Interview mit Frau Wenger - Feuerwehrfrau

Erledigt: 1 / 1
Wiederholen Weiter

Sie hören nun ein Gespräch. Dazu sollen Sie 10 Aufgaben lösen. Sie hören das Gespräch zweimal. Entscheiden Sie beim Hören, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.

0:00 / 0:00
0:00 / 0:00

J: Guten Tag, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer. Heute sprechen wir über einen Beruf, den viele nur aus dem Fernsehen kennen. Frau Wenger ist bei mir im Studio. Sie arbeitet bei der Feuerwehr. Schön, dass Sie Zeit für uns haben.

F: Guten Tag, vielen Dank für die Einladung.

J: Frau Wenger, Feuerwehrfrau zu sein ist ja kein typischer Beruf. War das schon immer Ihr Traum?

F: Als Kind wollte ich alles Mögliche werden. Mal Tierärztin, mal Lehrerin. Ehrlich gesagt, habe ich damals fast nie an die Feuerwehr gedacht. Das kam erst viel später, als mein Vater Feuerwehrmann wurde! Und da wurde mir erst bewusst, wie wichtig dieser Beruf ist.

J: Wie sind Sie zur Feuerwehr gekommen?

F: Wie gesagt, mein Vater war Feuerwehrmann. Er hat oft Ausflüge mit seinen Kollegen und deren Familien unternommen, bei denen wir alle etwas über den Beruf gelernt und Spaß gehabt haben. Bei einem dieser Ausflüge habe ich Alex kennengelernt, den Sohn eines Freundes meines Vaters. Wir sind zusammengekommen. Eine Zeit lang betrieb Alex die Feuerwehr eher als Hobby, dann nahm er sie aber ernst. Anfangs habe ich ihm nur beim Training zugeschaut. Schließlich bin ich auch mitgemacht. Heute trainieren wir zusammen und verbringen viel Freizeit dort.

F: Wie sind Sie zur Feuerwehr gekommen?

F: Wie ich schon erwähnt habe, war mein Vater Feuerwehrmann. Er veranstaltete oft Feste für die Familien seiner Mitarbeiter, bei denen wir alle etwas über den Beruf lernten und eine schöne Zeit hatten. Bei einer dieser Veranstaltungen lernte ich Alex kennen, den Sohn eines Freundes meines Vaters. Wir wurden enge Freunde. Eine Zeit lang betrieb er die Feuerwehr eher als Hobby, dann nahm er sie aber ernst. Anfangs habe ich ihm nur beim Training zugeschaut. Schließlich bin ich auch mitgemacht. Heute trainieren wir zusammen und verbringen viel Freizeit dort. J:

Gab es Vorfälle, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind?

F: Man hört so viele Geschichten, und manchmal denkt man, wie schrecklich es sein muss, wenn ein echtes Feuer ausbricht. Zum Glück musste ich noch nie zu Einsätzen ausrücken, bei denen enge Freunde oder Familienmitglieder betroffen waren. Ich kann mir vorstellen, wie schwierig das sein muss. Ich kenne solche Situationen besser, weil mir meine Kollegen davon erzählt haben.

J:
Die Feuerwehr arbeitet mit vielen technischen Geräten. Was passiert, wenn etwas kaputt geht?

F:
Man ist mit dem Problem nicht allein. Normalerweise bespricht man es kurz, arbeitet gemeinsam an einer Lösung oder bittet jemanden um Hilfe. Gerade bei technischen Problemen ist es wichtig, zusammenzuarbeiten, anstatt alles allein herausfinden zu wollen.

J:
Sie erwähnten ein Praktikum. Wie war diese Zeit für Sie?

F:
Es war definitiv anspruchsvoll. Man musste viel lernen, sich körperlich fit halten und konzentriert bleiben. Natürlich gab es auch Tage, an denen man müde war, aber insgesamt war es machbar, wenn man motiviert war.

J:
Viele Frauen sagen, dass Schutzkleidung oft schlecht sitzt. Wie sind Ihre Erfahrungen?

F:
Anfangs hatte ich auch Bedenken, dass alles zu groß oder unpraktisch sein würde. Aber jetzt gibt es verschiedene Größen. Es läuft nicht immer alles perfekt, aber ich komme zurecht und fühle mich sicher.

J: Man hört oft, dass die Feuerwehr jederzeit gerufen werden kann. Stört Sie das?

F: Man weiß es vorher und kann sich darauf vorbereiten. Natürlich kann es auch nachts oder am Wochenende passieren, aber für mich gehört das einfach zum Job. Ich sehe es eher als Teil des Berufs denn als große Herausforderung.

J: Sie sind ja schon eine Weile bei der Feuerwehr. Hatten Sie schon viele schwere Unfälle zu betreuen?

F: Nein, nicht wirklich. Die meisten Einsätze waren eher kleinere oder technische Angelegenheiten. Ich habe bisher nur wenige schwere Unfälle erlebt, und das ist gut so.

J: Wie ist die Zusammenarbeit mit Ihren Kollegen?

F: Absolut gut. Ich möchte nicht anders behandelt werden als andere. Mir ist wichtig, dass wir gut im Team zusammenarbeiten, unabhängig vom Geschlecht.

J: Welchen Rat würden Sie Menschen geben, die sich für den Eintritt in die Feuerwehr interessieren?

F: Am besten wenden Sie sich direkt an Ihre örtliche Feuerwehr. Dort kann man Ihnen Fragen stellen und Ihnen einen guten Überblick darüber geben, was Sie erwartet.

0 / 10 richtige Optionen

1

Frau Wenger träumte schon immer davon, Feuerwehrfrau zu werden.

Nr. 1 – FALSCH (–)

Aussage: „Frau Wenger träumte schon immer davon, Feuerwehrfrau zu werden.“

Information aus dem Hörtext:
Frau Wenger sagt, dass sie als Kind viele verschiedene Berufe wollte und damals fast nie an die Feuerwehr gedacht hat.

Warum ist das falsch?
„Schon immer“ passt nicht zum Hörtext. Der Wunsch entstand erst später, als ihr Vater Feuerwehrmann wurde.

Typischer Stolperpunkt:
Wörter wie „schon immer“ machen eine Aussage sehr absolut.

2

Frau Wenger und ihr Freund haben jetzt ein gemeinsames Hobby.

Nr. 2 – RICHTIG (+)

Aussage: „Frau Wenger und ihr Freund haben jetzt ein gemeinsames Hobby.“

Information aus dem Hörtext:
Sie sagt: „Heute trainieren wir zusammen und verbringen viel Freizeit dort.“

Warum ist das richtig?
Beide machen heute gemeinsam Training und sind in ihrer Freizeit dort. Das wird im Hörtext klar bestätigt.

Typischer Stolperpunkt:
Am Anfang schaute sie nur zu, später machte sie mit. Entscheidend ist die Situation „heute“.

3

Frau Wenger hat bereits einer Freundin geholfen, deren Wohnung in Flammen stand.

Nr. 3 – FALSCH (–)

Aussage: „Frau Wenger hat bereits einer Freundin geholfen, deren Wohnung in Flammen stand.“

Information aus dem Hörtext:
Sie sagt: „Zum Glück musste ich noch nie zu Einsätzen ausrücken, bei denen enge Freunde oder Familienmitglieder betroffen waren.“

Warum ist das falsch?
Die Aussage behauptet einen konkreten Einsatz bei einer Freundin. Das widerspricht dem Hörtext, der solche Einsätze ausdrücklich ausschließt.

Typischer Stolperpunkt:
Erzählte Geschichten von Kollegen sind nicht eigene Erlebnisse.

4

Probleme mit der Ausrüstung werden im Team gelöst.

Nr. 4 – RICHTIG (+)

Aussage: „Probleme mit der Ausrüstung werden im Team gelöst.“

Information aus dem Hörtext:
Sie sagt, man bespricht Probleme kurz, arbeitet gemeinsam an einer Lösung oder bittet jemanden um Hilfe.

Warum ist das richtig?
Zusammenarbeit und gemeinsame Lösung werden direkt beschrieben.

Typischer Stolperpunkt:
„Nicht allein“ bedeutet: Unterstützung im Team ist vorgesehen.

5

Die Ausbildung der Feuerwehrleute war sehr intensiv.

Nr. 5 – RICHTIG (+)

Aussage: „Die Ausbildung der Feuerwehrleute war sehr intensiv.“

Information aus dem Hörtext:
Frau Wenger beschreibt das Praktikum als „definitiv anspruchsvoll“: viel lernen, körperlich fit bleiben und konzentriert sein.

Warum ist das richtig?
Diese Beschreibung zeigt eine intensive und fordernde Ausbildung.

Typischer Stolperpunkt:
„Anspruchsvoll“ wird manchmal unterschätzt, bedeutet hier aber klar: hoher Aufwand.

6

Feuerwehruniformen passen oft nur Männern.

Nr. 6 – FALSCH (–)

Aussage: „Feuerwehruniformen passen oft nur Männern.“

Information aus dem Hörtext:
Frau Wenger sagt, dass es verschiedene Größen gibt. Es ist nicht immer perfekt, aber sie kommt zurecht und fühlt sich sicher.

Warum ist das falsch?
Der Hörtext bestätigt nicht, dass die Kleidung nur Männern passt. Im Gegenteil: Es gibt passende Größen, und sie kann damit arbeiten.

Typischer Stolperpunkt:
Allgemeine Aussagen („oft nur Männern“) sind stärker als das, was im Hörtext gesagt wird.

7

Frau Wenger ist jederzeit bereit, zu einem Notfall auszurücken.

Nr. 7 – RICHTIG (+)

Aussage: „Frau Wenger ist jederzeit bereit, zu einem Notfall auszurücken.“

Information aus dem Hörtext:
Sie sagt, man weiß es vorher, dass Einsätze auch nachts oder am Wochenende passieren können, und für sie gehört das zum Job.

Warum ist das richtig?
Der Hörtext beschreibt Bereitschaft und Akzeptanz, dass Einsätze jederzeit kommen können.

Typischer Stolperpunkt:
„Jederzeit“ meint hier: Einsätze sind nicht planbar und können immer passieren.

8

Als Feuerwehrfrau hat Frau Wenger viele Unfälle miterlebt.

Nr. 8 – FALSCH (–)

Aussage: „Als Feuerwehrfrau hat Frau Wenger viele Unfälle miterlebt.“

Information aus dem Hörtext:
Sie sagt: „Die meisten Einsätze waren eher kleinere oder technische Angelegenheiten.“ Und: „Ich habe bisher nur wenige schwere Unfälle erlebt.“

Warum ist das falsch?
„Viele Unfälle“ widerspricht „nur wenige schwere Unfälle“.

Typischer Stolperpunkt:
„Einsätze“ sind nicht automatisch „schwere Unfälle“.

9

Frau Wenger wünscht sich, anders behandelt zu werden als ihre männlichen Kollegen.

Nr. 9 – FALSCH (–)

Aussage: „Frau Wenger wünscht sich, anders behandelt zu werden als ihre männlichen Kollegen.“

Information aus dem Hörtext:
Sie sagt ausdrücklich: „Ich möchte nicht anders behandelt werden als andere.“

Warum ist das falsch?
Die Aussage behauptet einen Wunsch nach Sonderbehandlung, der Hörtext lehnt das klar ab.

Typischer Stolperpunkt:
„Unabhängig vom Geschlecht“ bedeutet: gleiche Behandlung für alle.

10

Interessierte können sich gerne an Frau Wenger wenden.

Nr. 10 – FALSCH (–)

Aussage: „Interessierte können sich gerne an Frau Wenger wenden.“

Information aus dem Hörtext:
Frau Wenger empfiehlt: „Am besten wenden Sie sich direkt an Ihre örtliche Feuerwehr.“

Warum ist das falsch?
Im Hörtext wird keine persönliche Kontaktaufnahme zu Frau Wenger vorgeschlagen, sondern der Kontakt zur örtlichen Feuerwehr.

Typischer Stolperpunkt:
„An wen wenden?“ – der Hörtext nennt eine Stelle, aber nicht die Interviewpartnerin.

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Anmelden