GrünZeit
Sie hören nun ein Gespräch. Dazu sollen Sie 10 Aufgaben lösen. Sie hören das Gespräch zweimal. Entscheiden Sie beim Hören, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
2% (5 von 243 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)
J:
Viele Menschen leben heute in Wohnungen ohne Balkon oder Garten. Eine Umfrage der Stadtverwaltung hat gezeigt, dass besonders am Wochenende der Wunsch groß ist, Zeit im Grünen zu verbringen. Gleichzeitig sagen viele, dass sie gar nicht wissen, wo das möglich ist. Bei mir im Studio ist Svenja Hartmann, die im Auftrag der Stadtverwaltung das Projekt „GrünZeit“ leitet. Dabei geht es um Gemeinschaftsgärten in verschiedenen Städten. Guten Tag, Frau Hartmann.
G:
Guten Tag.
J:
„GrünZeit“ ist für viele Menschen inzwischen ein Begriff. Wie hat das Ganze eigentlich angefangen?
G:
Also, die ersten Ideen und Aktionen gab es 2011. Damals war das alles noch ziemlich klein. Ein paar Nachbarn haben sich zusammengetan, haben an freien Tagen Beete angelegt und gemeinsam gegärtnert. Erst nach und nach ist daraus etwas Größeres entstanden, mit festen Absprachen und Kontakten zu den Städten.
J:
In welchen Regionen findet man diese Gärten heute?
G:
Wir sind an mehreren Orten aktiv. Zum Beispiel gibt es Projekte in Hamburg, Köln und Leipzig. Berlin wird oft erwähnt, weil dort besonders viele Menschen ohne eigenen Garten leben. Im Moment fehlt uns dort aber ein geeignetes Grundstück, deshalb gibt es aktuell kein Projekt in der Stadt.
J:
Wie können Interessierte mitmachen?
G:
Grundsätzlich kann jeder teilnehmen, der keinen eigenen Garten hat und gern draußen arbeitet. Viele kommen am Wochenende, weil sie unter der Woche wenig Zeit haben. Man kann bei uns gratis im Garten mithelfen und die Beete nutzen. Natürlich entstehen dabei gemeinsame Kosten, zum Beispiel für Wasser oder Entsorgung. Diese Ausgaben werden über einen kleinen Jahresbeitrag gedeckt.
J:
Gibt es bestimmte Regeln für die Nutzung?
G:
Am Anfang war das alles ziemlich offen. Die Leute kamen einfach vorbei und haben gemacht, was sie konnten. Mit der Zeit haben wir gemerkt, dass das nicht immer gut funktioniert. Heute gibt es klare Absprachen, damit alle gut miteinander arbeiten können.
J:
Wer ist vor Ort Ansprechpartner für neue Gruppen?
G:
Oft ist das Karim Osei, einer der Gründer des Projekts. Viele kennen ihn von Samstagen, weil dann die meisten Treffen stattfinden. Aber er ist auch an anderen Tagen erreichbar, wenn Fragen auftauchen oder etwas organisiert werden muss.
J:
Was ist mit Werkzeugen und Material?
G:
Ein Teil wird von uns gestellt, zum Beispiel einfache Gartengeräte. Größere Sachen teilen sich die Gruppen, und manches bringen die Leute auch selbst mit, je nachdem, was gerade gebraucht wird.
J:
Wer nutzt die Gärten hauptsächlich?
G:
Das ist sehr unterschiedlich. Es kommen Einzelpersonen, Paare, ältere Menschen. Familien sind auch dabei, aber sie machen nicht den größten Teil aus. Viele sagen, dass ihnen vor allem die Ruhe und der Kontakt zur Natur wichtig sind.
J:
Muss man sich irgendwie vorbereiten?
G:
Nein, besondere Kenntnisse braucht man nicht. Neue Teilnehmende bekommen ein Informationsheft mit den wichtigsten Regeln und Hinweisen. Das reicht vollkommen aus.
J:
Und wie sehen die nächsten Schritte aus?
G:
Wir sprechen mit verschiedenen Partnern. Schulen spielen dabei eine Rolle, aber sie sind nicht der einzige Schwerpunkt. Wichtig ist uns,
dass die Gärten offen bleiben und viele Menschen davon profitieren können.
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