Organisation „Pfotenfreunde“
Sie hören nun ein Gespräch. Dazu sollen Sie 10 Aufgaben lösen. Sie hören das Gespräch zweimal. Entscheiden Sie beim Hören, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
18% (37 von 209 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)
J:
Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, ein Tier aus dem Tierschutz aufzunehmen. Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes wurden allein im letzten Jahr über 300.000 Haustiere neu vermittelt. Eine Organisation, die dabei eine wichtige Rolle spielt, ist „Pfotenfreunde“. Bei mir im Studio ist Anna Keller, Mitarbeiterin dieser Initiative. Guten Tag, Frau Keller.
A:
Guten Tag.
J:
Frau Keller, viele denken, eure Arbeit sei etwas ganz Neues. Dabei gibt es euren Verein ja schon länger. Wie ist „Pfotenfreunde“ eigentlich entstanden?
A:
Gegründet wurde die Organisation im Frühjahr 2013. Die Idee entstand aber schon einige Jahre vorher. Unser Gründer, Lukas Berger, hat früher ehrenamtlich im Tierheim geholfen und war oft damit konfrontiert, dass Tiere zwar gerettet wurden, aber sehr lange kein neues Zuhause fanden.
J:
Das heißt, am Anfang stand eher Frust als ein fertiges Konzept?
A:
Ja, genau. Einen genauen Plan gab es am Anfang nicht. Es war eher der Wunsch, etwas praktisch zu verändern und neue Wege zu gehen.
J:
Wie finden Sie die Tiere, um die Sie sich kümmern?
A:
Das ist ganz unterschiedlich. Manche werden uns von Tierheimen gemeldet, andere entdecken unsere Helfer bei Kontrollen oder Spaziergängen. Es geht dabei nicht nur um Hunde, sondern auch um Katzen und gelegentlich um kleinere Haustiere.
J:
Und was passiert dann?
A:
Zuerst wird geprüft, wie es dem Tier geht. Wir arbeiten mit Tierärzten zusammen, aber die medizinische Betreuung übernimmt nicht unser Team selbst. Danach suchen wir passende Menschen, die Zeit, Platz und Interesse haben.
J:
Wie viele Menschen arbeiten bei Ihnen?
A:
Fest angestellt sind wir vier Personen. Zusätzlich helfen uns viele Ehrenamtliche. In den ersten Jahren waren wir sogar mehr im Kernteam, aber das hat sich später geändert.
J:
Sie selbst, Frau Keller – warum haben Sie sich für diese Arbeit entschieden?
A:
Ich wollte eigentlich nur mit Katzen arbeiten, weil ich lange selbst zwei hatte. Aber schnell habe ich gemerkt, dass man flexibel sein muss
und alle Tiere gleich wichtig sind.
J:
Der Name „Pfotenfreunde“ klingt sehr persönlich. Wie kam es dazu?
A:
Darüber wurde lange gesprochen. Viele Vorschläge lagen auf dem Tisch. Am Ende war es Lukas, der meinte, der Name müsse freundlich klingen und leicht zu merken sein.
J:
Kommen die Tiere, die Sie vermitteln, nur aus Deutschland?
A:
Die meisten schon. Aber nicht alle. Manchmal arbeiten wir auch mit Partnern aus Nachbarländern zusammen, wenn dort Hilfe gebraucht wird.
J:
Vielen Dank für das Gespräch.
A:
Sehr gern.
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