Interview mit Herrn Thurcherr (Reisebüro)

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Sie hören nun ein Gespräch. Dazu sollen Sie 10 Aufgaben lösen. Sie hören das Gespräch zweimal. Entscheiden Sie beim Hören, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.

5% (12 von 235 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)

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J: Guten Tag, liebe Zuhörer. Heute sprechen wir über die Arbeit in einem Reisebüro. Herr Thurcherr aus Bern ist bei mir im Studio. Er arbeitet schon seit vielen Jahren in der Branche. Guten Tag, Herr Thurrcher.

T: Guten Tag.

J: Herr Thurrcher, Sie arbeiten für ein großes Reisebüro hier in Bern. Was ist Ihre Rolle dort?

T: Vielen Dank für die Frage. Das ist eine sehr interessante Geschichte. Ich habe in dieser Branche als Manager angefangen und war so begeistert, dass ich mein eigenes Reisebüro eröffnet habe. Das heißt, ich bin für die Organisation der Arbeit und auch für die Mitarbeiter verantwortlich. Unser Reisebüro ist ziemlich groß; wir haben viele Kunden.

J: Viele junge Leute interessieren sich für Praktika in Reisebüros. Wie sieht die Situation bei Ihnen aus?

T: Das Interesse ist sehr groß. Jedes Jahr erhalten wir über hundert Bewerbungen für eine Ausbildung. Natürlich können wir nicht alle annehmen. Deshalb bekommt nur die Hälfte der Bewerber einen Ausbildungsplatz bei uns!

J: Viele denken, sie könnten während ihres Praktikums direkt verreisen. Stimmt das?

T: Nein, nicht sofort. Während des Praktikums unternimmt man normalerweise keine Studienreisen. Am Anfang fehlt einem die nötige Erfahrung. Die kommt später.

J: Wie empfindest du persönlich die Arbeit in einem Reisebüro?

T: Ich finde sie ziemlich anspruchsvoll. Man arbeitet viel mit Menschen, oft unter Zeitdruck, und muss sehr aufmerksam sein. Es ist nicht immer einfach, besonders wenn ein Kunde kommt und noch nicht genau weiß, was er will. Oft kommen ganze Familien, und jedes Familienmitglied hat eine andere Vorstellung vom Urlaub.

J: Wie sieht es mit den Arbeitszeiten aus? Kannst du in einem Reisebüro eine gute Work-Life-Balance wahren?

T: Das ist eine sehr gute Frage, denn es herrscht die weitverbreitete Fehlvorstellung, dass die Arbeit in einem Reisebüro ausschließlich ein 8-bis-18-Uhr-Job ist. Leider ist diese Annahme weitgehend widerlegt, da Angestellte während Urlaub, Feiertagen, verlängerten Wochenenden sowie Sommer- und Winterferien oft außerhalb ihrer regulären Arbeitszeiten arbeiten.

J: Viele fragen sich, ob man in diesem Beruf gut verdient.

T: Nun ja, reich wird man damit sicher nicht. Das Gehalt ist eher durchschnittlich. Bei diesem Job geht es nicht ums Geld.

J: Sie erwähnten Forschungsreisen. Was genau machen Sie da?

T: Auf diesen Reisen besucht man hauptsächlich viele Hotels. Man tauscht sich mit Leuten aus und sammelt Informationen, um Kunden besser beraten zu können.

J: Wie bekommt man überhaupt ein Praktikum?

T: Das ist ein Standardverfahren, das viel Papierkram und ausgefüllte Formulare sowie einen schriftlichen Teil erfordert. Es ist keine schwierige Aufgabe; es geht nicht um Politik oder Ähnliches, sondern um Allgemeinwissen, Sprachen und logisches Denken.

J: Wie viele junge Leute können diesen Test bestehen?

T: Wir laden jährlich bis zu fünfzig junge Leute zu diesem Eignungstest ein. Leider sind keine Plätze mehr frei.

J: Zum Schluss noch eine wichtige Frage: Was passiert, wenn Mitarbeitern ein Fehler unterläuft?

T: In diesem Fall trägt das Reisebüro die Verantwortung. Die Mitarbeiter müssen keine Kosten selbst tragen. Die Verantwortung liegt beim Unternehmen.

J: Vielen Dank, Herr Thurnherr, für das Interview.

T: Gern geschehen.

0 / 10 richtige Optionen

1

Herr Thurcherr ist Chef eines großen Reisebüros in Bern.

Nr. 1 – RICHTIG (+)

Aussage: „Herr Thurcherr ist Chef eines großen Reisebüros in Bern.“

Information aus dem Hörtext:
Herr Thurcherr sagt, dass er sein eigenes Reisebüro eröffnet hat und für die Organisation der Arbeit sowie für die Mitarbeiter verantwortlich ist. Außerdem bezeichnet er sein Reisebüro selbst als „ziemlich groß“.

Warum ist das richtig?
Das Wort „Chef“ beschreibt alltagssprachlich eine leitende und verantwortliche Rolle. Da Herr Thurcherr Inhaber ist und die Verantwortung für Mitarbeiter und Organisation trägt, entspricht die Aussage dem Inhalt des Hörtexts.

Typischer Stolperpunkt:
„Chef“ ist kein offizieller Titel. Im Hörtext wird keine formale Position genannt, aber die beschriebene Verantwortung reicht für diese Aussage aus.

2

Jedes Jahr bewerben sich über 100 Personen um ein Praktikum im Reisebüro.

Nr. 2 – RICHTIG (+)

Aussage: „Jedes Jahr bewerben sich über 100 Personen um ein Praktikum im Reisebüro.“

Information aus dem Hörtext:
Herr Thurcherr sagt: „Jedes Jahr erhalten wir über hundert Bewerbungen.“

Warum ist das richtig?
Die Anzahl der Bewerbungen wird ausdrücklich genannt und liegt über 100 pro Jahr.

Typischer Stolperpunkt:
Bewerbungen sind nicht gleich Ausbildungsplätze. Entscheidend ist hier nur die Zahl der Bewerbungen.

3

Praktikanten können während ihrer Ausbildung an Studienreisen teilnehmen.

Nr. 3 – FALSCH (–)

Aussage: „Praktikanten können während ihrer Ausbildung an Studienreisen teilnehmen.“

Information aus dem Hörtext:
Herr Thurcherr sagt, dass man während des Praktikums normalerweise keine Studienreisen unternimmt.

Warum ist das falsch?
Studienreisen finden erst später statt, nicht während der Ausbildung.

Typischer Stolperpunkt:
„Später möglich“ wird leicht als „sofort möglich“ missverstanden.

4

Herr Thurcherr empfindet die Arbeit in einem Reisebüro als stressig.

Nr. 4 – RICHTIG (+)

Aussage: „Herr Thurcherr empfindet die Arbeit in einem Reisebüro als stressig.“

Information aus dem Hörtext:
Er beschreibt die Arbeit als „ziemlich anspruchsvoll“ und spricht von Zeitdruck und hoher Aufmerksamkeit.

Warum ist das richtig?
Zeitdruck und anspruchsvolle Kunden entsprechen einer stressigen Arbeitssituation.

Typischer Stolperpunkt:
„anspruchsvoll“ wird manchmal verharmlost, bedeutet hier aber klar belastend.

5

Reisebüromitarbeiter müssen oft länger arbeiten als geplant.

Nr. 5 – RICHTIG (+)

Aussage: „Reisebüromitarbeiter müssen oft länger arbeiten als geplant.“

Information aus dem Hörtext:
Er sagt, dass Angestellte oft außerhalb der regulären Arbeitszeiten arbeiten, z. B. an Feiertagen und in den Ferien.

Warum ist das richtig?
Arbeiten außerhalb der geplanten Zeiten bedeutet, dass die Arbeitszeit häufig verlängert wird.

Typischer Stolperpunkt:
Ein offizieller Arbeitsrahmen heißt nicht, dass man ihn immer einhalten kann.

6

Dieser Beruf bietet besonders gute Bezahlung.

Nr. 6 – FALSCH (–)

Aussage: „Dieser Beruf bietet besonders gute Bezahlung.“

Information aus dem Hörtext:
Herr Thurcherr sagt ausdrücklich, dass man damit nicht reich wird und das Gehalt eher durchschnittlich ist.

Warum ist das falsch?
„Besonders gute Bezahlung“ widerspricht „eher durchschnittlich“.

Typischer Stolperpunkt:
Positive Einstellung zum Beruf bedeutet nicht automatisch gutes Gehalt.

7

Studienreisen beinhalten Besuche in verschiedenen Hotels.

Nr. 7 – RICHTIG (+)

Aussage: „Studienreisen beinhalten Besuche in verschiedenen Hotels.“

Information aus dem Hörtext:
Er sagt: „Auf diesen Reisen besucht man hauptsächlich viele Hotels.“

Warum ist das richtig?
Hotelbesuche werden klar als Hauptbestandteil genannt.

Typischer Stolperpunkt:
„hauptsächlich“ bedeutet nicht „ausschließlich“, reicht aber für die Aussage aus.

8

Der schriftliche Teil des Eignungstests prüft vor allem politisches Wissen.

Nr. 8 – FALSCH (–)

Aussage: „Der schriftliche Teil des Eignungstests prüft vor allem politisches Wissen.“

Information aus dem Hörtext:
Er sagt ausdrücklich, dass es nicht um Politik geht, sondern um Allgemeinwissen, Sprachen und logisches Denken.

Warum ist das falsch?
Politisches Wissen wird klar ausgeschlossen.

Typischer Stolperpunkt:
Prüfungen werden oft mit Schulwissen verwechselt, obwohl der Hörtext andere Inhalte nennt.

9

Jedes Jahr werden genau 50 junge Menschen zum Eignungstest zugelassen.

Nr. 9 – FALSCH (–)

Aussage: „Jedes Jahr werden genau 50 junge Menschen zum Eignungstest zugelassen.“

Information aus dem Hörtext:
Er sagt: „Wir laden jährlich bis zu fünfzig junge Leute ein.“

Warum ist das falsch?
„Bis zu 50“ bedeutet eine Obergrenze, nicht eine feste oder genaue Zahl.

Typischer Stolperpunkt:
„bis zu“ ≠ „genau“. Kleine Wörter verändern die Bedeutung stark.

10

Das Reisebüro muss seine Mitarbeiter für Fehler entschädigen.

Nr. 10 – RICHTIG (+)

Aussage: „Das Reisebüro muss seine Mitarbeiter für Fehler entschädigen.“

Information aus dem Hörtext:
Herr Thurcherr sagt, dass das Reisebüro die Verantwortung trägt und Mitarbeiter keine Kosten selbst übernehmen müssen.

Warum ist das richtig?
Die Verantwortung für Fehler liegt beim Unternehmen, nicht bei den einzelnen Mitarbeitern.

Typischer Stolperpunkt:
Verantwortung des Unternehmens wird manchmal fälschlich auf einzelne Personen übertragen.

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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