Musikgruppe „Nordlicht“
Sie hören nun ein Gespräch. Dazu sollen Sie 10 Aufgaben lösen. Sie hören das Gespräch zweimal. Entscheiden Sie beim Hören, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
J:
Gute Musik aus kleinen Städten wird immer beliebter. Laut einer aktuellen Studie besuchen inzwischen über 60 % der Konzertbesucher auch Auftritte von regionalen Bands, nicht nur große Festivals. Eine dieser Gruppen ist „Nordlicht“. Bei mir im Studio ist heute Paul Richter, einer der Gründer der Band. Guten Abend, Paul.
P:
Guten Abend, danke für die Einladung.
J:
Paul, eure Band wird oft als „Neuentdeckung der letzten Jahre“ bezeichnet. Dabei gibt es euch ja schon eine ganze Weile. Wann hat alles angefangen?
P:
Offiziell haben wir im Frühjahr 2015 angefangen, als feste Band aufzutreten. Aber kennengelernt haben wir uns schon deutlich früher, ungefähr seit 2012. Damals haben wir uns regelmäßig getroffen, Musik gemacht, aber eher locker, ohne große Pläne.
J:
Also Treffen schon früher, aber keine Band?
P:
Genau. Erst ein gemeinsames Wochenende in Dänemark hat alles verändert. Abends saßen wir zusammen, haben gespielt, improvisiert und irgendwann war klar: Das ist mehr als nur ein Hobby.
J:
Eure Musik ist schwer einzuordnen. Viele sagen: Jazz. Stimmt das?
P:
Jazz spielt auf jeden Fall eine Rolle. Aber eben nicht nur. Wir hören und spielen auch Folk, Elemente aus der Klezmer-Musik, und manchmal auch Rhythmen aus Südosteuropa. Es ist eher eine Mischung als ein einzelner Stil.
J:
Wie viele seid ihr aktuell?
P:
Heute sind wir zu viert. Am Anfang waren wir fünf. Damals hatten wir sogar zwei Leute am Schlagzeug. Aber ein Musiker ist später beruflich ins Ausland gegangen, und seitdem sind wir in der jetzigen Besetzung unterwegs.
J:
Wer macht was in der Band?
P:
Klara spielt Saxofon und Trompete. Leon spielt Klarinette und manchmal auch Akkordeon. Mira spielt Geige und singt die Hauptstimme. Und ich sitze hinter dem Schlagzeug und singe gelegentlich als zweite Stimme mit.
J:
Euer Name ist ziemlich einprägsam. Wie seid ihr darauf gekommen?
P:
Das war ehrlich gesagt gar nicht so einfach. Wir haben lange diskutiert und viele Vorschläge gesammelt. Eine Zeit lang konnten wir uns überhaupt nicht einigen.
J:
Gab es sehr unterschiedliche Meinungen?
P:
Ja, total. Klara wollte einen kurzen Namen. Mira fand Namen aus anderen Sprachen spannend, zum Beispiel aus dem Jiddischen oder Rumänischen. Leon und ich wollten etwas, das man auch in Deutschland gut versteht und ausspricht.
J:
Und wer hatte dann die entscheidende Idee?
P:
Das war Klara. Nach einer sehr kurzen Nacht, als wir bis früh morgens an neuen Liedern gearbeitet hatten, sagte sie plötzlich: „Warum nennen wir uns nicht Nordlicht?“ Und diesmal waren alle sofort einverstanden.
J:
Ihr singt in mehreren Sprachen, richtig?
P:
Ja. Wir haben Texte auf Englisch, Polnisch und Tschechisch. Aber wir singen auch auf Deutsch. Unser neuestes Lied ist sogar teils deutsch, teils polnisch.
J:
Vielen Dank für das Gespräch, Paul.
P:
Sehr gern.
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