen, noch während ihres Studiums. Nach Angaben des Deutschen Akademischen Austauschdienstes gehen inzwischen fast 30 Prozent aller Studierenden mindestens einmal für ein Praktikum oder ein Projekt ins Ausland. Bei mir im Studio ist Lukas Berger, der das Austauschprojekt „Engineering Abroad“ leitet, das an der Technische Universität Dortmund angesiedelt ist. Guten Abend, Herr Berger.
G:
Guten Abend.
J:
Herr Berger, viele verbinden Auslandsaufenthalte mit Urlaub. Bei Ihrem Projekt geht es aber um etwas anderes.
G:
Ja, ganz klar. Das Projekt richtet sich an Studierende aus dem Ingenieurwesen. Sie verbringen mehrere Monate an einer amerikanischen Partnerhochschule und arbeiten parallel in einem Unternehmen, um praktische Erfahrungen zu sammeln und ihre Sprachkenntnisse zu vertiefen.
J:
Seit wann gibt es dieses Projekt eigentlich?
G:
Die ersten Teilnehmenden sind 2021 in die USA gegangen. Damals lief das noch in kleiner Form und war eher als Pilot gedacht. Inzwischen ist daraus ein festes Angebot geworden.
J:
Welche Rolle spielt die Praxis dabei?
G:
Eine sehr große. Viele merken im Studium, dass Theorie allein nicht ausreicht. Im Projektalltag erleben die Studierenden, wie wichtig es ist,
das Gelernte anzuwenden und Probleme selbstständig zu lösen. Das verändert oft den Blick auf das Studium.
J:
Wie läuft der Kontakt zu den Interessierten ab?
G:
Die meisten melden sich per E-Mail oder über die Projektseite. Dort finden sie grundlegende Informationen zu Ablauf und Voraussetzungen. Wenn es konkreter wird, sprechen wir persönlich miteinander, zum Beispiel in Sprechstunden.
J:
Wer kann an dem Projekt teilnehmen?
G:
In erster Linie Studierende der Ingenieurwissenschaften. Wir arbeiten dabei aber auch mit anderen Gruppen zusammen, zum Beispiel mit Personen, die an Hochschulen mit Ausbildung und Betreuung zu tun haben.
J:
Wie werden die Studierenden auf den Aufenthalt vorbereitet?
G:
Vor der Abreise gibt es mehrere Treffen. Dabei geht es nicht nur um Formulare, sondern auch um den Alltag in den USA. Die Teilnehmenden lösen gemeinsam Aufgaben, sprechen über typische Situationen im Betrieb und tauschen Erfahrungen aus.
J:
Und wie ist das mit der Sprache vor Ort?
G:
Natürlich wird dort hauptsächlich Englisch gesprochen. Das ist für viele am Anfang ungewohnt. Aber im Alltag ergeben sich immer wieder Situationen, in denen man auch Deutsch hört, zum Beispiel im Kontakt mit anderen Austauschstudierenden.
J:
Woher kam eigentlich die Idee für dieses Projekt?
G:
Die entstand während meiner Zeit an der Universität. Viele Studierende haben sich gewünscht, schon während des Studiums Einblicke in internationale Arbeitsumgebungen zu bekommen.
J:
Gibt es schon Pläne für die Zukunft?
G:
Wir überlegen, wie wir einzelne Sprachmodule weiterentwickeln können. Im Mittelpunkt soll dabei Kommunikation stehen, nicht nur Grammatik.
J:
Zum Schluss noch eine Frage zum Praktikum selbst: Wie international sind die Teams in den Unternehmen?
G:
Sehr unterschiedlich. In vielen Firmen arbeiten Menschen aus ganz verschiedenen Ländern zusammen. Gerade dieser Austausch
wird von den Studierenden oft als besonders wertvoll beschrieben.
J:
Vielen Dank für das Gespräch.
G:
Sehr gern.
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