Eine Reise
Sie hören nun ein Gespräch. Dazu sollen Sie 10 Aufgaben lösen. Sie hören das Gespräch zweimal. Entscheiden Sie beim Hören, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
4% (13 von 340 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)
Interviewer:
Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, wir melden uns heute aus einem kleinen Innenhof in einer ruhigen Wohnstraße in Mainz. Bei mir sitzt Jonas Weber, der mehrere Monate allein mit dem Fahrrad durch verschiedene europäische Länder unterwegs war. Vor kurzem ist dazu ein Buch erschienen, über das gerade viel gesprochen wird. Jonas, schön, dass du hier bist.
Jonas Weber:
Danke für die Einladung.
Interviewer:
Dein Buch liegt seit Kurzem im Handel. Für viele wirkt das wie ein ganz neuer Schritt für dich.
Jonas Weber:
Ja, das kann ich verstehen. Für mich ist es aber eher eine Fortsetzung. Schon vor ein paar Jahren habe ich Texte und kurze Berichte veröffentlicht, damals allerdings nur online und ohne festen Plan. Jetzt ist daraus ein größeres Projekt geworden.
Interviewer:
Worum geht es dir in diesem Buch?
Jonas Weber:
Natürlich spielt das Unterwegssein eine große Rolle. Aber es geht nicht nur um Strecken oder Länder. Mich haben vor allem die Begegnungen interessiert: Gespräche mit Menschen in kleinen Orten, Unterschiede zwischen Regionen und auch Fragen wie Umweltbelastung oder der Umgang mit Tourismus. Diese Themen tauchen unterwegs ganz automatisch auf.
Interviewer:
Viele stellen sich so eine Reise als großes Abenteuer vor. Was braucht man deiner Meinung nach am meisten dafür?
Jonas Weber:
Ich glaube nicht, dass Talent entscheidend ist. Viel wichtiger sind Vorbereitung, Geduld und die Fähigkeit, mit Unsicherheit umzugehen. Man lernt unterwegs ständig dazu und muss oft improvisieren.
Interviewer:
Du bist viel unterwegs gewesen. Was gibt dir mehr: das Reisen selbst oder das Schreiben danach?
Jonas Weber:
Das lässt sich schwer trennen. Das Radfahren ist intensiv und manchmal anstrengend. Beim Schreiben merke ich aber erst, was diese Erlebnisse eigentlich bedeuten. Beides gehört für mich zusammen.
Interviewer:
Wenn man dich so hört, stellt man sich deine Wohnung voller Erinnerungen vor.
Jonas Weber:
Eigentlich ist es dort eher leer. Ich bin selten lange an einem Ort und habe mir vieles noch gar nicht richtig eingerichtet. Fotos schaue ich mir meist am Laptop an, nicht an der Wand.
Interviewer:
Bist du denn oft zu Hause?
Jonas Weber:
Eher selten. Im letzten Jahr war ich fast neun Monate unterwegs, auf Reisen oder bei Veranstaltungen rund um das Buch. Zwischendurch bin ich kurz daheim, aber lange Pausen gibt es kaum.
Interviewer:
Gab es schon Pläne für die nächste Tour?
Jonas Weber:
Es gab Überlegungen für eine Reise außerhalb Europas. Ein Projekt hätte mich nach Kanada geführt. Am Ende ist das aber gescheitert, weil sich die Finanzierung nicht realisieren ließ. Im Moment denke ich neu darüber nach.
Interviewer:
Und worum soll es in deinem nächsten Projekt gehen?
Jonas Weber:
Darüber möchte ich im Moment noch nicht sprechen. Es ist einfach zu früh, um etwas Konkretes zu sagen.
Interviewer:
Vielen Dank für das Gespräch. Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, wenn Sie ein Exemplar von Jonas Webers Buch erhalten möchten, rufen Sie jetzt bei uns im Studio an. Die erste Person, die durchkommt, bekommt ein Buch zugeschickt.
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