Praktikum

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Sie hören nun ein Gespräch. Dazu sollen Sie 10 Aufgaben lösen. Sie hören das Gespräch zweimal. Entscheiden Sie beim Hören, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.

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F = Frau Bach (Journalistin)
M = Herr Mahler (Firmeninhaber)

F:
Guten Tag, liebe Hörerinnen und Hörer. Heute sprechen wir über das Thema Praktikum. Viele junge Menschen interessieren sich dafür, um erste Erfahrungen im Berufsleben zu sammeln. Bei mir im Studio ist Herr Mahler. Er leitet ein mittelständisches Unternehmen und arbeitet regelmäßig mit Praktikanten. Guten Tag, Herr Mahler.

M:
Guten Tag, Frau Bach.

F:
Herr Mahler, ein Praktikum wird oft sehr unterschiedlich verstanden. Manche Jugendliche hoffen, dadurch einen guten Start für ein späteres Studium zu bekommen. Wie sehen Sie das?

M:
Wer später studieren möchte, kann davon natürlich profitieren. Aber ein Praktikum hilft vor allem dabei, den Arbeitsalltag kennenzulernen. Es geht darum, zu sehen, wie ein Betrieb funktioniert. Eine gezielte Vorbereitung auf ein Studium bekommt man dadurch eher nicht.

F:
Kommen wir zu Ihrer Firma. Welche Möglichkeiten bieten Sie jungen Leuten konkret an?

M:
Früher haben wir Praktika nur in einer Abteilung angeboten. Jeder Praktikant hatte einen festen Betreuer, der seine Arbeit und sein Lernen begleitet hat. Das hat aber keinen vollständigen Einblick in alle Abläufe gegeben. Mit der Zeit haben wir das geändert. Heute setzen wir Praktikanten nicht nur an einem Arbeitsplatz ein. Sie wechseln bei uns zwischen mehreren Bereichen. So lernen sie verschiedene Tätigkeiten kennen und bekommen einen breiten Überblick.

F:
Viele Jugendliche fragen sich, ob ein Praktikum automatisch zu einer festen Stelle führt. Wie ist das bei Ihnen?

M:
Diese Erwartung hören wir ziemlich oft. Wir führen natürlich eine Bewertung des Praktikums durch, und eine positive Beurteilung führt in den meisten Fällen automatisch zu einer festen Stelle. Nach einer Ausbildung oder einem Praktikum entscheiden wir jedoch je nach Situation, ob es passt oder nicht.

F:
Wenn sich junge Leute bei Ihnen bewerben, spielt die Bewertung aus der Schule dabei sicher eine große Rolle. Wie wichtig ist das Schulzeugnis für Sie?

M:
Das Schulzeugnis schauen wir uns natürlich an, und es gehört auch zur Bewertung dazu. Es zeigt, wie jemand bisher gearbeitet hat. Bei der Entscheidung achten wir jedoch vor allem darauf, wie jemand im Betrieb auftritt, ob Interesse da ist und wie zuverlässig die Person wirkt.

F:
Wie sollten sich Praktikanten Ihrer Meinung nach im Arbeitsalltag verhalten?

M:
Am Anfang erklären wir natürlich vieles, und neue Leute bekommen Zeit, sich zu orientieren. Mit der Zeit ist es aber hilfreich, wenn man nicht nur abwartet, sondern mitbekommt, wo Unterstützung gefragt ist, und dann auch entsprechend handelt.

F:
In manchen Betrieben hört man, dass neue Ideen von Praktikanten eher als schwierig empfunden werden. Wie erleben Sie das bei Ihnen?

M:
Neue Vorschläge bringen natürlich Bewegung in den Arbeitsalltag und verlangen manchmal zusätzliche Abstimmung. Wenn man darüber spricht und gemeinsam entscheidet, lassen sich solche Impulse gut einordnen und sinnvoll nutzen.

F:
Wie ist die Arbeit bei Ihnen im Betrieb organisiert? Arbeiten die Mitarbeiter eher für sich oder gemeinsam?

M:
Die meisten Aufgaben entstehen bei uns im Austausch. Entscheidungen werden selten allein getroffen, und viele Tätigkeiten greifen ineinander. Deshalb ist es wichtig, dass man sich abspricht und gegenseitig unterstützt.

F:
Sie haben viel Kontakt zu Praktikanten. Wie erleben Sie deren Verhalten im Arbeitsalltag?

M:
Viele sind es gewohnt, erst zuzuhören, sich alles erklären zu lassen und auf klare Aufgaben zu warten. Das kennt man eher aus Lernphasen. Im Betrieb wird aber erwartet, dass man Schritt für Schritt selbstständiger wird und mehr Eigeninitiative zeigt.

F:
Was hilft jungen Leuten Ihrer Meinung nach besonders, damit ein Praktikum für sie sinnvoll wird?

M:
Man merkt schnell, ob jemand aufmerksam ist, Fragen stellt und sich mit den Aufgaben beschäftigt. Wer mitdenkt und nicht nur das Nötigste erledigt, nimmt aus dieser Zeit deutlich mehr mit.

F:
Zum Schluss noch eine persönliche Frage: Was geben Sie jungen Leuten mit auf den Weg, die ein Praktikum bei Ihnen machen möchten?

M:
Es hilft, wenn man sich engagiert einbringt, Aufgaben ernst nimmt und offen im Umgang mit anderen bleibt. Wer zuverlässig arbeitet und dabei eine positive Einstellung zeigt, findet sich im Team meist schnell zurecht.

F:
Herr Mahler, vielen Dank für das Gespräch.

M:
Gern geschehen.

0 / 10 richtige Optionen

1

Mit einem Praktikum können sich Jugendliche auf das Studium vorbereiten.

  • 1) FALSCH (–)

    Textstütze (sinngemäß): Herr Mahler sagt: Ein Praktikum kann zwar nützlich sein, aber es ist eher keine gezielte Vorbereitung auf ein Studium. Der Schwerpunkt liegt auf dem Arbeitsalltag und den Abläufen im Betrieb.

    Warum falsch? Die Aussage behauptet eine klare Studienvorbereitung. Im Interview wird genau diese „gezielte Vorbereitung“ am Ende relativiert.

    telc-Falle: Erst klingt es positiv („profitieren“), am Ende kommt die Einschränkung („eher nicht“). Trigger: profitieren vs. eher nicht.

  • 2

    Herr Mahlers Firma bietet jungen Leuten in verschiedenen Abteilungen ein Praktikum an.

  • 2) RICHTIG (+)

    Textstütze (sinngemäß): Herr Mahler erklärt, dass Praktikanten heute nicht nur an einem Platz bleiben, sondern zwischen mehreren Bereichen wechseln und so verschiedene Aufgaben kennenlernen.

    Warum richtig? „Mehrere Bereiche“ entspricht inhaltlich „verschiedene Abteilungen“.

    telc-Falle: Früher vs. heute: Früher nur ein Bereich, jetzt Wechsel. Trigger: früher, mit der Zeit, heute, nicht nur.

  • 3

    Herr Mahlers Firma stellt alle Praktikanten nach der Ausbildung ein.

  • 3) FALSCH (–)

    Textstütze (sinngemäß): Herr Mahler sagt: Eine positive Beurteilung führt in den meisten Fällen weiter, aber am Ende wird je nach Situation entschieden, ob es passt.

    Warum falsch? „Alle“ ist absolut. Im Interview wird die Übernahme nicht als sicher für jeden dargestellt, weil die Entscheidung vom Einzelfall abhängt.

    telc-Falle: Absolute Wörter machen Aussagen oft falsch. Trigger: alle vs. in den meisten Fällen, je nach Situation.

  • 4

    Bei der Bewertung ist das Schulzeugnis für Herrn Mahler das Wichtigste.

  • 4) FALSCH (–)

    Textstütze (sinngemäß): Das Zeugnis wird angeschaut und gehört dazu, aber Herr Mahler betont, dass bei der Entscheidung vor allem Auftreten, Interesse und Zuverlässigkeit wichtig sind.

    Warum falsch? Die Aussage macht das Zeugnis zum wichtigsten Punkt. Im Interview wird der Schwerpunkt eindeutig auf andere Kriterien gelegt.

    telc-Falle: „gehört dazu“ klingt wie „sehr wichtig“, aber die Priorität liegt woanders. Trigger: gehört auch dazu vs. vor allem.

  • 5

    Praktikanten sollten selbst erkennen, wo man sie brauchen könnte.

  • 5) RICHTIG (+)

    Textstütze (sinngemäß): Herr Mahler sagt, es sei hilfreich, wenn Praktikanten nicht nur warten, sondern mitbekommen, wo Unterstützung gebraucht wird, und entsprechend handeln.

    Warum richtig? Das entspricht genau der Idee: selbst wahrnehmen, wo man gebraucht wird, statt nur abzuwarten.

    telc-Falle: Synonyme statt Wortgleichheit: „mitbekommen, wo Unterstützung gefragt ist“ = „erkennen, wo man sie braucht“. Trigger: nicht nur abwarten, wo Unterstützung gefragt ist.

  • 6

    Herr Mahler meint, dass die Ideen der Praktikanten bei der Arbeit stören.

  • 6) FALSCH (–)

    Textstütze (sinngemäß): Herr Mahler sagt: Neue Vorschläge bringen Bewegung und brauchen Abstimmung, aber wenn man darüber spricht, kann man die Impulse gut einordnen und sinnvoll nutzen.

    Warum falsch? „stören“ bedeutet: sie behindern die Arbeit. Im Interview wird aber erklärt, dass man Ideen einbauen und nutzen kann.

    telc-Falle: Negatives Erwartungswort: „Bewegung / zusätzliche Abstimmung“ klingt kritisch, aber am Ende wird es positiv relativiert. Trigger: zusätzliche Abstimmung vs. sinnvoll nutzen.

  • 7

    Herr Mahler legt großen Wert auf Teamarbeit.

  • 7) RICHTIG (+)

    Textstütze (sinngemäß): Herr Mahler beschreibt, dass Aufgaben im Austausch entstehen, Entscheidungen selten allein getroffen werden und Absprache sowie gegenseitige Hilfe wichtig sind.

    Warum richtig? Das ist eine klare Beschreibung von Teamorientierung und Kooperation als zentralem Prinzip.

    telc-Falle: Keine Schlüsselwörter im Text: Es wird nicht „Teamarbeit“ wiederholt, sondern umschrieben. Trigger: im Austausch, selten allein, sich absprechen.

  • 8

    Nach Frau Bachs Meinung verhalten sich Praktikanten im Betrieb oft wie in der Schule oder an der Universität.

  • 8) FALSCH (–)

    Textstütze (sinngemäß): Im Interview beschreibt Herr Mahler, dass viele Praktikanten erst zuhören, sich alles erklären lassen und auf Aufgaben warten – das kennt man aus Lernphasen.

    Warum falsch? Die Aussage schreibt diese Meinung Frau Bach zu. Im Interview äußert jedoch Herr Mahler diese Einschätzung, nicht Frau Bach.

    telc-Falle: Wer sagt es? Inhalt stimmt inhaltlich, aber der Sprecher ist falsch zugeordnet. Trigger: Nach Frau Bachs Meinung (Aussage) vs. Herr Mahler erklärt (Text).

  • 9

    Für den Praktikanten ist es gut, wenn er Interesse an der Arbeit zeigt.

  • 9) RICHTIG (+)

    Textstütze (sinngemäß): Herr Mahler sagt, man merkt schnell, ob jemand aufmerksam ist, Fragen stellt und sich mit den Aufgaben beschäftigt; wer mitdenkt, nimmt deutlich mehr mit.

    Warum richtig? Aufmerksam sein, Fragen stellen und sich beschäftigen ist eine klare Umschreibung für Interesse, das dem Praktikanten hilft.

    telc-Falle: Paraphrase: „Interesse“ wird nicht wörtlich erklärt, sondern über Verhalten beschrieben. Trigger: aufmerksam, Fragen stellt, nimmt deutlich mehr mit.

  • 10

    Herr Mahler empfiehlt den Praktikanten, das Team mit Fleiß und guter Laune zu unterstützen.

  • 9) RICHTIG (+)

    Textstütze (sinngemäß): Herr Mahler sagt, man merkt schnell, ob jemand aufmerksam ist, Fragen stellt und sich mit den Aufgaben beschäftigt; wer mitdenkt, nimmt deutlich mehr mit.

    Warum richtig? Aufmerksam sein, Fragen stellen und sich beschäftigen ist eine klare Umschreibung für Interesse, das dem Praktikanten hilft.

    telc-Falle: Paraphrase: „Interesse“ wird nicht wörtlich erklärt, sondern über Verhalten beschrieben. Trigger: aufmerksam, Fragen stellt, nimmt deutlich mehr mit.

  • Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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